Ankunft in Namibia
July 15, 2024 in Namibia ⋅ ☀️ 20 °C
Um von Tansania nach Namibia zu kommen, müssen wir zwei Mal umsteigen: zuerst in einem kleinen Flughafen in Malawi, dann in Johannisburg in Südafrika. Endlich steigen wir dann aus dem letzten Flugzeug und wundern uns, dass am größten Flughafen Namibias nur fünf Flugzeuge stehen und wie viel Leere uns umgibt. Wenn wir wüssten, welche Weiten noch auf uns zukommen...
Wir werden von einem sehr freundlichen Fahrer mit Schild erwartet, der uns die dreiviertel Stunde Richtung Windhoek, Namibias Hauptstadt, bringt. Während Andi ihn auf dem Beifahrersitz mit Fragen zu Natur, Wirtschaft und Einwohnern löchert, breche ich auf dem Rücksitz leise in Tränen aus: vor uns erstreckt sich eine für mich unfassbar leere, weite flache Landschaft, die von einem leuchtenden, intensiven Sonnenuntergang in strahlende Farben getaucht wird. Dadurch, dass es laut Fahrer nie Wolken gibt, erstreckt sich das Farbspektrum ununterbrochen von einem Horizont zum anderen. Wir haben den perfekten Zeitpunkt erwischt und können beobachten, wie die Scherenschnitte der Bäume und fernen Bergketten sich immer dunkler vor dem Farbspektakel abzeichnen. Uns wird klar: nie Wolken, das heißt jeden Tag strahlender Sonnenschein und tolle Sonnenauf- und -untergänge! Nie Wolken bedeutet für die Einwohner Namibias aber auch Wasserknappheit. Aktuell besteht eine Dürre, da es in großen Bereichen Namibias seit zwei Jahren zu wenig oder gar nicht geregnet hat. Viele Flussbetten sind daher ausgetrocknet.
In der Ferne sehen wir eine Straße, die parallel zu unserer läuft. Der Fahrer erzählt aufgeregt, dass das die neue Straße nach Windhoek wird, die gerade fertiggestellt wird. Andis Nachfrage, warum man denn nicht die alte Straße repariert, kann er nicht verstehen. Dann wird uns klar, dass wir noch in deutschen Maßstäben denken: warum aufwendig eine alte Straße aufreißen und neu teeren, jahrelange Baustellen und Staus in Kauf nehmen, wenn man solche unbebaute Weiten hat, in denen man einfach eine neue Straße bauen kann?
Nach dem dicht besiedelten Tansania, in dem ich auf Sansibar verzweifelt etwas Ruhe gesucht und nicht gefunden habe, liegt die Reise in dem am zweitdünnsten besiedelten Land der Welt wie ein Geschenk vor uns.
Wir checken nach einem kurzen Besuch in der Mall in einem Hostel ein, wo wir uns ganz backpackertypisch Instantnudeln gönnen, die wir mit Gemüse aufpeppen. Wir krabbeln ermüdet unter die dicken Bettdecken und schlafen sofort ein.Read more













Traveler
Wirklich schön 😎💙
Traveler
Du musst das Glas reinigen. Sonst hast Du später viel Arbeit bei der Bildbearbeitung. Brillenputzmittel. Schöne Fotos übrigens 😀
TravelerIch hab Brillenputzmittel dabei, das mir von einem Experten empfohlen wurde ;)