Daniel Korporal

Joined May 2018
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  • Day67

    Vancouver Island Teil II

    July 14 in Canada

    Insgesamt haben wir eine komplette Woche auf der Insel verbracht und selbst das ist eigentlich noch zu wenig. Nicht nur weil uns die Überfahrten allein 180$ gekostet haben, sondern auch weil die Insel unglaublich groß und unglaublich schön ist und es einfach so viel zu entdecken gibt. Ich hab gelesen, dass die Vielfalt British Columbias gebündelt schon auf Vancouver Island zu finden ist - und das ist leicht zu glauben. Wir haben "nur" den Süden der Insel bereist und waren schon wieder ganz überladen mit die vielen Eindrücken.
    Das schönste an der Insel ist, dass fast egal wo man lang fährt, immer ein wunderschön klarer See, einer der vielen Flüsse oder der Pazifik in Sichtweite ist. Und vor allem die Seen haben es uns angetan. Wir haben zwei Nächte am wunderschönen Kennedy Lake verbracht, ohne wirklich viel dort zu vollbringen. Naja man könnte jetzt behaupten, dass unsere Untätigkeit und Faulheit unter Umständen unseren sonnenverbrannten Körpern geschuldet war. Das halten wir jedoch nur für blödes Gerede und unverschämte Gerüchte. Die Bilder helfen euch uns zu glauben, dass es auch einfach ziemlich ziemlich cool dort am See war und man es gut dort aushalten konnte. Sandstrand, glasklares Wasser, schneebedeckte Berge - ein guter Ort zu bleiben. Neben diesem schönen Flecken Erde haben wir noch die Surferhochburg Tofino besucht, die einen wunderschönen Strand hat an der Westküste der Insel hat. Wir hatten durchweg überragendes Wetter, jedoch herrscht die meiste Zeit ein ziemlich starken Wind an den Weststränden. Mehr als einen Spaziergang am Strand war dann auch nicht drin. Am letzten Tag sind wir dann nochmal ein Stück die Westküste runter bevor es wieder Richtung Fähre ging. Dort verläuft der 46km lange Juan-de-Fuca-Trail, den wir sponater Weise in Rekordzeit noch schnell abgelaufen sind, um die Trägheit der vergangenen Tage wieder ein bisschen wett zu machen. Okay. Es war vielleicht nicht der komplette Trail und vielleicht auch nicht in Rekordzeit. Aber es war der Juan-de-Fuca-Trail und das ist das, was zählt. Ob 4 km oder 46 km, so groß ist der Unterschied dann auch nicht mehr. Jedenfalls kamen wir nach einem schönen Wanderweg durch dichten Wald bei einer versteckten und wunderschönen kleinen Bucht heraus, wo es endlich mal nicht so überfüllt war wie an vielen anderen Stränden. Der Weg hatte sich definitiv gelohnt. Zurück nach Vancouver ging es diesmal einen anderen Weg. Die Fähre schlängelte sich bei traumhaften Wetter zwischen den vielen kleinen waldbedeckten Inseln hindurch - definitiv der interessantere Weg.
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  • Day65

    Vancouver Island

    July 12 in Canada

    Vancouver Island verzaubert uns gerade! Wir sind seit zwei Tagen hier und haben eigentlich nur schöne Eindrücke sammeln dürfen (abgesehen von einem missratenen Mittagessen und einer Ganzkörperverbrennung durch unsere eigene Schuld 🤦‍♂️🤦‍♀️). Die Insel, die ungefähr so groß ist wie NRW, hat jetzt schon so viel zu bieten! Den Pazifik, wunderschöne Seen zum Baden, riesige Berge mit schneebedeckten Gipfeln und Weißkopfadler😍. Hier wollen wir uns Zeit nehmen und die Seele baumeln lassen! Zum Glück haben wir momentan auch richtig Glück mit dem Wetter, sodass wir auch endlich mal unsere hässlichen Streifen von unseren T-Shirts und Shorts weg- und neue Streifen im Bikini bekommen können-juhuu😉 Morgen soll's weitergehen nach Tofino. Die Stadt wird immer von allen gelobt und als wunderschön bezeichnet, weshalb wir schon sehr gespannt sind. Einziges Problem könnten die Campingplätze darstellen, von denen keiner wirklich umsonst ist..naja wir schauen mal, ob es Tofino wert ist, mal einmal Geld für einen offiziellen Campingplatz in die Hand zu nehmen😉 Neben Adlern soll es allerdings auch Bären, Wölfe und Pumas geben, vielleicht bekommen wir ja noch eines der Tiere zu Gesicht:)Read more

  • Day60

    Vancouver

    July 7 in Canada

    Jetzt haben wir länger keinen Eintrag mehr verfasst. Irgendwie kamen wir in der letzten Woche, trotz sehr viel Zeit und ständiger Interneverbindung, nicht so recht dazu. So genau können wir uns das auch nicht erklären aber zwischenzeitlich hatten wir den Kaffee ziemlich auf. Wir haben hier in Vancouver den bisher längsten Zeitraum unseres Roadtrips verbracht und die Stadt wäre es auch defintiv wert gewesen noch viel mehr Zeit dort zu verbringen. Die Lage der Stadt ist mal wieder einmalig. Auf verschiedenen Inseln und dem Festland erstreckt sich die viert größte Stadt Kanadas direkt am Pazifik. Aber die Sicht aufs Wasser nimmt nur ungefähr 90° des Panoramas ein, dass die Stadt umgibt. 270° sind waldbedeckte Berge deren Gipfel zum Teil das ganze Jahr weiße Mütze zieren. Von manchen Punkten der Stadt lassen sich auch schon wieder die mächtigen Berghänge der Rockies ausmachen. Eine Metropole mitten in der Natur. Einfach Wahnsinn. Die vielen Glasfassaden der Wolkenkratzer lassen Vancouver sehr hell wirken und die unzähligen Parks und Strände in der Stadt unterstreichen das naturelle Feeling. Alles wirkt so freundlich und einladend. Einfach anders als Toronto oder Chicago, wo man eher mal das Gefühl hat, man wird von den Wolkenkratzern und der Enge erdrückt.
    Dennoch war nicht alles so wie wir uns das vorgestellt haben. Bevor wir bei Emma, einer alten Kindergartenfreundin unter kommen konnten, musste wir mal wieder auf dem Walmart kampieren. Für Mal ist das ja okay aber nach der ersten Nacht bei Emma, die wir auch nur in der Garage im Auto verbracht hatten, wars dann zwei Tage nicht möglich bei ihr zu bleiben und wir mussten wieder zum Walmart zurück. Am Wochenende konnten wir dann wieder zurück in unsere Garage. Also die Nächte waren nicht so erholsam, die typischen Stadtschwierigkeiten kamen trotz Stellplatz für Hilde wieder auf und das Wetter war zum ersten Mal seit 30 Tagen auch nicht mehr einwandfrei. Wir ließen uns davon jedoch nicht allzu lange aufhalten und versuchten das beste aus unserer Laune und den Gegebenheiten zu machen.
    Wir erkundeten etwas auf eigene Faust Downtown, indem wir mit dem Bus in die Stadt fuhren und begaben uns nach North Vamcouver, um dort einen kleinen Hike zu machen und einen Eindruck von den Möglichkeiten der Stadt zu bekommen. Einen Tag verbrachten wir außerdem an einem der Strände.
    Emma selbst hatte nicht allzu viel Zeit für uns..naja, aber wir konnten mal einmal wieder unsere Wäsche waschen, eine richtige Küche sowie ein Bad benutzen :) Außerdem konnten wir uns ihre Fahrräder leihen, um damit den Stanley Park zu erkunden. Der riesige Park selbst ist eine Insel und liegt zwischen Downtown und North Vancouver. Man kann ihn komplett direkt am Wasser umrunden und so hat man von verschiedenen Stellen einen ziemlich coolen Blick auf die Stadt.
    Am Montag machten wir uns dann auf den Weg Vancouver Island zu erkunden. Man muss etwa 1,5 h mit der Fähre rüberfahren und doe Überfahrt kostet pro Weg 90$. Damit sich das auch lohnt werden wir ein paar Tage länger dort bleiben. Aber abgesehn vom Geld soll die Insel auch ziemlich sehenswert sein.
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  • Day56

    10.000 to BC

    July 3 in Canada

    Wir sind am Dienstag in Vancouver, British Columbia angekommen und haben damit wieder kanadischen Boden unter den Schlappen. Vier Wochen USA liegen hinter uns, in denen wir nicht nur jeden Tag unglaublich viel erlebt haben, sondern auch eine Gesamtstrecke von zehntausend Kilometern zurückgelegt haben! Das haben wir natürlich Hilde zu verdanken, die uns sicher den ganzen Weg durch die halbe USA getragen hat!
    Fast ein wenig wehmütig haben wir dann das Land verlassen, in dem wir in 4 Wochen so viel von dessen Schönheit gesehen haben. Rückblickend vergisst man schnell, dass es nicht immer einfach war jede Nacht woanders zu sein, immer auf der Suche nach nem guten Platz und irgendwie die Zeit im Nacken zu haben, weil man ja doch irgendwie noch einigermaßen viel Zeit in Kanada verbringen möchte. Außerdem gab es viele Orte, denen wir gerne einen zweiten oder dritten Tag gewidmet hätten. Aber dennoch sind wir sehr sehr froh darüber, dass wir die bestehenden Pläne über Bord geschmissen und den Trip schlussendlich so herum gemacht haben. Wir waren an so wunderschönen Orten, die unsere Erwartungen nochmal übertroffen haben und an anderen die wir nur zufällig gefunden haben aber uns deswegen ganz besonders in Erinnerung bleiben werden.Die USA ist defintiv kein Land zum Leben aber es ist ein so vielseitiges Land, das es auf jeden Fall wert ist zu bereisen. Die Landsschaft ändert sich zum Teil in so dramatischet Art und Weise. Nahe zu alles ist größer und krasser als in Europa. Und trotz unserer 10.000 gefahrenen Kilometer haben wir das Land nur im Ansatz gesehen. Es waren vier schnelle und unglaublich ereignisreiche Wochen. In regelmäßigen Abständen muss ich selber nochmal die Footprints lesen und die Bilder anschauen, da ich einfach noch nicht alles verarbeitet was wir gesehen haben.
    Im großen und Ganzen wäre eine weitere Woche mehr Zeit definitiv gut gewesen, denn wir hätten sie auf jeden Fall gehabt. Dennoch wars auch so einfach unglaublich gut und wir hatten einfach eine fantastische Zeit!
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  • Day54

    Westküste die Dritte

    July 1 in the United States

    Aaalso, die letzten Tage haben wir es ruhiger angehen lassen! Der Tag am Strand tat mal richtig gut. Essen, spazieren gehen, lesen bzw. Nickerchen machen😉 , essen,..nix tun und dabei eine schöne Aussicht genießen! Und auch an den Tagen drauf haben wir nichts Spektakuläres gemacht...etwas gefahren, eingekauft und mal wieder nach einer Dusche Ausschau gehalten- damit auch alle sicher sein können, dass wir NICHT stinken 😉
    Naja und dann haben wir noch einen kurzen Abstecher nach Seattle gemacht. Aber mittlerweile sind wir uns echt einig, dass die Städte hier mit Sicherheit cool sind, aber wir mit Hilde viel lieber in der Natur unterwegs sind und die Landschaft bewundern! Alles andere ist einfach stressig!

    Ach und bevor ich's vergesse: Wir haben endlich Wale gesehen! Ich hab Daniel bestimmt 1000 Mal gesagt, dass wir gerade an welchen vorbeifahren und dass da irgendwo vor uns welche im Meer schwimmen, während wir an der Küste unterwegs sind (vielleicht hab ich ihn schon etwas damit genervt) aber: jetzt haben wir sie gesehen 😊 Als wir irgendwann an einer Raststätte ankamen, um uns endlich Essen zu machen, konnte man plötzlich eine Fontäne hören. Das Geräusch war anders als das an die Felsen schlagende Wasser, also schauten wir schnell nach! Und da war er- ganz nah vor der Bucht:) da wir lang genug mit Kochen und Essen beschäftigt waren, hatten wir sogar das Glück zwischendurch noch einen Wal zu sehen(: wir waren leider etwas zu langsam mit der Kamera, aber wenn man weiß, dass das auf dem Bild ein Wal sein soll, dann kann man es auch erkennen 😉
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  • Day52

    Westküste die Zweite

    June 29 in the United States

    Nachdem wir uns von allen Vieren verabschiedet hatten, ging es weiter zum Redwoods Nationalpark. Signifikant für diesen Park sind seine riesigen Bäume, die zum Teil über 1000 Jahre alt sind. Annette und Björn hatten uns einen Campingplatz empfohlen, sodass wir schon eine feste Adresse zum Schlafen hatten. Naja- eigentlich, denn nachdem wir ca. 5min dort waren und sowohl eine Klapperschlange als auch eine weitere Schlangenart ziemlich nah zu Gesicht bekamen, entschlossen wir uns eine andere Bleibe für die Nacht aufzusuchen🙈
    Mit Blick auf die Küste, gab es am Abend Wraps und im Anschluss daran ein Bier in der Socke (da man ja in den USA nicht in der Öffentlichkeit trinken darf..). Naja, von Hildes Dach aus schmeckte das Bier auch so ziemlich gut☺
    Jetzt gerade chillen wir am Strand und schreiben Einträge😉
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  • Day50

    Westküste die Erste

    June 27 in the United States

    Was gibt es zu erzählen? Von San Francisco geht es für uns im Moment die Westküste hoch. Um den Pazifik so viel wie möglich zu sehen, fahren wir den HWY 101! Leider ist es kälter als gedacht, sodass wir unsere noch weiß gebliebenen Stellen am Körper noch nicht durch exzessives Sonnenbaden im Bikini und in Badeshorts wegbekommen können und auch der Sprung in's Meer muss noch etwas warten- aaaber: allein die Aussicht ist schon atemberaubend und die Sonnenuntergänge wohl die schönsten, die wir je gesehen haben! Mit Rich' Worten gesagt: it's so gorgeous, can't believe we're sitting on the Pacific! Rich und Cathy haben wir bei einem Aussichtspunkt an der Küste getroffen, an dem wir später geschlafen haben. Notgedrungen, denn nachdem Rich uns immer wieder Bier mit seinem "Lazy-Chair" vorbeigebracht hat und Cathy für das richtige Essen gesorgt hat, waren wir auch gar nicht mehr in der Lage weiterzufahren🙈 Sie meinten Deutsche trinken doch immer gerne Bier und wir sollten unseren Aufenthalt in der USA genießen und nur nette Menschen kennenlernen (und sie sollten von allen die nettesten sein 😄)
    Etwas später kamen dann noch Björn und Annette dazu- diese beiden kommen offensichtlich aus Deutschland😅 Sie haben ein Jahr in Kanada verbracht und machen jetzt ebenfalls einen Roadtrip durch die USA. Gemeinsam haben wir einen lustigen Abend und ein schönes Frühstück verbracht 😉

    P.S.: Rich' sitzt NICHT wegen eines Handicaps in dem Stuhl, sondern wirklich nur aus dem einen Grund: weil er faul ist und weil's einfach witzig ist😂
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  • Day48

    If we're going to San Francisco...

    June 25 in the United States

    San Francisco! Das eigentliche Ziel unseres urspünglich geplanten Roadtrips. Eine Stadt, die man defintiv gesehen haben muss! Aber die letzten Wochen im Auto haben uns auch ganz klar gezeigt, dass Großstädte, wenn man nicht grade sein Geld in Hostel investieren möchte, eher unentspannt zu erkunden sind. Park- und Schlafplätze sind einfach immer Mangelware. Außerdem ist alles immer noch viel teurer als anderswo. Abgesehen von dieser erneuten Erkenntnis gibt es natürlich auch ziemlich coole Sachen von San Francisco zu berichten.
    Die Lage der Stadt ist einfach unbeschreiblich. Davon bekommt man erst recht einen guten Eindruck, wenn man über eine der Beiden Brücken hineinfährt, wobei die Golden Gate natürlich nochmal eine Spur imposanter ist. Die unglaublich steilen Straßen, die alten klappernden Straßenbahnen und die kleinen bunten Holzhäuser, die zum Teil noch aus dem 19. Jh. sind und liebevoll restauriert worden sind, wie die "Painted Ladies", haben ihren ganz eignen Charme. Die Lombardstreet war sogar so steil, dass sie entschärft werden musste und nun serpentinartig verläuft - mit jeder menge Flower-Power. Und während man so durch die berühmte Haight Street schlendert, kann man sich selbst als junger Mensch gut vorstellen warum Hippies im Summer of Love aus aller Welt in diese Stadt geströmt sind. Aprospos Love. Wir sind natürlich ohne besseres Wissen direkt am Gay-Parade-Wochenende in die Stadt reingefahren und haben also am ersten Tag schon einen ziemlich bunten Eindruck von der Stadt bekommen. Fast wie zuhus in Kölle <3
    Zwiegespalten waren wir über den Nebel, der die Stadt und die Golden Gate das ganze Jahr hindurch begleitet. Auf der einen Seite war es faszinierend wie die Nebelschwarden über den Wolkenkratzern und den waldbedeckten Hügeln der Stadt hingen. Andrerseits ist es immernoch Nebel. Der nicht weggeht. Und Sonne klaut. Aber vllt. ist dieses spezielle Wetter auch der Grund für die untypische Pflanzenwelt. Zum Teil sah es fast aus wie im Regenwald. Besonders der Golden Gate Park, der immerhin größer als der Central Park ist, war so vielseitig - Riesige Nadelbäume, Palmen und Bäume die wir noch nie gesehn haben. Einfach eine verrückte Stadt, die so anders ist als alle bisher gesehenen.
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  • Day46

    Das Tal der Wasserfälle - Yosemite

    June 23 in the United States

    Nach diesem längeren ungewollten Aufenthalt vor dem Yosemite National Park, haben wir uns am Freitag Nachmittag doch noch aufgemacht den Park zu durchqueren. Im Yosemite selbst gibt es nur zwei Campingplätze, die nach dem First-come-first-serve-Prinzip funktionieren. Alle anderen muss man Wochen vorher reservieren. Natürlich war es am Nachmittag für beide schon zu spät, was wiederum gar nicht so schlimm war, denn die beiden Plätze liegen so nah am äußeren Rand des Parks, dass der gratis Campingplatz direkt hinter dem Osteingang genauso gut gelegen ist. Auf dem Weg zur Ostseite bekamen wir dann schon einen ziemlich coolen Eindruck von der Schönheit des Parks - riesige graue Felsmassive, dunkler grüner Wald, Wasserfälle und Seen und das alles nur ein paar Kilometer entfernt von der Wüste Nevadas - unglaublich wie schnell sich die Landschaft in diesem Land um 180° drehen kann. Unser Abendessen kochten wir an einem wunderschön klaren Bergsee. Das Essen war eher die Kategorie: Irgendwie müssen wir ja überleben, dafür war aber die Aussicht und der Flair des Ortes unbeschreiblich. Bei ca 30° und frischem Wind ließ ich mich natürlich nicht lumpen eine Verdauungsrunde durch den See zu drehen - wunderbar erfrischend und mit Worten nicht zu beschreiben. Schweren Herzens machten wir uns von dort auf den Weg zum Campingplatz. Es gab zwar keine Toilette, dafür aber 1 Trillionen verdammte Mücken. Mindestens. Allein Sarahs Nacken konnte ein Dutzend groß geschwollener Stiche aufweisen, Gesicht, Arme, Beine waren am nächsten Tag ebenfalls komplett zerstochen. Dennoch waren wir froh dort untergekommen zu sein, denn auf gratis Campingplätzen trifft man oft junge Gleichgesinnte. Neben zwei netten Amerikanerinnen, die uns einen Hike für den kommenden Tag empfehlen konnten, trafen wir noch Claire und Guy aus Cambridge, mit denen wir dann den besagten Hike am Samstag in Angriff nahmen. Die Beiden sind schon seit 5 Monaten unterwegs. Erst durch Asien dann durch Australien und Neuseeland und jetzt in Amerika. Es soll noch hoch bis Vancouver gehen und von dort nach Island. Gegen 7 Uhr gings dann gemeinsam Richtung Yosemite Valley und zu unserem ca. 14/15 km langen Hike zu den Nevada Falls. In 3 Etappen ging es, an zwei weiteren Wasserfällen vorbei, stetig bergauf - ca. 2000 feet Höhenunterschied. Es war sehr heiß und anstregend, aber es war es auch definitiv wert, denn von oben hatte man einen traumhaften Blick ins Tal und auf die Wasserfälle. Von den empfohlenen 4l Wasser pro Person hatten Sarah und ich jeweils starke 0,75l dabei, was zur echten Herausforderung wurde. Leider hatte uns die ungewollte Pause vor dem Yosemite einen Großteil bzw. alle unserer Lebensmittel gekostet und wir konnten vorher keinen Supermarkt ausfindig machen, der ansatzweise die Preise bieten konnte, die wir sonst bezahlen, was wiederum mit ein Grund dafür war, den Park am Abend schon wieder verlassen zu müssen. Der Mückenverseuchte Campingplatz war leider keine Option mehr, also verabschiedeten wir uns auch von Claire und Guy und machten uns auf den Weg Richtung San Francisco. Da sich unsere Route bis auf ein paar kleine Unterschiede sehr ähnelt, könnte es sogar sein, dass uns die Beiden noch einholen und wir sie an der Westküste wiedertreffen. Wir bleiben auf jeden Fall in Kontakt. Der Yosemite war ein wirklich sehr sehr cooles Erlebnis. Leider gilt auch hier - zu viele Menschen.. bla bla bla. Ein weiterer Tag wäre trotzdem irgendwie nett gewesen, aber den gönnen wir uns dann an der Westküste. Am Strand. Mit Bier. Und Wassermelone. Oder irgendeinem anderem Luxusgut. Ihr hört von uns aus San Francisco! CheersRead more

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