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  • Day20

    Final Destination

    August 28, 2017 in Indonesia ⋅ 🌬 22 °C

    Heute geht es zu unserer letzten Station nach Bali, um noch ein wenig zu entspannen. Um 7 Uhr werden wir von einem Fahrer mit seinem Jeep am Hotel abgeholt. Er soll uns ins 1h entfernte Probolinggo bringen. Unser Flug von Surabaya geht zwar erst um 13.30 Uhr, aber hier dauert ja alles immer etwas länger. Von Probolinggo aus fahren ständig Buse nach Surabaya - die sind recht günstig, brauchen dafür aber länger.
    Pünktlich um 7Uhr starten wir am Hotel und gut 1h später kommen wir am Busbahnhof in Probolinggo an. Schon auf dem Weg zum Terminal werden wir erspäht. Ein Indonesier fängt uns ab, um uns direkt eine Fahrt zu verkaufen. Da wir so schnell wie möglich weiter wollen, gehen wir mit ihm und bekommen einen Expressbus angeboten, der uns zwar etwas teuer erscheint, aber OK. Er führt uns zu einem leeren Bus und sagt, der würde gleich abfahren. Das tat er natürlich nicht. Auf Nachfrage erfuhren wir, dass dieser Bus erst in 10 Minuten fährt, also wollte Sandra noch etwas zum Frühstück besorgen. Plötzlich kommt der Typ angerannt und möchte, dass wir in einen anderen Bus umsteigen, der sofort fährt. Also packen wir alles zusammen und springen noch schnell in den anderen Bus. Dieser Bus ist auch nicht so leer und fährt sofort los. Perfekt! Interessanterweise kaufen alle anderen Pasagiere ihr Ticket im Bus. Für uns interessiert sich der Kassierer gar nicht. Als wir aber mitbekommen, dass wir mal wieder über das Doppelte des normalen Preises bezahlt haben, werden wir sauer. Wir stellen den Kassierer zur Rede, aber keiner versteht uns -  oder will uns verstehen. Ein Passagier erklärt uns, dass es im Vorfeld immer teuerer ist ein Ticket zu lösen. Naja, das kennen wir aus Deutsch anders. Genervt von der erneuten Abzocke fahren wir nun ca. 2,5 Stunden im eiskalten Bus. Auf Nachfrage werden wir aber schon vor der Innenstadt, in der Nähe des Flughafens rausgelassen. Von hier sind es nur 8 km bis zum Terminal. Wie immer werden wir gleich von Taxi-Fahrern belagert. Dieses Mal wollen wir aber erstmal alle Optionen abklären, um nicht wieder übers Ohr gehauen zu werden. Wir besorgen uns etwas Reiseproviant und hören uns - meist schlechte - Taxi-Angebote an. Letztlich fahren wir dann doch mit einem kleinen Bus, der uns anfänglich zu teuer erschien. Aber diesmal bezahlen wir im Bus und auch genausoviel wie alle anderen. Pünktlich 2h vor Abflug erreichen wir den Flughafen. Die nächsten Stunden verbringen wir mit Einchecken, WLAN suchen, etwas essen und Blog schreiben. Wie immer hat auch dieser Flug fast eine Stunde Verspätung.  Großartig! Die Fluggesellschaft, mit der wir fliegen, ist so etwas wie das indonesische Ryanair, was sich in - besonders für Europäer - kaum vertretbarem Platzangebot niederschlägt.
    In Bali angekommen möchten wir im Flughagen auf jeden Fall gleich ein Auto mieten. Unsere drei Unterkünfte auf der Urlaubsinsel sind nämlich überall verteilt und fernab der übliche Touristen-Hochburgen.  Noch angenervt von der teuren Busfahrt probieren wir, möglichst viele Angebote einzuholen. Es stellt sich heraus, dass außerhalb des Flughafens alle Angebote sehr ähnlich sind. Die Autos sind zwar etwas teurer als gedacht, aber wir brauchen keine Kreditkarte zu hinterlegen und bekommen im Schadensfall maximal unsere Kaution von ca. 30€ nicht zurück. Das ist vertretbar. Die ganze Auto-Aktion dauert eine Weile und wir können uns erst gegen 17.30Uhr in das übliches, indonesische Verkehrschaos stürzen. Uns stehen knapp 2h Fahrt bevor, für gerade mal 60 km!
    Nachdem wir 1h mehr stehen als fahren, entschließen wir uns, erstmal etwas zu essen. Wir landen letztlich in einem kleinen manadischen Resturant (Manadon ist eine Stadt auf Sulawesi), welches erst vor wenigen Tagen eröffnet wurde. Alles ist neu und sehr stilvoll eingerichtet. Der Eigentümer ist auch vor Ort und nach dem sehr guten, aber etwas scharfen Essen, kommen wir mit ihm und der Kellnerin ins Gespräch.
    Wir tauschen uns über Bali, die regionale Küche, unsere Reise und Indonesien im Allgemeinen aus. Zudem bekommen wir Wasser und einen traditionellen Nachtisch spendiert. 👍
    Nachdem wir viel zu lang in dem netten Resturant zugebracht haben, fahren wir weiter. Zum Glück ist der Verkehr etwas besser geworden und langsam gewöhne ich mich an das Fahren auf der falschen Seite und die chaotische Fahrweise. Nach 1h plus 30minütiger Irrfahrt erreichen wir unsere gutversteckte Unterkunft. Es ist eine Art Yoga-Resort in ruhiger, traumhafter Lage inmitten der Reisterassen. Als wir gegen 22 Uhr ankommen ist zunächst keiner zu sehen.  Schließlich entdecken wir einen Angestellten, der jedoch keine Ahnung von den Reservierungen hat. Er führt uns eine Hütte - wir hatten aber eigentlich nur ein Zimmer gebucht! Er sagt, dass wir hier schlafen können. Wir sind begeistert von der Hütte, die sehr gepflegt und stilvoll eingerichtet ist. Auch das Bad mit offener Dusche ist toll. Da die Anlage recht weit oben am Berg liegt, ist es etwas frisch. Da aber das Bett schön warm und kuschlig ist, freuen wir uns auf eine Nacht, die sich anfühlt wie im heimischen Bett im kälteren Deutschland.
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