• Ruinas Calakmul

    October 29, 2025 in Mexico ⋅ ☁️ 27 °C

    Drei Nächte bleiben wir in Chetumal – die Hauptstadt der gepflegten Overlander-Gespräche. Beim Abendbier auf dem Campingplatz lernt man alles über Dieselfilter, Grenzformalitäten und die Philosophie des Lebens mit Solarpanelen.

    Dann starten wir unser Dschungelabenteuer: Calakmul, eine der grössten und abgelegensten Maya-Stätten Mexikos. Unser Camper darf diesmal nicht mit – angeblich zu gross, zu breit, zu majestätisch. Also nehmen wir ein Taxi. Der Fahrer grinst wissend, als er uns erklärt: „Die Strasse ist gut… aber eng.“

    Er hat recht. Die Strasse ist erstaunlich ordentlich asphaltiert, aber so schmal und kurvenreich, dass man bei jeder Biegung unwillkürlich ein kleines Stoßgebet murmelt – oder zumindest kurz die Luft anhält. Links und rechts nur dichter Dschungel, und aus den Bäumen kommen Geräusche, die eindeutig nicht von Vögeln stammen.

    Nach 65 Kilometern erreichen wir endlich den Parkplatz. Von dort geht’s zu Fuss weiter: Tempel, Urwald, Affengeschrei und absolute Stille – ausser, wenn wir selbst keuchen. Calakmul ist riesig, beeindruckend und mystisch – und die Aussicht von oben entschädigt für jeden Tropfen Schweiss.

    Nach dem Besuch rumpeln wir die gleiche Strecke wieder zurück zum Parkeingang und schlagen dort unser Nachtlager auf. Ein Parkplatz mitten im Dschungel – romantisch für alle, die Brüllaffen, Moskitos und nächtliches Rascheln als Soundkulisse mögen. Wir nennen es: Luxuscamping à la Maya.

    Mehr über Calakmul (für alle, die lieber ohne Staub und ohne Affen dorthin reisen):
    https://de.wikipedia.org/wiki/Calakmul
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