Cave Win Timdwin مغارة وينتيمدوين
1 febbraio, Marocco ⋅ ☀️ 17 °C
Heute den besten Tag in Marokko bisher erlebt und das lag nicht an dem enttäuschenden „Paradise Valley“, wo ich noch am Morgen war. Die anschließende Fahrt durch das Gebirge vom Paradise Valley Parkplatz bis zur Cave Win Timdwin مغارة وينتيمدوين ist schon ein absolutes Highlight. Das zeige ich in einem anderen Footprint.
Auf dem Anstieg zur Höhle lasse ich eine Gruppe junger Mopedfahrer passieren, von denen ich einen, Ali den Afrikaner,unterwegs wieder einsammele, weil sein Kumpel den Berg mit ihm hinten drauf nicht schafft. Am Parkplatz der „Höhle“ angekommen, machen wir erst einmal ein kleines Shooting und der übliche lustige marokkanische Trubel. Dann lädt mich Abdel der Parkplatzfred auf zwei Thymiantee ein und ich latsche die 1km bis zur Höhle hoch. Der Aufstieg lässt die Pumpe arbeiten! Hier oben an der Höhle ist es ein ganz besonderes Ambiente. Es ist ein großer Pool mit eiskaltem Wasser aus der Höhle vorhanden. Der Ausblick auf die Berge und ins Tal ist sagenhaft! Das Wasser, was aus der Höhle in den Pool läuft ist eiskalt und schmeckt hervorragend. Oben angekommen lerne ich Zinelabidin und Abdellatif kennen und wir machen gemeinsam eine kleine Erkundungstour. Ich erkundige mich bei Ihnen nach der Höhle, in die ich ja nur in Badehose ein paar Schritte gemacht hatte und zurückgegangen war, damit ich mir meine Schuhe anziehe und ein ausgiebigen Eindruck verschaffe. Doch dann höre ich, dass die Höhle mit einem Dieter verschlossen ist, da vor einiger Zeit ein Spanier darin ums Leben gekommen ist. Weiter höre ich, dass die Höhle 19 km und weiter in den Berg hineinragen soll, sie jedoch nach dem Tot des Spaniers nicht weiter erkundet wurde. Sehr schade, denn ich als alter Höhlenfred finde ja nichts spannender, als in solche Höhlen zu gehen. Sie bieten mir an ein paar Fotos als Erinnerung von mir zu machen, was ich bejahe.
Als wir aus der Höhle schreiten, kommt ein Freund der beiden und drückt uns ein kleinen Strunk grün in die Hand, was derart intensiv und toll riecht, dass ich ihn einstecke und behalte. Es handelt sich um eine Königskerze (Gattung Verbascum).
Ich mache den Vorschlag links neben der Höhle ins Gelände zu gehen und beide kommen mit. Wir führen wirklich erstklassige Gespräche und bleiben immer wieder stehen, um Pflanzen in der Natur oder der Landschaft zu huldigen. Zinelabidin frag mich einmal auf einen Baum zeigen ob ich wisse was um was sie sich handele. Gott sei Dank erkenne ich, dass es ein Agarnbaum handelt und berichte, dass es in Agadir eine Agern Fabrikation gibt (zu der mich ein Cache geführt hat). Wir unterhalten uns über die Vorteile der Anwendung von Agarnöl auf der Haut und die beiden sagen, dass die innerliche Anwendung in Marokko viel stattfindet. Zur Erinnerung mache ich ein weiteres Foto von uns an einer Kante, wo wohl im Winter das Wasser runter läuft mit einem herrlichen Blick auf das Tal. Wir lachen haben eine gute Zeit und treten anschließend den Rückweg an, wo wir etwas Probleme haben wieder auf den ursprünglichen Weg zu kommen. Da wir doch relativ tief runtergegangen sind. Wieder am Pool angekommen werde ich zum Tajineessen eingeladen. 7 erwachsene Männer essen aus einer riesigen Tajine, die schon geköchelt hat, als ich angekommen bin. Jetzt sind es ca. 2 Stunden später. Bei der Zubereitung gab es eine Arbeitsaufteilung. Einer hat sich um das Fleisch gekümmert und jemand anders um die ganze Tajine. Die Jungs sind derart geerdet, freundlich, lustig und einfach gut drauf, es hat komplett gebockt. Im Kreis auf Steinen hockend, essen wir gemeinsam die riesige Tagine mit sehr köstlichen Brot mit Haferflocken und einem schwarzen Korn bestückt, wo ich denke, dass es Kümmel ist. Wir essen trinken und lachen und immer wieder werde ich über die englische Sprache mit einbezogen und auch die andern öffnen sich relativ schnell. Es sind jedoch alles komplett unterschiedliche Charaktere von Menschen.
Da darauf folgend gebetet werden soll, fragt mich Abdellatif, ob ich zusehen möchte, was ich respektvoll bejahe. Das ist superinteressant! Ich lerne heute mehr über Marokko, den muslimischen Glauben und die grundsätzliche Einstellung marokkanischer Männer, als die komplette Woche davor. Wir unterhalten uns eigentlich non stop und die Kulisse tut ihr übriges dazu. Einfach mal ins eiskalte Wasser springen, kein Problem, einfach mal in der Sonne bei 24 Grad trocknen und den traumhaften Ausblick henießen, kein Problem. Erfahren, warum die Höhle heutzutage nach ein paar Metern gesperrt ist und wie groß sie eigentlich in den Berg hineinragt, kein Problem. Was für ein Tag! Gut, dass ich unterwegs den marrokanischen Mountainbiker aus Agadir auf der Anhöhe getroffen habe und er mir von diesem „Wasserfall“ erzählt hat, aber seht doch selbst!Leggi altro






























ViaggiatoreThanks for sharing! Interesting 😊