Reisen ist einer meiner Lieblingsbeschäftigungen. Seit ich 2019 meinen ersten Fernwanderweg gegangen bin, hat mich die Wanderlust "befallen". Message
  • May27

    Tagesziel Hornberg

    May 27 in Germany ⋅ ⛅ 20 °C

    Am Höhengasthaus Landwassereck bietet sich eine Möglichkeit zur Einkehr. Kurz darauf trennen sich der Querweg vom Zweitälersteig, was ich zunächst nicht erkenne und ein kurzes Stück dem falschen Weg folge. Weil mein Wegzeichen nicht mehr erscheint, kehre ich nach ca. 300m um, und bin bald zurück auf dem Querweg. Dieser steigt steil an zu den Prechtaler Schanzen, wo es ein es nochmal ein kurzes Wiedersehen mit dem Zweitälersteig und dem bekannten Westweg gibt.
    An den Schanzen ist der Bewuchs noch recht flach und ich folge einem Weg zu den nun deutlich erkennbaren Schanzen-Bauwerken, von denen einige neueren Ursprungs zu sein scheinen. Ich entdecke einen Schutzraum mit Feuerstelle und Rauchabzug, der anscheinend hin und wieder noch in Verwendung ist.
    Zurück auf meinem weiteren Weg begegne ich einer Trailrunnerin, welche von mir wissen will, ob sie noch auf dem richtigen Weg sei, da einige Wegzeichen ihres Laufweges hier fehlen. Am mir bekannten Aussichtspunkt Huber-Felsen kann ich die Aussicht heute eine Zeitlang alleine genießen.
    Das verbleibende Etappenstück fällt ab dem Wegpunkt Offenbacher Eckle bis zum Etappenziel Hornberg um fast 400m ab. Am Hotel Schloss Hornberg vorbei passiere ich die Freilichtbühne, welche als Kulisse für das „Hornberger Schießen“ die Besucher erfreut.
    Gegen 16:30Uhr erreiche ich nach fast 30km sowie geschätzt 500hm aufwärts/850hm abwärts mein Etappenziel in Hornberg.
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    Traveler

    Da kommt mir doch so einiges bekannt vor. Ach ja, bin letztes WE auf dem Westweg unterwegs gewesen. Ist halt eine schöne Gegend. 👍😁

    6/27/22Reply
     
  • May27

    Tag 2: Hohenhäuser – Opa Klausis Hütte

    May 27 in Germany ⋅ ⛅ 17 °C

    Gut erholt und gestärkt mache ich mich gegen 8:30Uhr auf meine zweite Querweg-Etappe mit dem Ziel Hornberg. Zunächst begegne ich einem Wanderkollegen mit Tagesrucksack, der freundlich grüßend an einer Weggabelung an mir vorbeizieht. Später erfahre ich, dass er dabei ist, den vor Jahren begonnenen Rundwanderweg Zweitälersteig zu vervollständigen. Noch zwei der fünf Etappen fehlen ihm zum Abschluß des Gesamtweges.
    Der Querweg Lahr-Rottweil, der Hansjakobweg und der Zweitälersteig laufen ein gutes Stück meiner Tagesetappe zusammen. Es geht über abwechslungsreiche Wege mit teilweise sehr schönen und imposanten Aussichten. An den „Stationen“ des Hansjakobwegs wird auf Schildern ausführlich der Bezug zum Volksschriftsteller und Pfarrer aus Haslach erläutert.
    Am „Biereck“ treffe ich auf ein funkelnagelneues Hotel mit Außenbad und ca. 15-20 Elektroladesäulen, die gerade fertiggestellt werden. Die Aussicht von der Terrasse gefällt mir. Leider wird heute Morgen draußen kein Verpflegungsservice angeboten, so dass ich ohne Versorgung weiterziehe bis zur schön hergerichteten Schützhütte „Opa Klausis Versperstüble“. Dies scheint eine offene private Schutzhütte zu sein, die dem Wanderer drinnen wie draußen eine Rastmöglichkeit bietet. In den ausliegenden Hüttenbüchern finde ich auch Einträge von bekannten Youtubern. Die Hütte ist im Innenraum mit einigen Bilder mit Pilgerbezug ausgestattet. Warum die Hütte Vesperstüble heißt, bleibt mir verborgen, weil die Hütte selbst nicht bewirtschaftet ist. So nehme ich mein mitgebrachtes Essen zu bereitgestellten Getränken (gegen eine Spende) ein. Hier treffe ich nochmal den Mitwanderer auf dem Zweitälersteig wieder, bevor sich unsere die Wege am Höhengasthaus Landwassereck trennen.
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    Traveler

    Zu meinem ehemaligen Wohnort wären es 26 km gewesen, ach die Gegend kommt mir so wunderbar bekannt vor. Im Schwarzwald habe ich das Wandern erlernt.

    6/25/22Reply
    Traveler

    Klausis Vesperstüble ist meine liebste Schwarzwaldhütte habe da schon dreimal übernachtet.

    6/25/22Reply
    Traveler

    Noch nie so etwas gesehen, sehr originell!

    6/26/22Reply
     
  • May26

    Seelbach – Hohenhäuser

    May 26 in Germany ⋅ ⛅ 17 °C

    Ab Seelbach ist der gemütliche Wanderabschnitt vorbei und der teilweise steile Anstieg zunächst auf etwa 500m und später auf gut 700m bis nach Hohenhäuser beginnt. Ein großer Teil des Weges verläuft durch ruhiges Waldgebiet mit einigen schönen Fernsichten zwischendurch.
    Auf dem Weg bis zum Etappenende bei den Hohenhäusern gibt es mehrere Versorgungsmöglichkeiten, die heute - vermutlich auch wegen des Feiertages - alle geöffnet haben. Von der Lahrer Hütte schallt laute Rockmusik zum Wanderweg hinauf. Leider kann ich nicht zur Hütte absteigen, da mir vom Gasthaus, in dem ich Übernachten möchte, mitgeteilt wurde, dass die Küche bereits um 18 Uhr schließt.
    Ab etwa dem Sodhof sind Querweg und Kandelhöhenweg gemeinsam ausgeschildert. Auf der heutigen Etappe habe ich keine Wanderer mit Mehrtagesrücksack gesehen. Nach ca. 22km erreiche ich das Höhengasthaus zum Kreuz, wo ich vor ca. 2 Stunden eine Übernachtung kurzfristig gebucht habe. Eine gelungene erste Etappe auf dem Querweg Lahr – Rottweil.
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    Traveler

    Einfach schön!

    6/5/22Reply
    Traveler

    Kambacherhütte, auch eine eine gute Station für Weitwanderer.

    6/25/22Reply
     
  • May26

    Lahr - Seelbach

    May 26 in Germany ⋅ ⛅ 19 °C

    Zunächst folge ich den Beschilderungen des Querwegs aus der Stadt Lahr heraus. Der Weg verläuft entlang der Schutter, bevor er zum Rand des Schuttertals mit Aussicht auf die Orte Kuhbach, Reichenbach und Seelbach talaufwärts nur wenig ansteigt. Weil heute ein öffentlicher Feiertag ist, treffe ich auf zahlreiche Ausflügler und Familien, die das trockene Wetter ausnutzen.
    Nach gut zwei Stunden erreiche ich Seelbach, wo eine große Feier auf dem Klosterplatz stattfindet. Ich gönne mir ein kleines Erfrischungsgetränk. Danach setze ich meinen Weg fort.
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    Traveler

    Das liebe ich am Schwarzwald so... überall Wasser, kein Wanderer bleibt durstig.

    6/5/22Reply
    Traveler

    An solchen Brunnen frage ich mich meist, trinkbar oder nicht?

    6/5/22Reply
    Traveler

    Ich hab das Wasser dort meist ungefiltert getrunken. Nie Probleme gehabt. Habe aber trotzdem auch immer einen sawyer Wasserfilter dabei gehabt.

    6/5/22Reply
     
  • May26

    Start am Busbahnhof Schlüssel in Lahr

    May 26 in Germany ⋅ ⛅ 18 °C

    Der Querweg Lahr – Rottweil ist ein Fernwanderweg des Schwarzwaldvereins mit ca. 95km Länge, der den Schwarzwald von West nach Ost überquert. Der Weg ist in vier Etappen eingeteilt, an die ich mich orientieren möchte.
    Da ich mit der Bahn nach Lahr angereist bin, habe ich zunächst ca. 4km bis zum offiziellen Startpunkt am Schlüssel in Lahr zurückzulegen. Alternativ kann man einen Bus nehmen, worauf ich jedoch verzichte.
    Bei meinem Weg durch die Stadt treffe ich auf zahlreiche Teilnehmergruppen, die an dem Landesturnfest vom 25.05. – 29.05. teilnehmen.
    Am Busbahnhof Schlüssel ist an einem Haus ein großes Schild des Schwarzwaldvereins angebracht, dass diesen Weg grob beschreibt. Ich gehe mal davon aus, dass dies der Startpunkt ist. Los gehts um kurz vor 11 Uhr auf die ca. 22km der ersten Etappe.
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    Traveler

    Nahtloser Übergang zur nächsten Tour, viel Spaß und Erfolg! 👍🏻

    6/5/22Reply
    Traveler

    Vielen Dank. Die Tour ist leider schon wieder vorbei. Ich bin mit meiner Beschreibung etwas hinterher.

    6/5/22Reply
    Schönwetterwanderer

    Ich hatte schon Angst, dass ist die Herausforderung 😃

    6/5/22Reply
    Traveler

    Das war die Belohnung für die ersten vier Kilometer. Der war sooo lecker ....👍

    6/5/22Reply
    Traveler

    Einen guten Weg wünsche ich dir 👍🏼

    6/6/22Reply
     
  • Day5

    Ziel erreicht: auf dem Schliffkopf

    April 23 in Germany ⋅ ☁️ 10 °C

    Ab dem Forellenhof in Buhlbach steht die letzte Herausforderung der Murgleiter an: zum Ziel geht es nochmal ca. 400 Höhenmeter aufwärts auf den Schliffkopf, wobei der Weg zum großen Teil durch den südlichen Abschnitt des Nationalparks Schwarzwald verläuft. Mein Weg führt zeitweise direkt an der Rechtmurg entlang, die mit einem ordentlichen Gefälle ein lautes Wasserrauschen bewirkt. Die Rechtmurg fließt mit der Rotmurg in der Nähe von Obertal zur Murg zusammen, welche nach ca. 95km hinter Rastatt in den Rhein mündet.
    Den anspruchsvollen Aufstieg unterbreche ich in der Köpflesbauerndurchlasshütte für eine Verpflegungs- und Erholungspause. Der Murgleiter folgend genieße ich die nächsten 800m auf einem wilden Trail durch die Natur. Bis zur Murgquelle ist leider nochmal ein Stück auf gut befestigtem Weg zu bewältigen.
    Neben der Murgleiter gibt es im Murgtal einen zweiten ausgeschilderten Fernwanderweg, den Murgtal-Wanderweg. Beide führen hier an der Quelle bzw. am Brunnen vorbei.
    Mein Ziel des Fernwanderwegs Murgleiter erreiche ich nach offiziell 109,8km auf dem Schliffkopf (1055m), den ich bereits von meinen Westweg-Wanderungen gut kenne. Heute befinde ich mich zum ersten Mal alleine auf dem flachen Berggipfel. Bei meinem letzten Besuch war kaum eine Bank zu ergattern, jetzt kann ich mir meinen Platz für eine kurze Erholungspause aussuchen.

    Kurze Zusammenfassung:
    Den Fernwanderweg Murgleiter mit fast 110km Länge bin ich in fünf Etappen nach den offiziellen Einteilungen gelaufen. Beim Start in Gaggenau (131m) sind 4288hm zu bewältigen. Startet man dagegen am Schliffkopf (1055m), reduzieren sich die Aufstiege auf immerhin noch 3369hm.
    Der Weg ist seit 2008 als Premiumweg beim Deutschen Wanderinstitut aufgeführt. Der Naturweg-Anteil ist mit 38% ausgewiesen, es gibt auch einige Abschnitte auf leicht oder gut befestigten Wegen. Die Etappenziele sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut zu erreichen, so dass für die Planung ein Hotel ausreicht, von dem die Etappenstarts und -ziele gut erreichbar sind.
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    Traveler

    Herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Tour. Der Weg ist eine sportliche Herausforderung. Danke für die Berichte. 👍🏻

    6/5/22Reply
    Traveler

    Danke schön. Die Tour ist eine echte Herausforderung, vor allen Dingen die langen Anstiege. Hat aber richtig Spaß gemacht.👍🏻

    6/5/22Reply
    WildWortWechsel

    Glückwunsch! Herrliche Tourbilder!

    6/5/22Reply
    Traveler

    Vielen Dank.

    6/5/22Reply
    2 more comments
     
  • Day5

    Etappe 5: Baiersbronn – Obertal/Buhlbach

    April 23 in Germany ⋅ ☁️ 11 °C

    Zum Start meiner letzten Tagesetappe gönne ich mir zunächst nochmal eine kleine Stärkung als zweites Frühstück. Um zum Endpunkt der vierten Etappe zurückzukehren, ist ein Aufstieg zum Murgleiter-Portal oberhalb von Baiersbronn zu bewältigen.
    Die heutige Etappe führt mich ab dem offiziellen Startpunkt zunächst weiter steil bergan zum Rinkenturm, womit die ersten 200 Höhenmeter bereits geschafft sind. Die Aussicht heute Morgen ist noch eingeschränkt, der Weg dafür angenehm zu gehen.
    Die anschließenden ca. 14km laufe ich auf einem Trail immer am Rand des Murgtals entlang mit Aussichten auf Mitteltal und Obertal. Ich passiere zahlreiche Hütten und Quellen. Vom Peterlesbuckel kurz vor Obertal genieße ich die Aussicht von einer großen Panorama-Schaukel.
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    Traveler

    Im Gehege oder in freier Wildbahn "geschossen"?

    6/5/22Reply
    Traveler

    War im Gehege, sonst wäre der lange weg gewesen

    6/5/22Reply
     
  • Day4

    Etappenziel Murgleiterportal Baiersbronn

    April 22 in Germany ⋅ ⛅ 15 °C

    Weiterhin inmitten des Nationalparks Schwarzwald folge ich der Murgleiter über das Hochmoor Kleemiss, wobei kleinere Hindernisse umgangen werden müssen. Nach einem kurzen Wegstück über einen Fahrweg geht es zurück auf einen Wanderpfad zur Stirnleshütte und weiter über ansprechende Wege hinein ins Tonbachtal. Mehrere Male überquere ich den rauschenden Tonbach meistens auf Holzbrücken. Holzflösse machen auf die frühere Flössertradition im Tonbachtal aufmerksam.
    Mein Tagesziel – das Murgleiter-Portal oberhalb von Baiersbronn – erreiche ich nach fast 24km mit erneut ca. 850hm.
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    Traveler

    Das Portal und die blitzeblanke Hütte kenne ich noch gar nicht. Immer wieder schön im Schwarzwald 👍🤩

    6/2/22Reply
     
  • Day4

    Etappe4: Huzenbacher Seeblickhütte

    April 22 in Germany ⋅ ⛅ 11 °C

    Meine vierte Etappe starte ich nach einer kalorienreichen Stärkung in Schönmünzbach. Nach Überquerung der Murg wandere ich in einem großen Bogen um Schwarzenbach herum. Dieses erste Wegstück (ca. 5-6km) hält neben einer ordentlichen Steigung auch schöne Aussichten auf das Murgtal für mich bereit. Kurz vor dem Abstieg in den Ort treffe ich auf einen Mitarbeiter eines Catering Service, der gerade ein leckeres Buffet inkl. Weinauswahl am Mähder-Brunnen für eine größere Wandergruppe aufbaut. Am hiesigen „Weinbrunnen“ nutze ich die Gelegenheit und nehme mir ein kleines Fläschchen Qualitätswein für unterwegs mit, da sich inzwischen die ersten Wanderer lautstark bemerkbar machen.
    Nach der erneuten Überquerung der Murg mache ich mich auf zum Huzenbacher See, der bereits Teil des Nationalparks Schwarzwald ist. Der See weist zum Sommeranfang ein starkes Seerosenwachstum auf, deren Blüte Ende Juni/Anfang Juli stattfindet.
    Vor dem darauffolgenden Aufstieg (ca. 130hm) zur Huzenbacher Seeblickhütte entlang eines wilden Naturpfades wird ausgiebig gewarnt (?). Der Weg entpuppt sich als mein Highlight des Tages. Davon wünsche ich mir gerne mehr. Von der Huzenbacher Seeblickhütte gibt es einen netten Ausblick auf den See und die Region.
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  • Day3

    Etappenziel Schönmünzach

    April 21 in Germany ⋅ ⛅ 15 °C

    An der Sperrmauer der Schwarzenbachtalsperre folge ich dem Wanderweg steil hinab ins Tal zu den Fundamenten der Staumauer. Ein etwas eigenartiges Gefühl beschleicht mich bei dem Gedanken, in engem Abstand neben einer ca. 60m hohen Wassersäule zu stehen.
    Die Murgleiter streift anschließend den Nationalpark Schwarzwald.
    Bis kurz vor dem Etappenzielort Schönmünzach verläuft der Weg oberhalb des Murgtals meistens auf einem Forstweg mit einigen schönen Aussichten. Zwischendurch gibt es am Wegrand immer wieder blühende Pfanzen, die den Frühling verkünden.
    Den Ausklang der Etappe genieße ich auf einem steilen Pfad hinab nach Schönmünzach, wo der gleichnamige Fluss Schönmünz in die Murg mündet. Für heute ist es genug. Nach gut 18km sowie 800-900hm beende ich die dritte Murgleiteretappe mit einem Erfrischungsgetränk in einem Biergarten.
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    WildWortWechsel

    Das ist ja eine herrliche Tour! Irgendwie hatte ich deine Tour verpasst, als ich selbst unterwegs war ... zum Glück noch erwischt 🙂🙋🏼‍♂️

    5/22/22Reply
    Traveler

    Das weckt Erinnerungen. In der Ecke war ich auch immer wieder mal, als ich noch im Schwarzwald lebte.

    5/23/22Reply
     

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