Joined March 2019
  • Day104

    103 Tage

    November 23, 2019 in Switzerland ⋅ ☁️ 16 °C

    Wir hatten beide ein ganz mulmiges Gefühl, als wir kurz vor der Landung in Zürich waren. Wohin war die Zeit, die 3.5 Monate konnten doch noch nicht vorbei sein. Wie es wohl sein wird, wieder den ganz normalen Alltag zu erleben. Wir waren uns aber sicher, dass es die beste Zeit unseres Lebens war und so verbrachten wir die letzten Stunden in der Luft damit, die schönsten, verrücktesten und beeindruckendsten Momente gemeinsam nochmal Revue passieren zu lassen.

    Da wir irgendwelche Botschafter und Diplomaten mit an Bord hatten, mussten wir recht lange warten, bis nach der Landung endlich aussteigen konnten und auch auf unser Gepäck mussten wir ewig warten. Als wir dann endlich durch den Zoll in der Ankunftshalle ankamen, wartete eine riesige Überraschung auf uns. Meine Schwester Nadine war mit ihren zwei Mädchen extra aus Bern, angereist um uns willkommen zu heissen. Da wir bereits um kurz nach 7:00 Uhr landen sollten, mussten sie zwar alle mega früh aufstehen, aber Mira und Darina wollten unbedingt auch mitkommen. Was für eine mega grosse Überraschung, wir haben uns wirklich von Herzen gefreut.

    Darina überreichte Alex dann seinen Shibuu, der in der Zwischenzeit aus Japan bei meiner Schwester angekommen war und nun zu uns nach Hause wollte. Danach liessen sich Mira und Darina von Alex auf dem Gepäck Trolly durch den ganzen Flughafen bis zum Kaffee chauffieren wo wir erstmal gemütlich etwas „zmörgeleten“. Bevor ich mein Gipfeli essen wollte, rannte ich kurz in die Migros Filliale um mir meinen schmerzlich vermissten Gruyère zu kaufen. Nach so langer Zeit war der echte, leckere Schweizer Käse zu essen, wie Himmel auf Erden.
    Wir plauderten noch ein wenig und kuschelten die Kidi’s natürlich auch ganz fest. Danach gingen wir zusammen zum Läderach Shop, denn nebst dem Käse hatten wir auch die beste Schoggi der Welt sehr vermisst. Dann war es leider auch schon Zeit uns zu Verabschieden und mit dem Zug nach Sargans zu fahren.

    103 Tage waren wir unterwegs. 103 Tage voller Glücksmomente und Überraschungen. 103 Tage Zeit für uns. 103 Tage von denen wir noch unseren Enkeln erzählen werden. 103 Tage das Abenteuer unseres Lebens.

    So genug von 103, obwohl ich noch ewig weiter schreiben könnte, und zurück zu ein paar beindruckenden Zahlen. Wir waren gesamthaft 103 Tage unterwegs (das war das letzte Mal, versprochen), wir waren in 8 Ländern, haben 16 Flüge genommen, in 32 verschieden Unterkünften geschlafen, haben Ramen für ein ganzes Leben gegessen und so viele tolle Menschen kennen gelernt wie man sich kaum vorstellen kann. Ich muss es einfach noch einmal schreiben, 103 Tage die beste Zeit unseres Lebens.

    Ein riesiges Dankeschön geht natürlich an alle die uns unterstütz und geholfen haben unseren Traum wahr werden zu lassen. Auch möchten wir uns gerne bei allen bedanken, die an uns gedacht haben, die mit uns mitgefiebert und mit gelesen haben.

    Hallo, wir sind wieder Daheim!!!
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  • Day103

    Verplant

    November 22, 2019 in Singapore ⋅ ☁️ 30 °C

    Weil der Flughafen Changi in Singapur als einer der schönsten und besten Flughäfen der Welt gilt, haben wir uns nach einem ausgiebigen „Zmorge“ auf den Weg gemacht. Wir waren zwar ein paar Stunden zu früh dort, aber als wir das Chaos an den „ScootNok“ Schaltern sahen, waren wir gleich doppelt froh darüber. Die Billig Airline hatte ohne System mehrere verschieden Stationen/Schalter geöffnet. Nach dem wir uns an einem Schalter selbst ein-checken mussten, mussten wir uns trotzdem noch an drei weiteren Schaltern anstellen für die restlichen Schritte. Ein wahnsinniges Chaos, viele Passagiere beschwerten sich, da sie trotz genügend eingeplanter Zeit, 15 Minuten vor Boarding noch immer in der Schlange für den Dokumenten Check standen.

    Uns blieb zum Glück noch genügend Zeit um „JEWEL“, den berühmten Indoor-Wasserfall, dessen Bau rund 1.9 Billionen Singapur Dollar gekostet hat, anzuschauen. Das Kunstprojekt besteht nicht nur aus dem wirklich faszinierenden, trichterförmigen Wasserfall der in der Mitte der Halle vom „Himmel“ zu strömen scheint, sondern auch aus einer kompletten Dschungel Anlage. Es ist eine perfekte Möglichkeit, sich bei Tageslicht umgeben von echten Pflanzen, Bäume und Blumen auf einem der vielen Sitzgelegenheiten vor dem nächsten Flug zu entspannen. Wenn wir gewusst hätten, wie schön die Halle ist, wären wir definitiv nicht in „the cloud“ (siehe Blogeintrag: ein Wiedersehn mit Freunden) gegangen. Einzig um die Weihnachtsdeko kamen wir auch im JEWEL nicht herum.

    Und dann war es auch schon Zeit „Bye Bye“ Singapur zu sagen, „One Night in Bangkok“ wir kommen. Dachten wir zumindest. Wir waren gerade im Burgerking, ja Fast Food musste einfach mal wieder sein, als mir meine Schwester eine WhatsApp schickte und uns einen guten Heimflug wünschte. Etwas amüsiert antwortete ich ihr, dass wir noch eine Nacht im „Le Meriedien*****“ in Bangkok als krönenden Abschluss vor uns hätten, es aber lieb sei, dass sie an uns dachte.
    Ab dem Moment fingen die Rädchen in meinem Kopf an zu drehen. Was war, wenn sie Recht hatte, konnte es wirklich sein, ich hatte doch so geplant, dass wir auf keinen Fall von Singapur aus nach Hause fliegen mussten, da dies viel zu lange dauern würde. Also kontrollierte ich die Flugtickets und man glaubt es kaum, aber ich hatte mich tatsächlich um einen Tag verplant!!! (Anstatt in der Nacht vom 23. Auf den 24.11. flogen wir bereits in dieser Nacht vom 22. Auf den 23.11.) Alex stand gerade an der Kasse, als ich ihm zurief: „Schatz, Scheisse wir fliegen heute schon nach Hause!!!“ Meiner Schwester sendete ich sofort eine Sprachnachricht voller Fluchworte und dem Zugeständnis, mich verplant zu haben.
    Wer mich kennt, weiss sowas gibt es doch nicht. Ich war so extrem genervt von mir selber und dass unsere Reise nun 30 Stunden dauern würde, wie konnte mir das nur passiert sein und vor allem, wir wollten doch nicht, dass es nun so plötzlich einfach vorbei war mit unserer Reise. Alex nahm das ganze super gelassen und meinte nur, in 3.5 Monaten hätte ich nie etwas falsch geplant, dann dürfe mir so etwas schliesslich auch einmal passieren.
    Zum Glück sollte unser Flieger um 17:00 Uhr in Bangkok landen und der Flug nach Zürich ging erst kurz nach Mitternacht, daher hatten wir wenigstens keine Probleme unseren Anschluss zu schaffen.

    In Bangkok schlugen wir uns dann die Zeit Tod, in dem wir gleich mehrmals „Znacht“ gegessen hatten. Es gab gebratene Nudel, gebratener Reis und zweimal einen Bretzel Hotdog (die sind einfach der Burner). Da wir schon das Spa im „Le Meridien“ nicht hatten, gönnten wir uns wenigstens ein Flughafen Thai Massage bevor wir in den Flieger stiegen. Nun ging es mit einem weinenden und einem lächelnden Auge zurück nach Hause.
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  • Day103

    Wiedersehn mit Freunden

    November 22, 2019 in Singapore ⋅ ☁️ 28 °C

    Um in Singapur möglichst ohne Jetlag anzukommen, haben wir wieder im Transit Hotel im Flughafen Kuala Lumpur übernachtet, genügend Zeit hatten wir sowieso, denn unsere Transferzeit betrug fast 9 Stunden. Am Montag dem 18.11. sind wir dann um 9:00 Uhr morgens angekommen und haben uns zuerst ein ausgiebiges Frühstück gegönnt und sind dann mit der oberirdischen Metro zu unserem Hotel gefahren. Es war echt cool, dass die Metro zur Abwechslung einmal nicht im Dunkeln unter der Stadt fuhr, sondern wir einen ersten Eindruck von der so grünen und sauberen Stadt bekamen.

    Da Singapur unsere zweitletzte Destination sein sollte, hatten wir uns so richtig luxuriös ins „One Farrer Hotel“ einquartiert. Beim Einchecken wurden wir mit einem mega Upgrade in die Sky Villas überrascht, welche in den 20 Stöcken sind und welche uns auch den exklusiven Zutritt zum „privaten“ Pool und Fitness Center im 16 Stock verschaffte. Unsere Villa war dementsprechend auch der Hammer, wir hatten einen mega Ausblick über die Stadt bis zum Meer, super viel Platz ein riesiges Bad und kuschelige Bademäntel. Der grösste Luxus nach den Nächten auf Mabul, wo es nur lauwarmes Salzwasser zum Duschen gab, war aber definitiv die Regendusche mit heissem Frischwasser.

    Leider konnten wir den ersten Tag in Singapur aber nicht so richtig geniessen, denn ich musste einmal mehr Notfall mässig ins Spital, da ich keine Luft mehr bekam. Zum guten Glück war in selben Gebäude wie unser Hotel, auch ein Spital integriert (wir waren im 20 Stock und der Eingang zur Notaufnahme im 2.) Da in Singapur English gesprochen wird hatten wir (nicht wie in Japan) kein Problem aufgenommen zu werden, natürlich aber erst nach dem wir bestätigt hatten, für die Kosten aufkommen zu können. Die langweiligen Details der Untersuchungen und Behandlungen möchte ich an dieser Stelle weglassen, nur so viel: ich bekam Medikamente und müsse mich dann in der Schweiz gründlich durch checken lassen. Nach dem ganzen Trubel blieb uns nicht viel anderes übrig, als dass ich mich in unserem gemütlichen Hotelzimmer erholte.

    Nachdem es mir am Dienstag wieder etwas besser ging, wollten wir einige der Singapur Highlights besuchen. Mit der Metro fuhren wir Richtung Marina Bay, dem sehr bekannten Hotel, welches aussieht als ob ein riesiges Schiff auf drei Hochhäusern gebaut wurde. Dort sind nebst den berühmten Skytrees auch die Singapur Dome‘s. Die Skytrees waren zwar sehr hübsch, jedoch hatten wir sie uns um einiges grösser vorgestellt, dafür war die sonstige Parkanlage sehr schön angelegt und diverse Kunstwerke verliehen der Anlageeine gewisse Extravaganz. Die sogenannten Dome‘s sind grosse Glaskuppeln in welchen jeweils unterschiedliche Pflanzen und Themenwelten dargestellt werden. Wir kauften uns Tickets für „the cloud“ und den „flower dome“ und freuten uns darauf die tropischsten Gärten mitten in der Stadt zu bestaunen. Worauf wir jedoch so gar nicht gefasst waren, war die Kälte und die Weihnachtsbäume welche im „flower dome“ auf uns wartete. Alex wollte sich das wirklich nicht antun und verliess das Gebäude postwendend wieder und auch ich kehrte nach einem kurzen und eher uninteressantem Rundgang wieder nach draussen in die tropischen Temperaturen von Singapur zurück.
    Im „the cloud“ war es zwar ebenfalls sehr kühl, dafür gab es einen grossen Wasserfall und keine Weihnachtsbäume sondern verschieden Fleischfressende Pflanzen und viele bunte Blumen. Es war alles wirklich nett gemacht, wir hatten aber halt etwas ganz anderes erwartet.

    Am Mittwoch war es dann endlich soweit und wir haben uns mit Sarah und Charles zum Wakeboarden getroffen. Es war so schön die beiden wieder zu sehen und dass Alex doch noch einmal auf ein Board stehen konnte war einfach super. Die Cabeling Anlage war fast leer und nach dem Alex bereits bei seiner Testrunde bewiesen hatte dass er ein Naturtalent ist, konnten die drei auf der grossen Bahn ihre Runden drehen. Um mich noch ein wenig zu schonen, habe ich die Rolle der Kamerafrau übernommen und die drei Wasserratten führten mir nebst normalen Jumps auch einig Saltos vor, so dass ich bestens unterhalten war. Sarah und ich fanden es zudem extrem amüsant zwei Teenager zu beobachten, welche sich gegenseitig heimlich anhimmelten. Er war wie ein junger Zac Efron und sie die hübsche Sportskanone welche für den ca. 3 Jahre älteren Jungen schwärmte, es war die perfekte „Foto-Love-Story“. Als wir erfuhren, dass er 15 und sie 20 Jahre alt sind, mussten wir wohl oder übel zugeben, dass wir etwas zu viel hinein interpretiert hatten.
    Nach der ausgiebigen Wakeboard Session assen wir zusammen ein traditionell Singapurisches Mittagessen an der Promenade. Knusprige Chickenwings, gebratene Nudeln, etwas anderer Rüeblikuchen und super leckerer Chicken Rice, alles wurde bis auf die letzten Krümel verputzt, so dass wir fast zum Hotel gerollt werden mussten.

    Statt zu rollen nahmen wir dann doch das Grab zurück zum Hotel, wo wir ein wohlverdientes Mittagsschläfchen hielten, bevor wir uns zum Abendessen nochmals mit den zweien treffen würden.
    Sarah und Charles hatten uns in ihre Lieblings Bar eingeladen wo sie regelmässig Essen und mit Freunden feiern gehen. Die Burger waren grosse Klasse und die Musikauswahl, hauptsächlich Rock aus den 90er, war 1A. Es war so schön zu sehen, dass sich fast alle in der Bar seit ihrer Jugend kannten und dass sie uns so herzlich willkommen hiessen und uns einluden mit ihnen zu feiern. Charles wollte eigentlich nicht allzu lange bleiben, da er am nächsten Morgen um 7 Uhr am Flughafen sein musste, dies schien ihn aber nach jedem Glas Whiskey weniger zu interessieren. Er und Sarah arbeiten beide als Flight Attendant bei der Singapur Airline und haben uns so viele lustige Geschichten über ihren Arbeitsalltag erzählt.
    So war es dann schon lange nach der Polizeistunde, als wir nach vielfachen Versprechen, dass sie uns bald in der Schweiz besuchen kommen würden die Bar verliessen.

    Nach dem gelungenen Abend brauchten wir das lange Ausschlafen am Donnerstagmorgen super dringen und im Hinblick auf den Flug nach Bangkok am nächsten Morgen, wollten wir den letzten Tag in Singapur so richtig langsam angehen.
    Wir schlenderten ein wenig durch Chinatown und durch eine wunderschön begrünte Shopping Meile und assen Ramen, welche Alex so sehnlichst vermisste. Den Nachmittag verbrachten wir am Pool, wo Alex all unsere Sachen inkl. Handy und co. ins Wasser fallen liess. Zum “Znacht“ gab es Sushi und diverse anderen Schlemmereien und danach schlenderten wir durch das kunterbunte Treiben in Little India bevor wir uns ein letztes Mal in unserer Sky Villa ins Bett fallen liessen.
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  • Day98

    Tauchen mit Folgen

    November 17, 2019 in Malaysia ⋅ ☀️ 30 °C

    Da wir, wie bereits erwähnt, eine Nacht im Transit Hotel am Flughafen Kuala Lumpur verbrachten, kamen wir gut erholt am Morgen in Tawau an. Die übliche Flughafen Routine mit Immigration Schalter, Gepäck abholen, SIM Karten kaufen usw. könnten wir mittlerweile mit geschlossenen Augen meistern und da der Transport zum Jetty schon organisiert war, gab es auch keinen Grund zur Eile.

    Auf der Fahrt zum Jetty und auf der Bootsfahrt nach Mabul schlossen wir die ersten Freundschaften, so dass die Zeit super schnell verflog. Auf Mabul ankommen war wie noch einmal ganz an Anfang unserer Reise zu gehen. Dieses Mal wollte ich jedoch auf keinen Fall „Schlaflos in Borneo“ sein, deshalb hatten wir uns für die 5 Nächte ein Zimmer mit Klimaanlage gebucht. Nur in der ersten Nacht mussten wir in einem Zimmer ohne (dafür mit Fan) schlafen, was aber sehr gut ging. Mabul, oder auch Scuba Junkie (können wir nur von Herzen empfehlen), hatte sich in den 3 vergangenen Monaten nicht wirklich verändert, ausser dass es ein bisschen weniger Besucher als im August hatte. Aus diesem Grund gibt es nicht ganz so viel zu erzählen, da ich nicht einfach wiederholen möchte, was ich bereits geschrieben hatte. Nichts desto trotz gibt es natürlich einige Anekdoten die erzählt werden wollen.

    Zum Beispiel sind die Katzenbabys erwachsen geworden und machen die Insel etwas unsicherer. Ninja, mit seinem orangen-schwarz gemusterten Fell, liebt es Menschen mit den akrobatischsten Sprüngen spielerisch anzufallen. Aber auch die anderen Katzen machen den Aufenthalt auf Mabul zu etwas ganz Besonderem. Die Katze welche immer auf dem Schuhregal beim Essens Saal schläft, heisst Flip Flop und möchte stundenlang gekuschelt und gestreichelt werden. Oder Sissler, mit ihrer vom Krebs zerfressenen Schnauze, sieht zwar aus wie eine Zombie Katze, ist jedoch auch äusserst liebesbedürftig.

    Oder als wir am Tag unserer Ankunft Zeugen eines unglaublichen Ereignis wurden. Am Morgen sind in der Aufzuchtstation 64 Green Turtles geschlüpft, welche am Abend ihre grosse Reise antreten würden. Es war so zuckersüss, als die kleinen Schildkröten alle zeitgleich durch den Sand zum Meer krabbelten um dort für die nächsten 30 Jahre im offenen Gewässer zu leben, bevor sie erstmal zum Nisten an ihren Geburtsplatz zurück kehren würden.

    Mit unseren neuen Freunden von der Insel hatten wir extrem viel Spass und viele tolle Gespräche. Emily zum Beispiel ist eine Chinesin, welche seit einigen Jahren in Japan lebt und nach nur 9 Tauchgängen versuchte das Advance Open Water zu machen. Mit Müh und Not schaffte sie es auch ganz knapp.
    Die waschechte New Yorkerin Heidi, welche seit einem Jahr um die ganze Welt jettet und uns mit ihren Storys über ihre Reise in Atem gehalten hatte. zB. Als sie fast zu Tode geprügelt wurde für ein wenig Kleingeld, oder als ein als Bus Chauffeur verkleideter Mann in Chille ihren Rucksack geplündert hatte. Mehr als einmal waren alle schon am Schlafen, nur Heidi und Alex unterhielten sich noch bis spät über Gott und die Welt.
    Tara, ebenfalls eine Amerikanerin die jedoch seit Jahren in London lebt, und mit der wir einen Witz nach dem anderen rissen und mit welcher ich besonders auf einer Wellenlänge war. Wir genossen es, Heidi immer wieder aus dem Konzept zu bringen und sie ein klitze kleines Bisschen zu ärgern.
    Super schön war auch, dass sich viele Staff Members an uns erinnerten und es war sehr schön zu erfahren, wie es ihnen in der Zwischenzeit ergangen war.

    So nun kommen wir zum Tauchen und was es mit den im Titel erwähnten „Folgen“ auf sich hatte. Also die Tauchgänge rundum Mabul und Kapalai waren sehr schön (für Sipandan hatten wir leider keine Genehmigung mehr bekommen), leider war aber die Sicht nicht ganz so gut wie erhofft. Nichts desto trotz genossen wir es sehr, schwerelos die Unterwasserwelt zu erkunden. Wir beide lieben es wie Seehunde durchs Wasser zu gleiten, uns auf den Kopf zu drehen, oder im Schneidersitz in perfekter Balance in einer Strömung zu driften. Wir sahen unglaublich viele verschiedene Meeresbewohner wie, Orangutan Crab, Crocodil Flatheads, Blue spotted ribbontail Rays, Nudibranches in allen Formen und Farben, Stonefish, Lionfish, Scorpionfish, Frogfish, selbstverständliche viele Schildkröten und und und....
    Obwohl wir alles sehr genossen, wollten wir dann doch noch etwas Neues ausprobieren und entschieden uns nach zwei Tagen „nur“ Tauchen nun auch das Advance Open Water machen zu wollen (schliesslich hatten wir 28 Taugänge). So trafen wir uns am Freitag (15.11) mit Ruby unserem Instructor für den Kurs. Leider kamen wir nicht wirklich weit, sondern nur bis zum Papierkram, denn bei den „Gesundheits-Fragen“ musste ich, wegen meiner ganzen Vorgeschichte in Japan, 3 Mal „Yes“ ankreuzen. Obwohl ich xfach bestätigte, dass es mir wieder gut ginge, hatte ich ohne ärztliches Zeugnis keine Chance den Kurs machen zu dürfen. Es nervte uns beide unglaublich, Alex wollte ohne seinen Buddy den Kurs auch nicht machen, dass obwohl es mir wieder tip top ging ich nicht zugelassen wurde. Im Nachhinein sehe ich zwar ein, dass dies ein Zeichen für die Professionalität von Scuba Junkie ist und wie Ernst sie ihre Verantwortung nehmen.
    Auch wenn aus dem Kurs nichts wurde, durfte ich trotzdem Fun-Dives machen. So hatten wir zwei Dives am Morgen und am Nachmittag wollten wir Schnorcheln, da wir uns für unseren ersten Night-Dive angemeldet hatten. Das Schnorcheln wäre an sich sehr schön gewesen, entpuppte sich dann aber als ein Ocean-Clean-Up. In diesem einen Schnorchelgang sammelten wir einen ganzen Wäschekorb voll Plastikabfälle zusammen. Ich erwähne dies hier ganz explizit, da ich an alle appellieren möchte, den Verbrauch von Einweg Plastik zu überdenken. Es ist so einfach auf das Plastiksäckli im Supermarkt oder auf den Strohhalm im Getränk zu verzichten und wiederverwendbare Getränkeflaschen gibt es überall in schönen Designs zu kaufen.

    Der Nacht Tauchgang war der mega ober Hammer, einfach unglaublich!!!! Wir waren wieder mit Ruby unter Wasser, nur mit jeweils einer Taschenlampe gegen die Dunkelheit bewaffnet. Es war wirklich stockdunkel, man konnte nicht sehen wo unten oder oben war, was uns das Gefühl von schweben im Universum vermittelt. Wir sahen wie die Fische, in den Korallen versteckt schliefen, ein Fischpaar war sogar aneinander gekuschelt, so süss. Wir konnten beobachten wie die Seeigel in der Nacht wanderten und wie die nachtaktiven Meeresbewohner, wie zB. Aale, auf die Jagd gingen. Das Highlight war aber ganz klar die zwei kleinen Octopuse welche wir sahen, White V Octopus und Berry‘s Bobtail Squid, da ich seit ich mit Tauchen begonnen hatte, davon träumte welche zu sehen. Das Tauchen in der Nacht ist zwar schwieriger als das Normale, aber es macht dafür unglaublich viel Spass.

    Am nächsten Morgen waren sie dann da, die Folgen des Tauchens. Ich hatte meine Stimme fast komplett verloren und kämpfte einmal mehr mit Atem Problemen. Natürlich war es mir unglaublich peinlich meine Tauchgänge für den Tag stornieren zu gehen, da ich doch am Vortag noch steif und fest behauptet hatte, dass es mir gut ginge und ich ohne Probleme das Advance hätte machen können. So musste ich mich schonen und den Tag aussetzen. Ich habe es mir in der Lounge gemütlich gemacht und Alex tauchte trotzdem unter. Der Glückspilz sah an dem Tag nebst einem Haifisch, was bei diesem Riff sehr selten ist, einen ausgewachsen Day Octopus (80cm) welcher viermal die Farbe wechselte. So ein Naturschauspiel beobachten zu können ist ein unglaubliches Geschenk, dass man sich gut vorstellen kann, wie neidisch ich war. Als ob das nicht Highlight genug war, sah er an seinem zweiten Nachttauchgang noch Mals einen, welcher um ihn herum schwamm und ebenfalls die Farben wechselte. Sein Dive Buddy Bruno, ein Brasilianer der in Berlin lebt, war so aus dem Häuschen, dass ihm der Sauerstoff superschnell ausging und sie viel früher als geplant wieder auftauchten. In der Zeit beobachtet ich am Pier mit den anderen Venus und Jupiter am Sternenhimmel, welche unglaublich gut erkennbar waren.

    Am Sonntag dem 17.11. war es auch schon wieder Zeit Tschüss zu sagen. Wir nutzen den letzten Tag so richtig aus, um auszuschlafen, zu entspannen und für einen letzten Schnorchelgang mit Tara zusammen. Der Abschied fiel uns schwer aber wir freuten uns auch sehr, denn Singapur erwartete uns, wo wir uns mit Sarah und Charles treffen würden. Der Clou an der Sache, die beiden hatten wir im August beim Tauchen auf Mabul kennengelernt.
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  • Day91

    Quallen Alarm und Altersheim im Urlaub

    November 10, 2019 in Thailand ⋅ ☀️ 30 °C

    Auf Hua Hin in Thailand waren wir von Anfang an sehr gespannt, da wir 2011 bereits einmal dort waren. Wie stark es sich wohl verändert hatte und ob der Nachtmarkt noch immer so schön und ereignisreich ist. Der Hauptgrund weshalb wir jedoch nach Hua Hin wollten, war dass sich dort in den letzten Jahren die Kite Surfing Szene eine Namen gemacht hatte.

    Der Flug mit Nok Scoot von Osaka nach Bangkok war uns nicht ganz geheuer, denn das Flugzeug war sehr alt, die Sitze extrem abgewetzt und durchgesessen und auch die Sicherheitsvorführung überzeugte uns nicht wirklich. Trotzdem haben wir es unbeschadet zum Flughafen von Don Mueng geschafft, wo uns im bunten Gewusel der Thais so richtig bewusst wurde, dass wir das sehr ruhige, strukturierte Japan verlassen hatten. Nach dem obligatorischen Kauf der Sim Karten handelten wir einen Preis für ein Taxi nach Hua Hin aus, da wir einfach zu faul waren mit dem Bus/Zug zu reisen und 4 Mal umzusteigen. Wir landeten in einem etwas klapprigen Van mit einem sehr speziellen Fahrer, der die ganze Fahrt (4h) vor sich hin gemurmelt hatte und auf uns einredete. Wir wollten die Fahrt trotzdem nicht abbrechen, da eine Matratze und diverse Kleider im Kofferraum darauf hinwiesen, dass der arme Mann in seinem Auto haust und daher sehr auf die Fahrt angewiesen war.

    Für den Anfang hatten wir 5 Nächte in der Veranda Lodge, direkt am Strand von Hua Hin gebucht, welche nur 3 Gehminuten von der grössten Kiteschule der Stadt liegt. Die ganze Anlage war leider etwas abgewohnt und nicht so sehr in Schuss gehalten, hatte aber einen unglaublich schönen Dschungel Charme wegen der vielen Blumen, Bäumen und Pflanzen welche überall zwischen den Bungalows verteilt waren. Unser Zimmer war auch sehr hübsch, jedoch waren wir von der im Booking.com so angepriesenen Aussicht sehr enttäuscht, da wir nur auf ein Wellblechdach und auf der anderen Seite an eine Hauswand hinsahen. Das „Missverständnis“ schafften wir jedoch schnell aus dem Raum und wir wurden upgegradet in ein wunderschönes Gartenbungalow mit seitlichem Meerblick. Ebenfalls hatte das Hotel ein wunderschönes Strandrestaurant, mit einer unglaublichen Aussicht über den Kilometerlangen Sandstrand von Hua Hin, in welchem wir sehr, sehr viel Zeit verbracht hatten (später Mehr dazu).

    Schon beim ersten Strand Spaziergang zeigt sich, dass das Kiten eine sehr schwierige Angelegenheit werden würde. Nach spätestens jedem zweiten Meter lag wieder eine riesige, fette Qualle im Sand. Dagegen schienen die kleinen Wellen ein kleiner Klacks zu sein, um Himmels Willen, wie sollten wir denn bitte mit diesen hässlichen Dingern da draussen ins Wasser gehen.
    Im Kiteshop versicherte man uns dann, dass es mit der richtigen Ausrüstung überhaupt kein Problem sei, wir müssten einfach Schwimmleggins, Socken und ein Langärmliges Lycra Shirt anziehen. Da wir extra nach Thailand wegen dem Kiten geflogen sind, wollten wir es den Quallen zum Trotz, zumindest einmal probieren. Alex hat sich seine Ausrüstung gemietet und ich habe 3h Lessons gebucht, wobei ich nicht wirklich weit kam. Die kleinen Wellen brachten mich schon völlig aus dem Konzept und aus lauter Angst mit einer Qualle zu kollidieren, konnte ich mich fast nicht konzentrieren. Ich meine, wir sahen die Beine eines Kite Instructors welche total mit Brandwunden von einem Quallen Biss übersäht waren. Es sah aus als ob er Verbrennungen 3 Grades hatte und er sagte uns er konnte vor Schmerzen nicht einmal mehr aufs Board steigen. Ich nahm am nächsten Tag zwar nochmals einen Anlauf, musste mir dann aber eingestehen, dass Hua Hin einfach nicht der richtige Ort für mich war. Alex hatte sich da weitaus besser geschlagen, er gewöhnte sich ziemlich schnell an die Wellen und Ritt über das Wasser wie ein Profi. Aber auch er fühlte sich nicht wirklich wohl, da man vom Board aus jeweils die Quallen um einem herum schwimmen sah, was ihm die ganze Freude am Kiten nahm.

    Hua Hin war aber im Allgemeinen nicht mehr das, was es einmal war. Das Abfallproblem, welches man an vielen Orten in Asien kennt, ist nur eines davon. Schlimm fanden wir vielmehr, dass der Sextourismus in der Zwischenzeit auch hier extrem Einzug gehalten hatte und man überall alte Säcke mit jungen Mädchen oder Jungen unterwegs waren. Wir empfanden dies als abscheulich und wollten, es war aber fast nicht möglich dem aus dem Weg zu gehen. Es fühlte sich für mich auch sehr komisch an, wie abschätzig ich von den Thai Frauen gemustert wurde, als ob ich ihnen etwas wegnehmen wollte. Hua Hin hatte sich ausserdem zu einem Ferien Reiseziel für Altersheime gemausert, überall Menschen an Krücken, im Rollstuhl oder auch sonst fast Scheintot. Ich meine, wir verstehen total, das auch Menschen im höheren zugerne in den Urlaub fahren, aber müssen die einem dann immer unbedingt erzählen wolle, dass sie schon wieder Durchfall hatten?!? Ausserdem wäre etwas mehr Gesellschaft in unserem Alter mega schön gewesen.

    Natürlich war nicht alles schlecht, zB. Der Cicaden Abend Markt war sehr hübsch und das Essen an den verschiedenen Ständen äusserst preiswert und lecker. Auch die Thaimassagen für CHF 9.- für eine ganze Stunde waren fast immer gut. (Nur einmal nicht, da bin ich mitten während der Massage aufgestanden und gegangen). Was hilft einem aber ein wunderschöner Strand und leckeres Essen, wenn man doch nicht ins Wasser zum Kiten kann, deshalb entschieden wir uns, weiter zu Reisen. So kam es, dass wir stundenlang im Strandrestaurant sassen und diverse Möglichkeiten durchgingen. Ja und wie man so schön sagt, wer die Wahl hat, hat die Qual. Vor lauter Optionen wussten wir schon gar nicht mehr, wo uns der Kopf steht und trotzdem wollten und konnten wir uns für keine Destination mehr so richtig begeistern. Koh Samui, Koh Phanga usw. hatten ebenfalls viele Quallen Meldungen und in Vietnam hatte die Kite Saison noch nicht begonnen. Für Laos, wir hätten sogar eine perfekte Reiseroute geplant gehabt, waren wir schlicht und einfach zu faul. Allein der Gedanke wieder jeden zweiten Tag das Hotel zu wechseln und jeden Abend Busfahrpläne oder ähnliches zu studieren erschien uns viel zu anstrengend. Um es auf den Punkt zu bringen, wir waren so kaputt vom vielen Reisen und den vielen Eindrücken, dass wir entschieden eine Stufe herunter zu fahren und es uns einfach zu machen. Wir würden noch einmal nach Borneo, genauer gesagt nach Mabul, zum Tauchen fliegen, danach für 4 Nächte nach Singapur reisen, bevor wir nach einer Nacht in Bangkok nach Hause fliegen würden. Wir freuten uns sehr einen perfekt ausgearbeiteten Plan zu haben und dass wir alle Hotels und Flüge bis nach Hause gebucht hatten.

    Am Morgen vor dem Abflug nach Kuala Lumpur, wo wir eine Nacht im Transit Hotel gebucht hatten, hatten wir lange ausgeschlafen und danach ganz gemütlich unsere Rucksäcke gepackt. Wir nahmen alles so gelassen, dass als wir auf die Uhr schauten, eigentlich schon auf dem Weg zum Flughafen hätten sein müssen. Mist!!!
    Wir bestellen uns ein Grab (Uber Version von Asien) und checkten aus unserem wunderschönen Garten Bungalow aus. Komisch war gleich zu Beginn, dass unser Grab nicht wie angezeigt 5 Minuten bis zur Abholung brauchte, sondern fast 15 Minuten. Als der Fahrer und eine Frau dann da waren, informierten sie uns sogleich, dass wir nach einem Stück das Auto wechseln müssten. Wir vermuteten sofort, dass wir der berüchtigten Taxi Mafia von Thailand auf den Leim gegangen waren. Als wir nach 15 Minuten Fahrt an einer Tankstelle anhielten und wir wieder mehr als 10 Minuten auf das nächste Fahrzeug warten mussten, kochte ich vor Wut. Ich hatte mich schon an den Strassenrand gestellt und versucht ein normales Taxi zu bekommen, leider fuhr keins vorbei. Als dann das neue Fahrzeug Vorfuhr, welches es ein „hunzkomunes“ Taxi war, das die Frau für uns bestellt hatte, war unser Verdacht bestätigt. Es ist nämlich so, dass es Firmen und Personen in Thailand gibt, die alle Aufträge von Grab abfangen und dann an Taxifahrer „verkaufen“ umso an jeder Fahrt etwas verdienen, eine Schweinerei!
    Wegen den ganzen Verzögerungen waren sehr spät dran, so spät, dass wir sogar Angst hatten unseren Flug zu verpassen. Unser Taxifahrer hat sich jedoch so viel Mühe gegeben und ist so schnell er konnte zum Flughafen gefahren, zum Glück gab es unterwegs keine Kontrolle, denn ansonsten hätte er bestimmt keinen Führerschein mehr gehabt. Am Schluss haben wir es, dank seines Einsatzes, locker auf den Flug geschafft ;-)
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  • Day88

    Kyoto, Hello Again

    November 7, 2019 in Japan ⋅ ☁️ 18 °C

    Da wir uns beim ersten Mal bereits Hals über Kopf in Kyoto verliebt hatten, war für uns klar, dass wir in der wunderschönen nochmals einen Stopp einlegen würden.
    Von Nara aus war es mit dem Zug nicht weit und da wir dasselbe Appartement wie beim ersten Mal gebucht hatten, war es ein leichtes den Weg dorthin zu finden.

    Auf der To Do Liste stand ganz oben, Alex sein Armkettchen nochmals im Toji Tempel kaufen zu gehen, da er sein erstes in Nagoya beim Treppengeländer-Rutschen-herunterfallen kaputt gemacht hatte. Wir waren mit dem Stadtbus unterwegs und haben es 10 Minuten vor Ladenschluss zum Souvenirshop des Tempels geschafft. Alex war so happy endlich einen Ersatz für sein Armbändchen wieder zu haben und wir konnten mit dem Bus zurück in die Stadt. Fürs Abendessen gab es ganz klar nur eine vernünftige Option, wir wollten unbedingt nochmals zu dem Restaurant wo wir am Tischgrill super leckeres Wagyu Beef zubereiteten.

    Am nächsten Tag haben wir endlich wieder einmal ausgeschlafen, bevor wir mit dem Bus zum Gion Distict fuhren und von da aus zur Kiymizu-Dera Tempel Anlage gingen. Diese ist besonders im Herbst ein beliebtes Touristenmagnet, da die Anlage von bunt gefärbten Ahornbäumen umgeben ist. Nach dem Tempelrundgang durfte ein kleiner Bummel durchs Gion Viertel, mit Macha Tiramisu als Belohnung, natürlich nicht fehlen. Dort entdecken wir ebenfalls einen kleinen, kunterbunten Schrein, bei welchem Wünsche und Gebete auf kleine farbige Stoffbällchen geschrieben und danach an den Wänden befestigt wurden, was so hübsch ausgesehen hatte.

    Wir schafften es einfach fast nicht, die Spiel Höllen in Japan zu umgehen. So kam es, dass wir am Nachmittag einmal mehr völlig fasziniert in einer standen und den Leuten zuschauten. Mit fast schon olympischen Disziplin widmeten die Spieler all ihre Aufmerksamkeit den Game Konsolen und spielten über Stunden. Fast alle trugen Handschuhe, um jeweils noch schneller über die Tastaturen gleiten zu können. Es ist Wahnsinn, wenn man bedenkt, wie viel Geld und Zeit die Spieler Tag täglich in die Maschinen stecken. Wir haben uns auch nicht zurückgehalten und nebst dem stets beliebten Mario Kart auch noch das einte und andere Spiel ausprobiert. Auch wir haben zu spüren bekommen, was für Zeitfresser die Spiel Höllen sind, denn als wir nach gefühlt nur kurzer Zeit wieder raus gingen, war viel Zeit vergangen und es war bereits Zeit fürs „Znacht“.
    Zum Abschluss wollte Alex sich die Spezialität Gyukatsu gönnen. Hierbei handelt es sich um paniert und frittiertes Wagyu Beef welches in Streifen geschnitten und mit diversen Saucen zum Dippen serviert wird. Alex beschrieb das Essen, als besser als jeder Orgasmus, als er genüsslich die letzten Krümmel verputzten.

    Da wir am 7.11. am morgen früh von Osaka nach Thailand fliegen würden, hatten wir ein Hotel in der Nähe des Flughafens in Osaka gebucht, damit wir am Morgen rechtzeitig und ausgeschlafen vor Ort sein konnten. So nahmen wir am 6.11.19 ein letztes Mal einen Shinkasen um von Kyoto nach Osaka zu gelangen. Unsere Rucksäcke deponierten wir in Schliessfächern, damit wir unbeschwert noch ein wenig in der Stadt herumschlendern und für Alex Volcom T-Shirts kaufen konnten. Zu einem gelungen Abschluss in Japan gehörte dann nur noch ein hervorragendes Sushi Abendessen und ein Bad im Hotel Onsen. Japan wir werden dich so sehr vermissen.
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  • Day87

    Auf Kuschelkurs mit Bambi

    November 6, 2019 in Japan ⋅ ☀️ 17 °C

    Nara ist ein kleines Städtchen in Japan in welchem man auf wunderbarste Art und Weise im Stadtpark auf viele freie Rehe trifft.

    Wir haben uns für eine Nacht in einem netten Hostel eingemietet, welches im Hipster Schick eingerichtet war. Unser Zimmer hatte 18 kleine Holzkammern welche als Mini Schlafzimmer diente und einem mit einem schwarzen Vorhang vom Rest der Welt trennte. Wir waren bis jetzt ja nicht wirklich oft in einem Hostel (erst 1 Mal) aber wir sind uns 1000% sicher, dass es nirgendwo auf der Welt in einem Hostel ruhiger sein konnte als in Japan. Egal um welche Uhrzeit wir den Schlafsaal betraten, trotz dass alle Kammern besetzt waren, war es immer Mucks Mäuschen still. Für meinen Geschmack zwar fast etwas zu ruhig, aber wenigstens konnten wir in der Nacht durchschlafen ohne geweckt zu werden. Was für ein Glück, dass ich in der Nacht nicht wach geworden bin, denn bei diesem abartigen Knoblauch Gestank welcher aus einer Kammer strömte hätte ich nie wieder Schlafen können.

    Bereits am Abend hatten wir den Weg ausgekundschaftet, damit wir am Morgen schneller wussten wohin wir mussten und hatten bereits da die ersten Rehe erspäht. Als wir dann am Morgen super früh los sind, um den grössten Menschenmassen aus dem Weg zu gehen, waren wir so schnell vor Ort, dass wir zu Beginn noch komplett alleine mit den Rehen im Park waren. Es war wie in einem mystischen Märchen, die ersten Sonnenstrahlen erschufen ein Lichtspiel zwischen den Bäumen und auf dem Waldboden, die letzten Nebelschwaden hingen noch in den Ästen und überall dazwischen waren wilde Rehe.

    Da es noch sehr früh war, schliefen viele von ihnen noch oder waren ganz gemütlich dabei Gras zu fressen. Sie schenkten uns noch nicht so viel Aufmerksamkeit, so dass wir in Ruhe Fotos schiessen konnten. Ebenfalls sammelte ich einige Eicheln auf, welche sich später als der perfekte „Lock und Leckerbiss“ für die Rehe unter Beweis gestellt hatte.

    Gerade als wir anfangen wollten von uns zweien Fotos zu machen (Vorsicht, heikles Thema), fragte ein Japaner, ob er uns Fotografieren dürfe. Die Engel mussten ihn geschickt haben. Er war mit einer super Kamera ausgerüstet und wollte nach den ersten paar Bildern nicht mehr aufhören uns abzulichten. Zuerst freuten wir uns jemand zu haben der uns fotografiert, aber wir hatten auch etwas Angst, dass er am Schluss Geld haben wollte oder sonst etwas. Wir beschlossen, ihm zu vertrauen, da er erstens so viel daran Freude hatte uns zu fotografieren und zweitens, weil in Japan noch niemand auch nur versucht hatte uns zu bescheissen.

    Alex hatte ein riesen Gaudi mit den Rehen, da er immer wieder Reh-Guetsli kaufte und verfütterte. Die Legende erzählt, dass sich die magischen Geschöpfe sich vor einem verbeugen, um so ihre Bitte für Futter zu äussern. Wir waren überrascht zu sehen, dass kaum hatte Alex die erste Guetsli Packung in der Hand, er von Rehen umzingelt war welche sich alle mehrfach verbeugten. Es war extrem lustig zu sehen, wie scharf die Rehe auf die Guetsli waren und auch nicht davor zurück schreckten Alex ins Füdli zu beissen, als er ihren Wünschen nicht schnell genug nach kam. Im Gegensatz zu mir, die bei der ersten Knabber-Attacke einfach die Kekse in grossem Bogen so weit weg von mir wie nur möglich schmiss, liess Alex sich nicht stressen und genoss die Aufmerksamkeit der Rehe sichtlich.

    Unser persönlicher Fotograf war immer noch mit dabei und hielt viele dieser Momente fest. Er versuchte jeweils alles Menschenmögliche um die Rehe richtig positioniert in den Bildern zu haben. Wenn jedoch kein Fingerschnipsen oder Herumgefuchtelt mehr half, kaufte Alex noch so gern eine weitere Packung Reh-Guetsli. Mehrheitlich liessen sich die Bambis ohne Scheu streicheln und kuscheln oder sie lagen einfach ganz ober cool vor dem Tempeleingang herum was wirklich niedliche Fotos gab.
    Unsere Intuition hatte uns nicht getäuscht, denn am Schluss hat der Fotograf sich ausgiebig bedankt, dass er uns hat Fotografieren dürfen und fragte ob es in Ordnung wäre die Bilder auf Facebook zu posten und uns per Mail zu senden. Einen persönlichen Fotografen und das auch noch gratis, was für ein Geschenk des Himmels.
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  • Day82

    Erkaufte Gesellschafft

    November 1, 2019 in Japan ⋅ ☀️ 20 °C

    Den 1. November hatten wir eingeplant als Puffertag zwischen der Halloween Party und unserer Reise nach Nara. So war das Tagesprogramm eher von der gemütlichen Sorte.

    Wir sind mit der U-Bahn Richtung Hafenviertel und bereits da ist uns aufgefallen, wie viele Leute es in der Bahn hatte. Weshalb wurde uns schnell klar, als uns ein Flyer in die Handgedrückt wurde und man uns vom grossartigen Wettbewerb in einem traditionellen Tanz erzählte.
    Die ersten kleineren Gruppen hatten bereits ihren Auftritt und brillierten mit absolut synchronen und präzisen Figuren zu sehr berührender Musik. Erstmal wollten wir jedoch ins Center gleich nebenan gehen um etwas zu Essen, bevor wir uns den Rest der Shows ansehen würden.

    Einfach nur Essen ging sich dann auch nicht aus, da es super viel zu sehen gab. Ein komplettes Stockwerk es Centers war komplett mit alten Flipperkästen, Computerspielen usw. eingerichtet, dass wir da nicht wiederstehen konnten eine Runde oldschool Super Mario zu spielen ist da wohl mehr als verständlich. Dann gab es eine riesige Winke Katze in einem Schaufenster ein Taipioca Getränke Stand und das Beste, einen Weber-Grill-Park. Ohne Witz, da standen dutzende Grills und Picknicktische auf der Dachterrasse wo man sich einen Grill mieten konnte und sich mit Freunden und Familie eine schöne Zeit machen kann.

    Zurück bei den schönen Aufführungen der Tanzgruppen; die mitreisende Musik, die wunderschönen farbigen Kostüme sowie das ansteckende Lächeln der Tänzerinnen und Tänzer hatte uns in seinen Bann gezogen. Wir konnten uns kaum lösen und schauten noch eine ganze Weile zu, wie sich die Gruppen jeweils nervös aufstellten um dann ab dem ersten Takt eine einwandfreie Performance zuliefern.

    Da es am Tag etwas ruhiger zu und her ging trafen wir unserer Bekannten, Janine, auf einen Drink in einer Roof Top Bar in Shinjuku und um danach mit ihr das doch etwas ungewöhnlichere Nachtleben zu erkunden. Der Distrikt besteht zum grössten Teil aus Love Hotels und Host Clubs. Ich meine Love Hotel wissen glaube ich ziemlich alle was es ist, aber Host Clubs war für uns total neu. Das sind Bars und Clubs in welchen man entweder Von jungen Männer oder Frauen unterhalten wird. Bei Unterhalten ist aber auf keinen Fall von sexuellen Dienstleistungen die Rede, wie man auf Anhieb annehmen möchte, sondern von netten Gesprächen charmanten Komplimenten, lustigen Karaoke Spielen usw. Man bezahlt also für die sehr nette Gesellschaft, lädt die „Host Boys/Girls“ auf Getränke ein, spendiert ihnen Abendessen oder bringt Ihnen Geschenke. Draussen vor den Clubs hängen jeweils Billboards auf welchen man sehen kann wer dort arbeitet und anhand der Grösse des Bildes kann man jeweils erkennen welches der erfolgreichste Host ist und auch welcher am meisten Geld verdient. Was wirklich verrückt ist, ist dass bei den Besten und erfolgreichsten Hosts im Distrikt sogar die monatlich verdienten Summen auf diesen Plakaten stehen (bis max CHF 105‘000.-/Monat).

    Diese Szene war für uns ein extremes Beispiel, wie anonym und isolierenden ein Leben in Tokyo der riesigen Metropole sein muss, ansonsten könnte erkaufte Gesellschaft wohl nie so erfolgreich sein. Da sind wir umso glücklicher, dass wir in einem kleinen Dorf auf dem Land leben und unsere Familien, Freunde, Nachbaren, Arbeitskollegen usw. haben die es wirklich interessiert wie es einem geht und für einen da sind.

    Ein riesiges Dankeschön an dieser Stelle, an alle welche zu Hause geblieben sind und uns bei unserer grossen Reise unterstützen und an alle die einfach dazwischen an uns denken, ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie schön es ist, eure Whats Apps, Sprachnachrichten usw. zu bekommen und zu wissen dass ihr an uns denkt!!!!
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  • Day80

    Happy Halloween

    October 30, 2019 in Japan ⋅ ☀️ 20 °C

    Wie bereits angekündigt, ist Halloween in Japan ein riesen Ding und wir freuten uns bereits am Morgen darauf am Abend in Shibuya auf der Strasse zu feiern.

    Bis zum Abend war es ja noch ein Weilchen und so verbrachten wir den Nachmittag mitten im Getümmel von Shyibuya wo man bereits die Vorfreude auf den Abend spüren konnte. Wir hatten es sogar geschafft Plätze im Starbucks mit Blick von Oben auf die berühmte Kreuzung zu sichern. Auch wenn wir die Kreuzung bereit kannten, war es doch noch einmal sehr eindrücklich zu sehen wie tausende von Menschen gleichzeitig über eine Kreuzung gehen. Unsere Freundin Daiko, welche wir in Tokyo kennen gelernt hatten, erzählte uns, dass letztes Jahr ein betrunkener als Polizist verkleideter Europäer die ganze Halloween Nacht den Verkehr an dieser Kreuzung geregelt hatte. Er sei so happy gewesen, dass alle Leute seinen Anweisungen folgten, dass als sie um 4:00 Uhr in der Früh nach Hause ging, er noch immer in der Mitte der Kreuzung stand.

    Für ein VR Gaming Park (für Erklärung siehe auch Bericht: die mega Kreuzung) hatten wir uns all inklusive Pässe für 2 Stunden gekauft, da uns das Spielen in dieser Dimension bereit beim ersten Mal so viel Spass bereitet hatte. In unschlagbarer Teamarbeit haben wir als Geisterjäger die spuckende Villa gemeistert, sind auf einem fliegenden Teppich durch Persien geflogen und haben Lava Dämonen besiegt oder sind in Schwindel erregender Höhe von einem Gebäude zum nächsten Balanciert. Das Alex ein Talent hat für alles was mit Gamen zu tun hat wusste ich bereits, für mich war viel eher überraschend, dass auch ich ein Talent dafür hatte und wir zusammen so manchen Tagesrekord aufstellten.
    Da die VR Brille recht anstrengend ist für die Augen und das Gehirn, war es fast klar, dass ich es nicht bis am Schluss ausgehalten hatte und vorher wegen starken Kopfschmerzen aufgeben musste. In ein paar Kanadiern fand Alex schnell neue Mitspieler und ich konnte mich ein wenig erholen.

    In all den Tagen in Japan haben wir auch immer wieder an den Automaten in den Spiel Höllen Mario Kart gespielt. Das Spiel weckt einfach so viele Kindheits Erinnerungen. Da man in einem richtigen Sitz mit Gas und Bremspedal sowie einem Lenkrad ist, fühlte ich mich wirklich wie Super Mario der über den Regenbogen raste und mit Bananen Schalen um sich schmiss.

    Am Abend entschlossen wir uns dann kurzfristig, uns doch zu verkleiden. Da gerade kein Kostüm Shop in der Nähe des Hotels war und ich einfach auch zu geizig war Geld für eine Verkleidung auszugeben, musste eine kreative Lösung her. Diese war schnell gefunden, wir „borgten“ unsere Hotel Bademäntel, Sauna Handtücher und Schlappen aus und damit niemand vom Hotel auf falsche Gedanken kam, zogen wir uns in der U-Bahn um. Die wirklich simple aber umso originellere Idee als „Hot Spring Gänger“ Halloween zu feiern sorgte für viel schmunzelnde Anerkennung und brachte uns definitiv zusätzliche Sympathie Punkte.
    Da wir wussten, dass es extrem voll sein wird in Shibuya wollten wir Ray, eine Kollegin aus Singapur, eine Metro Station vorher vor dem Lindt und Sprüngli Kaffee treffen. Sie traf 5 Minuten zu früh ein und schrieb uns, dass es bereits extrem viele Leute hätte. Als wir ankamen war jedoch keine Menschenseele vor dem Kaffee, was kein Wunder war, denn Ray war bei der falschen Haltestelle (mitten im Hauptgetümmel) ausgestiegen und wartete vor dem falschen Lindt& Sprüngli.

    Auf dem Weg zu ihr stiessen wir beim Aussteigen an der Shibuya Station auf die ersten gewaltigen Menschenmassen. Das war einfach extrem und ich würde sagen, man muss das einmalmiterlebt haben um es sich wirklich vorstellen zu können. Von überall her dröhnen Lautsprecher, oder aufgemotzte Motorräder und Luxusschlitten auf den Strassen. Es hat so viele Menschen, dass man sich fast nicht um die eigne Achse drehen kann und an jeder Ecke wird versucht einem illegal Alkohol zu verkaufen. Ich glaube es ist seit letztem Jahr, dass es verboten ist Alkohol auf den Strassen an Halloween zu konsumieren. Dies scheint jedoch nur die wenigsten zu interessieren und obwohl es noch sehr früh war, sahen wir bereits die ersten Zombies und Polizisten umher torkeln. Die Kostüme hätten nicht ausgeflippter sein können und wir kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Da war zum Beispiel eine ganze Gruppe welche sich als Mahjong Spiel verkleideten, oder ein Kater welcher über den Zebrastreifen tänzelte, oder der Macho Man welcher sich von keiner Frau ablenken liess.
    Ein junger Bursche hatte sich in ein komplettes Lack und Leder Outfit geworfen, welches von hinten die Überraschung bot, dass er seinen kleinen knackigen Hintern nur mit einem Tanga bedeckte. Das hatte ganz schön in den Fingern gejuckt ihm mit dem Handtuch eins aufs „Füdli“ zu flitschen. Wir waren dann aber doch brav und haben es gelassen ;-) Was für uns etwas ungewöhnlich und trotzdem ultra spannend war, war ganz klar der Fakt wie extrem sexy alle Kostüme waren. Kurze Röcke, Stay Up Strümpfe und Ausschnitte bis zum Bauchnabel, man hätte echt meinen können an einem Playmate Casting dabei zu sein. Da aber fast alle, ausser natürlich wir in unseren Spa Outfits, so aufreizend angezogen war, war es auch wieder völlig normal. Auf jeden Fall hatten wir einen unglaublich lustigen und tollen Abend, bei dem wir aus dem Staunen nicht mehr hinaus kamen, uns wie in einem crazy Film fühlten und es einfach genossen die ganzen Leute zu beobachten.
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  • Day80

    Herbst Spaziergang

    October 30, 2019 in Japan ⋅ 🌙 9 °C

    Nach dem regnerischen Tag im Edo Wonderland, haben wir uns gefreut als wir am Mittwochmorgen durch die ersten Sonnenstrahlen geweckt wurden. Es war zwar immer noch sehr frisch im Zimmer, aber wir wollten unbedingt die Morgensonne nutzen und haben uns daher nicht mehr lange unter der warmen Bettdecke eingekuschelt.

    Nach dem Zmorge haben wir ausgecheckt, unser Gepäck zur Aufbewahrung abgegeben und sind danach mit dem Bus zu der roten Brücke am Fluss gefahren. Von da aus sind wir zu Fuss dem Fluss mit dem Kristall klaren Wasser entlang Spaziert und haben die Wärme der Herbst Sonne auf unserer Haut genossen. Abgesehen vom Gurgeln des Wassers, des Rascheln des Windes in den Bäumen und dem Gezwitscher der Vögel konnten wir nur die wundervolle Stille hören.

    Das Besondere an diesem Wald Weg war, dass sich über ein Stück, Jizo Statuen dem Rand entlang auf reihen. Diese sind fast alle völlig von Moos überwachsen und tragen zum Schutz vor der Kälte eine rote Strickmütze. Viele sind in einem sehr guten Zustand, andere bestehen nur noch aus Steinbrocken und die Legende besagt, dass egal wie oft man sie zählt, man jedes Mal auf ein anderes Ergebnis kommen würde. Wir haben uns die Mühe gespart und sind statt dessen Hand in Hand durch den wunderschön herbstlich gefärbten Wald spaziert und haben Pläne für die nächsten Tage geschmiedet.

    Es schien alles so perfekt, fast zu perfekt und so war es dann fast klar, dass noch etwas kommen musste. Es war zwar nur was kleines, aber das „Hunde Gaggi“ an Alexs Schuhen war doch ziemlich eklig.
    Nach der Schuh Reinigung haben wir auf einem Bänkli eine kurze Pause gemacht und einige Schoggi „Guetsli“ genossen.

    Zum guten Glück klappte die Rückreise viel besser als die Anreise und wir haben es ohne jegliche Zwischenfälle bis nach Tokyo in unser Hotel geschafft. Beim Znacht haben wir dann noch so richtig zu geschlagen. Wir haben ein Angebot vor einem Restaurant gesehen welches mit günstigem Wagyu Beef geworben hatte. Nur blieb es in unserem Fall nicht bei diesem Menü sondern wir orderten gleich mehrmals und mehrere verschiedene Salate und extra Pommes dazu, so dass wir anschließend fast zum Hotel zurück gerollt sind.
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