Tag 176 - Sydney
18 grudnia 2025, Australia ⋅ ☀️ 30 °C
Arnd:
An unserem ersten Tag in Sydney hatten wir um 14:00 eine Führung durch die Oper gebucht. Bis dahin haben wir uns in der Gegend umgeschaut. Der zentrale Punkt, zu dem man auch gut per Straßenbahn hinfahren kann, ist Circular Qay, was man hier wie Circular Key ausspricht. Auch hier ist der Verkehr auf mehrere Ebenen verteilt. Ebenerdig sind die Fußgänger. Darüber gibt es eine Hochbahn, sowas wie eine S-Bahn, und darüber ist eine Straße für Autos.
Dadurch wird der Platz optisch in zwei Teile geteilt. Hinten kommt man mit der Straßenbahn an. Dort ist auch ein Platz, auf dem jetzt gerade ein Weihnachtsmarkt war. Vorne sind die Kais, an denen die gelbgrünen Fähren anlegen, die zum Nahverkehr gehören. Seitlich gibt es auch noch Anlegestellen für Hafenrundfahrten und für ein Kreuzfahrtschiff. Im Laufe unserer drei Tage lag dort zweimal ein Kreuzfahrtschiff.
Auf der einen Seite dieser Bucht liegt das älteste noch teilweise erhaltene Viertel von Sydney, the Rocks. Dort sind wir durch geschlendert und haben ein kleines Museum angeschaut, The Rocks Discovery. Nicht weit war auch noch das Museum of Contemporary Art. Das war recht teuer, klein und hat uns nicht besonders inspiriert. Nebenan haben wir noch ein paar Sushis vom Straßenverkauf zu Mittag gegessen.
Dann mussten wir zu unserer Führung auf die andere Seite der Bucht zur Oper. Dort gibt es alle 15 Minuten eine Führung. Wir haben zwei Säle gesehen, Bereiche, wo man die interne Struktur der Muscheln sehen kann und eine interne Aussichtsplattform, wo die Zuschauer in der Pause einen Blick auf den Hafen genießen können. Da es dann meist schon dunkel ist, hatte der Architekt eine clevere Idee, wie man die Fenster so gestalten kann, dass man nicht hauptsächlich Lichtreflexionen von innen sieht. Die Fenster sind nicht senkrecht, sondern nach außen geneigt. Dadurch sieht man Reflexionen des Lichts, dass von oben kommt und von da kommt kein Licht. Also sieht man auch keine Reflexionen.
Zur Architektur gab es leider nicht viele Erklärungen. Dazu gibt es andere Führungen und die waren leider schon ausgebucht. Aber es gab was zur Baugeschichte, dem Dänischen Architekten Jørn Utzon und dem an Donald Trump erinnernden Verhalten der Regierung nach einem Regierungswechsel während der Bauzeit (man wollte den Architekten loswerden und hat ihn einfach nicht mehr bezahlt). Er ist dann gegangen und hat sein Werk nie persönlich fertig gesehen. Am Ende gab es aber einen versöhnlichen Schluß.
Der Bau dieser Schalen war seinerzeit sicher eine enorme Herausforderung. Unser Guide hat berichtet, dass sie nach zwei Jahren Ausführungsplanung zu dem Schluss gekommen sind, die Schalen als Ausschnitte von Kugeln zu formen. Dadurch werden viele Einzelteile von der Form her identisch. Haben die vorher wirklich versucht, nicht kugelförmige Schalen herzustellen? Dann wäre jedes einzelne Bauteil anders gewesen. Heute mit CAD-und CAM-Techniken macht man sowas, aber damals? Die Außenseiten der Muscheln sind gekachelt und haben einen leicht gelblichen Schimmer.
Wir waren noch fit genug für einen weiteren Pflichtpunkt auf unserer Liste, einmal über die Harbour Bridge laufen. Dazu sind wir mit der Fähre auf die andere Seite zu Milsons Point Wharf gefahren. Dort gab es so eine Art Jahrmarkt. Man läuft dann noch etwas den Berg rauf und kann dann per Aufzug auf die Brücke hochfahren.
Der Fußweg ist auf der Seite der Oper und vom Circular Quay, so daß man einen schönen Ausblick hat und gut fotografieren kann. Allerdings ist alles vergittert und man muss seine Kamera durch einen schmalen Schlitz nach außen halten. Also nicht loslassen.
Hinter der Brücke kommt noch der Observatory Hill Park, von dem man einen schönen Blick auf die andere Seite der Brücke hat. Von dort sind wir über den schon vom Vortag bekannten Darling Harbour zum Hotel zurückgelaufen.
Hea-Jee:
Das berühmte Bauwerk, das Sydney Opera House, war noch beeindruckender, als ich es mir vorgestellt hatte. Der Architekt Jørn Utzon scheint ein wahrhaft geniales Talent gehabt zu haben. Die Idee war außergewöhnlich, und auch die Ausführung des Gebäudes war von hoher Qualität. Jedes Detail hatte seinen Sinn, alles fügte sich stimmig zusammen und wirkte klar und aufgeräumt.
Einzig etwas schade war, dass später errichtete massive Gebäude viel zu nah an das Opernhaus herangerückt sind. Zwar hatte man offenbar darauf geachtet, die Gebäude etwas niedriger zu halten und einen gewissen Abstand zum Opernhaus zu wahren, doch ganz verhindern ließ sich nicht, dass das elegante Operngebäude dadurch etwas klein und verloren wirkte.
In Sydney angekommen, fiel mir außerdem auf, wie stark die Sonne brannte – das Herumlaufen war dadurch ziemlich anstrengend. Czytaj więcej
























