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  • Day7

    Die Höhenkrankheit lässt grüssen

    June 7, 2019 in Bolivia ⋅ ☀️ 10 °C

    Die Nacht in 4300 Höhenmeter, war nicht ganz so erholsam. Das Wandern in den Schweizer Bergen reicht wohl doch nicht aus, um sich in solchen Höhen pudelwohl zu fühlen. Und wahrscheinlich war der Wein am Vorabend doch nicht die allerbeste Idee. Von Schlaflosigkeit, zu Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit war alles dabei. Wir wurden jedoch bestens versorgt, neben Mate-Tee gaben die Guides uns Coca-Blätter zum kauen. Diese sollten leicht gekaut werden, das mit dem leicht ist so eine Sache. Ich hatte das Gefühl ich hätte Rasen nach dem mähen im Mund... Beim nächsten Mal klappt das bestimmt besser.
    Dennoch ging es früh morgens los mit dem Auto. Als erstes besuchten wir das Geothermalgebiet Sol de Mañana mit Geysiren und brodelnden Schlammlöchern auf 4850 Höhenmeter. Die erwarteten Wasserfontänen blieben aus, stattdessen dampfte es einfach überall aus der Erde. Weiter ging es zu einer heissen Quelle, wo wir die Möglichkeit hatten zu baden. Wir waren jedoch von der kalten Nacht noch so durchgefroren, dass uns der Gedanke, irgendwann aus dem Wasser zu steigen, doch davon abhielt. So ging es weiter durch eine Wüste, die aufgrund der surreal anmutenden Landschaft, den Namen „Salvador Dalí Wüste“ hat.
    So langsam verlieren wir an Höhenmeter und im Auto wird es wieder gesprächiger, die Lebensgeister kehren zurück. Auf dem Weg nach Uyuni sehen wir endlich ganz viele Llamas mit ihren bunten Markierungen an den Ohren, damit kommt das Südamerika-Feeling so richtig auf Touren.
    Zurück in Uyuni machen wir uns nachtfertig für unsere erste Fahrt in einem Nachtbus, es geht auf nach La Paz.
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