• Vallée de Mai – Die Popo-Nuss

    March 2 on the Seychelles ⋅ 🌧 27 °C

    Nach einer Nacht mit dreschendem Regen und Gewitter zeigte sich auch der Morgen grau und lichtlos. Also beschlossen wir, dem Vallée de Mai einen Besuch abzustatten. Das 19,5 Hektar große UNESCO-Weltnaturerbe auf Praslin gilt als einer der ursprünglichsten Palmenwälder der Erde. Hier wächst die seltene Coco de Mer, deren gewaltige Samen als größte Nüsse der Welt gelten. Bis zur vollständigen Reife vergehen etwa sechs bis sieben Jahre.
    Den regulären Eintritt von rund 30 Euro pro Person mussten wir dank Schwerbehindertenausweis nur einmal zahlen. Der Park wirkte wie ein dichter Dschungel: gewaltige Palmenblätter spannten sich wie natürliche Dächer über die Wege und beeindruckten uns fast mehr als die berühmte, in ihrer Form oft mit einem Frauenpo verglichenen Nuss. Regenwald bedeutete hier tatsächlich Regen. Bald hielt selbst das dichte Blätterdach die Tropen­schauer nicht mehr ab. Dank der hohen Temperaturen waren wir jedoch schnell wieder getrocknet.
    Auch im weiteren Tagesverlauf blieb die Sonne hinter den Wolken verborgen und schickte immer wieder leichte Schauer. Bei der Erkundung der Südwestküste stießen wir auf mehrere menschenleere Strände. Schließlich ließen wir uns an der Anse St. Sauveur, wo das Wasser ähnlich flach abfällt wie am Balaton, zum Buddeln und Planschen nieder.
    Nach einem kurzen Zwischenstopp an den hier noch vergleichsweise erschwinglichen Streetfood-Ständen ging es weiter zur Anse Takamaka. Doch auch dort vertrieb uns bald der nächste Regenschauer. Einen versöhnlichen Abschluss fand der Tag schließlich mit einem farbenprächtigen Sonnenuntergang, den wir von unserer Unterkunft aus beobachten konnten.
    Read more