• Im fast 4.000m hohen La Paz ⛰️

    October 16, 2024 in Bolivia ⋅ ☁️ 16 °C

    Willkommen in La Paz, dem weltweit höchstgelegenen Regierungssitz! Auf 3.200 bis 4.100 m erstreckt sich die Stadt mit ihren 800.000 Einwohnern an den Hängen eines Canyons, der ein geschützteres Klima verspricht. Ein Standardfortbewegungsmittel ist unglaublicherweise ein Gondelsystem, mit dem man bequem von Viertel zu Viertel schweben kann und dabei stets einen sagenhaften Ausblick hat.

    In unseren 9 Tagen in der Stadt erleben wir Dinge, die verschiedener kaum sein könnten:

    - In der Hexengasse hängen getrocknete Lamababys von den Decken, und wir decken uns hier sicherheitshalber mit Talismanen zu allen Lebenslagen ein - möge Pacha Mama (Mutter Erde) uns gnädig sein.

    - In einem Restaurant genießen wir ein elaboriertes Mehr-Gänge-Menü inklusive Blumendekoration auf dem Dessert.

    - Bei einem Ausflug ins Valle de la Luna (Mondtal) bestaunen wir die schroffen Felsformationen, die tatsächlich an eine Mondlandschaft erinnern.

    - Andi bezwingt die Death Road, während Tanja nervös auf die Nachricht wartet, dass alles gut gegangen ist.

    - Bei einem Marktbesuch in der auf einem Hochplateau gelegenen Nachbarstadt El Alto versucht jemand, Dinge aus Andis Rucksack zu klauen (zugegebenermaßen wurden wir im Vorfeld davor gewarnt, dass das passieren könnte). Andi setzt sich aber zur Wehr, indem er sich im Kreis dreht und dabei alle Menschen und Stände im Umkreis von 4 Metern mit Joghurt und Früchten bespritzt, die er gerade in einem Becher gekauft hat (übrigens auch Tanja). Wir brechen den Besuch trotzdem ab und machen uns schnell wieder auf den Weg in das sicherere Tal in unser schönes Airbnb.

    - Auf einer Free Walking Tour erfahren wir einiges über die Geschichte Boliviens, aber auch das aktuelle politische Geschehen. Der Guide erklärt uns, dass eine Auswirkung der politischen Lage eine Benzinknappheit ist, was die langen Schlangen vor Tankstellen erklärt, die wir schon beobachtet haben. Tatsächlich fahren an einigen Tagen keine Busse und Andis Ausflug zur Death Road steht auch auf der Kippe.
    Die Unzufriedenheit der Bevölkerung wird in Bolivien auch sehr gerne mit Straßensperren ausgedrückt. Bisher hatten wir Glück mit Straßensperren, hören aber von aktuellen Sperren Richtung Peru. Hoffentlich können wir unsere geplante Route über die Grenze überhaupt so umsetzen! (Nach Verlassen der Stadt erfahren wir, dass nur einen Tag später die Strecke durch eine Straßensperre unpassierbar wurde - Glück gehabt!).
    Read more