• The Killing Fields

    February 22 in Cambodia ⋅ ☀️ 33 °C

    Ja auch das gehört dazu: eintauchen in die Geschichte des Landes, in dem wir uns gerade befinden. Die Zeit des Pol Pot - Regimes und der Roten Khmer ist wohl einigen von uns noch im Gedächtnis. Wir waren damals zwischen 13 und 17 Jahre alt. In Phnom Penh hat man das berüchtigte Foltergefängnis S-21 als Gedenkstätte erhalten, wir besuchen es am Vormittag und bekommen eine ausgedehnte Führung. Im Komplex treffen wir sogar noch 2 Überlebende, wobei es bei ca. 20.000 Opfern allein in diesem Gefängnis nur 7 überlebende Erwachsene und 4 Kinder gab. Man versucht hier, die Erinnerung wach zu halten und die Überlebenden sind ein nicht zu leugnendes Zeugnis der Schrecknisse. Aber wie in Deutschland werden auch hier Generationen nachwachsen, die die Düsternis nur noch aus Erzählungen kennen werden…

    Es ist traurig, zu sehen, dass die Roten Khmer effizienter als die Nazis 40 Jahre früher sein wollten - aber auch sie haben Dokumente hinterlassen, die sie bei ihrer Flucht nicht vernichten konnten. Dennoch bedrückt es, dass in so kurzer Zeit Dinge geschehen konnten, die einen nur fassungslos machen und den Eindruck verstärken, dass die Menschheit nicht willens ist zu lernen.

    Anschließend fahren wir vor die Stadt, wo die gefolterten Gefangenen, aus denen keine Informationen mehr herausgepresst werden konnten, umgebracht wurden - die Killing Fields. Auch dies eine Stätte der Erinnerung und Dokumentation.

    Dann geht es zum Lunch zurück in die Stadt. Wir sind beeindruckt und aufgewühlt, aber dennoch überzeugt, dass es wichtig, der Opfer zu gedenken und etwas für die eigene Zukunft mitzunehmen.
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