Sonntag, 18. Januar 15.19 Uhr
18. januar, Marokko ⋅ 🌬 15 °C
Heute, fast auf die Minute genau, vor 2 Wochen bin ich von meiner Holzhütte im Hanfbachtal / Hennef aus mit Bus und Bahn zum Düsseldorfer Flughafen gefahren.
Dort angekommen habe ich gleich meinen Rucksack abgegeben und von etwa 21 Uhr bis zum Abflug nach Marrakesch auf einer kurzen Couch in einem offenen Flughafencafé gedöst.
Am Montag, den 5. Januar 2026 gegen 12 Uhr bin ich glücklich in Marrakesch gelandet.
Geld getauscht, marokkanische SIM-Karte für mein Smartphone gekauft und aktiviert.
Dann im strömenden Regen mit Hilfe von Google Maps los Richtung Essaouira.
Wieder zurück, weil es immer noch sehr stark geregnet hat - und dann trotzdem wieder los!
Bin vom Flughafen weg, etwa 10 Kilometer entlang der Hauptstraße gewandert.
Alles unterspült, große Pfützen, es wird dunkel.
Keine Unterkunft!
Lege mich im strömenden Regen etwas abseits, etwas geschützt, auf die Isomatte, warm eingepackt in den Schlafsack, unter die wasserdichte Zeltplane, quasi auf die Straße.
Ich schlafe gut.
Mit Stirnlampe gegen 5 Uhr los. Durchgefroren, müde, hungrig.
Von weitem Polizei mit Blaulicht.
5 oder 6 freundliche, auch durchgefrorene, Polizisten fragen mich, wo ich herkomme und hin will und teilen mir freundlich, aber bestimmt mit, daß die Straße gesperrt sei und ich auch nicht zu Fuß weiterdürfe.
Oh Mann, ich muß ungefähr 5 Kilometer wieder zurück.
Nach weiteren etwa 5 Kilometern dann ein Abzweig Richtung Agadir.
Warum nicht?
Bin dann ganz langsam bis Abends gewandert, habe draußen übernachtet, am nächsten Morgen weiter, draußen übernachtet, weiter, draußen übernachtet ... bis kommunale Kontrolleure mich entdeckt haben, und meinten, mich an einen sicheren Ort zu bringen, hauptsächlich geschützt vor Straßenhunden und der Kälte.
Sie fahren mich in die entgegengesetzte Richtung in ein Luxus-Camp in Agafay, für das ich nichts bezahlen darf!
Phantastisch!
Ich dusche!
Rasiere mich!
Am nächsten Morgen kurz vor Sonnenaufgang den ganzen Weg, etwa 10 Kilometer, wieder zurück!
Dann weiter etwa 10 Kilometer durch die Agafay Steinwüste.
Ein kaum zu beschreibendes, zutiefst beeindruckendes, unvergessliches Erlebnis für mich!
Ich habe etwa 5 Stunden gebraucht, keine Menschenseele getroffen!
Doch, zwei Hirten habe ich von Weitem gesehen.
Absolute Stille!
Habe dann draußen an einem schönen, ganz ruhigen Ort unter hohen Ficcusbäumen übernachtet!
Am nächsten Morgen wandernd und per Anhalter nach Agadir, von dort aus nach 3 Übernachtungen in einem kleinen, ganz wundervollen, familiären Hostel, zu Fuß weiter nach Tagate, dann weiter nach Sidi Bibi und jetzt bin ich in Douira!
Es ist wirklich sehr schön hier, ein wunderbarer kleiner Fischerort an der grandiosen Atlantikküste, aber trotzdem:
Morgen nach dem Frühstück geht's wieder weiter!
Etwa 10 Kilometer am Meer entlang, bis zu einem Campingplatz.
Falls der Platz mir nicht gefällt oder gar nicht mehr existiert (was mir schon einige Male passiert ist), 5 Kilometer weiter zum nächsten, oder dann an die N 1, einem Teilstück des Kairo-Dakar-Highways!
Wenn ich einen guten, günstigen Campingplatz finde, würde ich gerne ein, zwei Wochen bleiben und dann an der N 1 weiter bis Tiznit ..
Für unterwegs habe ich 3 Liter Wasser, 2 Bananen, 2 kleine runde Fladenbrote, Butter, eine Orange, und einen Apfel!
Das reicht mir bis zum Abend!
Ich habe einen Plan! 😃Læs mere


RejsendeDanke für deine interessanten Berichte und weiterhin eine schöne Zeit für Dich 😊
RejsendeVielen herzlichen Dank! 🙏 Sehr gerne! 😊
Ich bin sehr beeindruckt von deinem Vertrauen in deinen Weg. [Manfred]
Rejsende🙏🙏🙏