• Tag 13

    Yesterday in Germany ⋅ ☁️ 11 °C

    Als ich im Zelt aufwache merke ich ein Zwicken an meiner rechten Beininnenseite auf Höhe des Knies. Hoffentlich geht das wieder weg. Auf den ersten Kilometern versuche ich es wegzulaufen, muss aber immer wieder anhalten und mich dehnen, damit es wieder bisschen besser wird. Zudem regnet es heute. Mist. Was ist denn das jetzt? Vielleicht einen Tag Pause machen? Nach 6 Kilometern komme ich nach Preetz. Jetzt kümmer ich mich erstmal um meine Einlagen. Dann schauen wir weiter. Mit Bus und Bahn fahre ich nach Schwentinental und stehe vor einem riesigen Intersport. Hab am Samstag schon hier angerufen gehabt und gefragt ob sie Einlagen haben. Ich muss mich auf ein Brett stellen und mit dem Abdruck meines Fußes und meiner Beinstellung finden wir die richtigen Einlagen für mich. Dann sehe ich das Preisschild. 49,99€. Ja guten Morgen. Ich wollte Einlagen, keine Schuhe kaufen. Müssen wohl die Ferraris unter den Einlagen sein. Aber hilft ja nichts. Als ich die Einlagen in meinen Schuhen im Laden teste, fühlt es sich gut an. Noch schnell bezahlen und mit dem Bus wieder zurück nach Preetz. Hier suche ich in der maroden Bahnhofshalle erstmal Schutz vorm Regen. Jetzt muss ich überlegen wie ich weiter mache. Mein Bein schmerzt immer noch. Erstmal googeln. Das Internet erzählt mir was von einer Überreizung von Bändern, kleine Schritte soll ich machen und viel Stockeinsatz. Also probieren wir das mal. Ganz vorsichtig laufe ich los. Behutsam und bedacht. Immer in kleinen Schritten. Langsam laufe ich durch Preetz. Einmal überholt mich sogar ein Rentner. Ist mir aber egal. Hauptsache ich bin unterwegs. Und das mit den kleinen Schritten funktioniert. Immer wieder dehne ich mich mal. Und so laufe ich langsam dahin. Hab ja Zeit. Und irgendwie macht das Spaß. Ich schau mir die Landschaft an und genieße den Nieselregen. Hinter Preetz folgen leider bald über 10km Asphalt. Da konnten meine Ferraris mal zeigen was sie können. Und ich muss sagen, die können was, die Ferraris. Bis jetzt bin ich zufrieden. Mein Lager hab ich auf einer Liegewiese am Trammer See aufgeschlagen. Hier stör ich hoffentlich keinen. Als ich das Lager aufschlage, stell ich fest, dass ich über 300km gelaufen bin. Der halbe Weg bis Hamburg ist geschafft. Aufregender Tag gewesen heute.Read more