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  • Day191

    Trincomalee - Tauchen

    May 5 in Sri Lanka ⋅ ⛅ 30 °C

    Rainer. Nachdem wir uns in Hikkaduwa noch gegen das Tauchen entschieden haben, um etwas Geld zu sparen, ist es nun in Trincomalee endlich soweit. Wir gehen wieder tauchen! 🤿

    Nachdem wir ein, in unseren Augen, geeignetes Tauchcenter gefunden haben, sind wir zunächst auch etwas aufgeregt. Es ist das erste Mal, dass wir uns mit einer Rückwärtsrolle vom Boot ins Wasser begeben. Spannend! 🫣
    Wie echte Kampftaucher begeben wir uns also in unser Einsatz Gebiet und erspähen unsere Missionsziele: Blaupunktrochen, diverse Moränen, Clownfische (”Nemo”), Halterfische (”Khan”) und vieles mehr. 🐠🐟

    Wir lieben es! ❤️
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    Philipp Jansen

    mega cool 😍

    Tales of Life

    Warte auf unseren nächsten footprint! 😍

     
  • Day179

    Auf der Suche nach den grauen Riesen

    April 23 in Sri Lanka ⋅ ⛅ 31 °C

    Marjolein. Wir haben uns bewusst dagegen entschieden hier in Sri Lanka einen Roller, ein Tuktuk oder sonst ein motorisiertes Fahrzeug zu mieten, um den Einheimischen keinen Sprit wegzunehmen. Aber hier in Arugam Bay kann man Fahrräder mieten! Und darauf haben wir so richtig Lust!🚴‍♀️
    Wir mieten uns also für fünf Tage zwei Fahrräder und nach dem Essen geht es los - natürlich wie immer in der prallen Mittagssonne. Aber das ist uns egal. Ausgerüstet mit unseren Kameras und zwei Flaschen Wasser radeln wir munter los, Richtung Panama (so heißt der nächste Ort).
    Es ist wahnsinnig heiß und staubig, aber wir haben richtig Bock!
    Wir radeln vorbei an nassen Reisfeldern und unendlich vielen Pfauen. Leider schaffen wir es nicht ein gutes Foto von ihnen zu machen, da sie super schissig sind und jedes Mal sofort wegrennen, wenn wir anhalten.
    Und dann sehen wir eine ganze Horde von Kühen, die an der Straße entlang wandern!🐂
    Aber eigentlich sind wir auf einer ganz anderen Mission unterwegs: Elefanten.
    In Sri Lanka sieht man mit großer Wahrscheinlichkeit wilde Elefanten und die suchen wir heute. Immer mal wieder entdecken wir Elefantenpoop und es riecht auch nach Elefant, aber wir sehen keinen.
    Als es ziemlich nach Regen aussieht und die Wolken immer dunkler werden machen wir uns auf den Rückweg. Als wir gerade anhalten um etwas Wasser zu trinken kommt uns ein Einheimischer auf seinem Roller entgegen und sagt, dass weiter hinter ihm ein Elefant keine 100 Meter vom Straßenrand entfernt ist. Also schwingen wir uns auf unsere Räder und fahren hin.
    Und tatsächlich, ein einzelner Elefant!🐘
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    Rita van Vliet

    Ist doch ne alte Geschichte mit nem bekannten Elefanten

    Tales of Life

    Hmm? Was meinst du?

     
  • Day178

    Surftage

    April 22 in Sri Lanka ⋅ ☁️ 26 °C

    Rainer. Im Wasser merke ich wie jeder Druck von mir abfällt und ich einfach nur sein kann. Das wohlige Schwappen der Wellen und eine kühle Morgenbrise umgeben mich. Die Sonne zeigt die ersten wärmenden Strahlen hinter den kleinen Wolken am Horizont und lässt erahnen, wie heiß es bald wird.

    Die Wellen sind zunächst sehr flach und ich verbringe mehr Zeit mit Warten als mit Surfen. Die Vorfreude und Entspannung weicht einem inneren Druck und dem Ehrgeiz endlich größere Wellen zu surfen. Die Wellen bleiben aus, der Druck bleibt. Ich versuche mich dann schließlich an einigen Wellen und merke wie sich das neue Brett unter mir wackelig anfühlt, wie es etwas schwermütiger übers Wasser gleitet. Die Welle zieht unter mir fort und lässt mich liegen wie ein ausgespucktes Kaugummi, ich habe zu wenig gepaddelt. Ich paddle wieder raus und versuche es erneut. Gleiches Ergebnis. Nachdem es nun endlich funktioniert merke ich, was ich zuvor befürchtete, das Brett ist wackliger als das vorherige und ich schaffe es nicht aufzustehen. Wackelig taumle ich hin und her, versuche Halt zu finden und eh ich mich versehe plumpse ich auch schon ins Wasser. Zu meinem Ehrgeiz und dem Druck gesellt sich nun noch Ungeduld hinzu und ich schwinge mich wieder aufs Brett. Ich will es nun noch mehr und stecke noch mehr Energie in die nächste Welle. Meine Ungeduld sprudelt nun nur so aus mir heraus. Ich finde nun etwas Halt, freue mich, werde hastig und falle wieder. Ich verbringe einige Zeit unter Wasser um mich zu sammeln. Das ist ohnehin hilfreich, denn ich merke wie mehrere Wellen eine nach der anderen immer wieder über mir brechen. Da lässt es sich doch unter Wasser ganz gut aushalten.

    Wieder draußen im Line-Up angekommen merke ich, dass es nicht viel Sinn macht wie ich an die Sache herangehe und nehme mir vor mich erstmal zu sammeln. Und wie klappt das am besten: Ablenkung. Ich wackle ein wenig mit meinen Zehen im Wasser, trommle etwas mit den Fingern auf dem Brett herum und schaue den anderen Surfern zu. Wirklich eine tolle Idee, denn bei Ihnen klappt es mitunter hervorragend und mit einer Leichtigkeit, die ich an diesem Morgen bei mir noch nicht gesehen habe. Ich nehme also schnell eine nächste Welle und auch diese verschluckt mich, spuckt mich aus und durchgewaschen komme ich wieder im Line-Up an.

    Das hat ja hervorragend funktioniert mit der Ablenkung und dem Sammeln. Neben Druck und Ehrgeiz kommt nun noch Wettbewerb dazu. Ich rutsche mit meinem Hintern auf dem Brett hin und her, drehe mich von rechts nach links als würde plötzlich neben mir die Lösung auftauchen. Vor lauter Gewackel verliere ich schließlich fast das Gleichgewicht und sehe dann eine Schildkröte, wenige Meter von mir entfernt, die kurz Luft holt und genau so schnell wieder abtaucht. Herrlich! Also doch gar nicht so ein schlechter Morgen. Was habe ich ein Glück sowas miterleben zu dürfen.

    Ich fühle mich wieder mehr als Teil des großen blauen Nass und nun klappt es auch mit dem Surfen. Die Schildkröte, oder eine andere, zeigt sich noch einige Male und ich fühle keine Anspannung mehr. Jeglicher Druck, Ehrgeiz und Wettbewerb ist von mir abgefallen.

    Ohne diesen Druck, Ehrgeiz und Wettbewerb klappt schließlich alles besser. Vor Allem fühle ich mich besser.
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  • Day176

    Nine-Arches-Bridge, Ella

    April 20 in Sri Lanka ⋅ ⛅ 25 °C

    Marjolein. Wir sind in Ella angekommen. Ella ist eine sehr bekannte Stadt hier in Sri Lanka, weil hier die wunderschöne Zugstrecke nach Kandy anfängt. Dies hat aber zum Nachteil - zumindest für uns - dass Ella super touristisch und dementsprechend teuer ist.
    Aber wir sind erstmal einfach nur froh, aus dem kalten, nassen Haputale fort zu sein.
    Hier in Ella geben wir auch unsere komplette Wäsche ab, um sie zum dritten Mal zu waschen, da diese ziemlich klamm geworden ist und schon angefangen hat zu müffeln. Außerdem müssen wir unsere Rucksäcke aussortieren und Sachen ordentlich sauber machen - einiges schimmelt nämlich😣

    Hier in Ella gibt es aber auch mehr zu tun als Wäsche zu waschen: Hier gibt es die berühmte Nine-Arches-Bridge, die ein super beliebtes Fotomotiv ist. Und das zu Recht. Es ist wirklich ziemlich imposant, wie sie sich inmitten von Reisfeldern und grünen Bäumen erhebt. Als wir unten an den Gleisen stehen kommt auch der Zug, auf den wir so sehnlichst gewartet haben. Was für ein toller Moment! 🛤
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  • Day171

    Adam's Peak

    April 15 in Sri Lanka ⋅ ☁️ 16 °C

    Marjolein. Innerhalb des Workaways haben wir netterweise die Möglichkeit für zwei Tage weg zu gehen um gemeinsam Zoe und Mathis, den Franzosen die wir in Mirissa kennen gelernt haben, den Adam’s Peak zu besteigen. ⛰

    Der Adam’s Peak ist ein heiliger und 2243 Meter hoher Berg hier in Sri Lanka und eine Pilgerstätte für Buddhisten, Hindus, Muslime und Christen, denn oben bei dem Gipfel soll ein Fußabdruck, der Sri Prada (dt. Heiliger Fuß), von Buddha oder von Adam oder von Shiva, oder vom Apostel Thomas sein - je nachdem welcher Religion man Glauben schenken möchte. Die Pilgersaison startet am Vollmond-Tag (Poya-Tag) im Dezember und endet mit dem Vesak-Fest im Mai, außerhalb dieser Zeit ist das Wetter zu schlecht.
    Während der Pilgersaison ist der ganze Weg beleuchtet und es gibt immer mal wieder Teestuben und kleine Shops bei denen man sich stärken kann. Und die sind wirklich hilfreich! Der Weg ist nämlich echt eine Herausforderung: Er besteht ausschließlich aus Stufen. Wie viele es genau sind, wurde bislang noch nicht ausgerechnet. Aber es sollen mehr als 5.200 sein. Einige Stufen unterscheiden sich sogar um bis zu 50 cm! 😱

    Den Adam’s Peak kann man von zwei Seiten besteigen, vom Norden und vom Süden. Wir entscheiden uns für Nallathanniya (Dalhousie), die kürzere Route über Norden. Dafür müssen wir also von Haputale mit dem Zug nach Hatton fahren. Die Fahrt dauert circa vier Stunden und es ist die schönste Zugfahrt, die wir beide bisher hatten!🛤
    Es geht vorbei an sattgrünen Reisfeldern, hohen Bergen und Wasserfällen. Wir genießen die Fahrt in vollen Zügen (höhö) und wir bekommen richtig Lust auf das gute Wetter.
    Am Bahnhof Hatton angekommen geht es mit dem Bus weiter nach Nallathanniya. Während der Fahrt, die eindeutig nichts für sensible Mägen ist, wird mir leider auf meine Schuhe gekotzt. Glücklicherweise können wir diese in unserer Unterkunft waschen und wir hoffen, dass sie noch bis zum Start der Wanderung trocknen.
    Wir treffen Zoe und Mathis, gehen gemeinsam essen und verabschieden uns dann früh, um noch etwas Schlaf zu bekommen.
    Zurück im Zimmer bekommen wir von der Unterkunft einen Föhn um meine Schuhe trocken zu föhnen - ein Glück.
    Der Wecker klingelt in aller Früh, um zwei Uhr nachts nämlich, und dann geht es endlich los. Durch den gut ausgeleuchteten Weg benötigen wir nicht einmal unsere Taschenlampen. Schnell beginnen die ersten Stufen und ich bin ganz erstaunt, wie schwer es sein kann eine Treppe zu laufen. Es ist jetzt schon, nach gerade einmal 15 Minuten, super anstrengend! Was habe ich mir nur hierbei gedacht?!🤦‍♀️ Zoe und Mathis haben wir übrigens schon längst vorgeschickt, die beiden sind gut trainiert und gehen regelmäßig auf irgendwelchen französischen Bergen wandern.
    Zwischenzeitlich habe ich einfach keine Lust und keine Kraft mehr - Sonnenaufgang ist schließlich Sonnenaufgang!
    Doch dank Rainers Motivation und meinem Ehrgeiz haben wir den Gipfel aber schließlich nach 2 1/2 Stunden erreicht. Wir sind mächtig stolz auf uns und super glücklich☺️
    Allerdings frieren wir jetzt auch ziemlich doll. Hier oben weht der Wind stark und da wir uns nicht mehr bewegen wird uns richtig kalt.
    Aber dann endlich fängt es an heller zu werden und Stück für Stück offenbart sich die Sonne. Leider haben wir den ganzen Prozess des Sonnenaufgangs nicht in voller Länge gesehen, da wir kurz vorher beschlossen haben schon mal den Rückweg anzutreten und dann in der Menschenmenge, genau mit einem Gebäude vor der Nase, stecken geblieben sind. Als wir schließlich endlich einige Meter vorrücken können, sehen wir die Sonne auch und jetzt wird deutlich, dass sich die ganze Mühe zu einhundert Prozent gelohnt hat! Denn, wer hätte es gedacht: es ist doch nicht nur irgendein Sonnenaufgang! Er ist wirklich sehr besonders und wunderschön🌄

    Leider müssen wir aber auch wieder runtergehen. Und die 5200 Stufen hinunter zu steigen ist nicht minder anstrengend und schnell schmerzen die Knie. Rainers Beine fangen dazu noch fürchterlich zu zittern.
    Nach weiteren 1,5 bis 2 Stunden ist es geschafft und voller Glücksgefühle treten wir die Rückfahrt nach Haputale an.

    Ich bin sehr stolz auf mich, denn schon wieder bin ich über mich hinaus gewachsen und habe meine eigenen Grenzen überwunden 💪
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    Paul van Vliet

    Und schon wieder wunderschöne Bilder

    Tales of Life

    Dankje 😍☺️

     
  • Day168

    Workaway

    April 12 in Sri Lanka ⋅ 🌧 22 °C

    Marjolein. Nach einer wahnsinnig langen Anfahrt, die den ganzen Tag gedauert hat, sind wir endlich in Haputale angekommen. Haputale, das ist der Ort, indem wir unser erstes Workaway machen. Arbeit gegen Kost und Logis. Wir dürfen in einem Guesthouse mithelfen, aber was genau unsere Aufgaben sind werden wir noch erfahren. Wir freuen uns schon so lange darauf, endlich wieder arbeiten zu können und nebenbei auch noch etwas Geld zu sparen.🙂
    Wir planen mindestens eine Woche hier zu bleiben (11.04 - 19.04) und wenn es cool ist auch gerne länger.
    Wenn es cool ist… Schnell macht sich Ernüchterung bei uns bereit. Viraj, der Sohn des Besitzers und unser Ansprechpartner, ist nicht cool. Er hat einen ganz komischen Humor, macht teilweise total gemeine Witze und redet hauptsächlich ironisch mit uns, sodass wir nie wissen, was er jetzt ernst meint und was nicht. Es ist einfach ziemlich anstrengend in seiner Gegenwart. Leider hat er uns auch überhaupt nicht mit seiner Familie bekannt gemacht, geschweige denn uns genau erklärt, was unsere Aufgaben sind. Wir sind ziemlich enttäuscht und fühlen uns hier gar nicht wohl.☹️
    Die Familie von Viraj (seine Eltern, drei Brüder und eine Schwester) sind im Gegensatz zu ihm aber super nett und herzlich. Mit ihnen verstehen wir uns gut und als Viraj zwei Tage nicht im Haus ist, können wir die Zeit endlich zumindest etwas genießen. Wir bekommen Einblick in eine echte sri-lankische Küche und wie die Zubereitung der traditionellen Gerichte vonstatten geht. Ich darf sogar bei der Herstellung von Kokosmilch helfen, was wirklich eine tolle Erfahrung ist - und wahnsinnig aufwendig noch dazu! Und Rainer lernt von Farina, der Mutter, wie man den guten traditionellen sri-lankischen Tee zubereitet - das ist nämlich nicht mit der Teezubereitung aus Deutschland vergleichbar und gleicht eher einer Kunst - wenn man Farina so reden hört.😜
    Die Familie kann unser Unwohlsein trotzdem nicht wirklich mindern. Denn zu der unglücklichen Situation mit Viraj kommt noch hinzu, dass das Wetter richtig schlecht ist. Haputale liegt in den Bergen und es regnet die meiste Zeit und es ist super neblig. Wenn die Sonne mal scheint und der Nebel sich verflüchtigt, ist die Aussicht auf die Berge hier wunderschön und die Teeplantagen kommen richtig toll zur Geltung.⛰
    Leider sind diese Momente eher die Ausnahme. Durch den vielen Regen und den Nebel ist die Luftfeuchtigkeit enorm hoch, was dazu führt, dass nichts trocknet und so ziemlich alles (inklusive unser komplettes Zimmer) ständig klamm ist.
    Diese hohe Luftfeuchtigkeit führt auch dazu, dass sämtliche Zimmer der Unterkunft schimmelig sind. Es fühlt sich nicht gut an, diese Zimmer, in dem miserablen Zustand in dem sie sind, für die Gäste sauber zu machen. Zumal sauber machen für uns etwas anderes bedeutet als das, was wir angewiesen sind hier zu machen..
    Die Schimmelbelastung, die auch vor unserem Zimmer keinen Halt gemacht hat, führt dazu, dass es Rainer gesundheitlich, sobald er unser Zimmer betritt, schlecht geht. Er hat Heuschnupfen ähnliche Symptome, die augenblicklich verschwinden, wenn er das Zimmer verlässt. Seine Symptome werden immer schlimmer und es wird schnell deutlich, dass wir nicht länger hier bleiben können und wollen. Daher und auch wegen der allgemeinen Situation beschließen wir, doch schon am Montag abzureisen.
    Wir haben aber einiges für uns gelernt und sind auch an dieser Situation gewachsen.

    (Und ja, wir haben bei den Sonnenuntergangs- und Regenbogenbildern KEINEN Filter benutzt, das sah wirklich so aus.)
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    Stefanie VAN VLIET

    wahnsinnig schöne Fotos....

    Tales of Life

    Danke :)

    Alexandra Thiel

    Toll ist doch, dass Ihr Euch eine passendere Jobmöglichkeit suchen könnt! Zieht weiter, ich bin sicher, Ihr findet bessere Bedingungen! Liebe Grüße und viel Glück!

    Tales of Life

    Ja, das stimmt. Das ist echt ein Vorteil von dem Konzept - die Auswahl ist groß und eben auf der ganzen Welt verteilt :) Vielen Dank und liebe Grüße zurück :)

     
  • Day165

    Dreadpflege und Affenzirkus

    April 9 in Sri Lanka ⋅ ⛅ 30 °C

    Marjolein. Langsam wird es Zeit für eine Dreadpflege. Zum Glück finden wir hier in Mirissa auch jemanden, der einmal mit der Häkelnadel durch meine Haare gehen kann. Es ist Dasun von „Comic power Woody cottage“, der uns kurzerhand abholt und in sein kleines Paradies mitnimmt. Wir haben wahnsinnig interessante Gespräche über sein Leben und seine Einstellung zum Leben. Und dann kocht seine Frau auch noch ein super leckeres Rice and Curry für uns!🤤

    Von unserer Unterkunft in Mirissa können wir täglich zwei verschiedene Affen-Großfamilien beobachten und es ist herrlich mitanzusehen, wie sie die Stromleitungen entlang balancieren, herumspringen und toben. 🐒
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    Oma Ulli

    🥰siehst noch hübscher aus. echt interessante Leute, die ihr kennenlernt, abgesehen von den Affen 🐵🤣

    Tales of Life

    Danke 😊 ja, echt wahnsinnig interessant!

    Rita van Vliet

    wirklich ein Paradies

    Tales of Life

    Ja! 😍

    Tales of Life

    Und so ruhig!

     
  • Day162

    Whale watching

    April 6 in Sri Lanka ⋅ ⛅ 25 °C

    Marjolein. Sri Lanka hat Wale. Blauwale, Finnwale, Pottwale, Buckelwale, Walhaie…
    Und die besten Chancen einen (Blau-) Wal zu sehen hat man vom Oktober bis April in Mirissa, denn zu dieser Zeit wandern die Wale vom kalten Polarwasser zum warmen tropischen Wasser nach Sri Lanka!
    Rainer und ich haben lange hin und her überlegt, ob wir so eine Whale Watching Tour machen wollen, da diese Touren oftmals (teils aus gutem Grund) keinen guten Ruf haben.
    Wir haben uns aber schon länger mit diesem Thema auseinander gesetzt (seit der Quarantäne in Kambodscha) und haben schließlich eine gute Organisation gefunden: Raya and the Whales.

    Morgens früh um 5.30 Uhr werden wir vom Fahrer abgeholt und ins Büro gefahren. Dort wird das finanzielle geregelt und außerdem noch Pillen gegen Übelkeit verteilt. Wir nehmen zur Sicherheit auch welche mit. Und dann geht’s rauf auf’s Boot. Warnwesten an, Platz suchen und erstmal Kaffee trinken. Es werden eine paar Sachen erklärt und auch nochmal gesagt, dass die Wahrscheinlichkeit einen Wal zu sehen 50:50 ist und man das eben niemals garantieren kann, weil es wilde Tiere sind. Das Boot schaukelt hin und her und lange passiert erstmal nichts.
    Dann plötzlich springt etwas aus dem Wasser und fliegt etliche Meter durch die Luft! Es ist ein fliegender Fisch! Als kleines Mädchen habe ich mal von ihnen gelesen und fand das total witzig: Fische die fliegen können! Es sieht tatsächlich witzig aus, wie sie ganz plötzlich aus dem Wasser springen und darüber fliegen. Die Natur ist schon ein Wunder.
    Und dann sehen wir noch mehr Tiere: Spinnerdelfine. Sie springen elegant hoch nur um schnell wieder ins Wasser einzutauchen. Das Wasser ist so klar, dass man sie gut sehen kann, wenn sie direkt neben unserem Boot entlang tauchen. Sie folgen unserem Boot einige Zeit, bis sie schließlich das Interesse verlieren. Delfine sind wirklich schöne und wahnsinnig intelligente Tiere!🐬
    Das Boot schaukelt weiter hin und her und mittlerweile haben wir unsere zweite Mahlzeit bekommen, als der Kapitän auf einmal „Whale!“ ruft. Und ich habe es auch ganz kurz gesehen: Ganz weit vor uns ist tatsächlich etwas Großes aus dem Wasser hoch gesprungen.
    Das Boot fährt hin und wir sehen…nichts. Ein, wie wir erwarten riesiger Wal, verschwindet einfach so im riesigen Blau des Ozeans und ist nicht mehr zu finden.
    Doch plötzlich… rechts von unserem Boot taucht auf einmal ein Wal - ein Finnwal - auf und spritzt seine Fontäne hoch in die Luft. Uns bleibt die Luft weg. Tatsächlich - ein echter Wal!🐋 Mann, haben wir ein Glück! Es ist so beeindruckend diesen großen Wal so aus der Nähe sehen zu können.
    Er springt immer mal wieder aus dem Wasser hoch und lässt sich rücklings wieder reinwerfen. Taucht mal links, dann wieder rechts vom Boot auf. Taucht unter dem Boot hindurch. Springt hoch, atmet seine Fontäne aus, dass das Wasser nur so spritzt.🐳
    Rainer und ich genießen dieses besondere Tier und sind einmal mehr von der Schönheit und der Magie unserer Erde verzaubert.

    Ein Zauber der auch schnell zerplatzen kann. Finnwale haben nahezu keine natürlichen Feinde, außer den Menschen, der irgendwann schlau genug war Methoden zu entwickeln die besonders schnellen Finnwale zu jagen. Waljagd ist ein Relikt aus älteren Tagen?! Schön wär’s. Die Population der Finnwale wird weltweit auf 100.000 Exemplare geschätzt. Und obwohl der Finnwal als bedroht gilt wird er beispielsweise in Island immer noch gejagt.
    Selbst wir, auch wenn wir nicht in Island leben und Wale jagen, haben etwas mit dem Artenschutz der Tiere zutun. Überfischung und Umweltverschmutzung sind wesentliche Themen, die nicht nur die Tierwelt bedrohen sondern auch die Menschheit vor existenzielle Probleme stellt. Das Meer ist keine Müllkippe und Fischfang nicht besser als Massentierhaltung.

    Unsere Erde ist wunderschön und es wert, dass wir um sie kämpfen und sie beschützen! Wir haben nur diese eine Welt und sollten alle unser Möglichstes tun um sie zu erhalten. 🌍
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    Rita van Vliet

    schockverliebt

    Tales of Life

    :)

    Rita van Vliet

    Wie auf Mauritius....

    Tales of Life

    Ja genau! Nur eben ein anderer Wal

     
  • Day158

    Mihiripenna und Galle Fort

    April 2 in Sri Lanka ⋅ ⛅ 29 °C

    Marjolein. Weiter geht es mit dem Bus nach Mihiripenna in der Nähe von Unawatuna.
    Unsere Unterkunft ist ein Traum und Deshan und seine Frau sind so nett und hilfsbereit! Wir haben wieder mal echt ein Glückslos gezogen.☺️
    Schnell nach dem Einzug in unser Zimmer ziehen wir los zum Strand. Hier sind die Wellen endlich mal nicht so stark wie in Ambalangoda und Hikkaduwa, da man in einer Art Lagune schwimmt, die durch Felsen vom restlichen Meer getrennt ist. Perfektes Wasser für mich also! Endlich im Wasser fällt uns auf, wie klar es ist. Wir können bis auf den Grund sehen und so fällt Rainer auch der riesige Schatten, der unter mir hindurch schwimmt, ziemlich schnell auf und erkennt ihn als Schildkröte. Ich habe nichts erkennen können und so will ich mich mit eigenen Augen davon überzeugen. Und tatsächlich: Schildkröten! Es sind vier oder fünf und teilweise sind sie riesig mit Moos auf ihren Panzern. 🐢
    Es sieht super elegant aus, wie schnell sie sich im Wasser fortbewegen. Wir schaffen es ab und an ihnen zu folgen und eine Weile mit ihnen zu schwimmen. Es ist wirklich ein tolles Gefühl diese besonderen Tiere aus der Nähe zu sehen und sie beobachten zu können.

    Am nächsten Tag planen wir einen Tagesausflug nach Galle. Die Stadt war ein wichtiger Seehafen und später die Hauptstadt von Niederländisch-Ceylon und schließlich das Verwaltungszentrum der Briten.
    Hier in Galle gibt es noch ziemlich gut erhaltene Überreste der niederländischen Festung (Galle Fort), der größten erhaltenen in ganz Südasien. Heutzutage ist das Fort geschmückt von kleinen Gassen, süßen Lokalen und einer Altstadtkulisse, die zum Rumschlendern einlädt. 🚶‍♀️
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    Alexandra Thiel

    Wow, toll! Ich finde Warane so klasse!👍

    Tales of Life

    Dieser hatte auch Pfoten, die richtig wie Skelettpfoten aussahen! Sieht man auf dem Foto aber nur leicht.

    Alexandra Thiel

    Wunderschöne Tiere in ihrer natürlichen Umgebung! ich freu mich für Euch!

    Tales of Life

    Danke :)

     
  • Day155

    Surfermekka für Pauschaltouristen?!

    March 30 in Sri Lanka ⋅ ☀️ 28 °C

    Rainer. Vijaj fährt uns morgens zu unserem nächsten Stopp und zeigt uns auf dem Weg noch eine Buddha-Statue, von der wir unbedingt ein Foto machen sollen, sowie eine Tsunami-Gedenkstätte. Im Jahr 2004 gab es seit Aufzeichnungen das drittstärkste Erdbeben im indischen Ozean mit der verheerenden Folge von riesigen Tsunamis an den Küsten des indischen Ozeans. Betroffen war nicht nur, wie damals groß im deutschen Fernsehen Phuket (Thailand), sondern ebenfalls Bangladesch, Indien, Indonesien, Malaysia, die Malediven, Myanmar, Singapur, Sri Lanka, Kenia, die Seychellen, Somalia, Tansania, Réunion und weitere. Insgesamt starben hierbei 230 Tausend Menschen, wovon alleine in Indonesien 165 Tausend lebten. Nicht zu erwähnen wieviele Leute obdachlos wurden und sämtliche Lebensgrundlage verloren haben.
    In den betroffenen Küstenregionen in Sri Lanka hörten wir immer, dass die Deutschen so viel halfen und man dafür sehr dankbar ist. Tatsächlich hat Deutschland in betroffenen Ländern mit 500 Millionen staatlichen und 500 Millionen privaten Mitteln geholfen, Damit ist Deutschland mit 1 Milliarde vor dem Internationalen Währungsfonds, welcher 735 Millionen an Unterstützung bot.

    Nach der Ankunft in unserer Unterkunft in Hikkaduwa gehen wir an den Strand und bemerken, dass dort mehr Weiße sind als wir seit langer Zeit gesehen haben. Aber was erwartet man, wenn man zu dem erstbesten Surfort geht, welcher hervorragend von der Hauptstadt und dem internationalen Flughafen zu erreichen ist und als einer der besten Surfspots für Beginner gilt. Und dem Drang wieder zu surfen kann ich einfach nicht widerstehen.
    Gesagt - Getan: für den nächsten Morgen habe ich eine Auffrischungsstunde vereinbart und schwing mich um halb 8 ins lauwarme Nass. Die Bewegungen sind zunächst etwas steif, fühlen sich jedoch vertraut an. Ich spüre wie es mich in Richtxung Ozean treibt, wie sich Ruhe in mir ausbreitet und ich mich einfach wohl fühle. Ich freue mich auf das Gefühl wenn die Welle meinem Surfboard einen sanften Stoß gibt, wenn ich merke, dass der Ozean mich mitnimmt und dass ich mit den Bewegungen des Wassers verschmelzen kann. Und schon geht es los, der Surflehrer gibt den Ton an. Er sagt ich soll mich bereitmachen, er gibt mir einen Schups und schreit „Stand up!“. Ich fühle wie die Welle mich mitnimmt, spüre dass die Welle die Rückseite meines Boards greift und ich weiß, dass ist der Moment um meine Arme durchzudrücken, mich aufzustellen und endlich die Welle zu surfen die ich mir so ersehne. Ich drücke meine Arme durch, komme auf meine Füße, finde keinen Halt, ich rutsche und falle. Der erste Waschgang. Ich bin nicht deprimiert und schwinge mich voller Vorfreude wieder aufs Brett. Weiter gehts! 
Waschgang zwei, Waschgang drei, Waschgang vier…. Keine Welle schaffe ich zu stehen. Die Vorfreude ist weg, meine Motivation sinkt. Ich ärgere mich über mich selbst. Ich versuche es wieder und wieder, werde ungeduldig. Nächster Waschgang. Ich verharre einige Sekunden unter Wasser, könnte auch einfach da bleiben. Als ich auftauche ist sämtliche Last von mir abgefallen, sämtliches Wollen hat sich in Luft aufgelöst und ich genieße einfach den Ozean. Ich schwing mich wieder aufs Brett, fühle wie das Wasser mich umarmt und mir über Arme und Beine schwappt. Ich fühle mich als Gast, fühle mich wieder angenommen und bin dankbar dafür. 

    Es gelingt. Ich stehe eine Welle. Euphorie sprudelt durch meinen Körper und ich kann es nicht fassen. Ich plumpse ins Wasser und strahle was das Zeug hält. Ich will am liebsten gar nicht mehr aufhören. Mein vorheriger Ärger?! Weg. Der Wettkampf mit mir Selbst?! Weg.

    Ich erhalte wertvolle Tipps, vereinbare eine weitere Surfstunde für den nächsten Tag und auch diese läuft super. Ich finde wieder mehr Gleichgewicht und Kontrolle auf dem Brett. Mit einem traurigen Auge verabschiede ich mich vom Surfen, doch ich weiß - bald geht es weiter!

    Neben dem Surfen besuchen wir häufiger den Strand, genießen unsere Zeit und nehmen all das vom „Pauschalurlauben“ mit, was wir wollen. Ist ja auch mal ganz nett, und verändern können wir die Situation ja eh nicht.

    Direkt am Strand gibt es ebenfalls einen Marine-Nationalpark und ein Korallenriff. Zumindest, wenn man tote, farblose Korallen noch als Riff bezeichnen möchte. Leider ein Anblick den wir des Öfteren gesehen haben und der einen wirklich nachdenken lässt, wie wir Menschen mit dem Ozean umgehen. Unter der Wasseroberfläche liegt Vieles verborgen: Unbekannte Welten, Tierarten, Stoff für Gruselgeschichten und Filme, aber auch viele Sünden der Menschheit liegen dort begraben. Sünden derer wir ebenfalls verantwortlich sind.

    Aber dieses Thema, werden wir ein anderes Mal anschneiden…
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