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- Day 54
- Thursday, October 30, 2025
- ☁️ 17 °C
- Altitude: 36 m
South KoreaSeoul37°34’50” N 126°59’12” E
7 weitere Tage in Seoul
October 30 in South Korea ⋅ ☁️ 17 °C
Arnd:
Das Reisen mit Kleinkind ist natürlich ganz anders. Museen werden gegen Spielplätze eingetauscht. Ich hatte bei Airbnb ein schönes altes Haus entdeckt, dass tatsächlich noch für 4 Tage frei war und in einer guten Gegend lag. Ich dachte mir, dass wir uns das mal gönnen. Es war auch schön, allerdings nicht so kinderfreundlich und sicher, wie die Wohnung in Busan. Zum Glück hatte es vier Schlafzimmer, wovon wir eines als Kinderzimmer umgestalten konnten.
In diesen Häusern sind die Dachbalken von innen zu sehen. Das macht die Elektroinstallation schwierig, meist sieht das dann nicht sehr schön aus. In diesem Haus gab es dafür eine sehr originelle Lösung, die sich optisch gut integrierte.
Westliche Kleinkinder erregen in Korea immer Aufsehen, vor allem bei älteren Frauen. Sie können nicht anders, als mit dem Kind Kontakt aufzunehmen. Man bekommt auch immer wieder Geschenke. Als wir im Park des Königspalasts waren, lief Finn einmal in Richtung einer Fotoaufstellung einer Frauengruppe. Seine Mama wollte ihn schnell aus dem Bild schaffen, aber eine der Frauen war schneller und hat ihn mit ins Bild geholt.
Hea-Jee:
Ich mag die Menschen in Korea, die ich als Reisende treffe, sehr. Sie sind herzlich und freundlich. Besonders wenn man mit einem Baby unterwegs ist, fällt einem das noch stärker auf. Die Menschen zeigen ihre Zuneigung zu den Kindern auf sehr natürliche Weise. Ein einziges Mal gab es eine Frau, die sich bei unserem Kind etwas zu sehr aufdringlich eingemischt hat, und das ausgerechnet, als meine Freundin Nono bei mir war. Nono, die lange Beratungshilfe geleistet hat, meisterte die Situation sehr souverän und ruhig und ließ die aufdringliche Einmischung der Frau abprallen. Dank ihr besteht meine positive Vorstellung von den Koreanern nach wie vor.
Auch meine ausländische Familie war beeindruckt davon, wie offen die Koreaner ihre Zuneigung zu den Kindern zeigen. Danach begannen sie, darüber zu diskutieren, warum das wohl so sei. Liegt es daran, dass Kinder heutzutage so wertvoll sind, weil die Geburtenrate niedrig ist? Später hörte ich von jemandem, dass es in Korea schon traditionell üblich sei, Kinder zu lieben. Es gibt Berichte von Westlern, dass Korea schon immer eine Gesellschaft war, in der Kinder mehr geschätzt wurden als etwa in Japan oder China, sogar zu Zeiten hoher Geburtenraten.
Als Pinnie kam, drehte sich alles nur um ihn. Arnd und ich waren einfach überwältigt von dem süßen Baby. Ehe wir uns versahen, war die Zeit vergangen und der Abschied stand bevor. Nachdem die Kinder zuerst abgereist waren, hatten wir drei Tage Zeit, um unser Leben in Korea abzuschließen.
Wir schickten jeweils ein Paket nach Deutschland und Australien. Da das Postamt einen kostenlosen Verpackungsservice anbietet, brachten wir unsere Sachen in Papiertüten. Der Mitarbeiter wählte dann eine passende Box aus und verpackte alles blitzschnell und stabil. Auch das komplizierte Ausfüllen von Adresse, Kontaktdaten und Paketinhalt erledigte eine andere Mitarbeiterin freundlich und gab uns hilfreiche Hinweise. Ich hatte gedacht, dass Korea digital sehr gut organisiert ist und junge Menschen dort bequem leben können, ältere Menschen es aber zunehmend schwerer hätten. Doch ich war froh zu sehen, dass es auch für ältere Menschen gut vorbereitete Services gibt.
In der kurzen Zeit hatte ich die Gelegenheit, noch ein letztes Interview zu führen. Ich hatte einigen Freunden fest versprochen, sie diesmal zu treffen, doch plötzlich kamen unerwartete Aufgaben dazwischen, und da die Kinder aus Australien kamen, konnte ich Freunde und Bekannte nicht mehr treffen. Ich entschuldigte mich aufrichtig bei ihnen.
Ich wollte eigentlich einmal mit Arnd über den Dongdaemun-Markt gehen, ließ es aber bewusst ausfallen und machte stattdessen einen Spaziergang mit Hun und seiner Frau am Ufer des Jungnangcheon. Und dort bekam ich etwas, das ich mir schon lange gewünscht hatte: Wir kochten Ramen am Flussufer. Es war wirklich erstaunlich, dass es in einem kleinen Convenience-Store am Fluss eine Maschine zum Ramenkochen gab. Den Geschmack der Ramen auf der Bank am Fluss werde ich nicht vergessen.
Danach gingen wir im Zwielicht bis zum Seoul Forest. Es war schön, dass man von der dichten Hochhaussiedlung aus zu Fuß sowohl einen Flusspark als auch einen Wald erreichen konnte.
Es war schön, den letzten Tag mit Hun und Eun-Kyoung zu verbringen. Wenn ich diese beiden sehe, die freundlich und unkompliziert durchs Leben gehen, fühle ich mich einfach entspannt und glücklich. Ich bin dankbar, dass solche Menschen meine Familie sind.Read more





















Gaaaanz viele Grüße!!!!! [Vrona und Gert]
TravelerUnser Finn ist ein ganz süßes Kind! Wir sind so verliebt.
TravelerDas kann ich gut nachvollziehen, liebe Hea-Jee
TravelerEnkelkinder, sind ganz besonders wertvoll❤️
TravelerEin sehr süßes Kerlchen, euer Finn🫶❣️🫶