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  • Day171

    Mit'm Schaukelstuhl zurück in die Tropen

    September 22 in Nepal ⋅ ☁️ 25 °C

    Muktinath - Nayapul
    130 km /1.254 hm
    Aktuelle Höhe: 1.040 hm
    Gesamtstrecke: 8.728 km
    Gesamt-Hm: 80.654 hm

    Der Morgen in Muktinath zeigt einen blauen Himmel und einen Rundumblick auf die Berge - Hammer! Alle dicken Brummer des Annapurna Himal sind am Start: Annapurna 1-3, Dhaulagiri, Gangapurna etc. Das hätte ruhig auch ein Tag früher am Pass so sein dürfen 😅...Dafür genieße ich heute die Abfahrt in die verschiedenen Vegetationszonen bei allerbestem Wetter: Erst noch karge Felsen, Weiden, erste Nadelbäume und dann der tropische Dschungel gefolgt von ewigen Schlammstraßen und einem dazugehörigen Monsun-Schauer. Der Weg auf Asphalt war wieder nur sehr kurz - hauptsächlich war ich auf Buckelpisten und schlammigen Hangstraßen unterwegs, die mich wieder ziemlich zäh vorankommen lassen. Aber nicht nur mich: Hier und da stecken Busse fest. Immer wieder sind Passagiere und Bagger im Einsatz, um Geröll von den Straßen zu räumen. Lange Staus sind dabei normal. Glücklicherweise kann ich mich mit dem Rad immer vorbeimogeln. Die Bagger werfen den Schlamm und die Felsbrocken einfach den Abhang hinunter, damit es weiter gehen kann. Je tiefer ich heute komme, desto mehr macht sich wieder die Zivilisation breit. Ich düse heute insgesamt 3.800 Tiefenmeter hinab und spüre wie pro Tiefenmeter die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit zu nehmen. Ich folge sehr lange dem reißenden Fluss, der von Hängebrücken umsäumt ist, um die Schulkinder untereinander zu verbinden. Der vorletzte Tag auf dem Annapurna Trek lässt mich einiges spüren: Nicht nur der Körper hatte es schwer, auch das Material musste mit Staub, Schlamm, Schnee, Geröll, Flussüberquerungen und vielem mehr kämpfen, sodass morgen in Pokhara dringend Putzen und Schmieren angesagt sind, damit sich die Karre nicht mehr wie ein knarzender Schaukelstuhl anfühlt.Read more

  • Day170

    Auf dem Dach der Welt - Thorang La 🏔

    September 21 in Nepal ⋅ ☁️ 10 °C

    Thorang High Camp - Muktinath
    16 km / 555hm
    Aktuelle Höhe: 3.790 hm
    Gesamtstrecke: 8.728 km
    Gesamt-Hm: 79.400 hm

    Um 2 Uhr Nachts wache ich auf - ich höre Donner. Es hatte am Abend schon angefangen zu regnen, aber in der Nacht wurde es stärker. Der Wecker klingelt um 5 Uhr, denn die "stabilste" Wetterlage auf dem Pass ist in den frühen Morgenstunden. Als ich die Tür öffnete, dachte ich, ich träume noch - es hat ordentlich geschneit! Das gibt dem Ganzen nochmal eine ganz andere Note. Kurz vor 6 geht's los - jetzt gibt es kein zurück mehr, denn heute ist D-Day! Der erste Teil des Pfades ist mit Abstand der schwierigste. Fahren mit meinen Reifen, keine Chance, also wird geschoben. Selbst das klappt mäßig, da ich immer wieder mit meinen Sandaletten wegrutsche 🤦‍♂️😅 - auf Schnee war ich nicht eingestellt. Die ersten "weißen Wanderer" haben den Weg schon platt gedrückt, was es noch rutschiger werden lässt. Immer wieder versuche ich dort zu schieben, wo noch niemand gelaufen ist. Hier und da gab's mal kurz eine helfende Hand - in der Höhe sind wir ein Team! Die meisten haben aber zu erst völlig entgeistert geschaut, was ich hier mit einem verdammten Fahrrad mache 😅...Der Grad zwischen Held und Dummkopf ist eben schmal. Der Schnee hat alles natürlich viel schwieriger gestaltet, dafür war sie Aussicht und die gesamte Szenerie überwältigend. Der Moment, als ich die Fahnen vom Gipfel gesehen habe, ist kaum zu beschreiben. Mir kamen Freudentränen, ein Gefühlscocktail schießt in alle Poren. Dieser schmale Pass, diese Bedingungen, das war das verrückteste was ich auf dem Reiserad bisher getrieben habe. 5.416 Meter über dem Meer, auf dem Dach der Welt, mit Blick auf den Annapurna-Kamm. Auf der anderen Seite warten nun 10km und 1800 Tiefenmeter auf mich, die ich fast komplett fahren kann - völlig wild!

    P.S. Der Pass liegt 52hm über dem Mount Everest Base Camp 😋
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    Traveler

    Richtig Geil, ich freu mich für Dich

    Traveler

    Danke! 😊

    Traveler

    Das steigert doch die Vorfreude enorm! (Und die Angst zu frieren 😅 )

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  • Day169

    Vom Radfahrer zum Sherpa

    September 20 in Nepal ⋅ ☁️ 4 °C

    Thorong Base Camp - High Camp
    1,8 km /445 hm
    Aktuelle Höhe: 4.800 hm
    Gesamtstrecke: 8.712 km
    Gesamt-Hm: 78.845 hm

    7 Uhr. Der Anstieg direkt nach dem Base Camp ist so heftig, dass ich die Taschen abmontieren muss, um sie vorerst im Hang zurückzulassen. Selbst ohne die beiden Gepäckträgertaschen schiebt sich das Fahrrad wie ein Bagger. Mich überholt ein Sherpa mit 4 Pferden, ganz gelassen, was meine Motivation in den Keller spült. Aber ich wusste ja, dass es ab heute knackig wird. Die ersten 220 hm bis ins High Camp kosten mich neben viel Kraft auch 1,5 Std. Danach laufe ich den Pfad zurück, um die beiden Taschen mit Spanngurten über die Schultern ebenfalls nach oben zu bringen - wieder 1,5 Std - ich bewege mich etwa wie 'the walking dead'. Jetzt fühl ich nochmal mehr, was die Sherpas für Heldentaten vollbringen. Der Pass auf Thorong La ist noch 600hm und 5km entfernt und soll etwas entspannter sein als der Anstieg heute. Wer's glaubt?! 😅
    Ich entscheide mich dazu im High Camp zu bleiben und mich auszuruhen. Um 10.30 gibts schon Pasta, die ich mir einverleibe. Die letzten Tage und der schnelle Aufstieg haben dann doch einige Körner gekostet. Da es um die Mittagszeit anfängt stark zu regnen und zu winden, ist vermutlich nicht dir schlechteste Idee, den Pass in die früheren Morgenstunden zu verlegen, wann das Wetter meist stabil sein soll.
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  • Day168

    Die unglaublichen Sherpas

    September 19 in Nepal ⋅ ⛅ 5 °C

    Manang - Thorang Base Camp
    16 km / 1.203 hm
    Aktuelle Höhe: 4.507 hm
    Gesamtstrecke: 8.710 km
    Gesamt-Hm: 78.400 hm

    Es geht durch die engen Gassen von Manang bis direkt hinter der Altstadt der Aufstieg beginnt - mit steilenTreppen. Es wird heute nicht das einzige Mal sein, dass ich das Rad in die vertikale drücken muss. Am Ende der Treppen treffe ich noch eine herzliche Nepalesin, die ich noch um ein paar Glücksbringer erleichtert habe. Immer wieder treffe ich auf Sherpas. Sie leisten hier Unglaubliches: sie tragen einfach diverse Dinge auf dem Rücken mit einem Band an der Stirn und bringen Verpflegung oder einfach einen Strom-Generator in die hochgelegen Dörfer - teilweise in Flipflops. Der Weg wird immer schmaler und Schwindel erregender, teilweise passe ich kaum neben das Rad, um nach oben zu schieben, weshalb ich auch mal die Taschen abmontieren muss, um nicht Gefahr zu laufen das Hinterrad in den Abgrund zu drücken. Die Erdrutschzonen machen ebenfalls einige Passagen ziemlich riskant. Also, schieben, bremsen, nachziehen und wiederholen - vorsichtig als würde ich auf rohen Eiern laufen. Es geht insgesamt über 3 lange Hängebrücken über tiefe Schluchten von über 100 Höhenmetern. Bis auf einige kurze Regenschauer, kommt sogar kurz die Sonne raus, was auch den Blick auf die schneebedeckten Gipfel ermöglicht - gigantische Berge! Ich komme nach einigen Stunden im Basecamp an, der Temperaturwechsel ist direkt zu spüren. Die kleinen Häuschen verfügen über keine Heizungen, also heißt es einmummeln und neben der Decke noch den Schlafsack nutzen. Heute macht sich bei mir der niedrige Sauerstoffgehalt bemerkbar, weshalb ich mich früh ins Bett begebe. Je nach dem wie es mir Morgen geht, gibt es einen Pausentag oder den Aufstieg auf Thorang La.Read more

    Nur zur Info: Sherpas sind eine Volksgruppe, keine Berufsbezeichnung. Richtig wäre Träger oder porter. [Mira]

     
  • Day167

    Das Bergdorf Manang (Manang Teil 2)

    September 18 in Nepal ⋅ ☁️ 8 °C

    ...und entscheide mich dazu das Rad in die Ecke zu stellen und einfach dieses alte Bergdorf zu genießen und meinen Körper wieder zu akklimatisieren. Es gibt viele tibetiche Gebetsmühlen und bunte Fahnen. Eine kleine Oase in mitten der kargen Felsen. Außerdem soll es hier die letzte warme Dusche geben und Manang markiert das Ende der unbefestigten Straße - ab hier dann nur noch Single Trails. Diesen widme ich mich aber erst Morgen. Ich finde in dem Dorf leckeren Apfelkuchen, echten Kaffee und Yak-Käse, der meinen Gaumen in Extase bringt! 🥰...Abends sitze ich am Ofen und entspanne...Read more

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    😆 Damoklessteinhaufen

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    Elektronik passt irgendwie nicht in diese Umgebung...

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    geil, Paradis für ADHSler. Alles beim Vorbeigehen anfassen. und dann der Riesenkreisel: Kaaba für Kinder ❤

     
  • Day167

    Auf zum Atem (Manang Teil 1)

    September 18 in Nepal ⋅ ⛅ 10 °C

    Chame - Manang
    32 km /1.353 hm
    Aktuelle Höhe: 3.519 hm
    Gesamtstrecke: 8.694 km
    Gesamt-Hm: 77.197 hm

    Gut, dass ich meinen Schlafsack dabei habe, denn die Nächte werden zapfig. Am Morgen hab ich tatsächlich von meiner Unterkunft für 10 Sekunden einen Blick auf den Manaslu (siebthöchster Berg der Welt mit 8.156 hm), dann verschwindet er wieder hinter der dicken Wolkendecke. Die Anstiege hinter Chame haben es mit den Haarnadelkurven Faust dick hinter den Ohren - und die Muskeln werden ohne Aufwärmen ins kalte Wasser geworfen. Nach 10km passiere ich dann die 3.000er Marke und es wird gleich die dünne Luft bemerkbar. Nach dem Raketenstart wird es aber mäßig flacher und ich komme dank des Untergrunds zügig voran. Der Trek führt über ein großes Plateau bei Pisang, kurz dahinter findet sich sogar eine Landebahn für Kleinflugzeuge. Und dann kommt sie um die Ecke für 10min, die Sonne. Unfassbar was das im Körper auslöst! Mittags erreiche ich dann Manang, dem größten Dorf auf dem Trek.....Read more

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    faszinierend und Dein Lächeln deutet ich als Flow trotz heftiger Anstrengung. Frage mich ob Du jemals wieder ins triste Heimatland zurückkommen wirst und wenn ja, was Du dann mit diesen Mega Eindrücken machen wirst.

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    zu Hause ist es doch am schönsten! Ich freue mich schon sehr auf den Schwarzwald 😍...Die Eindrücke bleiben im Kopf, bestimmt kommen ein paar an die Wand. Und letztlich helfen die Eindrücke dabei vieles zu relativieren und wertzuschätzen 😊

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    safe Lieblingsbild bisher, ohne Zögern. sowas Geiles... Junge!

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    💯 ausdrucken und an die Wand

     
  • Day166

    One Wheel Drive (1XD)

    September 17 in Nepal ⋅ ☁️ 7 °C

    Ghermu - Chame
    39 km / 2.384 hm
    Aktuelle Höhe: 2.685 hm
    Gesamtstrecke: 8.662 km
    Gesamt-Hm: 75.844 hm

    Um 8 Uhr sitze ich wieder auf dem sauberen Bock - und vorerst kein Regen, was auch bedeutet, dass der Trek weniger schlammig ist. Dafür nochmal steiler als am Tag zuvor: Es gibt Anstiege, die mit dem Rad unmöglich sind - die losen Felsen lassen das Rad immer mal wieder durchdrehen, also muss ich hier und da mal schieben. Die meiste Zeit jedoch kann ich erfolgreich genug Druck auf beide Räder bringen, um selbst steile Anstiege mit losen Untergrund hochzuzirkeln ohne abzusteigen, was auch schon zu Applaus aus dem Geländewagen geführt hat. Denn auch den motorisierten Nepales*innen fällt es sehr schwer bei diesen Bedingungen voranzukommen. Tatsächlich taucht mitten im nirgendwo nach der Hälfte des Tages dann aufeinmal "Asphalt" auf. Die Chines*innen haben an einigen Stellen Wasserkraftwerke gebaut und um sie herum die Wege ausgebaut- muss ein monströs aufwändiger Bau gewesen sein. Aber bei diesen vielen Wasserfällen bietet sich das an. Die Straße führt an steilen Hängen und Schwindel erregenden Klippen vorbei. Ein kurzes Vergnügen, aber immerhin. Je höher ich komme, desto mehr wechselt das Terrain zu Bergwiesen. Die Sicht wird aber auch immer weniger, denn nun radel ich in die Wolken. Und um Schlag 13 Uhr setzt dann auch wieder der strömende Regen ein und hört bis zum Abend auch nicht mehr auf. Ich lande heut in Chame, dem zweitgrößten Dorf auf dem Trek - diesmal bin ich schon um 16 Uhr da und kann in Ruhe den nächsten Tag vorbereiten. Auch heute konnte ich 2 Tage in einem verpacken und bin am Ende von Tag 4 des Treks. Das Wetter lässt nur leider die Klamotten einfach nicht trocknen: Wie auch bei hoher Luftfeuchtigkeit, 10 Grad und Hütten ohne Heizungen. Die Nepales*innen warten hier auf Sonne. Das wird in den höheren Lagen dann definitiv zu einer weiteren Herausforderung.Read more

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    Gib Gas, du schaffst das. mega Bilder

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    👌

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    Interessant, dass du den so rum fährst. Was hat Dich dazu bewogen?

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    flacherer Anstieg zum Thorong La und damit weniger Gefahr für Höhenkrankheit

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    Und außerdem hatte ich heute auf dem Plateau nach Manang Rückenwind 😬

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    hast du das Gefühl in der Wildnis / im Dschungel / in der Natur zu sein oder ist das "normale Welt" mit leicht anderen Umständen?

     
  • Day165

    Durch den Monsun...

    September 16 in Nepal ⋅ ☁️ 13 °C

    Pokhara - Ghermu
    107 km / 2.876 hm
    Aktuelle Höhe: 1053 hm
    Gesamtstrecke: 8.623 km
    Gesamt-Hm: 73.460 hm
    Tag 165

    Der Morgen begrüßt mich wie erwartet mit Dauerregen. Ich kehre der Hippiestadt Pokhara den Rücken, biege ab zu den Reisfeldern und folge Dorf für Dorf einer sehr steilen, aber asphaltierten Straße. Diese Gunst ändert sich allerdings wenig später schlagartig und von dort an bewege ich mich, bis auf ein paar Ausnahmen, auf groben und anspruchsvollen Schotterwegen, ebenfalls sehr steil. Der Weg fühlt sich an wie eine Achterbahnfahrt durch den Urwald. Es sind die tropischen Ausläufer des Himalaya. Leider bleibt mir der Blick auf die hohen Berge verwehrt, denn die Wolken hängen tief und der Regen inklusive der Luftfeuchtigkeit lassen meine Bilder leider verschwimmen. Die Dauernässe zeigt auch was sie mit dem Untergrund anrichten kann und verwandelt die Wege in Schlammlöcher, wadenhohe Bäche und Rutschpartien. Ich biege um eine Kurve und plötzlich endet die Straße in eine 100m tiefe Schlucht - wie mit der Guillotine wurde die Straße abgeschnitten. Da fehlen einfach 80m der Straße, weil der komplette Hang weggebrochen ist. Das Loch sieht aus, als wäre eine Meteorit eingeschlagen. 400 Meter zuvor gab es ein kleines Warnschild, dass auf eine Umleitung hinweist. Unvorstellbar, dass niemand auf die Idee kommt die Straße abzusperren. Die Umleitung bedeutet natürlich extra Kilo- und Höhenmeter. Ich durchquere heute ca. 50 Flüsse, die quer über die Straßen verlaufen. Immer wieder maltretiere ich den Antrieb. Zwischenzeitlich hat zumindest der Regen ausgesetzt. Gut, dass ich das Gepäck deutlich reduziert habe, denn selbst mit dem Leichtgewicht sind die Wege eine enorme Herausforderung. Die letzten paar Kilometer, die dann nochmal 3 Stunden gedauert haben, legen dann nochmal eine Schippe drauf: rauer Kies, lose Felsbrocken und Sand. Hier bewegt sichnur noch 4x4: Die Wanderer, die zum Start es Trekkingpfades gebracht werden überholen mich stets. Immer wieder sinken meine Räder tief ein und ich setze auf. Die Gänge springen, weil überall Matsch klebt. Leider keine Zeit für Fotos, denn die Dämmerung und der heftige Regen verlangen mir am Ende nochmal einiges ab. Der Anstieg hört einfach nicht auf. Ich sehe durch die Brille kaum noch die Steine und Wasserlöcher. Und dann endlich erreiche ich gegen 18 Uhr das anvisierte Guesthouse von Tag 2 der vorgegebenen Route - 1 Tag konnte ich heut also schon mal sparen. Dafür stimmen die Höhenmeteangaben mal so garnicht, fast 1000hm mehr, ohne den Umweg. Quintessenz: krass, was die Wege mir und dem Rad abverlangen - und die Trails haben noch nicht begonnenen. Bevor es Morgen weitergeht, müssen erst noch das Rad geputzt und alle Schrauben gecheckt werden - das wird wohl die Routine für die nächsten Tage.Read more

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    einfach mir heftig

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    bleib achtsam mit Dir und folge Deiner Intuition. Ziehe es nicht durch, weil Du es unbedingt willst, Du hast schon so viele Hammer Eindrücke vermittelt und unglaubliches geleistet.....

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    zorniger Anstieg, schönes Koan.

     
  • Day164

    Bikepacking auf dem Dach der Welt

    September 15 in Nepal ⋅ ⛅ 22 °C

    In mir wurde die Tage ein Gedanke gesät: Es ist möglich den Annapurna Circuit Trek auch mit dem Rad durchzuziehen - ziemlich fordernd und abgespacet (selbst für Wanderer), aber möglich, da es schon Pioniere gab. Neben dem Everest-Wanderweg, ist das der zweit majestätischste Wanderweg in Nepal, der um einen hohen Gebirgszug, u.a. dem Annapurna I mit 8091 hm, führt - Wahnsinn! Der höchste Punkt des Pfades liegt auf dem Thorung Pass mit 5416 hm. Mein Herz schlägt schneller und ich bekomme Gänsehaut bei der Idee. Die Route soll 12 Tage dauern. Ich hab allerdings nur 10 Tage Zeit, weil mein Flieger am 28ten in Kathmandu geht und ich auch noch das Rad auseinander bauen sowie nach Kathmandu selbst radeln muss (Story, warum jetzt ein Flieger auftaucht, kommt noch). Auch das Wetter spielt aktuell nicht mit, denn es ist Monsunzeit. Ok. Egal. Der Gedanke ist gekeimt, die Gelegenheit kommt so schnell nicht wieder. Ich besorge mir die Genehmigung, unterziehe Gerd einer radikalen Diät und chille den Rest des Tages hart in einem veganem Café am See. Morgen beginnt das größte Abenteuer überhaupt!Read more

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    Na, wenn das einer kann, dann du 😅😁 Klingt ja ultra abgefahren, aber iwie auch wieder geil!! Und bei den Höhenmetern wächst dir zumindest mal kein Wohlstandsbauch 😂

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    Ich bin froh wenn ich jeden Tag Reis und Daal finde 😅...

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    Stimmt. Ein bisschen mehr Speck auf den Rippen schadet dir nicht 😋 wie sagt man(n) so schön, man will ja was zum Anpacken haben😃

    Traveler

    .. da bekomme ich schon Gänsehaut beim Lesen. Bin schon sehr gespannt auf die Bilder und Deine Geschichten dazu 🙏

     
  • Day163

    Angestachelt nach Pokhara 🐝

    September 14 in Nepal ⋅ ☁️ 27 °C

    Rāmdighāt - Pokhara
    96 km / 1.519 hm
    Aktuelle Höhe: 822 hm
    Gesamtstrecke: 8.516 km
    Gesamt-Hm: 70.585 hm

    Ich stehe gemütlich auf, genieße nepalesisches Frühstück und kurbel um halb acht in den Tag hinein - easy mobeasy. Dann ging Murphys Gesetz ans Werk: einmal nicht aufgepasst fahre ich mit dem Hinterrad über einen spitzen Stein, der von einem Felsen auf die Straße geworfen wurde und schlitze mir ordentlich die Pelle auf. Da der Reifen schlauchlos ist, bohre ich eine Salami rein, die für die ersten 20 Minuten hält und dann wie eine Rakete aus dem Reifen geschossen wird, da der Schlitz zu groß ist. Da muss also härteres Geschütz aufgefahren werden. Ich ziehe den Reifen von der Felge und befestige die Salamis von innen mit 2 Kabelbindern. Super, nur leider finde ich nun meine Pumpe nirgendwo - hab sie bei der ersten Reparatur liegen gelassen 🤦‍♂️. Ich schnappe mir den nächst besten Rollerfahrer und düse mit ihm 6km und 400hm bergab zurück. Pumpe ist jedoch leider weg - manno!? 🤷‍♂️ Die Kirsche ist dann, dass ich während der Fahrt auf dem Sozius von einer Mammuth Wespe gestochen werde und ich dachte mein Bein fängt gleich Feuer 🐝🔥 - was für ein Schmerz!? Das Universum ist heute gegen mich. Egal! Ich fahre mit dem Rollerfahrer zur nächsten Werkstatt und pumpe den Reifen per Kompressor auf. Siehe da, die Konstruktion mit Kabelbindern hält - Nimm das, Murphy! 🙆🏻‍♂️. Es hat zwar 1,5std gedauert, dafür kann ich weiterkurbeln... Das Bein ist mittlerweile allerdings gut angeschwollen, aber ich will den Tag durchziehen und nach Pokhara. Gesagt, getan. Anbei die Bilder von den Landschaften. Die Kackstory am Anfang müsst ihr euch bildlich vorstellen, da hatte ich einfach keine Lust auf Bilder schießen. Dafür hab ich mich mit Kaffee belohnt. In Pokhara werde ich nun ein paar Tage bleiben und die Gegend erkunden und außerdem hoffen, dass die Schmerzen im Bein von gutem Essen davonfliegen.Read more

    Traveler

    Landschaftlich echt ein Traum

    Traveler

    Da fehlt eine Zwiebel. Das geht ,und kühlen

    Traveler

    stimmt, haben wir früher ja immer gemacht - gute idee! 😊

    Traveler

    Wenn du allergisch wärst, hättest du es jedenfalls schon bemerkt 😅 toitoitoi🤞🏼

     

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