• Spontan nach Balderschwang

    February 22 in Germany ⋅ ☁️ 7 °C

    Eine Woche Ferien. Eine ganze Woche! Der grobe Plan war eigentlich klar: etwas Skating, viel frische Bergluft und abends angenehm müde ins Bett fallen.
    Und dann kam der Samstag. Genauer gesagt: der Samstagnachmittag. Ziemlich kurzfristig, leicht unvernünftig und genau darum typisch für uns, entschieden wir: Wir fahren doch noch los. Ziel: der Stellplatz beim Schwabenhof. Schneesicher, wunderschön gelegen und bekannt für gutes Essen, was will man mehr?
    Die Wetterprognose versprach allerdings wenig Winterromantik: warm und regnerisch. Nicht gerade das, was man sich für Wintersport wünscht. Aber gut, wir wollten es trotzdem versuchen.
    Wir kamen im Dunkeln an, begleitet von starkem Schneeregen, der eher quer als von oben fiel. Kurz parkiert, Motor aus und sofort winterlich eingerichtet. Knutschi war in kürzester Zeit gemütlich, warm und bereit für die Nacht.
    Diese war ruhig. Sehr ruhig. Und genau deshalb schliefen wir am Sonntag ausgiebig aus. Kein Wecker, kein Zeitdruck, einfach nur ausschlafen. Danach gab es einen ausgedehnten Sonntagsbrunch, wie er im Buche steht.
    Als wir später bei strahlendem Sonnenschein noch eine Runde spazieren gingen, merkten wir schnell: Es ist erstaunlich warm. So warm, dass die Skating-Ski beleidigt in der Garage blieben. Wintersport verschoben zumindest mental.
    Zurück beim Wohnmobil saßen wir noch lange draußen, genossen die Sonne und die Ruhe. Diese Stille, dieses Nichts-müssen, genau dafür sind wir hier.
    Weniger schön war allerdings das Internet. Oder besser gesagt: dessen Abwesenheit.
    Sehr langsam, oft unterbrochen, zeitweise gar kein Netz. Das WLAN vom Schwabenhof war zwar vorhanden, aber leider ebenfalls sehr begrenzt. Das bringt uns ins Grübeln, denn Rolf ist für seine Arbeit auf eine stabile Internetverbindung angewiesen.
    Wir können uns beide nicht erinnern, dass der Empfang hier jemals so schlecht war und wir waren wirklich nicht zum ersten Mal in Balderschwang. Ob es am Wetter liegt, an den Bergen oder einfach an einem schlechten Tag für die Technik? Keine Ahnung.
    Nun stehen wir vor der Frage: Bleiben oder weiterfahren?
    Die Ruhe hier ist unbezahlbar, aber ohne Internet wird es schwierig.
    Für den Moment genießen wir trotzdem die Sonne, die Stille und unser mobiles Zuhause.
    Alles Weitere entscheiden wir morgen.
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