• Ein Tag voller Kontraste

    February 17 in Thailand ⋅ ⛅ 33 °C

    Heute haben wir Bangkok hinter uns gelassen – und sind tief ins grünere, ruhigere Thailand gefahren.

    Am Morgen standen wir zwischen schaukelnden Booten auf dem Damnoen Saduak Floating Market. Mangos, Kokosnüsse, gebratene Nudeln – alles direkt vom Wasser aus verkauft. Es war bunt, ein bisschen chaotisch und genau so, wie man sich Thailand vorstellt. Wir haben viel geschaut, wenig gekauft – und einfach das Treiben genossen.

    Dann wechselte die Stimmung.



    Death Railway – stiller als gedacht

    Die Fahrt mit der Death Railway war anders als erwartet. Der Zug ratterte langsam an steilen Felswänden entlang, durch sattes Grün, über alte Holzbrücken. Alles wirkte friedlich – und genau das machte es so beklemmend.

    Am Hellfire Pass Memorial wurde uns erst richtig bewusst, was hier passiert ist. Im Museum und draußen am Felseinschnitt erzählte unser Scout von den Kriegsgefangenen, die diese Strecke unter unmenschlichen Bedingungen bauen mussten.

    Während wir dort standen, zog sich der Himmel plötzlich zu. Wir haben noch gewitzelt, wie das denn sein könne – eben war doch noch Sonne.

    Keine zehn Minuten später prasselte ein tropischer Platzregen auf uns herab. Manche von uns hatten Glück. Andere waren innerhalb kürzester Zeit komplett durchnässt. Die Stimmung war kurz gekippt, aber ehrlich gesagt: Es hatte auch etwas Befreiendes.



    Mit dem Longtailboot ins Grün

    Nach diesem intensiven Tag ging es weiter zum River Kwai. Unser Gepäck wurde separat verladen – wir selbst saßen im Longtailboot und ließen den Fahrtwind durch die Haare wehen.

    Der Fluss, das satte Grün, die plötzlich einsetzende Ruhe – es fühlte sich an wie ein kompletter Kontrast zum Vormittag.

    Im River Kwai Resotel angekommen, waren wir einfach nur froh, trocken (oder halbwegs trocken) anzukommen. Am Abend saßen wir mit der ganzen Gruppe zusammen, Cocktails in der Hand, und haben den Tag Revue passieren lassen.

    Von schwimmenden Märkten über schwere Geschichte bis hin zu tropischem Platzregen – dieser Tag hatte wirklich alles.



    Insider Fact
    Der Hellfire Pass bekam seinen Namen, weil die Bauarbeiten nachts bei Fackellicht stattfanden – Zeitzeugen berichteten, dass es aussah wie ein „Höllenfeuer“ im Dschungel.
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