Zurück nach Agadir
March 9 in Morocco ⋅ ☀️ 20 °C
Nachdem ich morgens nochmals mein großes Verdunklungsrollo gespannt und den Sonnenaufgang genossen habe, fahren wir gemeinsam von unserem Platz weg, an dem wir nun doch ganze 5 Tage gestanden sind. Für mich ein neuer Marokkorekord, haha 😜
Zum Schluß nochmals festfahren, nachdem ich an dem Baum nicht vorbei passe, der den Weg nach draußen zeichnet. Uli schau zwar und trotzdem berühre ich den Baum mit dem Chälli 🤦♂️
Nun gut, dann eben der Versuch drum herum zu fahren. Kevin fährt vor, nur im Fall der Fälle, dass er mich mit seinem Truck rausziehen muss.
Mit Schwung umfahre ich den Baum und bleibe am Ende der Sandkuhle an der oberen Kante zurück auf den normalen Offroadweg stecken. Die hinteren Räder stecken tief im Sand und so kann der Frontantrieb auch nicht mehr viel ausrichten. Mit Spanngurt an Kevin seinen Truck ist das Problem sehr schnell gelöst und wir verabschieden uns voneinander.
Die erste Station für mich ist die Tankstelle, Sprit ist noch halb voll, aber ich brauche dringend Wasser und ich muss die Vorderreifen wieder aufpumpen, nachdem sie nur noch auf 1 1/2 bar stehen.
Der Tankwart mach den Diesel voll. 32,26L für 350,02 Dirham, was exakt 32,26 Euro entspricht, also 1€ pro Liter! Hier hat sich am Dieselpreis also gleich 0,0 verändert! 🤣🤣
Ich hatte den Tankwart noch vor dem Tankvorgang gefragt, ob ich, wenn ich tanke, auch das Wasser auffüllen darf und er zeigte auf die Waschstationen, zu denen ich jetzt hinrolle. Dort kommt dann der Chef dazu und will mir erzählen, dass ich hier kein Wasser tanken darf. Ich erkläre ihm mit dreimaligem Nachdruck, dass der Tankwart mir das vor dem Tankvorgang zugesagt hat und das das Bedingung für mein Tanken war. Dann ging’s plötzlich doch, obwohl er sich noch ein „Wasser ist sehr teuer“ in den nicht vorhandenen Bart nuschen musste. Mohammed, der freundliche Mitarbeiter füllt den Tank mit der Hochdruckpistole, was etwas dauert und reichlich rumspritzt! Da lässt es der Chef sich nicht nehmen mir nochmals auf die Nase zu binden, dass ich hier das letzte Mal Wasser tanke. Ja ja, Chefchen! 🤣🤣
Ich verabschiede mich von allen sehr höflich, fülle noch den Luftdruck in den Vorderreifen auf und schmeiße 3 Säcke Müll weg.
Die nächste Station ist das „Luxury SPA Le Boudoir Oriental - Boutique & SPA“. Eine Marokkanerin hatte mir den Tip für eine Massage in diesem bestbewerteten Spa gegeben. Leider war meine Erfahrung genau das Gegenteil, die wohl schlimmste Massage in meinem Leben! Es ist wohl eher ein sanftes Einölen, als irgendeine Massage! Dafür kostete sie sich nur 250 DH!
Davon lasse ich mich nicht ablenken und steuere den Chälli zu meinem Lieblingssupermarkt in Marokko, dem Marjane. Kaum geparkt und ausgestiegen, höre ich schon jemanden in der Ferne brüllen, der mir, nachdem ich ihm Beachtung schenke, mit winkenden Bewegungen klar zu machen versucht, dass ich dort nicht parken soll.
„Warum?“, denke ich mir, da alle Parkplätze um mich herum frei sind. Ich ignoriere den Typen und gehe mit einem Wagen in den Markt!
Ein Sieb ist auf meiner Liste ganz oben, dass ich mir gemixte Früchte durch das Sieb drücken kann, also ab in die Haushaltsabteilung. Den Wagen am Kopf des Ganges abgestellt und mich ca. 2 Minuten mit den unterschiedlich Siebtypen beschäftigt, komme ich aus dem Gang und mein Wagen ist futsch. Ich sehe eine alte Frau mit einem leeren Wagen, aber was soll ich die jetzt auf english vollquaken, denke ich mir und hole mir von draußen einen neuen.
Ich kaufe frisches Mohn- und Sesambaguette und 1 Kg Putengehacktes, was es hier fertig gewürzt und echt lecker gibt. Dann noch Oliven und 300 andere Sachen. An der Kasse guckt mich die junge Kassiererin, mit Blick auf mein Sieb ungläubig an und fragt nach dem Etikett. Gerne gehe ich also zurück, um bei den 20 Siebchen eines mit Etikett zu nehmen. Sie strahlt mich zur Verabschiedung an und so verlasse auch ich strahlend den Marjane Supermarkt.
Im Chälli mache mir direkt 4 Mettbaguette mit Zwiebeln! 🤤 Ich habe gerade Mund, Hals und Hände voll, als ich erneut von dem Parkwächter heimgesucht werde und er mich anquakt, ich solle jetzt endlich umparken.
„Mampf, mampf…bbbreegrrrfffduuuuhhh…“, kommt aus meinem Mund, was ihn derart irritiert, dass er wieder das Weite sucht.
Bis ich dann alles weggeräumt habe und auf dem Fahrersitz sitze, um zu gucken, wohin ich jetzt fahre, parken neben mir 2 weitere Wohnmobile, die „Dr. Ich-bewache-hier-alles“ wieder auf den Plan rufen. Schon sein Anmarsch gleicht einer Mischung aus Stechschritt und Weitsprung und er gibt mir mit seinem Blick und beiden wild fuchtelnden Armen zu verstehen, dass ich jetzt daran Schuld bin. Irgendwie hat er ja recht und deswegen gehe ich mit guten Bespiel voran und fahre weiter unten auf den Parkplatz, wo die WoMo‘s normalerweise stehen sollen. Die anderen 2 folgen mir im Entenmarsch! 🤣🤣
Nachdem ich die Parkposition gefunden habe, packe ich die Landkarte von Marko Polo aus, um Reisepläne zu schmieden. *
Ich gehe irgendwann müde ins Bett und ein paar Minuten später klopft es an der Tür. Ich versuche das Klopfen zu ignorieren, selbst wo es ein „Ich haue die Chälliwand ein“ wird. Doch das wird dann doch zu viel und ich öffne die Tür und es stehen 2 Männer samt 2 deutscher Schäferhunde vor mir. Sie machen mir klar, dass ich hier nicht bleiben kann und so beschließe ich noch zum gegenüberliegenden McDonald‘s zu fahren.
Langsam lasse ich den Chälli quer über den Parkplatz zum MCD schleichen. Ich stehe noch nicht ganz, stehen wieder die 2 Securityfreds vor meiner Scheibe und signalisieren auch hier wieder wegzufahren, bis ich ihnen klar mache, dass ich da bei dem MCD etwas essen möchte. Wir müssen lachen! Na wenigstens Humor ist eigentlich immer bei den Marokkanern vorhanden.
Ich begebe mich in den MCD, gehe erst einmal pissen und mir die Hände waschen. Dann bestelle ich an einem dieser bescheuerten Bildschirme für 61 MAD, was 5,65€ entspricht, ein ganzes Royal Menu, was derart unterirdisch schmeckt, dass ich noch am selben Tag beschließe, dass ich 1. diesem Drecks-MCD eine fiese Negativbewertung gebe und ab jetzt jedes Mal 100€ an eine gemeinnützige Einrichtungen spende, wenn ich nochmals wieder nach McDonald‘s oder Burger King gehe!
Dann geht es endlich zum finalen und bekannten Parkplatz am Strand, aber seht doch selbst!Read more
1x chillen bitte
Mar 7–9 in Morocco ⋅ ☀️ 13 °C
Am Samstag soll nicht viel passieren, da ich arg von Kopfschmerzen und/oder Migräne geplagt bin.
Ich lege Mandeln für meine erste selbstgemachte Mandelmilch ein, koche mir Quinoa, den es mit Thunfisch und Zwiebeln gibt und lese, that‘s it!
Sonntag repariere ich das große Verdunklungsrollo im Chälli, mache einen traumhaften Spaziergang an den Strand, der direkt vor dem Souss-Massa Nationalpark liegt und koche eine sehr leckere „Quinoa-rote Linsensuppe“.
Aber seht doch selbst!Read more
Besuch im Souss-Massa Nationalpark
Mar 6–7 in Morocco ⋅ ☀️ 20 °C
Von unserem friedlichen Spot inmitten der Natur fahren wir mit dem Fahrrad bzw. mit dem Quad in den Souss-Massa Nationalpark.
Aber seht doch selbst!
Souss-Massa Nationalpark
Mar 5–6 in Morocco ⋅ ☀️ 17 °C
Mit dem Reign E+1 Pro durch den Souss-Massa Nationalpark
Festgefahren im Souss Massa Nationalpark
Mar 4–5 in Morocco ⋅ ☁️ 14 °C
Über eine ca. 10km lange Schotterpiste komme ich ans andere Ende des Sous-Maas Nationalparks, um mich dort (endlich) mit Kevin zu treffen.
Von der Straße aus, kurz vor der Brücke rüber nach Agadir kann ich deinen großen blauen LKW schon durch die Bäume schimmern sehen. Ich fahre zuerst über die Brücke, drehe im Kreisverkehr um und hoffe irgendwo eine Zugang zu dem schellende zu bekommen. Dem ist auch so. Es geht nur 1-2 Minuten den sandigen Weg entlang, bis ich vor einem Baum stehe, an dem ich nicht links die Offroadstraße vorbeifahren kann. Kurzerhand entschließe ich mich als rechts daran vorbeizufahren und bleibe nach wenigen Metern stecken, weil der Boden derart sandig ist. Keine Chance mit dem Chälli!
3 Marokkaner kommen mit der Pferdepritsche vorbei und helfen mit vollem Einsatz beim Graben, schieben und Bretter holen. Dafür zeige ich mich anschließend mit 200 DH bei ihnen spendabel.
Kevin mit seinem Quad macht den Unterschied. Mit der 700Kg belastbaren Seilwinde vorne und dem Spanngurr hinten an 2 unterschiedlichen Bäumen zieht er mich quasi raus. Eine Aktion, die ich so oder so nicht nochmals brauche. Ich bin einfach dankbar mit Unterstützung da rausgekommen zu sein.
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Sleep Spot in Sidi Bibi
March 4 in Morocco ⋅ ☁️ 14 °C
Die Reste von Tifnit
March 3 in Morocco ⋅ 🌧 13 °C
Ich fahre runter bis zum Fischer Dorf bzw. was davon übrig ist. Es wurde alles abgerissen, um einem großen Projekt Platz zu machen, so sagt man.
Ich platziere den Challenger, esse einen Snack, steige aus und gehe eine Runde spazieren, bevor ich mich wieder vor dem Regen verstecken muss.
Dann esse ich etwas, sehe mir den Sonnenuntergang an und fahre noch weiter, aber seht doch selbst!Read more
Fahrt nach Tifnit
March 3 in Morocco ⋅ ☁️ 14 °C
Die Fahrt vom letzten Spot nach Tifnit hat es in sich. Trotz widriger Wetterbedingungen entscheide ich mich, den Sandweg komplett an der Küste entlang zu nehmen und das ohne mich wirklich festzufahren. Nur 1x ist eine Düne zu hoch und es regnet zu stark, als dass er der Chälli mit seinem Frontantrieb und komplett abgefahrenen Vorderreifen schaffen könnte.
Ich umfahren die Düne und stoppen 1-2x, um an die Cliffs vorzugehen. Dabei bleibt es auch.
Am Ende der interessanten Strecke direkt neben der Militärbasis in Tifnit ein 2x ist die Sandstraße vom starken Regen weggespült. Nicht einmal die 4 Quads, die mich unterwegs mit einem ungläubigen Blick noch überholt haben, können diesen Weg meistern, da sie sich nach vorne überschlagen hätten. Sie fahren easy rechts das Ufer zur geteerten Straße hoch, wobei sich dabei sogar 2 festfahren.
Ich versuche es ein paar Meter weiter rechts, habe aber keine Chance.
Als ein Kumpel mir schon anbietet, mich mit seinem Truck zu besuchen und mich das Ufer raufzuziehen, an dem ich jetzt schon 2x steckengeblieben bin, finde ich noch einen alternativen Ausweg auf die geteerte Straße, die machbar aussieht und die ich versuchen möchte. Der geschotterte Weg endete jedoch nur vor einem aufgehäuften Sand- und Schotterberg, vermutlich wegen der Militärstation, neben der ich ja festhänge.
Ein kleiner Junge kommt und versucht mir wirklich zu helfen einen Ausweg zu finden. Sie lieb der Kleine.
Ein 4x4 Mitsubishi dreht einfach nur um, als er die weggespülte Straße sieht und ein Porsche Cayenne fährt einfach das Ufer herunter, an dem die Quads nach oben gefahren sind.
Nochmals versuche ich mit Schwung das Ufer hochzufahren, aber nein! Nachdem ich nochmals zum „Graben“ in der Straße fahre und überlege, ob ich diesen nicht mit großen Steinen und einer Schaufel wieder tauglich herrichten kann, fahre ich ein Stück zurück und habe eine mit Muscheln bedeckte Straße im Hinterkopf, wo ich vermute, dass diese weiter nach oben geht. Dem ist auch wirklich so, nur dass die Muschelstraße wieder in einen Weg mit nassem Sand übergeht und ich auch dort stecken bleibe.
Also rückwärts, wieder runter und mit noch mehr Schwung ein zweites Mal hoch. Doch auch da klappt es nicht, weil mir ein Idiot von Marokkaner mit seinem Mitsubishi Pick-up entgegenkommt und anstatt er oben direkt den Rückwärtsgang reinhaut, um vom Weg zu verschwinden, fährt er mir seelenruhig weiter entgegen, bis wir auf gleicher Höhe auf dem schmalen Weg fast kollidieren und ich mich wieder fest fahre. So an Trottel!
Ich fahre also ein 3. Mal runter und mit viel Schwung wieder hoch, bei dem ich es mit Ach und Krach schaffe. Yeah Baby!
Oben auf der Teerstraße angekommen, breche ich in Jubel aus, da ich froh bin, nicht den ganzen Sand- und Matschweg wieder zurückfahren zu müssen, denn ich hatte schon Sorge, mich dabei auch irgendwo fest zu fahren.
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Souss Massa Naturschutzgebiet
Mar 2–3 in Morocco ⋅ ☁️ 15 °C
Seltenst habe ich mich an einem Standort so wohl gefühlt und das ist nicht zuletzt den Hunden geschuldet, die mir heute nicht mehr von der Seite gewichen sind.
Der Tag geht früh los und da ich kein bzw. nur noch ein kurzes Duolingo mache, ist wieder mehr Zeit verfügbar, zum Beispiel für einen Morgenspaziergang.
Doch zuerst füttere ich die Rasselbande von Hunden, die um ca. 07:00 Uhr an meiner Aufbautür auf mich wartet. Ohne zu überlegen stelle ich Ihnen meinen großen Topf mit den Reisresten vom Vortag hin. Der Jüngste fängt direkt an zu mampfen und wird dann von der Mama, die ihm hier den Vortritt gelassen hat, energisch aus dem Topf gedrängt.
Ich stelle den Topf wieder rein und mache mich auf den Weg zu einem Morgenspaziergang am Strand. Es wundert mich nicht, aber dennoch freue ich mich, dass die beiden Hunde mich begleiten. Wie oft habe ich das schon erlebt auch ohne fressen gegeben zu haben. It’s all about Energy, go with the flow?
Wir spazieren am Strand, bis wir zwei anderen Hunden begegnen, wo ich dann auch den jüngeren zurück lasse, nachdem sich die Mutter schon vorher geweigert hatte weiter mitzugehen.
Ich passiere einen grünen Wasserfall mit einer Frau, die ich freundlichst mit: „Salam Aleikum“ begrüße und sie lächelt mir zu. Als ich mich 100 m weiter umdrehe und ein Video mache, winkt sie mir noch zu. Die Menschen sind wirklich so herzlich hier.
Hinter dem nächsten Cliff stoße ich auf ein Haus an der Ecke, was sich eine Art Wasserschutz Faal vor die Höhlenwohnungen gebaut hat auf diesen Schutzwall gehe. Ich schau mich ein wenig um, mach ein paar Bilder und gehe das Cliff hinauf, um oben zurück zu laufen. Ich laufe an einer der Militärstationen vorbei an der mich ein dunkelfarbiger Mann freundlich grüßt und ich ihn winken zurück.
Ich genieße den Spaziergang und mache noch einige Bilder vom Strand und als ich am Challenger ankomme, wartet schon die Hundebande auf mich ist ja eh klar sie wollen wahrscheinlich mehr zu essen. Zusammen verbringen wir einen sehr chilligen Tag, der anfangs noch sehr bedeckt und am Nachmittag sehr sonnig ist. Ich nehme immer wieder einen Nacktsonnenbad und die Hunde genießen ihre Zeit. Sie sind bestens versorgt, als ich Ihnen nochmals eine große Portion Reis koche, wovon wirklich alle vier Hunde fressen können. Ich stelle Ihnen 4 verteilte Portionen hin, damit nicht wieder das Gezanke losgeht. Wasser ist sowieso kredenzt.
Als ich mir die Yogamatte auspacke, um Aspekt zu machen legen sich 3 der 4 Hunde im Halbkreis um mich. Die jüngere Hundedame legt ihren Kopf sogar auf die Yogamatte, als wolle sie ganz bewusst die Energiebrücke aufrecht erhalten, zu süß. Immer wieder kraule ich die Tiere und sie genießen es sichtlich.
Ich Esse, bade in der Sonne, schmuse mit den Hunden, chatte auf dem Handy, ein sehr geiler chilliger Tag, als plötzlich ein Roller direkt neben mir hält, während ich in einer schwarzen Boxershorts auf der Yogamatte liege. Von der Sonne geblendet erkenne ich erst gar nichts, nehme mir die AirPods aus dem Ohr und sehe im Aufstehvorgang, dass der Mann den ganzen linken Fuß voll Blut hat. Er macht mir deutlich, dass er meine Hilfe benötigt und zeigt mir den Fuß, an dem sich ein abgerissener Fußnagel am großen Zeh befindet. Ich verstehe, dass er sich diesem der Kette des Mopeds abgerissen hat. Ohne zu überlegen gehe ich in den Shelly und hole aus der Klappe unter dem Kühlschrank erst eine größere und dann eine zweite kleine Verband. Axé, in der ich das nötige Material Zusammensuchen. Der Mann steckt seinen Fuß durch das Fliegengitter auf meine Fußmatte in den Wagen, so dass ich ihn vernünftig verarzten kann. Ich hohle noch Medien dazu und lasse es ordentlich unter den abgerissenen Fußnagel träufeln. Anschließend verbinde ich ihn den großen Zeh mit einer Mulde zu guter letzt nehme ich noch seine voll geblutet Tüten an, schmeiße diese in den Müll und versorge ihn mit einem neuen Gefrierbeutel, den wir mit einem Gummiband zum Schutz um den Fuß befestigen. Er ist sichtlich dankbar. Er zeigt mir nochmals, wie das Ganze passiert ist, und er ist wohl an dem Ständer des Mopeds hängengeblieben. Als er seinen Fuß auch nur in die Nähe bewegt, um es mir verständlich zu machen, bekomme ich schon einen halben Atemstillstand.
Mit meiner Hand zeige ich auf mich und sage:“Ingo!“, dann zeige ich auf ihn und er sagt:“Abdoallah!“. Abdoallah macht mir noch mehrfach klar, dass er mich zum Essen in seinem Haus haben möchte, da ich jedoch keinen Bock habe, sage ich ihm, ich müsse arbeiten.
Allmählich wird es auch kühler, und als Abdoallah Moped vom brettert, gehe ich rein und ziehe mir erst einmal eine Hose und ein T-Shirt an denn ich habe ihn die ganze Zeit in meiner Boxershorts verarztet, weil für andere Sachen ja keine Zeit war.
Ich räume die Yogamatte und das Handtuch weg und gehe erst einmal nach drinnen. Dort setze ich mich auf die Bank und ich sehe einfach, wie Abdoallah die ganze Zeit mit seinem Moped von rechts nach links fährt um Männer vom Militär durch die Gehend zu befördern.
„Er wird schon wissen was er tut!“, denke ich mir noch und schreibe weiter am Handy mit meinen Cousinen, Ischen aus tinder und Susanne.
Plötz Hund wieder vor meiner Tür und will natürlich was fressen. Ich locke ihn kurz rein doch da er sich dabei nicht wohl fühlt, geht er wieder nach draußen. Es ist kalt und ich schließe die Tür. Setze mich nach vorne, um auf das Meer zu schauen, während ich auf dem Handy klicke. Die Sonne geht unter. Ein traumhafter Sonnenuntergang bietet sich über der Wüstenlandschaft. Und so kommt es, dass ich noch mal rausgehe, um Bilder zu machen. Abdoallah kreuzt wieder auf und erzählt mir nochmals vom Essen und das ich mit dem Auto mitkommen kann, was ich ihm ausrede.
Wir tauschen unsere Nummern und ich sage ihm, dass ich vielleicht morgen komme.
Ich gehe rein und mache mit rote Linsen mit Kartoffeln als Hauptgang und Yoghurt mit der in kleine Stücke geschnittenen marokkanischen Schokolade, lecker, lecker! 🤤
Aber seht doch selbst!Read more
Sleep Spot - Naturschutzg. Souss Massa
Mar 1–2 in Morocco ⋅ ☀️ 18 °C
Sich hier mit dem Chälli so ganz langsam durch die mit Sand bedeckte Offroadstraße zu schieben macht irren Spaß. Vor allem, weil das Wetter heute mitspielt und man sonst nur 4x4 Jeeps und Roller sieht!
Die Wahl meines Sleepspots ist einmalig und im park4night bzw. hier als Standort zu finden.
Man kann herrlich zu den alten Strandhäusern und dem Strand selbst runtergehen, was ich auch direkt mache und mich primär mit den alten Häusern beschäftige.
Ich gehe in unzählige Gebäude, schmeiße Steine in alte Brunnen und genieße die Zeit.
Anschließend gibt es Thunfisch mit Reis und Zwiebeln im Camper und einen ruhigen Abend mit herrlichem Sonnenuntergang bei Schafsgeblöke, aber seht doch selbst!Read more
Sidi R'bat - Höhlenhäuser
March 1 in Morocco ⋅ ☀️ 18 °C
Ich fahre von Sidi Wassay nach Sidi R‘bat und komme auf eine unbefestigte Sandtrasse, die ich am Hafen vorbei bis zu dem hier markierten Punkt fahre.
Ich stelle den Chälli gut ab und gehe mit Badehose bewaffnet das Cliff herunter zu den Höhlenwohnungen nach rechts weg. Direkt zieht es mich ins 4-5 unterschiedliche Wohnungen, die mich begeistern. Die Leite haben die teilweise so schön eingerichtet, eine Schande, dass das Erdbeben 2023 alles zerstört hat! 🙈
Ich gehe etwas weiter über die wunderschönen Muschelstränden, bis zu einer kleinen Bucht, an der ich mich entscheide ein Bad zu nehmen. Dies klappt wunderbar, als ich mich jedoch wieder anziehe und um um das nächste Cliff zu laufen, erwischt mich eine Welle und ich bin komplett nass! Das passiert mir jetzt schon das zweite Mal in Marokko. Die See ist einfach unberechenbar hier.
Anschließend entscheide ich mich, das Cliff nach oben und direkt zurück zum Chälli zu gehen.
Ich trinke etwas und gehe das gleiche kiff jedoch diesmal nach links, wieder vorbei an einigen Höhlenwohnungen bis zum „Qued Massa“ und in den Naturschutzpark. Die Mär scheint heute jedoch recht leblos und so sehe ich nur ein paar Flamingos.
Auf dem Rückweg lege ich mich ein bisschen nackt in eine Düne, döse etwas und trainiere noch ein wenig auf dem Rückweg an dem Eisengerüst am Strand.
Es geht zurück zum Chälli, aber seht doch selbst!Read more
Sidi Wassay سيدي وساي
Feb 28–Mar 1 in Morocco ⋅ ☀️ 19 °C
Souss Massa - National Park
Feb 27–28 in Morocco ⋅ ☀️ 21 °C
Basketball in Oulad Noumer
February 27 in Morocco ⋅ ☀️ 27 °C
Auf dem Weg in den Souss Massa Nationalpark fahre ich zufällig in Oulad Noumer und dem Baskteballplatz vorbei. Endlich bespiele ich einen marokkanischen Platz, bis die Jugend kommt, um diesen für Fußball für sich zu beanspruchen, aber seht doch selbst!Read more
Höhlenhäuser von Aglou
Feb 26–27 in Morocco ⋅ ☁️ 20 °C
Von Tiznit geht es weiter an die Küste von Aglou, um dort direkt offroad parallel zur Küste Richtung „Nationalpark Souss Massa“ zu fahren.
Doch wie schon von Wilhelm Busch gesagt -> Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.
Ich fahre die rechts abknickende Straße vorbei am Restaurant „Grillades de pêcheur“ auf die Offraodstraße, die mit dem Chälli sehr gut befahrbar ist. Das erste Bild entsteht am „Bourmel فم الشعبة“, einer natürlichen Felsformation, wo ich den Chälli abstelle, um eine Runde zu gehen. Ich sehe die Paragleiter in der Entfernung und die ersten Höhlen- bzw. Felshäuser, was sehr beeindruckend ist.
Anschließend fahre ich weiter Richtung Timzilt, was ich jedoch wegen Dünen auf der Straße oder aus Sand bestehenden Straßen, da bin ich mir nicht so sicher, mit dem Chälli vergessen kann. Noch bevor ich mich festfahre drehe ich um und fahre bis zu einem der Parkplätze am Anfang der Offroad-Straße, die auch hier als Standort markiert ist. *
Mit offener Tür liege ich im Auto, als es anfängt zu stürmen. Noch ehe ich mich versehe, bläst es eine enorme Menge roten Sand in den Wagen. Ich schließe die Tür, doch es ist schon zu spät. Der gesamte Innenraum ist dermaßen mit rotem Sand voll, dass es schwer fällt zu atmen.
Im Dunkeln lasse ich alles wie es ist, nur die kleine süße Hundedame bekommt noch die Reste von der Hühnersuppe.
Der Sand peitscht gegen den Chälli! Irgendwann schlafe ich ein und habe eine gute Nacht.
Morgens komme ich ganz langsam in die Puschen. *
Ich gehe mit einer Flasche Wasser bewaffnet zu den alten Höhlen- bzw. Fischerhäusern, dass weiß ja niemand so genau.
Ich finde diese sehr beeindruckend. Unterschiedlichste Gebäude in meist sehr desolatem Zustand, viel auch zerstört durch das schlimme Erdbeben am 08. September 2023.
Ich komme an ein Haus, dass mit verhältnismäßig guten Fenstern ausgestattet ist. Hinter einem großem Fenster sitzt ein Mann, der sofort Kontakt mit mir aufnimmt und mit signalisiert, dass er nach draußen kommt. Im Autopiloten bewege ich mich zum Tor und es erscheint Houcine. Ein schlanker typisch marokkanisch aussehender Mann mit einer Cappy. Typisch herzlich begrüßt er mich und läd mich ein, sein Haus zu betreten und selbstverständlich folgt prompt die Einladung auf einen Tee. Er erkundigt sich, ob der Süßung okay ist und ja, dass ist sie.
Es stellt sich heraus, das Houcine nur französisch spricht und ich ka nur deutsch oder englisch, also bedienen wir uns des google translaters, der mal gut, mal schlecht und mal gar nicht funktioniert.
Es kommt dennoch ein sehr interessanter Austausch über 1 1/2 Stunden zustande. Ich erfahre, dass Houcine eigentlich in Frankreich unweit vom Disney Land wohnt und nur zeitweise hier ist. Das Land konnte er einfach so besetzen und das Haus hat er selber renoviert. Es ist nicht ganz sicher, wie lange das hier alles so bleibt, weil das Land der Marine gehört und die das jederzeit „platt machen“ können.
Es gibt noch einen Tee und Houcine fragt mich nach Internet, was ich ihm prompt als Hotspot zur Verfügung stelle. Dann gibt es erst einmal noch einen Tee und einen Besuch auf seiner Dachterrasse, von der man die beste Aussicht hat.
Wir plaudern weiter über die kommende Fußball WM, die laufenden Baumaßnahmen in Marokko und was mir bisher am besten gefallen hat.
Es ist ein herzlicher Abschied mit Erinnerungsfoto zum Ende hin und ich verlasse das Haus Richtung Süden.
Es geht die Dünen hinauf und ein kleiner Welpe läuft mir in die Arme. Zu ihm gesellen sich schnell 3 weitere Welpen und die Mutter der Rasselbande. Es kommt zur großen Schmusestunde. Nach 15 Minuten, unzähligen Fotos und Videos, reiße ich mich los und gehe weiter.
Die nicht enden wollenden Häuser sind sehr interessant. Am Hafen angekommen (Petit Port d'aglou village de pêcheurs), mache ich kehrt, treffe einen Marokkaner mit der Nummer 13 auf seinem Trikot und eine extrem verschmuste Katze. Sie maunzt bereits aus der Ferne von einem Dach herunter und ich locke sie mit einem „komm, komm“, dem sie direkt Folge leistet!
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Traveler
Ach Du liebes Lottchen, Ingo 💩🤔🙈 Da hat der Sturm Dir echt die Hütte versandet 😬🏕️ Wir hatten zum Glück die Türen und Fenster dicht, als es los ging ☘️ Grobreinigung mit Schlauch, Rüffel vom CP, dann an Tankstelle für 40 DH waschen lassen 🚿 Viel Vergnügen beim Putzen 🙄💕

TravelerJa, danke. Fertig bin ich noch immer nicht, aber natürlich schon viel besser. Es kommt hier und da noch roter Sand zum Vorschrin, haha! 😂 40 DH für die Außenreinigung ist aber ein guter Preis 😎
Plage Imin Turga
February 22 in Morocco ⋅ 🌙 19 °C
Mega! 🫶❤️💫
Plage TALAT BOUAZZA SAHEL شاطئ تلات بوعز
Feb 22–23 in Morocco ⋅ ☀️ 24 °C
Auf dem Weg nach Tiznit sehe von von der P1905 irgendein Schild, was mich links reinfahren lässt. Zum Glück!
Unten angekommen fahre ich am Restaurant rechts und noch 2 Ebenen tiefer und stehe einfach direkt am Strand und am Wasser. In 100m eine riesige Düne. Ein Glücksgriff!
Horst, mein Nachbar aus Gießen ebenfalls.
Hier bleibe ich! Ein Dünenspaziergang, bei dem ich mir fast die Füße verbrenne, 3 Stunden Nacktbaden in der Sonne und ich gehe 5x ins Wasser. Das hat‘s ja noch nie gegeben innerhalb der 4 Wochen in Marokko!
Auf dem Rückweg sehe ich Marokkaner mit dem Surfboard die Düne runterbeteten und ich mache ein Video und schicke es ihnen über WhatsApp.
Am Ende möchte ich in eines der angrenzenden Restaurants, bin dann aber zu müde und es gibt Kartoffeln mit Thunfisch, aber seht doch selbst!Read more
Historische Festung von Mirleft
February 22 in Morocco ⋅ ☀️ 22 °C
Wie könnte es auch anders sein, als dass mich ein Geocache (GC7TRZ5 ) hierher geführt hätte.
Nur leider war dieser nicht auffindbar! Tja, soll‘s geben! Dann eben die Aussicht genießen, jede Menge Fotos machen und schon einmal auskundschaften, was sich noch so zu besuchen lohnt, aber seht doch selbst!Read more
Plage Ftaysa Rkount شاطئ فتيسة
Feb 21–22 in Morocco ⋅ ☀️ 24 °C
Eigentlich auf dem Weg nach Tiznit, werde ich von einen schweren Busunfall gestoppt.
Nachdem ich mir die Lage ansehe, entscheide ich umzukehren und den nächst möglichen Strand, den Strand Ftaysa Rkount anzusteuern.
Dort komme ich an und es sind bereits 1 Van und ein WoMo anwesend. Ich begrüße die chilliger jungen Leute, Ali und 2 Frauen.
„Ich gehe erst mal baden und oben ist alles gesperrt wegen einem Busunglück,“, sage ich zu ihm und gehe mit einem Handtuch und einer Wasserflasche Richtung Südende des Strandes. Dort sitzen noch ein weiteres Pärchen, die ganz zerzottelt, sexy aussehen und ich grüße erst sie mit einer Armbewegung und dann ihn.
Am Ende befinden sich einiges Felsen zwischen denen ich mich gut verstecken und etwas FKK betreiben kann. Einige neue Strandschätze kann ich nach ein paar Minuten suchen mein Eigen nennen. Schnell werden diese zuerst in das Handtuch und dann auf eine Felsen gepackt, da ich auf dem Tuch ein kleines Nickerchen machen möchte. Gesagt, getan!
Als ich wach werde, befinden sich doch die ein oder anderen älteren Herrschaften, von dem nicht weit entfernten Campingplatz, am Strand. Also ziehe ich mir meine Hose an und entscheide zurück zum Camper zu gehen. Dort ziehe ich mir eben nur festes Schuhwerk und ein Tanktop an, und gehe zum Camping Erkounte Park Mirleft gehen kann, um mir diesen anzuschauen und eventuell im platzeigenen Supermarkt ein bisschen etwas einzukaufen. Als ich dort ankomme und durch die untere Türe eintreten und einmal quer über den Campingplatz laufe, werde ich jedoch forsch von einem jungen Mann abgefangen und des Platzes verwiesen, da es sich hier um Privatgelände handelt. Aha! Nun gut. 🤣🤣
Außen herum gehe ich zum kleinen Fischerhafen herunter und von dort über Strand und Cliff zurück zum Chälli. Als ich dort jedoch ankomme, sehe ich aus der Ferne Leute, darunter einen Polizisten, also gehe ich noch schön weiter bis zur „Cave of the original youth مغارة علي بواعمر cave ali bouamor“ und sitze dort auf der kleine Platzform, die einfach perfekt für einen Sonnenuntergang ist.
Von dort sehe ich ersten einen, dann den zweiten Camper und dann den Wagen mit dem Polizisten wegfahren.
„Zeit zurückzugehen!“, denke ich mir und latsche über den zugemüllten Strand retour.
Beim Chälli angekommen zeigt sich ein derart geiles Bild zum Sonnenuntergang, dass ich beschließe die Yogamatte auszupacken und vor dem Wagen auf der Betonmauer, die genau die richtige Breite hat meinen Sport zu machen. Allzu viel Energie ist bei dem heutigen aktiven Tag jedoch nicht mehr übrig, aber für eine gute halbe Stunde reicht es noch.
Urplötzlich höre ich Schafsgeräusche und es kommen aus der Ferne gleich 2 Herden angewackelt. Durch die Lichtverhältnisse sind die Bilder der ersten Herde am Strand einmalig, aber seht doch selbst!Read more
Strand von Legzira
Feb 20–21 in Morocco ⋅ ☀️ 16 °C
Nach meiner letzten ruhigen Nacht auf der anderen Seite von Sidi Ifni, mache ich mich auf in Richtung Cache Nr. GC6AJ07. Ein Earthcache! Es soll eine Art Bogen am Strand von Legzira sein. Ganz ehrlich gesagt erwarte ich nicht viel, da es solche Naturspektakel zu Hauf in Portugal gibt, die wunderschön sind, aber scheuen wir mal.
Von der R104 sehe ich sehr gut, dass bereits einige Camper auf einem Cliff stehen, das direkt vor Legzira liegt. Die Abfahrt ist sehr gut machbar und ich stelle den Chälli quer mit der Tür zum Strand, hier ist ja genügend Platz. Ausnahmsweise kommt kein Marokkaner und fragt nach Dirham. 🤣🤣
Ich esse noch eine Pfanne Reis mit Hack und packe mir den Rucksack mit Badehose, Hand- und Strandtuch. Apple Watch auf Wandern und los geht‘s!
Irgendwo hatte ich schon etwas von mörderischen Abstiegen gelegen, aber ich glaube, dass sich das auf eine Treppe in Legzira bezog. Ich wähle mit Blick auf’s Meer den Abstieg links, der direkt über dem „Nomadic Beach Camp“ liegt. Der Abstieg hat es nämlich in sich. Es sieht es gar nicht so wild aus, aber nach ein paar Metern wird mir klar, dass die Kombination aus sandigem Boden und Kieselsteinen obendrauf eine halsbrecherische Kombination ist. 1x geht mit der untere Fuß weg, was ich Gott sei Dank abfedern kann, sonst geht es nämlich schnurstracks nach unten! Ich bewege mich überaus vorsichtig, da ich weiß, wenn du hier 1x rutschst war‘s das! Gut, dass ich mir meine Vans angezogen habe, für den maximalen Grip, ich hatte nämlich erst die Adiletten überlegt! 🤣
Nun noch eine kleine Klettereinlage und ich bin unten am Strand.
Ob die Familie mit dem Kind, die den gleichen Weg nimmt, weiß, worauf sie sich einlassen? Ich versuche ihnen von unten noch Zeichen zu geben, dass sie den Weg NICHT nehmen sollen, aber ich kann auch gar nicht hinsehen und gehe Richtung Bögen!
Die typisch marokkanisch diffusen Lichtverhältnisse lassen die Bögen in einem ganz besonderen Glanz erstrahlen, schön. Ich freue mich! 🤩
Es entstehen ein paar Bilder und ich durchschreite den Bogen, setzte mich auf der anderen Seite in die Sonne und widme mich dem Listing des Caches. Es gibt 4 Fragen zu beantworten. Easy peasy!
Nun ist mal eine Sonnen-Chill-Pause in der herrlichen Kulisse angesagt und ich lege mich mit nacktem Oberkörper auf die Pepples. Obwohl ich ja vorher schon rund 15 Minuten da saß, kommt nach 1 Minute eine Welle und ich liege komplett im Wasser! 🤣🤣 -> das mir das nach all den Jahren am Meer doch nochmals passiert?! 🤣🤣
Es zeigt mir in jedem Fall 1x mehr, dass ich der See hier nicht vertrauen kann, passt für mich aber auch irgendwie, haha! 😜
Nur meiner Blitzschnellen Reaktion ist es zu verdanken, dass nur meine kurze Hose auf der Rückseite und die Boxershorts darunter komplett nass sind. Na gut und den Rucksack, der neben mir lag hat es auch voll erwischt und darin befinden sie mein T-Shirt, Hand- und Strandtuch, Geldbörse und Schlüssel. Gut, dass der Schlüssel und die Camel Ledergeldbörse im vorderen Fach und etwas mehr geschützt waren.
Ich springe auf, realisiere, was genau passiert ist und muss selber lachen! Vor allem weil das Wasser 2 Typen, die 100m rechts von mir sitzen einfach ausgespart hat, aber that‘s life 😁
Es ist das erste Mal die letzten 3 Jahre und 1x hatte ich die Schuhe nass, da kann man sich eh nicht beschweren, bei dem, was ich am Meer rumspringe. 😏
Ich nehmendes mit Humor, obwohl die vollgesogene schwere Levi’s Short mit klitschnasser Boxer darunter nicht gerade angenehm ist. Ab nun, aber jetzt immer schön mit dem Arsch zur Sonne, haha 😂
Nach und nach verlassen die Menschen „die Sonnenseite“, nur noch ein Markkaner in einer wirklich wunderschönen grünen Seidendjellaba ist da, aber auch er bewegt sich langsam zurück durch den Bogen. Dann, wie aus dem Nichts, taucht noch ein rauchender Typ auf und auch er bewegt sich durch den Bogen. „Das ist für mich der Zeitpunkt für ein passendes Endfoto!“, denke ich mir und positioniere erst das iPhone vor dem Rucksack und dann mich vor dem Bogen. Das Titelfoto des Footprints entsteht! 🫶❤️
Nun durchschreite auch ich den Bogen und schaue nochmals genau das Sandgestein an, da ich verstehen möchte, ob es sich um roten Pelit, Sandstein selbst oder Konglomerate handelt oder eventuell eine Mischung. So oder so ist das Hämatit, was hier im Kitt enthalten ist, die Quarzkörner verschweißt und dem Gestein seine rote Farbe verleiht. Das lässt wiederum darauf hindeuten, dass die Landschaft hier so vor 100-150 Millionen Jahren so entstanden ist.
Und der Granit?
Besonders an der Nordspitze des Strandes fällt auf, dass der Sandstein auf einem Granitsockel ruht.
Hier klafft eine gewaltige zeitliche Lücke, denn der Aufschluss stammt aus dem Präkambrium. Das Prakambrium blickt auf eine über vier Milliarden Jahre lange Geschichte zurück, in der das Leben auf der Erde entstand und die ersten Elemente der afrikanischen Kontinentalkruste gebildet wurden!
Der Strand von Legzira ist ein Beispiel für eine sogenannte „Boutonnière" (Knopfloch): eine durch Erosion entstandene Vertiefung, die den Zugang zu alten geologischen Schichten ermöglicht. Das erste Mal in meinem Leben befinde ich mich an einer solchen Stelle auf unserer Mutter Erde 🌍 😳😁🫶❤️💫✊💪👏
Als ich das begreifen erlangt der Ort seine Magie 💫
Demütig gehe ich weiter, passiere einige Leute, mache noch Fotos von der anderen Seite und ziehe meines Weges den Strand entlang. Ich passiere das Camp, ein altes Steinhaus, die Surffschule und dann zieht sich hinter der nächsten Ecke vom Cliff der untere Restaurant- und Touriteil von Lezira. Völlig in meinem Zen schaue ich umher und gucke auf eine Speisetafel, was gleich jemand zum Anlass nimmt und angeglotzt kommt, um mir Essen schmackhaft zu machen. Ich winke ab, da ich völlig woanders bin.
Aus der Ferne entdecke ich einen attraktives Hinterteil, was zu einer Frau gehört, die sich dort mit ihrem glatzköpfigen Mann ein Sonnenbad gönnt. Ich gehe nichts achtend vorbei und finde ein paar Meter weiter eine warme Stelle im Sand, wo ich das Strandtuch und meine restlichen Sachen in der Sonne ausbreiten und mich nur in der Boxershorts bekleidet in die Sonne fläze. Ehe ich mich versehe knacke ich ein und wache 30 Minuten später wieder auf, nur, um völlig neben der Spur zu sein. „Nun gut!“, denke ich mir, sehe Leute und dieses Pärchen im Restaurant sitzen, sehe meinen knallroten Schädel in der Reflexion meines Handys, ziehe mich an und packe meinen Kram zusammen.
Ziemlich schlafbenommen wackele ich vorbei an dem Restaurant einige Treppen hinauf, die meinen Körper fordern. Ich schaue auf das Handy, in welche Richtung der Cache Nr. GC7MYC8. Auf dem Weg dahin entdecke ich auch endlich die mörderische Treppe, von der ich schon irgendwo gelesen hatte. 🤣👌*
Auch diese steige ich noch leicht widerwillig auf, bis mich oben eine süße, kleine und gestreifte Katze erwartet. Sie ist zutraulich und schmust gerne mit mir. Unter einem Mauz mauz passiere ich das Eisentor in den Innenbereich des „was auch immer es mal war oder ist“, das weiß man ja hier in Marokko teilweise nicht so genau. Wird es noch benutzt oder ist es schon ein LP (Lost Place). 🤣
Es geht nach rechts, vorbei an der Kaschemmen auf den Parkplatz, der wohl ein Campingplatz sein soll, wie ich später auf Google Maps finde 🤣🤣
Ich inspizieren die typischen Ecken etc., irgendwo muss der scheiß Cache ja sein! Dann steht urplötzlich ein junger Schäferhund neben mir, der wohl auch unbedingt gekuschelt werden möchte. Gesagt, getan!
Nun werde ich doch mal besser ein Blick auf das Handy, anhand dessen ich erkenne, dass der Cache wohl draußen an irgendeiner Steinkonstruktion zu finden ist. Ich gehe wieder zurück, passiere wieder die Katze, die sich aufgrund des Schäferhundes wie ein Transformer in etwas größeres mit Buckel zu verwandeln scheint, links um die Ecke an der Wand entlang bis zu einem Wasserhäuschen. Ich gucke in ein Loch hier und ziehe ein Tuch aus einem Loch da, dann finde ich den Cache. Für das Beweisfoto gehe ich auf die Ecke vor, von der man wunderbar auf den Strand herunterblicken kann. Ich nehme meine typische Cache-Sieger-Beweisfoto-Pose ein und lass die Kamera vom IPhone auslösen. Die schwarze kleine Dose ist schnell wieder in der Wand verstaut und ich gehe zurück zur Treppe. Dort schaue ich noch einmal von der anderen Seite hinunter zum Strand und will m dann die Treppe nach unten nehmen, als mir drei junge Frauen den Weg versperren. Ich sage freundlich hi und zwei von drei grummeln sich irgendwas aus ihren nicht vorhandenen Bärten zurück. Runter ist die strebe aber nun wirklich mit Vorsicht zu genießen, da sie doch sehr zerstört ist.
Unten angekommen gehe ich zurück zum Parkplatz, passiere den Wächter, den ich mit Salam Aleikum grüße und der seltsame arabische Musik hört, die ich so noch nie wahrgenommen habe. Ein Stück weiter rauf geht es nach rechts durch die scheinbar im Bau befindliche neue Straße und weiter rechts den Abhang herauf und so komme ich wieder auf das Plateau mit den Campern.
Dort mache ich mir erst mal vom Hunger geplagt ein paar schöne Bratkartoffeln marokkanischen Gewürzen und Gouda Käse in der gusseisernen Pfanne und dazu Oliven mit Kapern.
Danach beschließe ich, es den Rest des Tages ruhig anzugehen, da ich etwas Kopfschmerzen habe und zudem leicht geschafft bin. Ich lege mir die Yogamatte vor dem Chälli, mit dem großen Kissen an den Hinterreifen gelehnt und chille einfach mein Leben. So geht der Tag zu Ende, aber seht doch selbst!Read more
Tag 2 : Sidi Ifni سيدي إيفني
Feb 19–20 in Morocco ⋅ ⛅ 14 °C
Dies
Das
Ananas
Tag 1 : Sidi Ifni سيدي إيفني
Feb 18–19 in Morocco ⋅ ⛅ 18 °C
Ich komme an und parke an der Straße zu den 3 Campingplätzen, die ich mir auch allesamt anschaue.
Anschließend gehe ich für eine Runde in die Stadt, aber seht doch selbst!
Badestelle in Arbâa Mesti أربعاء مستي
February 18 in Morocco ⋅ ⛅ 22 °C
Die Fahrt von Guelmim nach Sidi Ifni ist ein Traum. Das ist definitiv das grünste und schönste Marokko, dass ich bisher gesehen habe! 🫶❤️💫
Bei der Anfahrt auf Arbâa Mesti sehe ich zu meiner Linken einen See und eine Bande Jugendlicher, die dort ihren Badespaß hat. Das bedeutet, dass ich da auch kurz reinhüpfen kann. Den Chälli fahre ich durch das Dorf und dann links über einen Acker, wo ich am Ende schon auf die Trockene Rückseite des Staudamms schaue. Also wieder ein Stück zurück und in der Mitte des Dorfes nochmals einbiegen. In die Straße hatte ich eh schon verdächtig reingeschaut und das erste Bauchgefühl ist ja bekanntlich…ja, ja! 🤣🤣
Ich stelle den Chälli neben einem Wohnhaus ab, packe die Badehose, esse schnell nochmals Putenhack auf Sesambaguette und Zwiebeln und los geht‘s!
Es geht vorbei an an ein paar Schafen, die net schmusen wollen. Eine Offroadstraße führt bergab zum See, der nicht gerade sauber aussieht. Ein paar Meter weiter geht es aber und ich sehe schon die Jugendlichen in ca. 100m Entfernung, hinter einem Busch. Sie machen Blödsinn!
Ich wechsele mir die Klamotten, ziehe die Badehose an und springe rein, geil! 🤩
Das vermisse ich ja aus der Zeit in Griechenland oder Portugal, schön warm und eben auch überall Bademöglichkeiten.
Als ich aus dem Wasser komme sind ein Junge und eine Mädchen quasi direkt neben mir und ich begrüße sie freundlich, was sie erwidern. Auf dem Weg wieder nach oben, treffe ich noch eine Mutti mit ihrer süßen kleinen Tochter. Auch die sind beide sehr nett. 🫶❤️💫
Oben angekommen, mache ich noch einen kleinen Abstecher auf den Damm, um den Ausblick zu checken und eventuell ein Foto zu machen.
Dann sehe ich die 2 Dromedare samt dem Jungen. „Die muss ich unbedingt noch aus der Nähe betrachten.“, denke ich mir und gehe vom Damm etwas leicht bergab, um zu den Tieren zu gelangen. Auch hier grüßt mich ein Mann mit seinem Sohn überaus freundlich. Sie sind einfach fast alle so herzlich! 🫶❤️💫
Bei den Dromedare angekommen, nähere ich mich nur noch sehr vorsichtig, da ich nicht weiß wie so ein Muttertier mit Jungem reagiert und außerdem ist so ein ausgewachsenes Tier schon ganz schön groß, also um einiges größer wie ein Pferd zumindest. Weibliche Tiere wiegen 300-540 Kg und haben eine Widerristhöhe von 170-190 cm und da kommt ja noch der Höcker und der lange Hals mit Kopf dazu!
Das eine Muttertier auf der Ebene über mir kommt zu mir runter und es wird mir leicht anders, bei dem großen wackeligen Tier, was so nah kommt. Ich gehe lieber zwei Schritte zurück! Irgendwie schaukelt das Tier an mir vorbei, stellt sich neben mich und frisst da weiter. Ich gehe vorsichtig näher und reiche meine Hand hin, da ich es schnuppern lassen möchte, was auch funktioniert. Es schnauft ganz schön und dabei kommt auch ein guter Schwall Geruch von dem Tier zu mir rüber, Marke Iltis. Ich stehe einfach nur so weiter da und mein Blick schweift immer zwischen den beiden 2er Gruppen.
Eine Mutter mit ihren 2 Kindern bleibt lieber etwas in der Entfernung und schaut.
Ganz oben steht ein älterer Mann, dem ich zuwinke. Er winkt zurück und bewegt sich langsam nach unten. Er scheint schon etwas älter, mit einer krassen Lederhaut und unfassbar vorstehenden Unterzähnen, aber irgendwie sehr hübsch und authentisch. Er kommt zu mir hin und spricht mich mit arabisch an. Mit dem Handy übersetze ich etwas und er nimmt einen Stock auf, geht zu dem Tier mit dem ganz jungen und beginnt es mit dem Stock zu hauen. Das Tier macht tief brummende und schnaufende Geräusche und man merkt richtig, wie der Opa das Muttertier nervt. Ich überlege noch und hoffe nicht, dass der Opa die jetzt zu mir hintreiben möchte, da ich ihm gesagt habe, dass ich noch nie so ein Tier in der freien Wildbahn erlebt habe. Die Mutter beschützt sichtbar ihr kleines, aber der Opa schiebt das Kleine in meine Richtung, was bedingt funktioniert. Das Kleine fängt auch an zu quieken, weil es eigentlich nicht möchte.
Da der clevere Opa eine Schale mit Körnern zum Fressen mitgebracht hat, kann er das Muttertier damit locken.
„Das ist auch viel besser als schlagen!“, denke ich mir!
Es mampft genüsslich die Körner, während das Kleine versucht, irgendetwas aus den Zitzen der Mutter zu saugen. Der Opa kommt stellt sich neben mich und erzählt fröhlich auf arabisch und ich verstehe kein Wort! 🤣🤣
Was ich übersetzten kann, heißt soviel wie:“ Was willst du?“ und ich sage ihm, dsss ich nur hier stehe, um die Tiere zu beobachten. Ich hab das Gefühl, er möchte nicht, dass ich hier bin, doch er signalisiert mir, dass er mit mir einen Tee trinken möchte, was ich dankend ablehne. Ich sage ihm, dass ich noch nach Sidi Ifni weiterfahren möchte. Gesagt, getan.
Aber seht doch selbst!Read more
El Aaiún العيون
February 17 in Morocco ⋅ ☀️ 27 °C
Die Fahrt von El Marsa nach El Aiún passiert zügig und unproblematisch. Interessiert genieße ich die sandige Landschaft samt der Dünen, die an mir vorbeiziehen.
In El Aaiún angekommen, passiere ich erst einmal eine freundliche Polizeikontrolle am imposanten Eingang der Stadt und werde von einem riesigen Heuschreckenschwarm heimgesucht! 😇🤣
Es geht die Straße entlang, rechts rein, vorbei an dem wunderschönen Kongresspalast und dem gegenüberliegenden Mechouar-Platz, wie ich nach einer Recherche herausfinde. Auf Googlemaps ist der atemberaubende Platz nur auf arabisch zu finden.
Direkt rechts und wieder rechts, finde ich, zumindest für den Chälli, den auserkorenen park4night Parkplatz, welcher hier im
Footprint auch den Standort markiert. Er befindet sich direkt neben einer Waschanlage und irgendeinem Gebäude, in dem Frauen ein- und ausgehen.
Ich packe mein Wasser und gehe Richtung „Place Oum Saad“.
Da es hier keinerlei Caches oder Adventure Lab’s gibt, bediene ich mich der Googlemaps „Sehenswürdigkeiten“ und lasse mich frei und fröhlich treiben.
Auf dem herrlichen Platz angekommen, kreuzt sich mein Weg mit einer wunderschönen Sahrawiya, (eine sahrauische Frau) was so viel wie „Bewohnerin der Wüste“ bedeutet. Ich begrüße sie mit „Salam aleikum“, was soviel wie „Friede sei mit dir“ heißt und was ich mit einem gleichzeitigen Klopfen auf mein Herz unterstütze. Das entlockt ihr ein verschwitztes Lächeln, was mich etwas verzaubert.
Diese Standardbegrüßung hat ja bereits in Marokko gut funktioniert und hier in der Westsahara 🇪🇭 natürlich auch. Ebenso klappt sie bei der männlichen Zunft und sorgt auch bei denen für ein ehrliches und offenes Lächeln. Ich mag das einfach! Da hat man gleich einen ganz anderen Start mit den Leuten. 🫶❤️💫
Mit den Männern kommt man dadurch auch ins Gespräch, die Frauen sind viel zu schüchtern und ich auch. 😁
Grundsätzlich fällt mir in El Aaiùn auf, dass es vergleichsweise schick ist. Schöne Plätze, schöne Parks und auch schöne Menschen, die gefühlt mehr aus sich machen oder vielleicht auch machen können, wie ich aus Marokko gewohnt bin.
Ich sehe sogar, und das ist das erste Mal, seid ich in Afrika bin, ein Pärchen, welches Körperkontskt in der Öffentlichkeit hat. Er gibt ihr mehr oder weniger eine zärtliche Massage und das in einer öffentlich Parkanlage. Das bringt mich zu dem Schluss, dass es hier freier und offener zugeht, als in Marokko, aber das kann natürlich auch täuschen…
So! Weiter geht es vorbei an einer Art Kulturzentrum und 1x um das „Lycée hassan II“, was mich in den „Place El Ouahda“ oder „Mohammed-Benkiran-Platz“ bringt, da sind sich Google und das Schild Vorort nicht einig.
Immer wieder begrüßen mich Leute sehr freundlich und reagieren auch auf meine Kontaktaufnahmen sehr sehr positiv und alle scheinen hier so glücklich! Ja, das ist es! Ich liebe es! 😏❤️
Ich latsche irgendwo kreuz und quer durch die Stadt und lande wieder am Mechouar-Platz, wo ich diese wunderschöne Katze treffe. Solche Augen habe ich noch nie gesehen. 😍
Dann geht es zurück zur Waschanlage, in der sie mir doch 100 DH für das Waschen vom Chälli abknöpfen wollen, aber nicht mit mir! Haha! 😂
Ich handele ihn auf 50 DH runter und verpisse mich, nachdem ich 50 Minuten mit Einheimischen gequatscht und der gute Mohammed sich noch immer nicht in meinem Wagen kümmern will.
Der letzte Weg führt mich in den Marjane Supermarkt, den ich bereits aus Guelmim schätzen gelernt habe. Es ist teurer als auf den Märkten, aber ich werde 1. nicht verarscht und 2. geht mir keine Pimmelgesicht auf den Sack, das ist auch schon mal viel wert. Ich kaufe 1 Kg Putengehacktges und allerlei anderes sinnvolles Zeug, zahle und räume alles in den Chälli. Dort ziehe ich mir vom Hunger geplagt erst einmal 250g auf mit Butter gespicktem Sesambaguette rein, immerhin war die Tage Weltmetttag, das muss ja freilich nachgeholt werden.
Beim Verlassen des Geländes bemerke ich, dass es hier ein richtige Small gibt, sogar mit eine originalen Adidasstore, unglaublich. 🤯🤣😜
Bevor ich die Stadt verlasse geht es nochmals zur Shell Tankstelle, wo ich 64,39L für den Chälli zapfen lasse (ja, es gehen 65L rein) und ich dafür 49€ bezahle. Das ist Rekord auf 50.000 km mit dem Challenger und dazu applaudiere ich Ahmed an der Zapfsäule! ⛽️👏
Ich düse von dannen und mache kehrt, nachdem ich in die falsche Richtung weggefahren bin. Wer kennt es auch nicht! Du stehst irgendwo und erkennst nicht in welche Richtung dich das Navi senden will und du wählst nach dem 50/50 Joker die falsche Antwort! 🤣
Dafür entschädigt der grandiose Sonnenuntergang, den ich bei der Offroad-Umfahrung durch einen nicht fertiggestellten Stausee auf die Autobahn erleben darf. Die mir, nebenbei bemerkt, abermals ein lustig netter Marokkaner auf einem einspurigen Fahrzeug weist. Sicher zum 5. Mal in den 4 Wochen, aber seht doch selbst!Read more
Nagjir Beach - LP Schiff
Feb 16–17 in Morocco ⋅ 🌬 20 °C
Bereits Abends komme ich bei dem von mir auserkorenen Schiffswrack zwischen Foum el-Oued und El Marsa an auf dem brandneuer Parkplatz an.
Trotz der bereits eingebrochenen Dämmerung, möchte ich noch einen Blick erhaschen und gehe dazu auf die ebenfalls neue Promenade links hinunter, bis sich das Schiff direkt vor mir am Strand zeigt. Außer ein paar Hunden begegne ich nichts und niemanden.
„Ziel erfüllt!“, denke ich mir, gehe zurück zum Chälli und entscheide mein Abendessen vorzubereiten (rote Linsen mit den neuen marokkanischen Gewürzen und frischen Knobi). Nach circa einer Minute klopft es an der Tür und ein attraktiver junger Marokkaner in Militäruniform samt Gewehr steht vor mir und begrüßt mich äußerst herzlich. Er fragt nach meinem Pass und wo meine Frau ist. Auf die Antwort hin, dass es keine Frau gibt, scheint er zuerst leicht irritiert und fragt dann umgehend, ob er ein Bild von meinem Auto machen dürfte, was ich bejahe. Auf der einen Seite sind für uns Mitteleuropäer diese Vorgehensweisen natürlich fragwürdig, auf der anderen Seite fühlt man sich sehr sicher und gut aufgehoben.
Der Armytyp verschwindet ohne ein Wort in die Nacht. 🤷♂️🤣
Nun muss der Topf rote Linsen meinem großen Hunger zum Opfer fallen, denn tagsüber war meine Essensausbeute eher merklich. Dank primär dem Cumin vom Markt in Guelmim, den mir Gitti empfohlen hatte, schmecken die Linsen hervorragend.
Cumin ist auch als Kreuzkümmel bekannt und ist ein intensives, erdig-warmes Gewürz aus der Familie der Doldenblütler. Es ist ein Hauptbestandteil von Currypulver und unerlässlich für orientalische, asiatische sowie mexikanische Gerichte (z.B. Chili con Carne, Falafel). Cumin fördert die Verdauung (was mir am nächsten Tag klar werden sollte), hilft bei Blähungen und wird oft in Hülsenfrüchten- oder Fleischgerichten verwendet, da sein Aroma beim Erhitzen am besten zur Geltung kommt.
Als Nachtisch gibt es noch eine doppelte Erwachsenenportion von meinen in Sesam gespickten Ernüssen, yumi! 🤤
Mit kugelrundem Bauch liege ich auf meiner Couch, als sich noch zwei polnische Camper auf dem Parkplatz dazugesellen, was leider die Hunde von der Promenade dazu veranlasst, komplett durchzudrehen! Besonders einer von ihnen bellt non stop die neuen Nachbarn zusammen. Was er sich davon verspricht ist mir ein Rätsel. Nach über einer Stunde reicht mir dann sein ekalhaft beklopptes Gebälle und ich gehe raus, um ihn mit einem energischen:“Verpiss dich jetzt!“ zum Gehen zu bewegen. Irgendjemand auf der Promenade scheint meine Reaktion zu verstehen und supportet mich mit einem mehrfachen „Husch-Husch“.
Einer ruhigen Nacht steht nun nichts mehr im Wege! 🫶❤️💫
Am nächsten zugezogenen Morgen mache ich eine gute Stunde Duolingo und merke bereits wie sich die Linsen vom Vortag melden, was den ganzen Tag so weitergehen sollte. 🤣🤣 viel zu krass! 🤣🤣
Die Kombination von Cumin und roten Linsen, vor allem in der Menge, sind vielleicht für die Zukunft nochmals zu überdenken. 🤣🤣 Aber es war soooo lecker 🤤
Mit viel Wasser, noch bereits im Chälli und Wasser im Gepäck, mache ich mich auf, um das Schiffswrack bei Tageslicht zu sehen. Die Tide ist low und das Schiff liegt von der tief stehenden Sonne und dem Nebel in diesem diffusen Licht. Es sieht einzigartig aus. Da ich schon so viele und sehr coole Schiff-LP‘s in Griechenland gesehen habe, wirkt es nur im Vorbeigehen magisch auf mich.
Im trottenden Schritt geht es den riesigen Strand Richtung El Marsa entlang. Dabei finde ich Muscheln am Strand, die ich so noch nie gesehen habe. Ich beschließe einige mitzunehmen, um sie unterwegs nochmals gegen schönere Exemplare auszutauschen.
Wieder machen sich die Linsen bemerkbar, aber ich bin ja zum Glück völlig alleine am Strand. 🤣🤣 Wie das treibt! Sowas habe ich seltenst erlebt! 🤭🤣
Nachdem erledigten Geschäft geht den wirklich schönen Strand weiter bis zu einem hohen Zaun, der vor einer frequentierten Straße liegt und mir nur die Möglichkeit des Rückwegs oder der Durchquerung der üppigen Dünen zu meiner Linken lässt. Ich entscheide mich für die Dünen!
Nach etwa 5 Minuten wundere ich mich noch, warum wirklich jeder hinter diesem Zaun befindet, auch eine Menge Fußgänger, doch diese Frage beantwortet sich, nachdem ich ca. 10 Dünen überwunden und mich 2x gefragt habe, ob ich doch umdrehe und am Strand zurückgehe.
Als ich eine Art LP Gebäudetrakt in der Ferne sehe, beschließe ich den Kurs auf dieses zu setzen. Als ich an den Gebäuden ankomme, entdecke ich einige rote Tonnen, die doch sehr signalmäßig und mehr oder weniger gleichmäßig auf erhöhten Punkten verteilt stehen. Sie haben die Aufschrift „Vorsicht Militärgelände, betreten strengstens verboten 🚫!“.
„Gut, dass ich das jetzt weiß!“, denke ich mir und so lange es kein Mienengebiet, wie im Jugoland damals ist! 🤦♂️🤣
Raus komme ich an einer gottloses Tankstelle, an der ich sicher nicht tanken würde, da diese genauso aussieht, wie eine von denen, von der mir dieser Mohammed aus Taroudannt erzählt hat und wo das Wasser in die Tanks Ligen soll, was das Problem mit dem Sprit in Marokko widerspiegelt.
Einen Moment überlege ich noch hier etwas zu frühstücken und oder einen Kaffee zu mir zu nehmen, aber wie so oft latsche ich zum Chälli zurück und frühstücke dort eine gute Portion Haferflocken, gemixt mit Mandeln und Feigen, um meinem Magen zu beruhigen.
Aber seht doch selbst!Read more











































































































































































































































































































































































































































































































































































































































