• Zurück aus der Sahara!

    February 12 in Morocco ⋅ ☀️ 30 °C

    Bin wieder zurück aus der Wüste.
    Am Dienstag bin ich mit Yessuf zunächst über M'Hamid (ausgesprochen, ungefähr Machamid) in die Erg Chegaga gefahren.

    Nach einem guten Abendessen habe ich in einem traditionellen Berberzelt übernachtet.

    Ein traumhafter Sternenhimmel, eine unglaubliche Stille - außer Yessuf, einem Berber, der dort im Camp lebt, und mir, war dort auch keine Menschenseele.

    Am nächsten Morgen sind wir mit dem Allrad-Mitsubishi etwa 4 Stunden = 120 - 150 Kilometer bis in ein Sahara Wüstencamp gefahren.

    Tolle Begegnungen unterwegs!
    Ich habe Antilopen gesehen, wilde Eselherden, und natürlich Berber / Nomaden mit ihren Dromedaren (Dromedare haben einen Höcker und vertragen die Hitze in der Wüste).

    Auch einen "Wüstenläufer" habe ich gesehen! Er kam uns entgegen, keine Ahnung, wo er herkam und wo er hin wollte! Es gab sicher 20 Kilometer in alle Himmelsrichtungen keine Ortschaft, höchstens 3 Nomadenzelte!

    Der Läufer sah richtig fit aus, perfekte Laufausrüstung und nach meiner Einschätzung bepackt mit etwa 8 Litern Wasser im Camelbak!
    Ich habe ihm zugewunken und "Bonne Chance" gewünscht!
    Es ist so wundervoll, Gleichgesinnte unterwegs, noch dazu in der Sahara, zu treffen!
    Auch gestern Abend kamen noch Helfer des Zagora Marathons in unser Camp!
    Ich glaube, sie haben bei uns übernachtet.

    Auch, wenn ich inzwischen ein "alter Läufer" bin, und keinen langen Lauf mehr im zeitlichen Rahmen schaffe, und eine andere Läufergeneration nachgewachsen ist, wir erkennen und schätzen uns!

    Das Camp des Trans Sahara Marathons war nur etwa 500 Meter neben dem, in dem ich war.

    Natürlich war ich auch kurz dort, habe einige Läuferinnen und Läufer ins Ziel kommen sehen!

    Auch heute morgen habe ich am Start zugesehen!
    Sehr beeindruckend, natürlich neben den Läuferinnen und Läufern:
    ganz zum Schluß ist ein Nomade mit zwei Dromedaren gefolgt!
    Ganz bedächtig, würdevoll und ohne Hast, aber trotzdem schnell und zielstrebig sind die drei ihren Weg gegangen!
    Ich konnte auch sehen und fühlen wie gut der Nomade und die beiden Dromedare sich verstanden haben!

    Der gestrige Abend im Camp war ganz besonders schön:
    nach einem richtig guten Essen haben die Nomaden für uns (es waren neben mir noch 4 weitere Touristen dort) ein Lagerfeuer gemacht!

    Natürlich habe ich meine Shakuhachi geholt und am Feuer ein paar Töne im Kreise der Nomaden gespielt - und Ali und Hassan haben es auch probiert, der Shakuhachi einen Ton zu entlocken.

    Die vier Berber haben einen tollen "Desert Blues" gespielt, zu dem ich unter dem phantastischen Sternenhimmel barfuß im Wüstensand getanzt habe!

    Heute morgen ging es dann wieder zurück! Wir haben Ali mitgenommen und unterwegs kurz angehalten, um auch Yessufs Mutter ein Stück mitzunehmen.

    Ich bin unglaublich dankbar für diese wundervolle Zeit in der Wüste!

    Ich komme wieder!
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