Tag 10: Ein Tag zum Durchatmen
July 23 in Iceland ⋅ ☁️ 11 °C
Nach neun erlebnisreichen Tagen war klar: Ein Rest-Day muss sein.
Die vergangenen Tage waren voller Wanderungen, Roadtrips und unzähliger Eindrücke. Irgendwann braucht nicht nur der Körper, sondern auch der Kopf eine kleine Pause, um all das Erlebte überhaupt verarbeiten zu können.
Deshalb ließen wir den Tag ganz entspannt beginnen und machten uns lediglich zu einem kurzen Spaziergang von unserem Guesthouse in Vík bis zum Black Beach auf.
Natürlich zeigte sich Island dabei wieder von seiner ganz eigenen Seite.
Dichter Nebel lag über der Küste, während kräftige Wellen unaufhörlich auf den endlos langen schwarzen Strand trafen. Mit jeder Welle wurden die unzähligen runden Steine gegeneinander geschoben. Ihr rhythmisches Klirren und Klackern vermischte sich mit dem tiefen Rauschen des Ozeans zu einer ganz besonderen Klangkulisse.
Massive Felsformationen rahmten den Strand ein und verliehen ihm eine fast mystische Atmosphäre. Die tief hängenden Wolken und der Nebel nahmen der Landschaft nahezu jede Farbe. Himmel, Meer und Strand verschmolzen zu einem Bild aus Schwarz-, Weiß- und Grautönen – ruhig, melancholisch und gleichzeitig wunderschön.
Auf der gegenüberliegenden Landseite zeigte sich ein völlig anderes Bild. Der Bodden bot zahlreichen Wasservögeln einen geschützten Lebensraum. Zwischen dem schwarzen Vulkansand kämpften sich kleine Kriechpflanzen mit ihren kräftig grünen Blättern und zarten weißen Blüten ans Licht. Selbst dort, wo die Landschaft zunächst lebensfeindlich erscheint, findet die Natur ihren Weg.
Wir ließen uns Zeit, hörten einfach dem Meer zu und genossen die Geräusche. Kein straffer Zeitplan, keine langen Wanderungen, keine hunderten Kilometer auf der Straße – nur der mächtige Ozean.
Fazit:
Ein Ruhetag gehört auf einer Islandreise genauso dazu wie Wasserfälle, Gletscher und Vulkane. Die unendlichen Weiten, die gewaltigen Naturkulissen, die Zeitverschiebung und das nahezu endlose Tageslicht der vergangenen Tage sind überwältigend. Man sammelt so viele Eindrücke, dass sie kaum in einen einzigen Tag passen. Gerade deshalb tut es gut, zwischendurch einfach auszuschlafen, durchzuatmen und die Landschaft ohne Eile auf sich wirken zu lassen.Read more








