Tour Tag 1: Durch die Höhen Boliviens
October 10, 2024 in Bolivia ⋅ ☀️ 9 °C
Wir starten auf eine viertägige Tour in die legendäre Salzwüste Salar de Uyuni! Nach einer Nachtbusfahrt (wie könnte es auch anders sein) kommen wir in dem Dorf Tupiza im absoluten Nirgendwo an. Wir klappern die Reisebüros ab, handeln noch Mal kräftig und werden einer Gruppe Franzosen zugeteilt, mit denen wir uns am nächsten Tag auf den Weg machen.
Auf unseren Safaris in Afrika haben wir uns Sitzfleisch auf langen, ruckeligen Autofahrten angewöhnt, und das brauchen wir jetzt auch: stundenlang fahren wir Richtung Süden durch karge, aber unheimlich beeindruckende Landschaften. Dabei quatscht unser Fahrer mit uns und erklärt, warum denn eine Tatze eines seltenen Pumas in seinem Auto liegt. Angeblich töten Pumas 3 bis 5 Llamas auf einmal, fressen sie aber nicht, sondern trinken ihr Blut. Dieser spezielle Puma ist dem Dorf unseres Fahrers einige Male zu nah gekommen - und dann haben sich "unbekannte Dorfbewohner" um das Problem gekümmert, bevor weitere Nutztiere gerissen werden...
Einen lebendigen Puma sehen wir nicht, aber unsere ersten Llamas! ❤️ Die langhalsigen, flauschigen Tiere werden hier wie Schafe gehalten. Damit jeder "Schäfer" weiß, welche Llamas zu ihm gehören, haben sie bunte Bänder in den Ohren. Immerhin dürfen die Llamas sich immer im Freien aufhalten und als Herde grasen. Uns pustet der starke Wind fast weg, aber sie sehen in ihrer warmen Wolle gut eingepackt aus.
Nach dem Mittagessen in dem winzigen Dorf Polulos mit der einzigen Schule in der Umgebung fahren wir weiter. Am Wegesrand sehen wir Vicuñas, die wilde Form der Llamas. Die Tiere sind wesentlich dünner und schreckhafter als ihre domestizierten Cousins, aber wunderschön. Sie sind vom Aussterben bedroht und daher geschützt, aber durch illegale Jäger bedroht: für ihr weiches Fell liegt der Marktpreis bei 500$/Kilo, sodass ein Pulli aus Vicuña-Wolle 3.500-5.000$ wert ist. Das weckt in dieser armen Region verständlicherweise Begehrlichkeiten.
Nach einem Stopp in einer alten Bergbaustadt der Spanier aus dem 17. Jahrhundert, die inzwischen halb verfallen ist, erreichen wir unsere Unterkunft auf 4200 m Höhe. Inmitten der netten Franzosen, die sich Mühe geben Englisch für uns zu sprechen, essen wir unser einfaches aber leckeres Abendessen. Nach einer Runde Karten geht es dann auch ins Bett, wo wir eingequetscht unter 5 schweren Wolldecken schnell einschlafen.
Kosten pro Person:
- Touren-Paket: 177€ (4 Tage, 3 Nächte einschl. Mahlzeiten)
- Eintritt Park 1: 2,00€
- Eintritt Park 2: 19,90€
- Eintritt Hot Springs: 1,30€Read more
































Traveler
Schön dass ihr lecker gegessen habt 😋🦋💙
Traveler
Das mit dem packe, packe Kuchen hat wohl geklappt 🎂🦋💙
TravelerUnser Gepäck ist zum Glück nie vom Dach abgestürzt 😊