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  • Day18

    Home sweet home

    July 19, 2019 in Germany ⋅ ⛅ 21 °C

    Wir sind wieder zuhause....und können uns inzwischen auch sogar wieder ein bisschen darüber freuen, denn nun können wir noch 2,5 Wochen bei Momu und Opa an der Ostsee Urlaub machen.

    Kurz gefasst, es war eine tolle, tolle Reise. Wir haben gehofft, dass es schön werden würde, aber das es sooo schön werden würde, damit hatten alle 4 nicht gerechnet. Wir haben uns in den hohen Norden verliebt, vor allem Senja, die Vesterålen und die Lofoten haben es uns angetan und wir möchten unbedingt dort noch einmal hin, mit mehr Zeit im Gepäck.
    Die Mitternachtssonne hat mit Sicherheit dazu beigetragen, denn uns hat vor allem das Licht so gut gefallen. Ich hatte vorher damit gerechnet, dass uns das Licht vielleicht sogar stören würde, aber das Gegenteil war der Fall. Wir haben uns fast in einem zeitlosen Raum befunden und das hat uns sehr gefallen.
    Ich habe die Jungs unabhängig voneinander gefragt, was ihnen am Besten gefallen hat und beide haben geantwortet: die Natur. Dem können Torsten und ich uns nur anschließen. Sie ist so vielfältig und wunderschön und kaum in Worte zu fassen und überstrahlt alles.
    Auch die Menschen, die wir unterwegs getroffen haben, waren toll. Da waren natürlich die Norweger, die ein herzliches, ehrliches, rauhes Volk für sich sind. Aber auch unsere Mitreisenden waren besonders, es gab viel zu erzählen und alle waren freundlich und offen miteinander. Uns geht vor allem der Rostocker nicht aus dem Kopf, den wir auf den Lofoten kennengelernt haben, der am 1. Mai mit dem Fahrrad losgefahren war und es bis dort oben geschafft hatte. Oder die Münchner Witwe, die knapp 70 Jahre alt war und sich einen Camper gekauft hat und einfach losgefahren ist...sie kam von Norden als wir sie in Andenes getroffen haben und war schon 6 Wochen unterwegs....Mut muss man haben! (und Zeit)
    Also schließen wir mit einer Zeile aus dem Lieblingsbuch der Kinder, Die Schnecke und der Buckelwal: „Auf gehts, die Welt ist groß.....schön ist es (auf dem Buckelwalfloß)“

    Hier kommen noch ein paar Statistiken für die, die es interessiert:
    - gefahrene Kilometer von uns allein 3.200km in 19 Tagen, insgesamt waren es in 5,5 Wochen legendäre 7.000km in insgesamt 130 Stunden Fahrzeit bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 58 km/h
    - Anzahl Fähren: 11
    - Anzahl Tunnel: mindestens 75, der längste Tunnel war knapp 8km lang, die größte Steigung bzw. Gefälle im Tunnel lag bei 10% und dort ging es unter den Meeresspiegel; auch die unterirdischen Kreisverkehre in den Tunneln unterhalb der Bergmassive werden wir mit Sicherheit nicht vergessen
    - Anzahl Wasserfälle: unglaubliche 698
    - Anzahl Gletscher: 4 Zungen des Jostedalsbreensgletschers
    - Regentage: 2 von 19 (meine Eltern hatten eine etwas andere Quote 19 von 21....die Armen!)
    - Temperaturen: 8 - 24 Grad, von den Wassertemperaturen wollen wir mal lieber nicht reden, aber es war wunderbar und wir haben wirklich nicht gefroren
    - gesichtete Tiere: Rentiere, Elche, Seehunde, Reiher, Kormorane, Kraniche, Papageientaucher, einen Albatros(!), Seeadler, Orcas, Pottwal, Grindwale und viiiiiiele, viele Fische und Krebse....und natürlich wird auch der riesengroße Dorsch, den Julius gefangen hat, niemals in Vergessenheit geraten.

    Nun heißt es Klamotten auspacken. Wäsche waschen, Fotos sichten und schnell das Fotobuch erstellen und ganz viel nachklingen lassen.....und die nächste Reise in den noch höheren Norden planen!

    P.S. Wir haben übrigens unseren Pinguin gefunden!
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