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Afrika

Dies wird mein Reisebericht über den Roadtrip Namibia, Botswana und Südafrika. Reisezeit : Dezember 2023 bis Januar 2024. Read more
  • Trip start
    December 8, 2023

    Aufbruch nach Afrika - Bremen to Windhuk

    December 9, 2023 in Namibia ⋅ ☁️ 21 °C

    Die Reise ist jetzt mehr als ein halbes Jahr her, dies dient der Archivierung ... Ich hab diese App erst dank einer anderen Weltreiseliebhaberin kennen gelernt (@Merci Karen *.*)

    Es ist Winter in Deutschland, ich hab wieder 2 Monate frei und verlasse Langeoog, um kurze Zeit später von Bremen aus los zu starten. In den letzten Tagen noch flink alles fertig gemacht und vor allem mich reisetauglich. Nämlich auch: Haare ab. Der Gedanke dabei "Wash and go" und das war auch genau richtig für meine Reise bei oft 35-37°. Ups, es fehlt noch eine Tollwutimpfung - bei 7 Wochen viel in der Wildniss, einen Monat dabei im Dachzelt, das lohnt sich. Also am Flughafen noch genau am richtigen Tag die 3. Impfung, dann geht es via Frankfurt und einem Nachtflug Richtung Namibia - Windhuk. Von Schneetreiben in den Sommer. Herrlich.Read more

  • Auf zum Allradtraining und Solitaire

    December 10, 2023 in Namibia ⋅ ☀️ 30 °C

    Am 09.12. kam ich in Windhuk an, der Hauptstadt von Namibia. Dort angekommen wurde ich am Flughafen netterweise von Asco Car abgeholt, bei denen ich für 34 Tage einen Toyota Hilux mit Dachzelt gemietet hatte. Auf dem Weg konnte ich bereits ein Wildtier sehen, einen Strauß aus weiter Ferne. 3h Einweisung in den Toyota, ein Hardcoverzelt statt normales Dachzelt, bin ich auch bis heute froh drum, dann noch eingekauft, Simkarte geholt, erste Nacht in einem Hotel verbracht, Schlaf nach geholt und dann am nächsten Morgen gleich los.
    Erste Erfahrungen: immer kleine Scheine dabei haben für die "netten" Aufpasser auf den Parkplätzen, die darauf achten, dass dein Auto nicht geklaut wird. Ob das wirklich nötig ist, wage ich zu bezweifeln. Aber was sind da schon 40 Cent für uns, für manche dort eine gute Mahlzeit.
    Ach ja, wenn man Windhuk verlässt, kommt man Richtung Solitaire an einem kleinen Wachhaus der Polizei vorbei, wo man halten muss. Der gute Herr dort liebt Coca Cola, ich hatte keine dabei. Fürs nächste Mal vielleicht. Und Lollis oder Bonbons für die Kinder lohnt sich auch.

    Mein erster Tag führte mich zur Ababis Guest Farm. Hier würde ich am nächsten Tag einen Allradkurs mitmachen. Ich hatte mir im Vorfeld überlegt, dass es sich lohnt. Insbesondere für Botswana, da dort ja beginnende Regenzeit war. Ich hatte die Ahnung, dass ich da viel Schlamm erleben würde.

    Doch zuerst ging es auf dem Weg an Solitaire vorbei. Der Ort ist durch einen Bäcker, Moose McGregor, bekannt geworden. Wegen seines Apfelkuchens, der der Beste von Namibia sein soll. Ein nettes Plätzchen, ich hatte auch gut Hunger. Aber ich kenne weit bessere Apfelkuchen, selbst ich mach den besser. Aber das darf man woanders nicht laut sagen, das wäre glatt ein Sakrileg. Und mit UK Abstammung kann man zu Moose sagen, dafür hat er den Kuchen wirklich exzellent gemacht. Womöglich war der auch tausend Mal besser als er noch lebte. Moose starb viel zu jung im Jahr 2014. Unterwegs konnte ich meine ersten Affen, Wildschweine und diese tollen Vogelnester bewundern. Erstes Wildlifeerlebnis, was mich da schon begeisterte, aber es sollte so viel mehr noch folgen...
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  • Allradtraining und Bergzebras

    December 11, 2023 in Namibia ⋅ ☀️ 35 °C

    Auf der Ababis Guestfarm wurde ich sehr freundlich aufgenommen. Ein deutsches Ehepaar hat diese Farm vor vielen Jahren gekauft. Sie betreiben Landwirtschaft - Viehbestand, Kühe hauptsächlich - aber eben auch Touristenunterbringung. Aber da er und sein Mitarbeiter Robert in Deutschland beim ADAC gelernt haben, bieten sie auch Offroadtraining und Sicherheitstraining an. Und ich durfte mit dem deutschstämmigen Robert mitfahren. Roberts Großvater kam einst nach Namibia, Robert selbst wurde in Namibia geboren. Aber es gehört sich, für die Ausbildung nach Deutschland zu gehen. Dort studierte er Ingenieurstechnik, arbeitete einige Jahre bei Airbus in Hamburg und kehrte mit Heimweh nach Namibia zurück. Vor einigen Wochen hatte er einen Unfall, WS Fraktur. Eigentlich sollte er sich noch gar nicht so sehr belasten. Seinem Chef erging es jedoch ähnlich, der kurz zuvor am Bauch operiert worden war. Auch er sollte sich nicht so belasten.

    Fünf Stunden übte Robert mit mir. Dabei grub ich das Auto so tief in den Sand, dass er selbst am Verzweifeln war. Alles half nicht. Nur der letzte Trick, ganz viel Luft ablassen aus den Reifen. Ich übte über Sand, über starken Steigungen in Schräglage, einen steilen Hang hoch über unwegsamen Untergrund, es wurde zwei Ma, tricky. Aber es übte.

    Am Nachmittag machte ich mich noch auf zum Naukluftpark, da ich irrtümlich vorher dachte, es gäbe nur dort die Bergzebras. Ich war schon ein bisschen spät dran, so dass ich den Wanderweg vom Olivetrail erst sehr spät erreichte, trotzdem die Parkgebühr zahlte und ein Stück in der Hitze von bestimmt noch gut 35 Grad entlang lief. Bis zu den Wasserpools schaffte ich es zeitlich leider nicht mehr. Zebras sah ich auch keine und fuhr schon Richtung des Ausgangs als unerwartetes Glück meinen Weg kreuzte. Eine kleine Herde von Bergzebras, die einige Fohlen auch hatten. Herrlich. Ich beäugte sie, sie mich umgekehrt.

    Dann ging es zurück zur Farm, wo ich heute Abend mit meinen "Gastgebern" zusammen essen wollte. Auf dem Weg nahm ich meine ersten Anhalter mit. Ein Farmarbeiter, sehr sehr nett, und seine 11 jährige Tochter. Der Abend war dann sehr entspannt, das Essen lecker, die Gespräche nett. Eine Praktikantin aus Deutschland, zwei Freundesgäste aus Deutschland, die öfters schon da waren und zwei Niederländer, die meine Tour im Grunde in 14 Tagen gemacht haben, also mehrere tausend KM Namibia und Botswana. Der einzige Schatten des Abends: Es wirkte etwas sehr kolonialistisch. Die Weißen saßen am Tisch und wurden von den Einheimischen bedient. Die Praktikantin aß mit uns, die Köchin nicht. Das sollte ich, Gott sei Dank, auch noch anders erleben.

    Apropos: Wie unterscheidet man Bergzebra vom normalen Zebra? Die Streifen eines Bergzebras enden am Bauch, es gibt eine weiße Lücke am Bauch.

    (P.S. Es folgen noch weitere Bilder, die auf meinen Rechner in Bremen sind)
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    Trip end
    January 27, 2024