• Regentag in Oster Bay

    February 26 in South Africa ⋅ 🌬 19 °C

    Der Tag begann mit einem gemütlichen Frühstück und interessanten Gesprächen mit Nick. Dabei verbummelten wir etwas die Zeit und der Himmel zog sich zu. Aus einem langen Strandspaziergang sollte wohl nichts werden. Was nun? Oyster Bay (Afrikaans: Oesterbaai) ist ein sehr beschauliches Küstendorf an der Garden Route zwischen St Francis Bay und Jeffreys Bay im Eastern Cape. Das Gebiet ist geprägt von unberührten Stränden und Dünenfeldern. Also machten wir uns trotz Nieselregens auf zu einer der Küstendünen.
    Die Dünen bei Oyster Bay und im angrenzenden Küstengebiet sind natürliche Sanddünen, die sich entlang des Strandes erstrecken.
    Sie entstehen durch Wind und sind typisch für die Sandstrände dieser Region des Eastern Cape. Von oben hatten wir einen schönen Blick über den Ort und den langen Strandabschnitt. Danach verbrachten wir den Nachmittag mit Faulenzen, Lesen und beobachteten den wilden Ozean.
    Das Abendessen in dem einzigen Restaurant "Nautilus" hatten wir uns zwar nicht durch Bewegung verdient, aber es war trotzdem lecker. Auch die Geschichte des schwarzen Kellners fanden wir recht interessant. Bereitwillig erzählte er uns davon, dass er seit 12 Jahren eine Freundin und mit ihr auch ein Kind hat. Für dieses uneheliche "Vergehen" musste er an die Familie der Frau zwei Ziegen, bzw. den Gegenwert von jeweils 2500 ZAR bezahlen. Nun möchte er gerne heiraten und dafür sind aber zwei Kühe (jeweils 12000 ZAR) fällig. Sein Onkel, der die Verhandlungen führt, versucht nun, dass der Betrag für die zweite Kuh in Raten bezahlt werden kann. Erst wenn Einigkeit besteht, kann geheiratet werden. Das Brauchtum der Lobola( afrikanische Brautpreistradition) lässt uns schmunzeln, ist beim Stamm der Xhosa aber auch heute noch völlige Normalität und bringt hier so manchen jungen Mann in Bedrängnis.
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