• If not now then when
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Wohmoroadtrip ins Baltikum

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  • Narva

    22 de julio de 2018, Estonia ⋅ ⛅ 25 °C

    Narva hat uns ja besonders aus zwei Gründen interessiert: einerseits liegt diese ehemals „schönste“ Stadt Europas (wurde im 2 Weltkrieg leider völlig zerbombt) direkt an der russischen Grenze und andererseits bewirbt sich diese Stadt gleich wie STP für die europäische Kulturhauptstadt 2024 (Narva is next). Dieses Grenzgebiet zeichnet sich durch ein russisches Flair aus sowie durch eine „Käfigbrücke/Schleuse“ über einen geteilten Fluss an dessen beiden Ufern jeweils eine große Burg thront. Das ist sehr skurril zumal sich Menschen auf beiden Seiten beobachten und doch getrennt sind. Narva per se ist besiedelt von Plattenbauten, die Textilindustrie galt lange Zeit als ihr Steckenpferd. Viele Highlights gibt es auf den ersten Blick kaum, umso mehr Entwicklungspotential und einen spannenden Bevölkerungsmix. Dies dürfte mitunter auch zunehmend kreative Menschen, z.B. aus der Studierendenmetropole und Konkurrenzstadt Tartu (zweiter Bewerber) anziehen. Kulturell könnten wir in den Par Stunden heiße Stadtbesichtigung eher wenig ausfindig machen, wobei es allerdings einen netten Veranstaltungsschuppen an der süßen Flusspromenade gab. Dort sind wir schließlich auf einen Drink eingekehrt. Ein weiteres Highlight war auf jeden Fall noch das neue Universitätsinstitutsgebäude - ein architektonischer Leckerbissen.. wunderschön ...Leer más

  • Peipusssee

    22 de julio de 2018, Estonia

    Die abendliche Fährt aus dem heißen Narva raus und den wunderschönen Peipussee entlang war wunderschön. Im Abendlicht eine einsame und gut intakte Landstraße entlang, eingesäumt von Wälder und Felder und den Uferstrecken diese Sees, der eher an ein Meer erinnert, nachdem das Ufer in Russland nur zu erahnen ist. Am Straßenrand tauchen immer wieder fixe Wohnwägen auf: Zu geräucherten Fischbuden umfunktionalisiert neben Gemüseständen, die besonders bekannt sind für ihre Zwiebel. Die Route entlang des Sees nennt sich auch Zwiebelroute. Es sind kleine, eher ärmliche Dörfer, die von den sogenannten Altgläubigen mit ihren speziellen religiösen Ritualen bevölkert werden. Langsam, sehr langsam macht sich etwas touristische Infrastruktur breit.
    Ich hab leider nur Bilder vom ersten Abend, die einen eher luxuriösen Campingplatz neben einem alten Landgut zeigen, das gerade restauriert wird.
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  • Aber jetzt zum See

    23 de julio de 2018, Estonia ⋅ ⛅ 25 °C

    Am Morgen des nächsten Tages haben wir gleich ein paar hundert Meter weiter einen wunderbaren Strandabschnitt entdeckt, an dem wir nach einer kleinen Erkundungstour durch die Dörfer unser Wohmo parkten... wir genossen die Ruhe (erst gegen Abend kamen zwei weitere Camper, einen ausführlichen Strandspaziergang und eine herrliche Grillage by Gidi. Einziger Wehrmutstropfen: die ungewohnte Hitzeperiode heizte auch den See auf - es kommt gerade für die kleinen Fische zu einem Sterben... und es spült immer wieder kleine Fische an Land - das hat uns das Baden leider vermiest... das Rauschen des Sees und der außergewöhnliche Übergang zwischen See und Horizont hat dieses Drama in den Hintergrund treten lassen.Leer más

  • Tartu

    24 de julio de 2018, Estonia ⋅ ⛅ 25 °C

    Unsere letzte Stadt in Estland war die Studierendenhochburg Tartu. Wie parkten unser Wohmo an einem großen Parkplatz neben einem wunderbaren Fluss, den die Bewohner_innen beleben, beschwimmen und an dessen Sandstranduferpromenade reges, ungezwungenes Treiben herrscht. Die Promenade führt vom Zentrum der Stadt auf beiden Flussuferseiten stadtauswärts, eingesäumt von alten Bäumen, schattigen Parkplätzen... wirklich schön. Tartu Innenstadt ist nett, mit einem Süßen Stadtplatz, einer Hauptuniversität, die prägend für das Land war. Wir haben eine Führung gemacht und waren am meisten angetan von dem „Verließ“ ein abgeschiedenes Studierzimmer am Dachboden und der Tatsache, dass bis ins 20. Jahrhundert hinein deutsch die studentische Sprache und deutsche Burschenschaften das Sagen hatten. Danach machten wir uns auf in Richtung Papier und Druckermuseum, das leider geschlossen hatte. Dafür entdeckten wir einen sehr coolen Plattenladen, mit einem super netten Besitzer, der uns in die baltische Vinylmusikgeschichte einweihte, und dem wir gleich eine fette Ladung Platten abnahmen - darunter ein heißer Release mit dem Titel „Soviet-Hippies“ (Name ist Programm)...
    Das alles im künstlerischen Viertel mit netten Beisln und Sekondhandshops.
    Dann ging’s in ein an Telskivi (Tallin) angelehntes Hippsterareal mit vielen Geschäften und Offices. Nach einem Drink machten wir uns schließlich auf zum botanischen Garten: Unglaublich schön und vielfältig angelegt - zum Entspannen und Ruhe finden. Phänomenal wie Naturkraft wirkt. Neben dem botanischen Garten gibt es ein sehr cooles alternatives Beisl samt Veranstaltungsräumen, wo wir uns eine veganen Burger gegönnt haben, bevor wir uns auf unseren Fahrrädern im Sonnenuntergang am Flussufer zurück zum Wohmo bewegten. Tartu - eine gemütliche Stadt - vor allem im Sommer!
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  • Vilnius (Teil 1)

    26 de julio de 2018, Lituania ⋅ ⛅ 23 °C

    Am Vorabend an dem coolsten Stadtcampingplatz unserer Reise angekommen: dem Downtown-Forrest! Ein Hostel samt Campingpltz am steilen, bewaldeten Rand von Vilnius, in der Nähe des unabhängigen, künstlerischen Stadtteils Uzupis. Sehr fein, mit Grillequipment zum Ausborgen und einem Dj- Abend ...
    Tags darauf ging’s auf eine etwas unglückliche Biketour durch die City mit einer sehr schrägen Local-Guide, die ursprünglich angemeldete Gruppe hat uns auf halber Strecke verlassen - wir haben es durchgezogen, doch einiges erfahren und erspürt von der dortigen Historie und Mentalität und die Stadt sehr genossen. Unglaublich wie viele verschiedene Einflüsse unterschiedlichster Besatzungsmächte sichtbar sind - wie prägend doch das Soviet-Regime ist. Ein spürbares Trauma (Litauen hat die höchste Suizidrate Europas besonders unter den 50-60 Jährigen, die diese Öffnung hin zur Individualität und Selbstverantwortung völlig überfordert). Die baltischen Staaten sind im IT und Start-Upsektor super innovativ und auf der Überholspur, im Kollektiv Seelischen jedoch sprachlos... das braucht Zeit...
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  • Vilnius (Teil 2)

    26 de julio de 2018, Lituania ⋅ ⛅ 24 °C

    Die Abende in Vilnius haben wir entweder im Hostel bzw. am zweiten Tag in einer Foodtruck-Area genossen.. Zuvor waren wir auf einer historischen Designausstellung im Museum Moderner Kunst, das neben den neu modernen Hochhäusern in prominenter Hügellage thront. Dahinter ein Stadtteil, der ländlich anmutet - direkt angrenzend alte, renovierungsbedürftige Holzhäuser - von Roma bewohnt, die sich wohlfühlen und die Renovierungsauflagen der Stadt verweigern, nachdem sie sich die folglichen Stromerhaltungskosten nicht werden leisten können und mit ihrem Leben, so wie es ist zufrieden sind... Die Schere zwischen Arm und Reich.. traditionell und modern ist in Vilnius manchmal eklatant, wobei Armut im Sinne von Bettelei oder Obdachlosigkeit nicht sichtbar ist.Leer más