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- Day 1
- Sunday, September 7, 2025
- ☁️ 28 °C
- Altitude: 33 m
South KoreaSeoul37°33’43” N 126°59’36” E
13 Tage - Die erste Zeit in Seoul (1)
September 7 in South Korea ⋅ ☁️ 28 °C
Hea-Jee:
In Seoul angekommen, gingen wir zuerst zu meinem jüngeren Bruder Hun. Eun-Kyoung kochte uns das typische Hausessen unserer Familie – ganz wie bei meiner Mutter. Ich fühlte mich sofort geborgen und entspannt wie zu Hause. Zwei Tage lang konnten wir uns dort richtig erholen und genossen die Wärme der Familie.
Danach besuchten wir meine Freundin, die sich einige Tage lang rührend um uns kümmerte und uns das Leben in Seoul zeigte. Sie fuhr uns mit dem Auto zur Ganghwa-Insel im Westen Seouls und zeigte uns alle wichtigen Sehenswürdigkeiten dort. Ich konnte viel über die Geschichte und Besonderheiten Koreas lernen, die ich vorher nicht kannte.
Wir schauten uns auch besondere Werkstätten an und kauften leckeres Gebäck und Kaffee in einem interessanten Café, das wie ein Trödelladen aussah. Wir besuchten zusammen das Leeum Museum für Kunst. Abends spazierten wir entlang der schön angelegten Flusswege, um die Ruhe Seouls zu genießen. Es war faszinierend zu sehen, dass solche ruhigen Orte direkt neben den dicht bebauten Hochhäusern und vollgestopften Straßen existieren.
Meine Freundin half mir auch, ein Problem zu lösen, das ich als meine größte Herausforderung in Korea sah: die Nutzung des Internets. Ich fand es immer erstaunlich und beneidenswert, dass Koreaner so viele Dinge nur mit einem Smartphone rasch erledigen können. Meine Freundin besorgte mir ein sogenanntes „Altulfon“ (eine Art günstiger Vertrag, ca. 25 Euro pro Monat), sodass ich endlich meinen lang ersehnten Wunsch erfüllen konnte. Ehrlich gesagt war es nicht einfach, aber durch hartnäckiges Ausprobieren konnte ich fast so gut damit umgehen wie die Koreaner. (Ein Altulfon ist ein günstiger Vertrag, den man monatsweise kaufen oder verlängern kann, wenn man die koreanische Staatsbürgerschaft hat.)
Später mieteten wir eine Airbnb-Wohnung im Zentrum von Seoul im 17. Stock mit toller Aussicht, erkundeten die Stadt und genossen das koreanische Essen. Ich werde mich immer daran erinnern, morgens Arnds Frühstück zu essen und dabei vom Balkon aus den Namsan zu sehen und über die Stadt zu blicken.
Leeum Museum für Kunst
Meine Freundin zeigte uns das Leeum Museum, das 2004 von der Samsung-Stiftung gegründet wurde. Das Museum ist auch für seine Architektur von weltbekannten Architekten wie Mario Botta, Jean Nouvel und Rem Koolhaas bekannt. Die ausgestellten Werke haben einen hohen Wert und verbinden traditionelle und moderne koreanische Kunst auf sehr hohem Niveau. Besonders lernte ich dort die Besonderheiten koreanischer Keramik kennen.
Meine Freundin meinte, man müsse sich vor dem Besuch etwas vorbereiten, um die Porzellankunst richtig zu verstehen, und zeigte mir vorher ein paar Videos. Früher mochte ich nur die Goryeo-Seladon-Keramik, aber nun interessiere ich mich auch für die Joseon-Weiße-Keramik. Seitdem freut sich Arnd auch, wenn er eine weiße, runde Keramikvase sieht. Jetzt verstehe ich, warum Menschen so fasziniert von Keramik sind.
Dongdaemun Design Plaza (DDP)
Die Dongdaemun Design Plaza wurde 2014 von Zaha Hadid gebaut und ist für ihre geschwungenen, futuristischen Linien berühmt – wirklich wie ein UFO. Sie dient als multifunktionaler Kulturraum mit Ausstellungen, Designmuseum, Konzertsaal und Designmarkt. Das Innere ist spiralförmig angelegt, sodass man dem Rundgang einfach folgen kann – perfekt für jemanden wie mich, der sich leicht verirrt.
Ich war beeindruckt von der koreanischen Servicekultur, bei der alles, was man braucht, perfekt bereitsteht. Die meisten Ausstellungen waren Installationskunst, alle Werke sehr stilvoll und schön. Jedes Werk hatte seinen eigenen Charakter, aber der koreanische Sinn für Schönheit und Harmonie war immer spürbar.
Dongdaemun-Markt (Osttor-Markt)
Wer nach Dongdaemun kommt, darf den Dongdaemun-Markt nicht verpassen. Früher half die koreanische Textilindustrie dem Land, der Armut zu entkommen, und viele kleine Schneidereien und Kleidungsstände befanden sich hier. Auch wir kauften immer wieder gute Kleidung zu günstigen Preisen. Wir schlenderten durch die Straßen mit vielen kleinen Läden und aßen frisch gebackene, knusprige Pfannkuchen in der Food Street. Eigentlich wollten wir auch Twisted Doughnuts (Kkwabaegi) essen, aber wir waren schon so satt, dass wir nur zusahen.
Hanyangdoseong (Seouler Stadtmauer-Weg)
Der Abschnitt des Hanyangdoseong-Wegs, der in Dongdaemun beginnt, ist eine beliebte Strecke, um mitten in der Stadt Geschichte und Ausblicke zu genießen. An jedem Abschnitt sind die Mauern anders gebaut, und informative Schilder erklären die Unterschiede – sehr lehrreich. Die Stadtmauer spiegelt die lange Geschichte Koreas von Angriffen und Wiederaufbau wider.
Beim Wandern entlang der Mauer war es spannend, die engen Gassen mit den auf den Hügel gebauten kleinen Häusern zu sehen, die durch Wandmalereien fast zu Kunstwerken wurden. Wir genossen auch die Aussicht auf die Stadt vom Café aus bei Kaffee und Waffeln. Ich wollte eigentlich die bergigen, aussichtsreichen Abschnitte am Inwang- oder Bukak-Berg besuchen, hatte aber leider keine Zeit – das bedaure ich sehr.Read more

























