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  • Day19

    Time to say goodbye

    July 31, 2019 in Germany ⋅ ⛅ 22 °C

    Oder: der mutierte Monster-Kreisverkehr des Todes.

    Unseren Abflugstag haben wir ruhig angehen lassen. Der Wecker klingelte so spät, wie den ganzen Urlaub noch nicht und nach einem gemütlichen Frühstück packten wir noch die letzten Utensilien in den Koffer. Nachdem wir dann noch ein paar Dinge entsorgt hatten, zeigten die Koffer auf der Waage des Fitnessstudios des Hotels auch das passende Gewicht an und wir konnten uns auf den Weg zur Tankstelle und zum Flughafen machen.

    Nach 14 Tagen Autofahren in Schottland dachten wir ja eigentlich, dass wir uns schon gut daran gewöhnt hätten. Auch wenn wir beim legendären "Kreisverkehr des Todes" 3 Versuche gebraucht hatten, bis wir die richtige Spur für unsere Ausfahrt fanden, hat Frederik uns souverän durch das Land gefahren. Heute überraschte uns aber dann der "mutierte Monster-Kreisverkehr des Todes" noch einmal, quasi als Abschiedsgeschenk. Google sagte uns, dass wir am nächsten Kreisverkehr die vierte Ausfahrt nehmen sollten. Dort angekommen, gab es aber gar keine vierte Ausfahrt. Und wie sich heraus stellte, war die von uns als dritte Ausfahrt definierte Ausfahrt auch keine Ausfahrt, sondern nur die Überleitung zum quasi verlängerten Kreisverkehr, in dem wir dann auch die Ausfahrten drei und vier fanden. Wirklich unglaublich!

    Am Flughafen angekommen ging die Rückgabe des Autos wirklich schnell und problemlos und somit hatten wir mehr als genug Zeit am Flughafen. Nach dem Security Check saßen wir dann also noch gut drei Stunden am Gate und im Café, bis unser erster Flug pünktlich startete.

    Auch am Londoner Flughafen konnten wir uns abgesehen von den wohl teuersten Sandwiches aller Zeiten nicht beschweren. Unser Flug startete pünktlich, das Personal war freundlich, und somit kamen wir auch pünktlich wieder in Düsseldorf an, wo meine liebe Cousine schon am Gate auf uns wartete. Das Einzige, was leider schief gelaufen ist, ist dass die Servicekräfte am Flughafen Frederik doch nicht mehr mit seinem kaputten Koffer weiter helfen konnten. Das werden wir jetzt wohl per Mail regeln müssen.

    Wir haben es ja schon oft gesagt, aber die letzten 18 Tage vergingen wie im Flug. Wir haben jede Minute genossen und wir sind mehr als glücklich und vor allem dankbar, dass wir dies erleben durften. Schottland hat uns überhaupt nicht enttäuscht. Das Land ist wunderschön, das Essen für uns überraschend gut, die Menschen so gastfreundlich und herzlich, und auch noch 2 Wochen mehr hätten wahrscheinlich nicht gereicht, um alles zu sehen, was wir gerne gesehen hätten. Für uns ist ein Traum in Erfüllung gegangen und es wird bestimmt noch einige Zeit dauern, bis wir hiervon auch wirklich alles verarbeitet haben. Aber wie sagte eine liebe Freundin neulich? Man muss gehen, um wieder kommen zu können!

    In sofern liebes Schottland sagen wir Dir nicht "Farewell", sondern "chì mi thu a dh ’aithghearr" - bis bald!
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  • Day18

    The last supper

    July 30, 2019 in the United Kingdom ⋅ ⛅ 19 °C

    Heute Morgen klingelte der Wecker mitten in der Nacht. Zumindest fühlten wir uns so. Dem entsprechend kamen wir nicht so richtig aus dem Quark, gingen erst um halb neun frühstücken und machten uns erst später als sonst auf den Weg.

    Direkt zu Beginn trafen wir uns wieder mit Rebecca und Florian. Gemeinsam holten wir uns erst Karten für die Mary Kings Close und überbrückten dann die Zeit bis zur Tour in einem nahe gelegenen Park, den "Princess Street Gardens". Dort konnten wir die "Floral Clock", eine Uhr aus echten Blumen bewundern. Anschließend statteten wir dem Denkmal vom kleinen Elefantenbaby einen Besuch ab, das damals von einer Expedition mit nach Edinburgh gebracht und auf dem Schloss gehalten wurde. Nach einer kurzen Kaffeepause ging unsere Tour dann auch schon los.

    Dabei wurden wir in die Stadt unter der Stadt geführt und wir hörten eine Menge Geschichten und Sagen, was in diesen Häusern alles passiert ist und was für berühmt berüchtigte Menschen dort gelebt haben. Die Führerin war wieder einmal großartig und hat uns mit viel Humor und gut gelaunt durch die Katakomben geführt.fur uns ist es trotzdem unvorstellbar, dass aus so begrenztem Raum einst so viele Menschen und Tiere gelebt haben.

    Nach einem kleinen Einkaufsbummel und einer Mittagspause mussten wir uns dann leider schon von Rebecca und Florian verabschieden (wir wollten zwar beide noch mit dem Hop on-hop off - Bus fahren, allerdings mit unterschiedlichen Routen). Super schade, aber wir sind uns sicher, dass wir uns wieder sehen werden.

    Nachdem wir mit dem Bus noch den Norden der Stadt mitsamt dem Hafen erkundet hatten, liefen wir noch ein wenig durch die belebten Straßen von Edinburgh. Wir kamen an "The Conan Doyle" vorbei, sowie am "Spoon" Café, wo die Harry Potter Bücher entstanden sind und auf dem "Greyfriars Kirkyard" konnten wir sogar einige Gräber entdecken, bei denen sich J. K. Rowling die Inspiration für die Namen ihrer Geschichten geholt hat.
    Und natürlich hielten wir auf dem Weg noch bei Bobby an. Direkt vor dem Friedhof ist der Pub "Greyfriars Bobby" und die Statur von Bobby. Bobby war ein kleiner Scottish Terrier, der seinem Herrchen so verbunden war, dass er auch nach dessen Tod jeden Tag an seinem Grab saß. Heute bringt es Glück, an seiner Nase zu reiben und wer mag, kann auf dem Friedhof einen Stock auf seinen Grabstein legen.

    Außerdem trafen wir hier auch den Guide von unserer Tour gestern Abend wieder, der natürlich mit einer neuen (Schul-) Gruppe unterwegs war und uns sogar noch wieder erkannte.

    Im Anschluss daran gingen wir zur Feier des letzten Abends noch etwas essen und landeten dann noch mehr oder weniger durch Zufall auf einem Straßenfest im Rahmen des "French Festivals", bei dem wir bei einem Getränk die Live Musik genossen.
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  • Day17

    Edinburgh unter die Linse genommen

    July 29, 2019 in the United Kingdom ⋅ ⛅ 17 °C

    Dank der Aftershowparty der Hochzeitsgesellschaft im Zimmer über uns war es zwar eine kurze Nacht, aber dennoch zumindest für Frederik erholsam, der sich fast wie im eigenen Bett gefühlt hat. Trotzdem ging es heute früh aus den Federn, damit wir möglichst viel vom Tag mitnehmen konnten - und das haben wir auch getan. Erste Anlaufstelle war das Scott Monument, da wir da unsere Karten für den Hop on/Hop off-Bus ergattern wollten. Nachdem wir ein nettes Gespräch mit dem Verkäufer hatten, bei dem wir ordentlich Rabatt raus schlagen konnten, fuhren wir sofort die erste Strecke mit dem Tourbus bis zum Edinburgh Castle.

    Was uns dort erwartete, war der helle Wahnsinn. Vor dem Schloss wurden wir in der eigens für das "Royal Edinburgh Military Tattoo" - Musikfestival, das am Ende der Woche startet, aufgebauten Arena von einer jamaikanisch wirkenden Percussion Gruppe empfangen, die mit einer Trommeldarbietung das Publikum unterhielt. 6 Wochen dauern die ganzen Aufbauarbeiten, 4 Wochen der Abbau - und 3 Wochen das Festival selbst.

    Nach den ganzen Tagen in der Natur war es spätestens im Schloss die totale Reizüberflutung. Bereits vor dem Schloss war eine mega lange Schlange, an der wir aber dank des Explorer-Passes schnell vorbei laufen konnten. Im Schloss selbst entschieden wir uns dann gegen die Audio-Guides, dafür aber für eine geführte kurze Tour über das Schlossgelände. Das Schloss ist wirklich wunderschön und sehr beeindruckend und seine Geschichte reicht weit zurück. Im Laufe der Jahrhunderte wurde es von England und Schottland teils aufgerieben, teils umgebaut, und immer wieder vom Einen oder vom Anderen zurück erobert. Heute war wirklich die Hölle dort los. Die Kronjuwelen mitsamt dem "Stone of Destiny" und die kleine Kapelle, das älteste Gebäude des Castles, haben wir uns dann sogar gespart, da wir uns nicht noch eine halbe Stunde pro Gebäude in die Schlange stellen wollten. Dafür haben wir dort aber Rebecca und Florian wieder getroffen, die wir am Anfang unserer Reise in Glasgow kennen gelernt hatten.
    Nach dem traditionellen Kanonenschuss um Punkt 13 Uhr versuchten wir dann aber doch etwas vor den Menschenmassen zu flüchten und machten uns auf den Weg zu unserem nächsten Punkt und damit zu einem weiteren nachträglichen Geschenk für Frederik: die Camera Obscura.

    Was waren wir froh, dass wir bereits am Morgen die Karten gekauft hatten, denn als wir dort ankamen war die Schlange auch hier ellenlang. Das ganze Haus ist wirklich ein Erlebnis für Jung und Alt. Auf jeder Etage gibt es etwas zu erleben und zu entdecken, es geht hauptsächlich um optische Täuschungen, Licht, Farbe und Hologramme und die Begeisterung in Frederiks Augen zu sehen war für mich mindestens genauso viel Wert, wie das Erlebnis an sich. Am Ende der Ausstellung gab es noch einen Hochzeitsautomaten, an dem man sich für 2 Pfund (nochmal) das Jawort geben konnte. Wir nutzen allerdings nur die Requisiten für ein kleines Foto.

    Um im Anschluss daran noch etwas Zeit zu überbrücken, setzten wir uns wieder in den Hop on-Hop off Bus, und ließen uns einen Teil der Stadt erklären. Somit sahen wir bereits relativ viel von der Stadt und konnten uns schonmal einen kleinen Eindruck verschaffen, um unseren letzten Tag für morgen besser planen zu können.

    Am Abend trafen wir dann erneut Rebecca und Florian wieder, um einen richtig tollen Abend miteinander zu verbringen. Zuerst gingen wir natürlich was leckeres Essen und danach nahmen wir an einer Ghost Tour durch die Gewölbe von Edinburgh und auf den Greyfriars Kirkyard - Friedhof teil. Der Tourguide schaffte es, die teilweise trockenen Geschichtsteile sehr unterhaltsam darzustellen, so dass die Zeit wieder einmal wie im Flug verging. Die Tour war eine gelungene Abwechslung zu den üblichen Rundgängen und es war schon ein wenig gruselig, in den dunklen Katakomben die morbide Geschichten der dunklen Seite Edinburghs so lebhaft nacherzählt zu bekommen.

    Im Anschluss ging es noch auf einen "Absacker" in den Pub "The World's End", der manch einem Filmliebhaber vielleicht bekannt sein könnte. Wir mussten den Abend dann leider etwas abrupt beenden, weil wir sonst keinen Bus mehr bekommen hätten, aber vielleicht ist es so auch so ganz gut, denn immerhin müssen wir ja morgen nochmal fit sein!
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  • Day16

    Camelot meets Leoch & Winterfell

    July 28, 2019 in the United Kingdom ⋅ ☁️ 16 °C

    Heute Morgen holte Millie uns pünktlich um kurz nach acht mit lautem Maunzen vor der Zimmertür zum Frühstück ab - natürlich nach einer Kuschelpause auf Frederiks Schoß, versteht sich. Nach dem Frühstück begleitete sie uns sogar bis zum Auto, und ich glaube schon, dass sie ein bißchen beleidigt war, weil sie nicht einsteigen durfte.

    Nach einem kleinen Einkaufsbummel durch die Outdoorgeschäfte von Aviemore (die hatten alle bis zu 70% Rabatt, da konnten wir nicht dran vorbei fahren), ließen wir auf Anraten unseres Gastgebers Perth liegen und fuhren statt dessen lieber in das beschauliche Dörfchen Pitlochry. Da Frederik eine kleine Mittagspause einlegen wollte, machte ich alleine einen kleinen Rundgang. Pitlochry ist ein total niedliches kleines Dorf mit einem kleinen Staudamm und einer Fischleiter für die Lachse. Nach einem Spaziergang um den Loch sammelte ich Frederik wieder ein und wir schlenderten noch gemeinsam die kleine geschäftige Straße auf und ab.

    Im Anschluss nutzten wir mal wieder unseren Explorer-Pass und besichtigten noch das Doune-Castle. Im einstigen Herrensitz des ungekrönten Königs Roberts, dem ersten Duke of Albany, wurden schon Monty Python sowie die Serien Outlander und Game of Thrones gedreht. Die Führung mit dem Audioguide war sehr kurzweilig und somit vergingen die nächsten zwei Stunden wie im Flug.

    Gegen halb sieben kamen wir dann an unserem letzten Hotel der Reise in Edinburgh an. Nachdem es beim Einchecken leider etwas Schwierigkeiten gab (das Hotel wusste nichts von uns), konnten wir zum letzten Mal für diese Reise unser neues Hotelzimmer beziehen. Nach einem kleinen Spaziergang durch zwei nahe gelegene Parkanlagen zum Essen und wieder zurück genossen wir dann noch einen Cocktail an der Hotelbar. Auf den Endspurt!

    Obwohl hier im Hotel auch alle sehr freundlich sind, merkt man sofort den Unterschied zwischen den Highlands bzw. den etwas "ländlicheren" Gegenden und der (Groß-)Stadt. Hier in der Stadt herrscht sofort wieder mehr Stress und Trubel. Mal sehen, wie lange es dauert, bis wir uns da wieder dran gewöhnt haben... Abgesehen von der ungewohnten Tatsache, so viele Menschen um uns zu haben! 😂 Und wo wir gerade beim Thema sind : mal sehen, wie uns die Hochzeitsgesellschaft unter uns heute schlafen lässt! 🙈
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  • Day15

    Mind the Gap

    July 27, 2019 in the United Kingdom ⋅ 🌧 16 °C

    Nach einem super Frühstück und einer Kuschelpause (natürlich mit Millie, nicht mit mir) machten wir uns heute auf den Weg zum "Loch an Eilein" und erkundeten dort den Wanderweg rund um den kleinen See mit seiner kleinen Insel, die fast vollständig von einer kleinen Burg besetzt ist. Gleich zu Beginn überraschte uns noch ein etwas kräftigerer Regenschauer, den wir aber getrost unter den Bäumen abwarten konnten. Obwohl die Strecke gar nicht übermäßig lang war ( 3,5 Meilen), verbrachten wir über drei Stunden hier, spielten ein wenig mit meiner Kamera herum und genossen einfach die Umgebung und die faszinierende Stille, die das Gewässer ausstrahlt.
    Bevor wir weiter fuhren, schloss Frederik noch Freundschaft mit dem kautzigen Parkplatzwächter, der ihm kurzerhand mit zwei Steinen seinen Wanderschuh wieder in Schuss brachte. An diesem war nämlich ein Metallstück abgebrochen und hatte Frederik einige Kratzer in die Wade geschnitten.

    Im Anschluss daran ging es weiter zum Glenmore Forest Park Visitor Centre. Nach den ganzen Seen und Hafenstädten wollten wir nämlich auch unbedingt nochmal ein paar Berge erklimmen, und so bekamen wir den Tipp für eine Wanderung zur Chalamain Gap, die ganz in der Nähe sei. Der junge Mann empfahl sie uns als nicht ganz so lange und anstrengende Wanderung wie die am Morgen. Also machten wir uns auf den Weg.

    Nach den ersten zwei Kurven kamen wir schon an dem ersten kleinen Höhepunkt an, ein kleiner Bachlauf mit einer kleinen hölzernen Brücke. Den nächsten Hügel erklommen, entdeckten wir dann in der Ferne Rentiere, die gerade an der benachbarten Rentierfarm einen Haufen Touristen unterhielten. Hinter der nächsten Kurve wiederum, also auf dem nächsten Hügel, dachten wir schon, dass es nicht schöner werden könne. Das Wetter spielte auch mit und diese satten Grüntöne waren so eindrucksvoll, dass uns die Worte fehlten. Auf dem Weg begegnete uns noch eine schottische Familie mit 5 Hunden, die uns auch nochmal die Gap ans Herz legte, da es dort eine ganz fantastische Aussicht gebe. Was uns dort nach etwa einer weiteren Stunde allerdings erwartete, hat selbst unsere kühnsten Vorstellungen übertroffen.
    In der Schlucht türmten sich riesige Felsbrocken auf, zwischen denen wir hin und her klettern konnten/mussten. Es fühlte sich so an, als würden wir nach einem gewaltigen Erdrutsch die Gegend neu erkunden. Aber die Mühe hat sich mehr als gelohnt, denn der Ausblick danach war einfach grandios. Vor uns lag ein riesiges Tal, in dem bis auf das Plätschern eines nahe gelegenen Flusses nichts zu hören war, und dessen Berghänge den Begriff malerisch überhaupt erst zu prägen schienen. Hätten wir unser Auto nicht am Anfang geparkt, wir wären den Wanderweg glatt noch weiter gegangen - und wahrscheinlich erst morgen früh wieder in der Zivilisation aufgetaucht 😅. So aber mussten wir den ganzen Weg wieder zurück - allerdings eher aus Hunger, nicht etwa weil wir uns satt gesehen hätten. Auf dem Rückweg tauchte die Abendsonne die von uns so angeschmachtete Landschaft noch in ein magisches goldenes Licht, das auch die Rentiere sich nicht entgehen ließen und dafür nochmal an den Zaun kamen.
    Am Auto kamen wir dann übrigens 4 Stunden nach Startschuss an- so viel zu der nicht so langen/anstrengenden Tour! 😉

    Am Ende des Tages haben wir somit einen neuen Schritterekord erreicht (über 25000) und sind mehr als froh, frisch geduscht mit Sandwiches im Bett zu liegen und gleich früh schlafen zu gehen - denn das können wir heute Nacht bestimmt besonders gut!
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  • Day14

    Eine Reise durch die Geschichte

    July 26, 2019 in the United Kingdom ⋅ ⛅ 25 °C

    Der erste Gedanke heute Morgen: alles richtig gemacht! Und zwar damit, in diesem B & B nur eine Nacht gebucht zu haben. Unsere Gastgeberin war die etwas verhaltene ältere Dame Mina, die in der oberen Etage ihres Hauses einzelne Zimmer an die Touristen vermietet. Leider liegen diese alle unter dem Dach, Klimaanlage gibt es natürlich nicht. Somit ließen wir das Fenster die Nacht über auf, um einigermaßen Luft zu bekommen. Außerdem konnten wir so viel besser die Geburtstagsparty der Nachbarn verfolgen, inklusive der an- und abreisenden Gäste.
    Dass Mina etwas irritiert war, als Frederik weder Kaffee noch Tee zum Frühstück haben wollte, machte das Willkommensgefühl nicht besser (Kakao gab es übrigens nicht). Dafür hatten wir beim Frühstück nette Unterhaltung durch ein anderes deutsches Pärchen, dass zum ersten Mal ohne Kinder im Urlaub ist.

    Der erste Anlaufpunkt heute war dann das Schlachtfeld von Culloden. Beeindruckt hat uns hier vor allem die Größe des Schlachtfeldes. Die Vorstellung davon, wie viele Menschen dort ihr Leben gelassen haben, ist wirklich bedrückend. Die Vergangenheit ist hier natürlich ständig präsent (so ist es ja gedacht) und man kommt an einem Gedenkstein nach dem anderen vorbei, die nachträglich an den Massengräbern aufgestellt wurden. Da wir nach dem Rundgang über das Gelände genug hatten, steuerten wir direkt unseren nächsten Punkt an: die Clava Cairns - eine Ansammlung von 4000 Jahre alten Grabstätten und Steinkreise. Durchgestiegen bin ich auch, aber sie wollten mich nicht in eine andere Zeit mitnehmen, somit war Frederik mich also doch noch nicht los. Spätestens bei unserer Ankunft im neuen B & B in Aviemore war ich allerdings abgeschrieben... Kaum waren wir durch die Tür, entdeckte Frederik nämlich die Hauskatze... Noch Fragen?! So schnell findet man also neue Mitbewohner... Ich bin gespannt, ob ich heute noch ins Bett darf.

    Bevor wir in Aviemore ankamen, fuhren wir noch unter dem Nairn-Viaduct hindurch (endlich) zu einer historischen Whiskey-Destillerie - interessant, lehrreich und lecker (und das obwohl wir beide eigentlich keinen Whiskey mögen).

    Aviemore macht auf den ersten Blick einen mehr als sympathischen Eindruck. Frederik fühlte sich ein wenig an Winterberg erinnert und man kann hier im Winter wohl auch tatsächlich Ski fahren. Unser Gastvater ist einer der Nettesten, die wir hier kennenlernen durften und die Unterkunft an sich ist auch wirklich klasse. Wir freuen uns auf die nächsten Tage und werden jetzt erstmal die Wanderrouten ausfindig machen! 😊 Auf dem Weg hier hin haben wir nämlich schon nicht nur ein Mal angehalten, weil wir mal wieder die Landschaft bestaunen wollten.
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  • Day13

    Wenn man weder Wochentag...

    July 25, 2019 in the United Kingdom ⋅ ⛅ 23 °C

    ...noch Datum kennt - ist man dann im Urlaub angekommen? 🙃

    Heute ging es für uns nach Muir of Ord. Auf dem Weg dorthin entdeckten wir mehr oder weniger zufällig noch die Rogie Falls, bei denen wir eine wunderschöne kleine Wanderung durch einen Wald machten und wild lebende Lachse durch den Fluss am Wasserfall entlang springen sehen konnten.

    Danach fuhren wir zum Urquhart Castle und damit auch doch, entgegen unserer ursprünglichen Planung, zum Loch Ness. Nachdem wir die "Führung" des sehr unmotivierten Mitarbeiters (übrigens sogar gebürtig aus Deutschland, wie sich später heraus stellte) abgebrochen hatten, erkundeten wir die Ruine des Schlosses doch lieber auf eigene Faust. Durch's "Water Gate" kamen wir sogar bis zum Ufer des Loch Ness' und konnten zumindest unseren Füßen etwas Abkühlung von der prallen Sonne verschaffen.

    Auf dem Weg zu unserem nächsten Programmpunkt checkten wir noch schnell in unserem B & B ein, wo wir allerdings nicht lange verweilten.
    Auch wenn wir uns offiziell immernoch in den Highlands befinden, verändert sich die Landschaft hier schon merklich. An manchen Stellen dachten wir heute sogar, dass es fast so aussieht wie in Deutschland! Vom Alpenpanorama über Nordsee-Feeling, waren heute sogar die ersten bestellten Weizenfelder dabei.

    Man hatte uns gesagt, dass man am Chanonry Point gegen fünf Uhr super Chancen hätte, nochmal Delfine zu sehen. Leider kamen wir dafür aber dann doch 2 Stunden zu spät, wie wir vor Ort leider erfahren mussten. Also für den nächsten Besuch gespeichert: ca. 2 Stunden vor Hochwasser da sein! Sowas Blödes aber auch mit diesen Gezeiten!
    Dafür konnten wir aber auf unserer Fahrt viele kleine beschauliche Dörfer bestaunen. Allen voran das niedliche kleine Beauly, wie der Name quasi schon Nahe legt.
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  • Day12

    Von Inseln und Bergen

    July 24, 2019 in the United Kingdom ⋅ ☁️ 21 °C

    Unsere letzte Woche in Schottland startete sofort mit einer guten Nachricht. Quasi über Nacht hatten wir eine E-Mail von einem Touranbieter bekommen mit der Aussage, dass für heute doch tatsächlich noch 2 Tickets für eine Fahrt auf dem Loch Broom zu den Summer Isles frei seien. Wir riefen die sehr freundliche und herzliche Dame sofort an, bestätigten ihr den Termin und gingen beschwingt zum Frühstück. Dort wurde uns allerdings doch noch etwas mulmig, was nicht etwa an einem schlechten Essen gelegen hätte, sondern daran, dass wir quasi in einer Gewitterwolke frühstückten. Aus dem Fenster sah man plötzlich nichts als Nebel, Donnergrollen war deutlich zu vernehmen. Nachdem uns die Wetterprognosen im Internet aber etwas beruhigt hatten, machten wir uns nach dem Frühstück gut gestärkt auf den Weg Richtung Hafen.

    Dort angekommen klärte es zunehmend auf und als das Boot startete, packte ich sogar schon die Sonnencreme aus.
    Etwa 2 1/2 Stunden dauerte unsere Fahrt auf dem Schiff und es gab neben der fantastischen Landschaft noch allerhand mehr zu sehen. Ein seit kurzen wieder angesiedelter Adler inklusive Nest direkt zu Beginn und Robben, aber auch diverse Vögel und Möwen, sowie eine Lachszuchtstation, bei der man die Lachse durch's Wasser hüpfen sah. Das Highlight des Ausflugs schlechthin waren allerdings frei lebende Delphine. Einfach unbeschreiblich.

    Nach einer kurzen Mittagspause am Hafen entschieden wir uns spontan noch dazu, auf den Meall Mhor - Ullapool Hill zu klettern. 7,5 km und ungefähr 260 Höhenmeter haben wir dafür hinter uns gebracht, teilweise auf Steinwegen, stückweise auf aufgeweichtem Morast und wurden dafür mit einem grandiosen Ausblick in die Highlands belohnt. Auf dem Rückweg wurden wir allerdings leider doch noch einmal vom Regen überrascht und waren 15 Minuten später am Auto trotz Regenjacken ziemlich durchnässt.
    Als wir dann doch etwas verfroren (ja ich weiß, jeder in Münster würde gerade gerne tauschen) am Hotel ankamen, hatten wir dann die spontane Idee, nach dem doch recht anspruchsvollen Aufstieg noch nach einer Sauna zu suchen. Die Dame an der Rezeption war uns auch sofort  behilflich, so dass wir 10 Minuten später wieder im Auto saßen.
    Nochmal 10 Minuten später fanden wir uns in einem ganz einfachen Freizeitzentrum wieder, mit Sporthallen und einem einfachen Hallenbad, und eben auch einer klitzekleinen Textilsauna, die sich zwar nicht über 60 Grad aufheizen ließ, allerdings nach der Anstrengung trotzdem sehr gut tat.
    Im Anschluss daran fuhren wir nochmal zum Hafen und suchten uns ein nettes kleines Lokal zum Abendessen mit Blick auf's Wasser.
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  • Day11

    Die Insel der 4 Jahrszeiten

    July 23, 2019 in the United Kingdom ⋅ ⛅ 21 °C

    Der Abreisetag auf Skye begrüßte uns nicht ganz so stürmisch wie der gestrige Tag. Außerdem hatte es aufgehört zu regnen, so dass wir auf dem Weg von der Insel noch bei den Fairy Pools anhielten. Als wir gleich zu Beginn vor eine relativ große Herausforderung gestellt wurden, als wir irgendwie mit halbwegs trockenen Füßen über bzw.durch einen kleinen Bach kommen mussten, hatte Frederik ordentlich damit zu tun, mir kleinem Angsthase gut zuzusprechen, damit ich den "Sprung" dann doch wagte. Wieder einmal froh über unsere Wanderstiefel balancierten wir über die rutschigen Steine ans andere Ufer, und wir sollten dafür belohnt werden. Wir wanderten etwa eine Stunde am Flusslauf entlang und bestaunten die vielen kleinen Wasserfälle, in denen sonst bekannter Weise die Feen baden.

    Nach zweieinhalb Stunden konnten wir uns dann doch noch von diesem magischen Ort trennen, und machten uns auf den Weg Richtung Skye Bridge. Bevor wir die Insel verließen, nahmen wir noch einen Snack in einem kleinen Bistro mit Blick auf die Brücke ein. Und siehe da: auf einmal war die Sonne wieder da! Somit machten wir uns bei 26 Grad durch die Sonne auf den Weg nach Ullapool. Beim Eilean Donan Castle machten wir noch einen kurzen Stop, um zumindest von außen den Highlander - Drehort zu bewundern. Danach fuhren wir größtenteils durch, mit nur hier und da einem kurzen Stop, um die Aussicht zu genießen und festzuhalten.

    Unsere Unterkunft hat wieder eine richtig tolle Aussicht, auch wenn das Zimmer nicht an das Letzte heran kommt. Zum Abschluss des Tages entdeckten wir noch durch Zufall auf der Rückfahrt vom Essen einen traumhaften Sonnenuntergang. Leider waren wir hierbei allerdings nicht allein. Mit uns waren noch 3 Millionen Midgies auf dem Hügel, die staffelweise auf uns Angriff flogen.... Somit konnten wir zwar nicht den kompletten Sonnenuntergang sehen, aber das machte den Anblick nicht schlechter.
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  • Day10

    Sturm ist erst...

    July 22, 2019 in the United Kingdom ⋅ 🌧 15 °C

    ... wenn die Schafe keine Locken mehr haben!

    Unser einziger Tag auf der Isle of Skye war leider sehr stürmisch und sehr verregnet.
    Nachdem die Gastwirtin vor allem Frederik  mit einem super Frühstück glücklich gemacht hat (wann sonst bekommt er schon Bananen-Pancakes zum Frühstück) machten wir uns trotzdem auf den Weg - auf ins Abenteuer quasi. Da das Dunvegan Castle noch geschlossen hatte und das Wetter noch einigermaßen gut erschien (ein bißchen Niesel macht ja einem Münsteraner nichts aus), ließen wir das Schloss erstmal links liegen und hielten am Coral Beach an. Nach einer kleinen Wanderung stiegen wir über einen kleinen Hügel und plötzlich war er da: Sandstrand (okay, eigentlich kleine Korallenkörner) und vor allem glasklares, türkisfarbenes Wasser! In der Karibik hätten wir ja mit diesem Bild gerechnet, aber die Verbindung mit dem satten Grün und den Rosttönen Schottlands machte den Anblick wirklich einzigartig. Unser Glück war hier auf jeden Fall auch, dass wir relativ früh da waren, so dass wir fast den ganzen Strand für uns allein hatten. Vielleicht lag es auch daran, dass die Wettervorhersage mehr Regen prophezeit hatte, allerdings war es bei uns hier zumindest die ganze Zeit über trocken.

    Mit zunehmender Tageszeit war dies dann leider nicht mehr der Fall. Der Regen und vor allem der Wind wurde immer stärker, aber wir haben uns davon nicht beeindrucken lassen. Über die berühmten Single Road Tracks ging es durch den von Wolken verhangenen Gebirgskamm Quiraing bis zum Kilt Rock mit den Mealt Falls. Später bei den Lealt Falls wiederum fegte uns der Wind fast das Handy aus der Hand. Bei einer anschließenden Pause in einem kleinen Café nebenan riet uns die Besitzerin dann aber doch noch von einem Besuch des Old Man of Storr ab. Da wir diesen durch Nebel und Regenwand nicht einmal von der Straße aus sehen konnten erschien uns das auch wirklich als vernünftiger, und somit machten wir uns durch Portree wieder auf den Weg nach Hause, um uns vor dem Abendessen noch kurz aufzuwärmen und frisch zu machen.

    Für den Abend hatten wir eigentlich geplant, früh ins Bett zu gehen und zu schlafen, bzw.vorher noch ein wenig die nächsten Tage zu planen und Koffer zu packen. Da hatten wir allerdings noch nicht mit der neu angereisten deutschen Familie gerechnet, die wir im Gemeinschaftsraum getroffen haben. Somit wurde aus dem frühen Schlafen leider nichts, dafür hatten wir aber einen sehr gemütlichen und lustigen Abend und können uns nun von den Regentropfen draußen an der Fensterscheibe langsam in den Schlaf trommeln lassen.
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