• Tag auf Öland

    25 Juni 2024, Swedia ⋅ ☁️ 14 °C

    Gefahrene Kilometer: 55 km
    Fahrzeit: 1h

    Meine Nacht unter der Brücke war ein bisschen laut… Wann immer ein Auto über die Brücke gefahren ist, hat man es deutlich gehört. Aber nichts, was mich vom Schlafen abgehalten hätte. Gut voll ist es gestern Abend auch noch geworden, ich habe nicht allein unter der Brücke geschlafen. Und heute morgen stellt sich heraus: Augen auf bei der Parkplatzwahl! Während die meisten auf dem Parkplatz bereits seit Stunden in der prallen Sonne stehen, ist es in Schnuckel noch angenehm kühl. Die Brücke spendet uns Schatten. Dieser etwas unruhig Platz hatte also doch seine Vorteile!

    Viel vor habe ich heute nicht. Ziel ist es eigentlich nur, einen schönen Platz irgendwo am Wasser zu finden und den Rest des Tages die Seele baumeln zu lassen. Weit ist es nicht, knapp eine Stunde brauchen wir bis zu dem Stellplatz, denn ich mir gestern rausgesucht hatte. Also, los geht´s! Der Weg führt uns zunächst über die Ölandbrücke, von der man eine herrliche Aussicht auf den Kalmarsund hat. Bei diesem schönen Wetter heute echt herrlich! Anschließend wackeln wir eine ganze Zeit über die engen Straßen von Öland. Wirklich viel los ist hier in der Region nicht…

    Am Stellplatz angekommen, stellt sich schnell Ernüchterung ein: Alles belegt! Mist! Zwei andere Wohnmobile haben sich so breit gemacht, da ist für uns kein Platz mehr. Und die sehen jetzt auch nicht so aus, als würden die demnächst wegfahren. Jetzt brauchen wir Plan B: In der Nähe gibt es noch einen weiteren Platz am Meer. Mal schauen, ob es da ein Plätzchen für uns gibt. Und tatsächlich, hier ist noch ausreichend Platz. Nicht ganz so nah am Meer, wie der andere Platz, aber auch superschön. Es gibt WC´s, eine große Liegewiese, Sitzmöglichkeiten, Zugang zum Wasser und sogar Trinkwasser aus einem Brunnen. Gegen eine kleine Spende von 80 Kronen (ca. 7 Euro) dürfen wir hier übernachten. Was will man mehr? Wir bleiben!

    Den Rest des Tages mache ich dann genau das, was ich geplant hatte: Nichts. In der Sonne sitzen, lesen und was Leckeres zu Essen kochen. Seele baumeln lassen. Einfach entspannen. Herrlich! Am Abend erkunde ich noch ein wenig die Umgebung. Viel gibt es allerdings nicht zu sehen, hier ist kilometerweit außer ein paar Häuser nicht viel. Und so laufe ich ein paar Kilometer die Straße entlang, bevor ich wieder umdrehe. Hier hätte ich echt ein Fahrrad benötigt! Und Zack, ist der Tag schon wieder vorbei! Ich sitze noch eine Weile draußen und schaue mir den Sonnenuntergang an. Lange halte ich es allerdings nicht mehr aus, denn kaum ist die Sonne weg, wird die Luft plötzlich unangenehm feucht. Die Feuchtigkeit zieht in dichten Schwaden über die umliegenden Felder. Und so mache ich es mir in Schnuckel gemütlich.

    Gute Nacht & bis Morgen!
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