• Tag 175 - Abendspaziergang in Sydney

    17 grudnia 2025, Australia ⋅ ☀️ 26 °C

    Hea-Jee:
    Ich habe mich auf den ersten Blick in Sydney verliebt. Die Stadt nutzt ihre reizvolle Topografie, bei der sich das Land wie fingerförmig verzweigte Ausläufer dem Wasser entgegenstreckt, auf wunderbare Weise aus und ist erfüllt von schöner Architektur und einer lebendigen Atmosphäre. Mein erster Eindruck war der einer lebenswerten, wohlhabenden Stadt, in der Menschen unterschiedlichster Herkunft entspannt und friedlich zusammenleben.

    Während der wenigen Tage, die wir in Sydney verbrachten, waren überall die Flaggen auf Halbmast gesetzt, zum Gedenken an die Opfer des Terroranschlags am Bondi Beach, der sich wenige Tage zuvor ereignet hatte. Dennoch war nirgends eine gedrückte oder ängstliche Stimmung zu spüren. Es fühlte sich vielmehr so an, als würden alle gemeinsam zeigen wollen, dass feiger Terror die Lebenskraft Sydneys nicht auslöschen kann.

    Die Meeresbrise war kühl, aber die Sonne brannte auf der Haut.

    Arnd:
    Da wir recht früh angekommen waren, sind wir spätnachmittags noch einfach ohne Ziel in die Stadt losgelaufen. Auf meiner Karte sind Fußgängerbereiche rosa markiert und in der Nähe unseres Hotels begann ein größerer Fußgängerbereich, der auch noch interessant geformt war und in einem Gewässer endete.

    Zunächst liefen wir an China Town vorbei, was gleich erklärte, warum Google in der Nähe unseres Hotels fast nur asiatische Restaurants kannte. Der Fußgängerbereich war keine langweilige Einkaufsstraße, sondern ein sehr lebendiger Bereich mit Restaurants, Bars, einem kleinen Park mit offener Konzertbühne, ein Chinesischer Garten, ein schöner Spielplatz mit einem alten Karussell.

    Eine Bar war nach außen offen und ziemlich voll. Da treffen sich wohl Leute nach der Arbeit. Das haben wir später auch noch öfters gesehen. Uns machte das schon deshalb nicht an, weil selbst 20m daneben noch eine ungeheure Lautstärke herrschte. Die Leute da drin können sich nur schreiend unterhalten. Früher hat uns das ja auch nichts gemacht, aber jetzt verstehen wir nicht mehr, was man daran so toll findet.

    Auf einem Bild ist eine hoch gelegte Straße zu sehen, die über uns hinweg lief. Das gibt es in Sydney ziemlich oft. In der Stadt gibt es etliche größere Straßen, aber viele davon liegen im ersten Obergeschoß. Das hat natürlich den großen Vorteil, dass man unten durchgehend Platz für Fußgänger hat. Der Nachteil ist, dass man unten den ganzen Lärm von oben hat. Aber vielleicht kann man diese Situation ja mal mit Schallschutz verbessern.

    Der Weg endete im Darling Harbour. Im inneren Bereich dieses Hafens lagen etliche sehr teure Yachten. Dort war auch noch ein Raddampfer stationiert. Auf einer Seite war ein Marinemuseum mit einem alten Leuchtturm. In der Mitte ging eine alte Brücke über den Hafen, die sich als Holzkonstruktion entpuppte. Früher sind da sicher viele Verkehrsmittel drüber gefahren, heute ist es eine reine Fußgängerbrücke.

    Im Hintergrund stand ein recht spektakulär geformtes Hochhaus, das Hea-Jee als Schweinefilet bezeichnete. Es ist ein Hotel. Auch die merkwürdig geformte Scheibe am Hafen ist ein Hotel.

    Auf dem Rückweg sind wir neben unserem Hotel zum Vietnamesen gegangen und haben gut und günstig zu Abend gegessen.
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