Jungle-Tour Tag 2: Piranhas angeln
November 23, 2024 in Peru ⋅ ⛅ 32 °C
Nach einer kurzen Nacht werden wir mit dem Sonnenaufgang geweckt. Der erste Tagesordnungspunkt: Piranhas angeln! Das passt Tanja als Vegetarierin natürlich so gar nicht, aber unser Guide verspricht ihr, dass alle von ihr gefangenen Fische direkt wieder freigesetzt werden. Tanja hätte sich auch keine Sorgen machen müssen, die Fische sind nämlich sehr geschickt darin, die Huhn-Köder von den Angelhaken zu knabbern ohne gefangen zu werden; eventuell könnte es auch an der angelnden Person gelegen haben. Nur die Südkoreanerin ist in der Lage, Fische an Land zu ziehen und das sogar gefühlt alle paar Minuten. Die meisten von ihr gefischten Fische werden jedoch direkt wieder in den Fluss geworfen. Am Ende sind es zwei Fische, die der Guide mittags für die Gruppe zubereitet: einen Piranha und einen weiteren Fisch.
Nach dem Frühstück starten wir auf eine vierstündige Wanderung tief in den Regenwald. Für Tanja geht damit ein Traum in Erfüllung: Wirklich einen primären Regenwald zu erleben, der seit Jahrhunderten ohne menschliche Eingriffe wachsen konnte; die Vielfalt der Pflanzen und Tiere zu erleben, sie zu hören und zu riechen.
Dazu haben wir wahrlich genug Gelegenheit, denn 4 Stunden sind LANG. Schon nach kurzer Zeit sind wir im schwülen warmen Wald schweißüberströmt, doch das ist unserem Guide nicht genug. Er beginnt, von den kleinen Trampelpfaden abzuweichen und sich quer durch den Dschungel zu schlagen. Mit der Freude eines kleinen Jungen haut er uns mit seiner Machete den Weg ein wenig frei, aber dennoch müssen wir auf die Stacheln aufpassen, die hier einige Pflanzen haben.
Auf dem Weg sehen wir verschiedenste Affenarten, die über uns in den Ästen turnen. Wir dürfen unsere Hand auf ein Termitennest legen, die uns Eindringlinge sofort ankrabbeln, um uns abzuwehren. Außerdem sehen wir einen angeblich tausend Jahre alten Baum, in den wir sogar hineinklettern können.
Puh, als wir zurück zur Unterkunft kommen, freuen wir uns auf eine Dusche! Das Wasser kommt aus dem Fluss und ist ziemlich erfrischend. Nach dem Mittagessen machen wir erst Mal ein Mittagsschläfchen.
Am späten Nachmittag machen wir uns wieder auf den Weg in den Regenwald. Diesmal überqueren wir den kleinen Fluss, der an unserer Lodge vorbeiführt, und erkunden den Wald. Auf einer zweistündigen Wanderung sehen wir mehrere Taranteln und Skorpione, und finden einen Frosch, der einen hohlen Baum zur akustischen Verstärkung seines Quakens nutzt. Dann dürfen wir einen riesigen parasitischen Feigenbaum bewundern, der andere Bäume überwächst, bis diese absterben. Dann verbreitet er sich anhand von Luftwurzeln immer weiter, bis ein gigantischer Bereich von mehreren Hundert Quadratmetern von dem Feigenbaum überschattet wird. Die senkrechten Luftwurzeln, die das Kronendach stützen, wirken dabei wie Säulen in einer Kirche. Unglaublich!Read more































Traveler
Ich finde es das schönste Bild von euch. Mit dem Baum ist es noch schöner ❤️🦋💙
Traveler
Du angelst das Abendessen 😋🦋💙
Traveler
Das war bestimmt sehr gut 😋🦋💙