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  • Day61

    Tag 61: Bin ich wirklich in Afrika??

    August 30 in Mozambique ⋅ ⛅ 21 °C

    Morgens um 4 werde ich mit dem Taxi abgeholt und zur Bushaltestelle gebracht. Dort steht auch schon ein Bus bereit, allerdings fährt der erst los, wenn er voll ist. Was in diesem Fall um 5:15 soweit ist. Ich stehe voll raus, da ich wohl die einzige Touristin bin unter den ganzen Locals. Das kommt ja doch auch nicht mehr sooft vor.

    Da die Fahrt nach Tofo sehr spontan ist,habe ich weder Essen noch trinken dabei und freue mich, dass irgendwann zum Fenster rein Getränke und diverse aneere Dinge (Snacks, Klopapier, Masken, Hühner,...) verkauft werden. Immerhin muss ich nicht verdursten,ich versuche aber trotzdem möglichst wenig zu trinken, da es natürlich keine Toilette gibt. Ich schaue die ganze Fahrt über zum Fenster raus, befinde mich aber in einer Art Halbschlaf und drifte immer wieder ab.

    Mosambik ist komplett anders als die anderen Länder meiner Reise. Es ist sehr grün, gibt viele Palmen und wirkt richtig tropisch. Wir fahren an vielen Siedlungen vorbei und sehen viele Menschen (Männer und Frauen) bei der Feldarbeit. Landwirtschaft ist in Mosambik also ein großer Wirtschaftszweig.

    Gegen 10 legen wir eine langersehnte Pipi-Pause ein und ich bekomme sogar ein belegtes Käsebrötchen zu kaufen. Super! Gut versorgt geht es dann weiter bis nach Inhambane. Gegen 13 Uhr kommen wir dort dann auch endlich an.
    Die Suche nach einem Taxi nach Tofo ist super einfach, denn ich werde förmlich überrannt. Ich lande dann irgendwann in einem Tuk-Tuk und komme mir vor wie in Asien.

    Tofo erreiche ich dann ca. um 2 und mache mich auf die Suche nach einer Unterkunft. Mika (das Mädel aus Israel) hat mir einen Tipp gegeben und dort schlage ich dann auch auf. Allerdings bin ich ein wenig überrascht von den Preisen, online war das viel günstiger als vor Ort. Einen Discount soll es also auch nicht geben. Also mache ich mich mit Sack und Pack auf den Weg um ein Dive-Center zu finden (und ich hoffe auf Wlan um dann online günstiger ein Zimmer zu buchen). Das funktioniert zum Glück. Im ersten Dive Center sind die Menschen unglaublich nett und ich beschließe direkt morgen mit denen Tauchen zu gehen. Internet um die Unterkunft (für die Hälfte des Preises!) zu buchen gibt es auch.

    Gegen halb 4 bin ich dann durch und komme endlich dazu Mittag zu essen in einem sehr leckeren Restaurant. Eine gute Stunde später checke ich dann im Backpackers ein und komme endlich an.

    Viel passiert dann nicht mehr, ich mache noch einen Strandspaziergang, gönne mir ein Bierchen und mache es or dann zeitnah gemütlich unter meinem Moskitonetz mit meinem Journal. What a day!

    Ich feiere den Tag ein wenig. Ich bin noch nie so spontan und unvorbereitet gereist und dann auch noch in einem Land mit kaum vorhandener touristischer Infrastruktur während einer Pandemie. Es hat alles funktioniert und ich bin total gechillt. Diese Reise hat mich wirklich verändert.

    Ich freue mich sehr auf die nächsten Tage am Meer. Tauchen, Yoga, Journaln, Me-Time - ein wenig Urlaub von der abenteuerlichen Reise der letzten beiden Monate.
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