Johannes Büchl

Joined July 2016
  • Day178

    Wäre ich ein Ship-Spotter...

    February 25, 2017 in Australia

    ...wäre ich heute vermutlich zeitweise ausgerastet: Die Queen Mary 2, eine Ikone der Seefahrt! Vor der Harbour Bridge, einer Ikone der Hafenarchitektur! Und das bei dem Bombenwetter!!! Ok, letzteres ist deutlich sichtbar gelogen. Sydney weint und ich dann auch fast, denn heute um zehn nach zehn Uhr abends geht mein Flug zurück.

    Wäre ich nicht ein Working Holiday Traveller mit begrenztem Visum und noch begrenzterer Zeit, weil die Arbeit ruft, würde ich vielleicht gerne noch etwas länger bleiben. Um ein paar der vielen Plätze zu sehen, die ich nicht mitgenommen habe. Um ein paar Dinge öfter zu tun (Campen, Surfen, Roadtrips). Aber auf Deutschland freue ich mich trotzdem, zu 98 Prozent wegen meiner Leute dort. "Zu Hause ist da, wo man sich vermisst", hieß es mal bei Casper.

    Also Abflug. Es war: aufregend, anstrengend, großartig, sonnig, wellig, witzig, wechselhaft, verkehrtrum, manchmal arg knapp, staubig, staunenswert, großzügig, teuer, kein Trip wie die anderen.
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  • Day177

    Training für den Rückflug

    February 24, 2017 in Australia

    ...war das hier natürlich nicht, sondern eine Sache, die ich auch in Deutschland schon lange mal machen wollte. Dann hab ich mir gedacht: Wieso nicht beim ersten Mal über der schönsten Stadt, die ich auf dieser Reise gesehen habe?

    Und so kams dann. Aber hätte mich John, mein Jump Master, nicht geschubst, wäre ich natürlich NIE ausgestiegen :) Und vor lauter Aufregung und/oder Schiss habe ich glaub ich auch nicht gespürt, was so ein Sprung an Adrenalin freisetzen kann. Eine Wiederholung ist wohl irgendwann nötig.Read more

  • Day175

    ...und Sunset Sydney

    February 22, 2017 in Australia

    Wie im Beitrag davor erwähnt, sporteln Sydney und Melbourne ein bisschen um den Ehrenplatz "schönste Stadt Australiens." Zu ernst nimmt das wiederum keiner, dafür sind die Aussies einfach echt zu entspannt in ihrer Art, die jeden so lange sein Ding machen lässt, bis es andere echt stört.

    Nachdem der Abend in Melbourne also schon schick war, hat Sydney einfach locker noch eine Schippe draufgelegt. Ist ja nicht so schwer, wenn man ein Opernhaus und die Harbour Bridge im Angebot hat und zwischen den beiden schiebt sich ein Kreuzfahrtschiff durch und das alles in einem Farbenspiel von Gold nach Rosa nach Blau :)

    Diese Stadt hat mich sehr beeindruckt mit ihrer Schönheit. Normalerweise bin ich kein Freund zu großer Großstädte, dort find ich fast immer zu viel Schmuddel, Staub und Gedröhne. Hier dagegen gefallen mir sogar die Hochhäuser. Grün ist es immer wieder an vielen Ecken, fast schon tropisch mit Palmen in den Parks, super sauber und zudem historischer als jede andere Stadt des Kontinents. Hier hat schließlich die Geschichte des weißen (wichtiger Hinweis denke ich) Australiens angefangen, mit der Landung der "First Fleet" im Jahr 1788.

    Ach ja, und die Harbour Bridge könnte ich glaube ich stundenlang betrachten. Kunst aus der Hand von Ingenieuren, wirklich ein Prachtstück.
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  • Day174

    Sunset Melbourne, Sunrise Sydney...

    February 21, 2017 in Australia

    Die letzte Etappe meines Trips down under führte zurück in die für mich schönste Stadt: Sydney! Melbourne, das sich genau wie Sydney auch als heimliche Hauptstadt sieht (und wegen so viel Uneinigkeit ist es dann halt das langweilige Canberra geworden), hat aber nochmal allles aufgefahren, um seine Schönheit zu zeigen. Die Strandbilder sind von St. Kilda, dem traditionellen Ausflugsvorort im Süden der Stadt. Nur die Zwergpinguine habe ich nicht gesehen, die kommen erst in der Dunkelheit an den Pier. Und da musste ich leider schon zurück zum Bus nach Sydney.

    Der Bus heißt sich Greyhound, wie das Pendant in Amerika, und ist ein echter Klassiker hier. Start in Mebourne um 22.00, Ankunft in Sydney 10.00 morgens. Ich dachte, das wär doch ganz clever, die Reisezeit zum Pennen zu nutzen, die Route war eh nicht so interessant (durchs Hinterland statt entlang der Küste). Naja, ehrlich gesagt kann man auch in den modernen Greyhounds nicht richtig gut schlafen. Das hat bei mir bisher nur in einem indischen Reisebus funktioniert :)
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  • Day167

    Ein perfekter Tag

    February 14, 2017 in Australia

    aka Building the australian wall
    aka Aussie-Mentalität im Konzentrat
    aka Was aus einem müden Regenmorgen alles werden kann

    Meine letzte Arbeitsbeschaffungsmaßnahme hier in Australien, die noch bis längstens Donnerstag geht, besteht darin Zäune in den Boden zu kloppen, ob aus Metall oder Holz. Klingt unspektakulär. War es auch, bis wir heute den Zaun zwischen zwei Privatgrundstücken in einem friedlichen Vorort von Melbourne erneuern mussten. Wir, das sind James, sein Hund Rocky und ich. Den Job hab ich übrigens auf Vermittlung eines Wäschereibesitzers bekommen, mit dem ich kurz geschwätzt hatte :D

    Was ich so besonders fand, war die Herzlichkeit, die uns von beiden Seiten des Zauns entgegenkam (den ich übrigens zwischendurch Australian Wall genannt habe, was James ganz witzig fand, denn zu den wenigen Deutschheiten, die hier echt jeder kennt, gehört auch die Berlin Wall). Zwischendurch kam es mir fast vor wie eine Marketingveranstaltung für die australische Mentalität, vorgetragen von Helen und Siri.

    Nach einer Stunde Arbeit fragte Siri, ob wir einen Kaffee wollen, Rocky hatte zu der Zeit schon zwei Knochen bekommen. Der Kaffee kam dann mit lecker Keksen und der Entschulding, dass "nur" fettarme Milch vorhanden sei. Dann, Mittagszeit, Auftritt Helen: Sie hat Lunch gemacht. Für jeden ein amtliches Schinken-Käse-Gemüse-Baguette, dazu Kitkat, Bananen, Erdbeeren, Weintrauben und Limo.

    Das alles serviert mit großem Interesse "Aha, wo kommt der Backpacker denn her? Germany - thats nice, friendly people there!" Ungefähr gegen 15 Uhr dann kommt Siri mit Kuchen und Cola an. Fünf Minuten, nachdem wir die verdrückt haben, ruft ungelogen Helen, ob wir nicht Kaffee und Kuchen wollen. Wow. Und weil bei zu all dem noch a) James ein ebenso fröhlicher wie entspannter wie lobender Chef ist sowie b) nach Morgennieseln am Ende pralle Sonne scheint, ist dieser Tag plötzlich einfach nur schön. Er endet mit jeweils zwei Flaschen Löwenbräu, gestiftet vom Deutschen, ermöglicht durch den gar nicht so schlechten Lohn des Aussies.

    Hätte ich noch mehr Zeit hier, würde ich wohl noch einige Wochen für James arbeiten. Da kommt der beste Job doch echt kurz vor Abflug. Andererseits: Manchmal bin ich einfach dankbar, wenn ich Leute kennenlerne, deren Art ich mir gern zum Vorbild nehmen würde.
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  • Day160

    Mein Weg zur Arbeit in 2 Bildern

    February 7, 2017 in Australia

    Es geht schon echt früh los für mich hier zur Zeit - Wecker klingelt um 5.15 Uhr. Dafür werd ich fast immer mit tollem Sonnenaufgang belohnt, beim Start auf dem Kaff noch im Halbdunkel und beim Rattern durch Melbourne dann wie im Film, eine Stadt mit Goldanstrich :D

  • Day156

    Sommer, Sonne, Trouble - und no travel

    February 3, 2017 in Australia

    Ja, was mach ich denn hier? Das hat sich der eine oder andere Besucher vielleicht zwischendurch mal gefragt, weil seit einem Monat Sendepause war. Lag auch daran, dass ich mir diese Frage selbst ein bisschen zu oft gestellt hab. Denn mir sind in seit Ende Dezember ein paar Verpeiler passiert, zum Beispiel meinen Geldbeute zu verlieren oder Mitte Januar jemand mit echt wenig Schaden trotzdem kostspielig die Stoßstange zu verdellern. Ich war genervt - nicht vom Land, sondern von mir, dass ich mir so einen Stress nicht sparen konnte. Anfang Januar wollte ich einfach raus hier. Aber das wäre dumm, denn am Land lags nicht.

    Passiert ist also ein bisschen was, zum Beispiel...

    Essen und Schlafen: geschenkt
    Geschenkt meine ich wirklich wörtlich und jeder Backpacker weiß, dass das wie der eigentlich unmögliche Hauptgewinn klingt. Bei mir kam er in Form einer Familie mit Vater, Mutter und zwei Söhnen (7 und 15). Die wollen einfach kein Geld, mir aber gleichzeitig Couch und Essen geben und als Grund nennen sie christliche Nächstenliebe. Letzteres heißt wiederum nicht, dass sie irgendwie unangenehm mit der Religion hantieren, im Stil von Evangelikalen oder so. Sie sind einfach sehr nett, wenn auch nicht ohne Probleme, gerade die Söhne. Aber da kann ich nur sehr begrenzt helfen. Besser gehts mit Kochen, Wände streichen und den kleinen Sohn bespaßen. Da ich seit dem 2. Januar hier schlafe und lebe, ist das trotzdem ein lächerlich kleiner Ausgleich. Das alles passiert in Sunbury, einer kleinen Stadt nördlich Melbourne mit toller Natur - where they bury the sun, denk ich mir abends immer.

    Weiße Kutsche: glücklich gedealt
    Autoverkauf braucht bissl Zeit hier, die ich mir dank der festen Unterkunft zum Glück nehmen konnte. Schließlich ist ein Auto wie meins (wegen Alter und Umbauten) nur für Backpacker interessant. Klar, von denen gibts viele hier, aber mit der Preisdrückerer übertreiben es die meisten und so zog sich das knapp drei Wochen. Dann wurde die Highway Queen am Sonntag vor einer Woche zum letzten Mal von mir gesehen, auf einem Hostelparkplatz in St. Kilda, mit zwei Tiroler Madln als neuen Besitzerinnen :) Wir trennten uns mit etwas Wehmut (meinerseits) und leichter Inkontinenz am Zylinderkopf (autoseits), was wiederum mir den Abschied leichter machte...

    Rückflug: gebucht
    Nachdem Punkt zwei, das Auto, abgehakt war, hab ich meinen Open Return Rückflug eingebucht. Erst den 20. Februar. Dann am nächsten Tag, einmal mehr mit strahlend blauem Himmel bei Gelati-Temperaturen, hab ich mir gedacht, so ein Blödsinn, diesen Sommer dermaßen überhastet aufzugeben. Und weil man beim Umbuchen einen Joker hat, flieg ich nun am 25. Februar ab Sydney los, immmerhin 5 Tage länger.

    Job: fast schon geschmissen
    Tja, mein Job derzeit - wenn ich das Geld nach der Kratzerdelle (siehe Intro) nicht so gut hätte brauchen können, wäre ich auch schon weg. Denn es geht um *trommelwirbel* das Zusammenkloppen/-schrauben/-schieben/etc von Hochregalen in großen oder auch mal kleineren Lagerhäusern. Das geht interessanterweise vor allem in die Knie, denn ständig muss Dinge vom Boden hochholen oder dort auf einer riesigen Fläche 300 bis 400 (keine Übertreibung) Schrauben pro Tag reindrehen. Andererseits, nett sind meine zwei Chefs schon und der Arbeitstakt der Aussies ist gefühlt schon spürbar enspannter als daheim. Und ich seh offiziell aus wie ein echter Arbeiter, mit Neon-Hemd und Stahlkappenstiefeln. Und bin die letzten Tage an einer Station namens Batman ausgestiegen ;)

    Länger als bis zum 14. Februar mach ich das aber nicht. Dann geb ich mir nochmal Melbourne in vollen Zügen und die letzte Woche will ich in der schönsten Stadt urlauben, die ich bisher (viel zu kurz) gesehen habe: Sydney.
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  • Day123

    Happy new 2017!

    January 1, 2017 in Australia

    Da isses also, das neue Jahr, bei mir schon zehn Stunden älter als bei den meisten der Blogleser hier :) Euch allen all the best, viel Glück und Gesundheit und bitte ein bisschen weniger Idioten a la Trump und Co...

    Reingerutscht bin ich in Melbourne, schön wars, Feuerwerk von allen Hochhausdächern in der City! Meine Kamera hat das nur ziemlich vernebelt auf den Sensor bekommen, aber in echt war es ein 15 Minuten langer Farbflash. Eigentlich hatte ich sogar vor, nach Sydney zu düsen (muss auch grandios gewesen sein in Sachen Feuerwerk), aber das löste sich in Rauch auf nach einer Verpeiltheit der Leute, die ich dort treffen wollte - naja, vielleicht wars am Ende gut, meiner (immer noch sehr ausdauernden) Karre das nicht anzutun.Read more

  • Day106

    Schmeiss more Sand!

    December 15, 2016 in Australia

    "Closed for construction" ist mein Blog dann zum Glueck doch nicht, aber fast - denn normal benutze ich den per Smartphone-App (die funktioniert echt sehr gut), aber dieses Phone ist leider nochmal ausgefallen :/ bin daher auf oeffentliches Internet zwischendurch angewiesen (daher gerade auch keine deutschen Umlaute im Angebot :)

    Construction ist aber auch mein aktueller Job, also auf der Baustelle. Die Vorgeschichte dazu finde ich echt sehr kurios und vor allem nett: Ich war joggen, wollte schon genervt sein, dass kein wirklich schoener Feldweg zu finden war, da kam ich an einer Wiese vorbei. Zwei Aussies scheuchen frischgeschorene Schafe (Klischee, Klischee :) und rufen, ob ich kurz helfen kann. Kein Ding, hab ich auf der Farm ja sogar mit Kuehen erledigt. Kurzer Schnack danach: Aha, du suchst nen Job - ja, ein Freund von mir sucht immer Leute. Und daher steh ich seit dieser Woche in der Baugrube und bereite Fundamente vor. Ist auch gut bezahlt.

    Die Leute, wie aufm Bau zu erwarten, sind alle sehr direkt, aber auf sympathische Art. Mein Ruecken fragt, ob das grad sein muss, aber die Buchhaltung sagt ja. Also heisst es in den Worten von Baukollege David, der einige Jahre in Deutschland gelebt hat: "Schmeiss more Sand!"

    Handy dann hoffentlich wieder ab Wochenende :)
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  • Day92

    Great Ocean Road oder: Mehr geht kaum

    December 1, 2016 in Australia

    Great Ocean Road, diese drei Wörter heißen nichts anderes als: 243 km gewundene Straße fast immer genau entlang der Südküste (mit entsprechend genialen Ausblicken) sowie auf engem Raum alles, was die meisten an Australien so fasziniert (mich nebenbei gesagt natürlich auch). Strände von abgelegen bis trubeligem Seebad. Naturphänomene wie die "12 Apostel", Felswände, die Wind und Wellen aus der Küstenlinie herausgeschürft haben. Eukalyptus-Wälder mit Koalas in freier Wildbahn (ja, haben wir echt gesehen). Camping-Plätze mitten im Wald, der fast direkt hinter der Küste beginnt und wie im Fall von Beauchamp auch noch so ein Juwel wie diesen Wasserfall hat.

    Wir, das waren in dem Fall Michelle, die ich auf der ersten Farm kennengelernt und für den Road Trip in Melbourne wieder getroffen habe. Es waren vier extrem schöne Tage. Ich hatte in Lorne den besten Surf meines Lebens (hab ja erst in Australien damit angefangen), von Frühstück am See in der Sonne und mit Kängurus bis zum Lagerfeuer am Abend war es einfach besonderes Urlaubsfeeling. Und die Sonne hat erst Pause gemacht, als wir wieder zurückgefahren sind.

    Da muss man den Australiern schon dankbar sein, so eine Straße zu bauen und in Schuss zu halten. Ganz besonders dankbar wohl den Veteranen, die nach Rückkehr aus dem 1. Weltkrieg teilweise nur mit der Spitzhacke diese Trasse in den Fels gekloppt haben - sehr unvorstellbar heute.

    Also, solltet ihr euch jemals wiederfinden in Torquay oder Allansford, den beiden Endpunkten der Trasse - organisiert euch ein Auto und fahrt einfach los... :)
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