Trelleborg bis Braunschweig
28. Juni 2024 in Deutschland ⋅ ⛅ 24 °C
Heute Morgen hat der Wecker sogar schon um 6.30 Uhr geklingelt… Igitt! Gestern Abend ist es dann doch noch ein bisschen später geworden, Regen und Gewitter haben mich eine ganze Weile wachgehalten. Unangenehm warm war es auch. Wirklich wach bin ich also nicht... Aber es ist ja nicht weit bis zur Fähre und auf dem Schiff habe ich ja dann genügend Zeit noch ein bisschen zu schlafen. Also raus aus dem Bett! Schnell ein bisschen frisch machen, Kaffee kochen und los!
Am nächsten Supermarkt halte ich nochmal kurz an, ich habe noch ein paar Pfandflaschen, die ich zurückgeben muss und ein bisschen was zu Essen für die Fähre könnte ich auch noch gebrauchen. 1 Krone gibt es hier übrigens pro Flasche, das sind ca. 8 Cent. Viel gibt es für mich also nicht zurück… Aber egal, die Nervennahrung für die nächsten 9,5 Stunden auf der Fähre muss trotzdem noch her! Anschließend geht es weiter in Richtung Anleger in Trelleborg. Mein Handy scheint heute Morgen aber scheinbar auch noch nicht ganz wach zu sein… Völlig konfus versucht es mir alle 200 Meter einzureden, ich müsste „bitte wenden“. Ne, ne, ne, die Straßenschilder sagen ganz deutlich was anderes! Inzwischen kenne ich den Weg zum Fähranleger aber auch ohne Navigation. Man gut, denn auf Google-Maps ist heute Morgen kein Verlass…
Am Anleger angekommen herrscht erstmal ein wenig Verwirrung… Es gibt hier so Self-Check-Ins: Einfach mit dem Auto ranfahren, Ticket scannen und fertig. Bei dem Fahrer vor mir scheint das nicht zu funktionieren, es dauert ewig. Der Fahrer neben mir lässt sein Auto einfach in der Schlange stehen und geht zu Fuß zum Schalter. Hä, was macht das den für einen Sinn? Das Auto muss dann doch auch da noch durch… Ich komme somit jetzt aber auch nicht mehr weiter. Zugeparkt! Eigentlich gäbe es noch andere freie Schalter… Aber egal, irgendwann geht es dann weiter. Mein Ticket lässt sich dann auch nicht scannen, mit der Buchungsnummer funktioniert es dann aber problemlos. Terminal E, Reihe 21 ist die Ansage. Jup, das kennen wir ja schon vom letzten Mal. Einmal quer über das Hafengelände bitte! Das Schiff (Peter Pan) ist auch schon da, die Autos/Lkws werden gerade abgeladen und kommen mir entgegen. Das Terminal finde ich hier wie immer problemlos und sortiere mich in die Richtige Reihe ein. Viel los ist auch noch nicht, ein paar Autos und 4 Wohnmobile stehen mit mir bis jetzt an. Aber bis zur Abfahrt dauert es ja noch knapp 2 Stunden. Ich habe also erstmal Zeit für Frühstück. Und den Bericht von gestern muss ich auch noch hochladen! Das Internet hat gestern dafür am Parkplatz nicht ausgereicht.
Nur wenige Minuten nachdem ich angekommen bin, bricht plötzlich Panik aus: Ich bin gerade zum Klo verschwunden, da setzt sich die Reihe vor mir plötzlich in Bewegung. Schnell zurück zu Schnuckel, wir dürfen schon aufs Schiff! Frühstück muss also erstmal warten… Diesmal gibt es auch keine schwierigen Parkmanöver, wie auf der Hinfahrt. Ich parke Schnuckel also auf Deck 5 und suche mir anschließend einen Weg nach oben. Nach zwei Fehlversuchen, finde ich dann aber den Weg aufs Oberdeck. Manchmal gar nicht so einfach auf diesen Schiffen…
Das Wetter ist weiterhin sehr warm und sonnig, durch den starken Regen heute Nacht ist es allerdings auch sehr schwül. Über Trelleborg hängt trotz der Sonne noch ein dichter Nebelschleier. Pünktlich um 10 Uhr verlassen wir dann den Hafen. Und es ist echt wenig los auf dem Schiff, die meisten Sitzplätze sind noch frei. Aber wahrscheinlich fahren die Leute jetzt zu Beginn der Ferien ehr in die andere Richtung. Als ich letztes Jahr in Richtung Schweden gefahren bin, war kaum noch ein Sitzplatz zu bekommen. Einer entspannten Überfahrt steht also nichts im Wege!
Als wir den Hafen verlassen, wird der Nebel nur noch dichter. Bald sieht man außer dem Schiff nichts mehr. Irgendwie ein ganz komisches Gefühl… Es dauert aber nicht lange bis es wieder aufklart und man eine herrliche Aussicht auf das Meer hat. Dafür wird es plötzlich minimal windig… Auf dem obersten Deck pustet es mich fast aus den Schuhen! Ne, bloß wieder weg hier! Aber solange man sich ein windgeschütztes Plätzchen sucht, lässt es sich draußen in der Sonne gut aushalten. Und so vertreibe ich mir die Zeit mit kaffeetrinken, lesen und dem ein oder anderen Nickerchen.
Pünktlich kommen wir dann irgendwann in Travemünde an. Hier dauert es meist eine Weile, bis der Kapitän das Schiff in die Parkposition manövriert hat und so habe ich noch einen Moment Zeit das Treiben in Travemünde zu beobachten. Und dann schwimmt plötzlich ein Delfin im Hafenbecken! Im ersten Moment dachte ich, es ist ein verirrter Seehund… Aber es ist tatsächlich ein Delfin. Und wohl nicht das erste Mal, dass zumindest sagt Google.
Und dann geht es wieder ganz schnell: Wir legen an, die Türen zu den Autodecks gehen auf und ich darf zurück zu Schnuckel. Der hat die Überfahrt genauso entspannt überstanden wie ich. Schnell alles wieder an seinem Platz verstauen und schon geht vorne die Lucke auf und wir dürfen raus. Punkt 19.30 Uhr rollen wir runter vom Schiff. Was eine Punktlandung! Auf dem Hafengelände herrscht der übliche Trubel, von überall her kommen die LKW-Trailer die vom Schiff abgeladen werden. Wer hier nicht bremst hat verloren, denn die LKW-Fahrer bremsen jedenfalls nicht! Wir kommen aber ohne Blessuren davon und auch die Polizei, die am Ausgang steht, will nichts von uns. Also ab nach Hause!
Vor uns liegen noch knapp 3 Stunden Fahrt bis nach Braunschweig. Die Straßen sind frei und so kommen wir zügig durch. Kurz vor Braunschweig staut es sich dann nochmal kurzzeitig. Die A2 ist hier voll gesperrt… Aber egal, auch hier kommen wir irgendwann durch und kommen gegen 23 Uhr in Braunschweig an. Morgen geht es dann weiter nach Braunlage.
Und somit geht auch dieser Urlaub vorbei. Insgesamt sind wir rund 5500 Kilometer gefahren. Es war wieder sehr schön, auch wenn mal wieder die technischen Mittel nicht zu hundert Prozent funktioniert haben. Aber das kenne ich ja schon… Montag gibt es dann für Schnuckel mal wieder einen Termin in der Werkstatt!
Vielen Dank fürs mitlesen und bis zum nächsten Mal!Weiterlesen









Deine Reise war toll und ich habe die gern (zumindest per Handy) mitgemacht. Die nördlichen Länder sind für mich noch „böhmische Dörfer“, also unbekannt. Aber Dank Dir kann ich mir jetzt ein kleines Bild machen [Thea Eggert]