Pico
June 12, 2025 in Portugal ⋅ ☁️ 19 °C
Gestern Nachmittag haben wir uns in eine kleine Propellermaschine geschwungen – quasi fliegendes Rasenmäher-Feeling – und sind zur zweiten Insel unserer Azorenreise gedüst.
Neue Insel, neues Bett, neue Abenteuer.
Die Nacht war herrlich, wir sind ausgeschlafen und startklar. Voller Energie ziehen wir los, gespannt, was diese Insel so draufhat. Der Himmel trägt heute allerdings graues Einheits-Outfit: Wolken, Wolken, Wolken. Also laufen wir entlang der Küste, lauschen dem Meer und fühlen uns wie in einer Naturdoku – bis der Regen beschließt, Hauptdarsteller zu werden. Erst erträglich, dann norddeutsch-nervig. Und ich als bekennende Zuckerpuppe habe plötzlich Angst, mich im Regen einfach aufzulösen. 😅 Also Rückzug! Aber hey, 8 Kilometer sind auch schon mal was für den Bewegungs-Tracker.
Plan B: Inselumrundung per Auto. Wenigstens da löst man sich nicht auf.
Unterwegs steuern wir einen alten Walausguck an – natürlich den schwierigsten, weil wir uns offenbar innerlich für Ninja-Walbeobachter halten.
Der sagenumwobene Berg Pico, der angeblich überall sichtbar sein soll, taucht nicht einmal auf... erinnert mich ein bisschen an Bielefeld gibt’s doch gar nicht!
In Piedade erspähen wir kurz die Nachbarinsel São Jorge – Sekunden später verschluckt sie der Nebel wieder. In São Roque do Pico gibt’s dann erst mal Nervennahrung: zwei Latte und ein Riesenstück Gebäck für schlappe 3,80 €. Preis-Leistungs-Sieger! Danach noch ins Museum der alten Walverarbeitungsfabrik, wo man erfährt, wie hier früher ausschließlich Pottwale verarbeitet wurden – von Öl über Dünger bis hin zu Vitaminen. Nicht schön, aber damals schlicht Überlebensnotwendigkeit für die Leute auf den Azoren, die wirklich nicht im Geld geschwommen sind. Immerhin: Alles vom Wal wurde verwertet.
Und jetzt? Früher Abend, draußen immer noch Dauerregen. Von wegen „wechselhaftes Wetter auf den Azoren“ Egal, morgen scheint bestimmt die Sonne oder eben auch nicht...
Pico bleibt spannen!Read more

















