• Monika Weitermann
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Azoren und Porto (Portugal)

A 15-day adventure by Monika Read more
  • Trip start
    June 7, 2025

    São Miguel - Ponta Delgada

    June 7, 2025 in Portugal ⋅ ☀️ 18 °C

    Mit nur läppischen 40 Minuten Verspätung durften wir endlich in die Eurowings-Maschine einsteigen – quasi pünktlich im „Billigflieger-Zeitempfinden“. Drinnen erwartete uns das volle Wohlfühlpaket: Sitze so eng, dass selbst Sardinen im Vergleich wie First-Class-Passagiere wirken, und Ablagen? Fehlanzeige! Flaschen und Bücher darf man offenbar traditionell auf dem Schoß balancieren – das trainiert immerhin die Armmuskeln.
    Entertainment? Klar: Alle paar Stunden schiebt die Crew ihren Verkaufswagen durch den Gang. Kostenlose Getränke oder Snacks? Ach was! Stattdessen darf man 3,30 € für ein Wasser löhnen – das ist ungefähr der Gegenwert einer halben Tankfüllung in Portugal – oder stolze 7,99 € für eine Currywurst, selbstverständlich ohne Brot. Luxus kennt eben keine Grenzen.
    Fazit: Erwartungen an Bord? Besser gleich im Gate abgeben.
    Angekommen...Koffer geschnappt, Mietwagen übernommen, und schon ging’s los. Da wir noch Zeit hatten bis zum Einchecken, haben wir uns kurzerhand auf Entdeckungstour gemacht – und siehe da: Die Insel entschädigt für alles! Atemberaubende Atlantikblicke, sattgrüne Landschaften, als hätte jemand den Farbregler auf „übertreiben“ gestellt. Und das Beste: Kein Verkaufswagen weit und breit. Das macht richtig Lust auf die kommenden Tage!
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  • Wasserfall gesucht, Insel gefunden

    June 8, 2025 in Portugal ⋅ ☁️ 21 °C

    Nach einem ausgiebigen Frühstück packen wir unsere sieben Sachen und fahren los – Ziel eigentlich: Salto do Prego. Andreas liebt schließlich Wasserfälle, und ein bisschen Wandern schadet ja nie. Dachten wir. Was wir nicht eingeplant hatten: die Insel bombardiert uns schon auf dem Weg mit so vielen Schönheiten, dass unser ursprünglicher Plan ziemlich schnell in die Kategorie „gute Absicht“ rutscht.
    Erster Halt: Lagoa das Furnas
    Ein See mitten in einem alten Vulkankrater – klingt nach Abenteuer! Es gibt einen Rundweg drumherum, aber der kostet Eintritt und die Bewertungen lesen sich nicht gerade nach „Muss man gesehen haben“. Also reicht uns ein 15-Minuten-Stopp – und weiter geht’s.

    Cascata e Aquário das Furnas
    Eine liebevoll gepflegte Gartenanlage, fernab von Hektik und Trubel. Ein Flusslauf, eine kleine Kaskade, Ruhe pur.

    Caldeiras das Furnas
    Aus 22 Quellen kocht und sprudelt die Erde, Schwefelgeruch inklusive. Kein Ort für empfindliche Nasen, aber beeindruckend, was die Natur hier an Power zeigt.

    Miradouros deluxe
    Wir gönnen uns gleich zwei Traum-Aussichtspunkte, die unterschiedlicher kaum sein könnten, beide aber das Herz hüpfen lassen:
    Miradouro da Ponta da Madrugada:
    Ein kleiner, gepflegter Garten und eine Aussicht, die jeden Reiseführer neidisch macht.

    Miradouro da Ponta do Sossego: Eine terrassenförmige Parkanlage mit Blick auf den Atlantik. Pfingstsonntag heißt hier: Grillparty! Der Duft von gegrilltem Fleisch in der Luft sorgt dafür, dass unsere Mägen lauter knurren als die Vögel zwitschern.

    Ach ja… der Wasserfall!
    Irgendwo in unserem Hinterkopf klingelt es: Wir wollten doch eigentlich wandern. Aber aus Zeitmangel (und garantiert nicht wegen akuter Unlust 😜) fällt die Tour zum Salto do Prego ins Wasser. Zum Glück gibt’s einen leichteren Ersatz:
    Cascata da Ribeira dos Caldeirões
    Ein traumhaftes Tal, zwei malerische Wasserfälle, dazu eine alte Mühle und ein kleines Café. Romantikfaktor: hoch. Wanderschuhe: unnötig.

    P.S. – Ein Hoch auf die Infrastruktur!
    An jedem Spot gibt es kostenlose und saubere Toiletten. Für alle mit schwacher Blase: Diese Insel ist euer Paradies.
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  • Der See der Liebenden

    June 9, 2025 in Germany ⋅ ⛅ 13 °C

    Auf der Azoreninsel São Miguel liegt ein Naturwunder, das seit Jahrhunderten Menschen verzaubert: die Lagoa das Sete Cidades. Der Doppelkratersee besteht aus zwei Gewässern, die nur durch einen schmalen Durchlass und eine Brücke voneinander getrennt sind – der tiefblaue Lagoa Azul und der smaragdgrüne Lagoa Verde.

    Eine alte Sage erzählt von einer verbotenen Liebe zwischen einer Prinzessin und einem Hirten. Als die beiden gezwungen waren, sich für immer voneinander zu verabschieden, vergossen sie bittere Tränen. Aus den blauen Augen der Prinzessin soll der Lagoa Azul entstanden sein, während die grünen Augen des Hirten dem Lagoa Verde ihre Farbe gaben.

    Zauberhafte Geschichte...aber es gibt dafür eine ganz normale Erklärung..
    Die Farbunterschiede der beiden Seen entstehen nicht wirklich aus Tränen, sondern durch Lichtreflexionen:
    Der bewaldete Kraterrand spiegelt sich im Grün des einen Sees, während der Himmel den anderen in strahlendes Blau taucht.
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  • aus der Sicht des Königs

    June 9, 2025 in Portugal ⋅ ☁️ 21 °C

    Den „See der Liebenden“ haben wir schon ein eigenes Denkmal gesetzt – aber die Umgebung hält noch so manche Überraschung bereit!
    Monte Palace – das Hotel, das Geschichte schrieb… und verschwand
    Dieses ehemalige 5⭐-Hotel hatte nicht mal zwei volle Jahre, um seine Gäste zu beeindrucken, bevor 1990 die Türen dicht gemacht wurden. Heute ist es weniger Luxushotel, mehr Lost-Place-Abenteuer: Die Einheimischen haben in Windeseile alles „geborgt“ – sogar den Aufzug! Wer hier herkommt, findet einen skurrilen Fotospot der Extraklasse

    Im Tal der Túnel das Sete Cidades
    Wer keine Lust auf eine schweißtreibende Bergwanderung hat, darf durch diesen Tunnel spazieren, der wie ein geheimer Shortcut zwischen Sete Cidades und Mosteiros dient. Praktisch, malerisch und definitiv spannender als ein Spaziergang auf Asphalt – fast wie eine Mini-Abenteuergeschichte im Tal.

    Miradouro da Boca do Inferno
    Hier wird es dramatisch: Mit dem Kratersee Lagoa de Santiago und dem Lagoa Azul im Hintergrund wirkt der Ort wie gemalt – und man kann sich fast vorstellen, dass ein Vulkan höchstpersönlich den Pinsel geschwungen hat. Ein echter Hingucker für alle, die gerne „Wow“-Momente sammeln.

    Aqueduto do Carvão
    Dieses alte Aquädukt wirkt, als hätte die Natur beschlossen: „Alles meins!“ Zwischen Moos, Pflanzen und schattigen Durchgängen kann man hier die Zeit quasi spüren – und ein paar super Instagram-Bilder klauen.
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  • Tee und Ananas

    June 9, 2025 in Portugal ⋅ ⛅ 20 °C

    Wer die Kunst der Teezubereitung von der Pflanze bis zur Tasse erleben möchte, findet in Chá Gorreana den perfekten Ort. Auf dieser traditionsreichen Plantage, die seit dem 19. Jahrhundert Tee kultiviert, können Besucher Schritt für Schritt die Verarbeitung miterleben und das alles kostenlos.

    Plantação de Ananás dos Açores
    Überall auf der Insel wird Ananas in verschiedener Form angeboten und die Versuchung ist sehr groß, sie zu probieren.
    Wir denken uns, wenn schon dann an der Basis auf einer 🍍 Plantage
    In den Gewächshäusern lässt sich die Frucht in allen Stadien ihres Wachstums bestaunen – vom zarten Schössling bis zur goldgelben Königin der Tropen. Wer tiefer eintauchen möchte, erfährt über QR-Codes oder kurze Filme mehr über die aufwendige Kultivierung.
    Zum krönenden Abschluss lockt natürlich die Verkostung: frisch, saftig und so intensiv, wie man sie selten erlebt 😋
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  • Miradouro da Lagoa do Fogo

    June 10, 2025 in Portugal ⋅ ☁️ 18 °C

    Morgen Nachmittag geht unser Flieger nach Pico, und für heute haben wir uns… haltet euch fest… nur ein Ziel vorgenommen: die Fahrt hoch zum Kratersee Lagoa do Fogo – was auf Deutsch so poetisch wie bedrohlich „Feuersee“ bedeutet.
    Je näher wir dem Aussichtspunkt kommen, desto mehr merkt man: Berge haben offenbar ihr eigenes Wetter. Während unten am Meer noch die Sonne lacht ☀️, herrscht weiter oben das volle Katastrophenpaket: Sichtweite ein paar Meter, Regen inklusive, und die Temperatur ist plötzlich auf „Berggipfel-frier-modus“ gefallen.
    Oben angekommen stellen wir beruhigt fest: Wir sind nicht die einzigen Verrückten, die sich selbst davon überzeugen wollen, dass der See hier oben eher ein Mythos als Realität ist. Vorschlag: Névoa-See (also Nebel-See) hätte vermutlich mehr Sinn – dann wüsste jeder gleich, worauf er sich einlässt.
    Also drehen wir leicht frustriert wieder um, cruisen runter und gönnen uns ein paar entspannte Stunden am Meer – schließlich hat das Wetter unten eindeutig mehr auf Lager.

    Am späten Nachmittag wagen wir einen zweiten Versuch. Voller Zuversicht rollen wir den Berg hoch, die Sicht ist zunächst perfekt… bis zur Hälfte. Dann: Wolken. Dann: Regen. 🤦🏻‍♀️ Aber hey, immerhin bekommen wir dieses Mal ein kleines Stückchen Fogo zu Gesicht. ✅
    Moral des Tages: Berge sind wie Überraschungseier – man weiß nie was man bekommt
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  • Hauptstadt mit Meeresbrise

    June 11, 2025 in Portugal ⋅ ☁️ 21 °C

    Ponta Delgada ist die Hauptstadt der Azoren und – Überraschung – liegt natürlich am Meer.
    Verglichen mit anderen Hauptstädten ist sie eher gemütlich und entspannt.
    Gut, ab und zu gibt es ein paar „Lautstärke-Enthusiasten“ – aber das schmälert den Charme nur minimal.
    Die Stadt ist eine hübsche Mischung aus Natur, Kultur und historischem Flair. In den verwinkelten Gassen reihen sich pastellfarbene Wohnhäuser, kleine Lädchen und einladende Restaurants aneinander – perfekt, um ziellos zu stöbern und sich treiben zu lassen.
    Die Kirchen sind kleine Träumchen ❤️, und das Stadttor Portas da Cidade aus dem Jahr 1783 bildet wie ein freundlicher Türsteher den Mittelpunkt der langen Bucht.
    Kurzum: Ponta Delgada hat uns verzaubert – charmant, gemütlich und mit genug Charakter, um ein paar Fotos und eine Menge Erinnerungen mitzunehmen.
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  • Pico

    June 12, 2025 in Portugal ⋅ ☁️ 19 °C

    Gestern Nachmittag haben wir uns in eine kleine Propellermaschine geschwungen – quasi fliegendes Rasenmäher-Feeling – und sind zur zweiten Insel unserer Azorenreise gedüst.
    Neue Insel, neues Bett, neue Abenteuer.
    Die Nacht war herrlich, wir sind ausgeschlafen und startklar. Voller Energie ziehen wir los, gespannt, was diese Insel so draufhat. Der Himmel trägt heute allerdings graues Einheits-Outfit: Wolken, Wolken, Wolken. Also laufen wir entlang der Küste, lauschen dem Meer und fühlen uns wie in einer Naturdoku – bis der Regen beschließt, Hauptdarsteller zu werden. Erst erträglich, dann norddeutsch-nervig. Und ich als bekennende Zuckerpuppe habe plötzlich Angst, mich im Regen einfach aufzulösen. 😅 Also Rückzug! Aber hey, 8 Kilometer sind auch schon mal was für den Bewegungs-Tracker.
    Plan B: Inselumrundung per Auto. Wenigstens da löst man sich nicht auf.
    Unterwegs steuern wir einen alten Walausguck an – natürlich den schwierigsten, weil wir uns offenbar innerlich für Ninja-Walbeobachter halten.
    Der sagenumwobene Berg Pico, der angeblich überall sichtbar sein soll, taucht nicht einmal auf... erinnert mich ein bisschen an Bielefeld gibt’s doch gar nicht!
    In Piedade erspähen wir kurz die Nachbarinsel São Jorge – Sekunden später verschluckt sie der Nebel wieder. In São Roque do Pico gibt’s dann erst mal Nervennahrung: zwei Latte und ein Riesenstück Gebäck für schlappe 3,80 €. Preis-Leistungs-Sieger! Danach noch ins Museum der alten Walverarbeitungsfabrik, wo man erfährt, wie hier früher ausschließlich Pottwale verarbeitet wurden – von Öl über Dünger bis hin zu Vitaminen. Nicht schön, aber damals schlicht Überlebensnotwendigkeit für die Leute auf den Azoren, die wirklich nicht im Geld geschwommen sind. Immerhin: Alles vom Wal wurde verwertet.
    Und jetzt? Früher Abend, draußen immer noch Dauerregen. Von wegen „wechselhaftes Wetter auf den Azoren“ Egal, morgen scheint bestimmt die Sonne oder eben auch nicht...
    Pico bleibt spannen!
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  • Vinhas do Pico und der Berg Pico

    June 13, 2025 in Portugal ⋅ ☁️ 19 °C

    Auch heute Morgen präsentiert sich Pico wieder im beliebten Look „50 Shades of Grau“ – eine dicke Wolkendecke als modisches Daueraccessoire. Aber wir sind tapfer, Bewegung muss sein! Diesmal geht’s Richtung Osten auf einen Rundweg von rund 10 Kilometern durch die berühmten Weinberge. Ein Teil der Strecke führt uns auf dem Rückweg nochmal über denselben Weg – Déjà-vu deluxe.
    Doch dann passiert’s: von der Küste her reißt der Himmel langsam auf und – Trommelwirbel – nach 1,5 Tagen sehen wir endlich die Sonne! 🌞 Und zack, läuft alles doppelt so leicht, doppelt so schön, doppelt so… naja, ihr wisst schon.
    Fun Fact:
    Seit 2004 zählt die Region zum UNESCO-Weltkulturerbe. Hier wird Verdelho-Wein in einem riesigen Mosaik aus kleinen Parzellen angebaut, die von Trockensteinmauern (Curraletas) eingefasst sind. Die Mauern schützen die Reben vor Wind und Gischt, speichern gleichzeitig Wärme und lassen die Sonne rein – quasi ein natürliches Multifunktionssystem aus dem 15. Jahrhundert.

    Zurück am Ausgangspunkt fühlen wir uns noch nicht ganz ausgelastet und hängen deshalb einen Spaziergang bis zum Hafen von Madalena dran. Dort sichern wir uns für morgen eine Whale-Watching-Tour um 8:30 Uhr. Wale, macht euch bereit, wir kommen! 🐋
    Und dann: der ewige Running Gag.
    Der Pico, mit 2.351 m Portugals höchster Berg und gleichzeitig der höchste Vulkan Europas, spielt auch heute wieder konsequent Verstecken.
    Also fassen wir den Plan: Wenn der Berg nicht zu uns kommt, fahren wir halt zu ihm! Vielleicht läuft’s ja wie auf Teneriffa beim Teide: unten Wolken, oben Sonnenschein, tadaaa – Berg da.
    Nette Idee… in der Theorie.
    In der Praxis: je höher wir fahren, desto dichter der Nebel, desto mehr Regen und desto weniger Spaß. Die Straße wird zur Rutschpartie, Sicht gleich null, Stimmung auch nicht viel besser. Da wir nur noch wenige Kilometer vom höchsten mit dem Auto erreichbaren Punkt entfernt sind, siegt die Vernunft und wir drehen um. Vielleicht hat der Pico morgen endlich Lust auf ein Date mit uns. 🍀
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  • Delfin- und Walbeobachtung

    June 14, 2025 in Portugal ⋅ ☁️ 19 °C

    Gegen 9 Uhr ging’s los: Wir klettern in ein Zodiac mit satten 300 PS – quasi die Speedboote unter den Gummibooten. Vorher noch ein kurzes Briefing (zu meiner Freude sogar auf Deutsch – also keine Gefahr, dass wir versehentlich den Wal statt die Weste anziehen).
    Der Atlantik zeigt sich heute von seiner freundlichen Seite. „Ruhig“ bedeutet hier zwar immer noch ordentlich Wellen, aber hey, wir Norddeutschen nennen sowas „leicht kabbelig“. Mit Vollgas raus aufs offene Meer – allein diese Fahrt ist schon ein Erlebnis und den Preis wert.
    Nach etwa 30 Minuten heißt es plötzlich: „Wal in Sicht!“ Ein anderes Boot liegt schon lauernd auf Position, und wir starren alle gebannt aufs Wasser. Und tatsächlich – auf 9 Uhr taucht er auf! Faszinierend, wie so ein Riese ganz gelassen an die Oberfläche kommt. Wir bleiben eine Weile, bevor es weitergeht: Nächste Meldung, diesmal Delfine! 🐬 Sie springen verspielt durchs Wasser, als würden sie für uns eine kleine Show einstudieren. Einfach nur zum Dahinschmelzen. 🥰
    So geht das ein paar Mal hin und her – mal Wale, mal Delfine, mal nur wir auf der Suche. Nach drei Stunden voller Adrenalin und Glücksmomente steuern wir wieder den Hafen von Madalena an.
    P.S.: Wer jetzt eine exakte Liste erwartet à la „zwei Finnwale, ein Pottwal, drei Schulen Atlantischer Fleckendelfine“… Sorry! Ich hab keine Ahnung. Was ich aber sicher weiß: Es waren riesige Meeressäuger in fischiger Verpackung – und es war absolut KLASSE! 👍🏻
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  • Ein Tag auf der Insel Faial

    June 15, 2025 in Portugal ⋅ ☁️ 21 °C

    Vorweg: Breaking News! 📢 Es gibt ihn wirklich – den Berg Pico. Heute, auf dem Weg zur Fähre, stand er plötzlich da, majestätisch und völlig unübersehbar. Ein bisschen fühle ich mich veräppelt, nach all den Tagen Wolkenversteckspiel. Am liebsten wäre ich gleich hochgestiefelt, aber leider… heute keine Zeit. So ein Pech!
    Um 8 Uhr geht’s stattdessen ab auf die Fähre nach Faial. Der Atlantik ist entspannt wie ein Sonntagmorgen, die Überfahrt ruhig. Und wie beginnt man so einen Tag am besten? Richtig – mit Frühstück in der Bäckerei: zwei belegte Brötchen und zwei Latte für zusammen 5 €. Einfach, günstig, genial.
    Satt und glücklich starten wir die Insel-Rallye:
    1. Stopp – Ponta dos Capelinhos
    1957 spuckte hier ein Vulkan vor der Westspitze der Insel sein Innerstes ins Meer, und zack, war Faial plötzlich größer. Heute fühlt man sich dort, als würde man von einem tropischen Dschungel direkt auf die Mondoberfläche stolpern. Trostlos? Nee, eher spektakulär und irgendwie magisch. 🌋
    2. Stopp – Caldeira do Faial
    Ein 2 km breiter, 400 m tiefer Vulkankrater mitten im Inselherz, zum Naturreservat erklärt. Obwohl wieder mal Wolkenparty war, war der Blick einfach wow. Von jedem Standpunkt wirkt dieser Krater, als hätte die Erde selbst ein Kunstwerk in XXL geschaffen.
    3. Stopp – Aussichtspunkt Ribeira Funda
    Von hier soll man angeblich einen Wasserfall sehen können. Angeblich. Wir haben uns die Augen ausgeguckt – nix. Vielleicht waren wir einfach blind, vielleicht war der Wasserfall in Urlaub. 🤨
    4. Stopp – Miradouro de Nossa Senhora da Conceição
    Postkartenblick deluxe: Horta zu unseren Füßen, Pico (diesmal wirklich!) und São Jorge im Hintergrund.
    5. Stopp – Berg Guia
    Ein Schutzgebiet voller Vulkankegel, Krater, Hänge, Klippen, Buchten und sogar Meereshöhlen. Klingt wie ein Abenteuerpark – nur eben ohne Eintritt und dafür mit Natur pur.
    6. Stopp – Peter Café Sport
    Das Finale darf natürlich nicht fehlen: das „Sansibar“ des Atlantiks. Hierher pilgern Segler, Touristen und Einheimische gleichermaßen. Ein Café? Ja. Aber eigentlich ist es längst Kult.

    👉 Morgen geht’s dann weiter, zurück auf's Festland
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  • Pico ➡️ Terceira ➡️ Porto

    June 16, 2025 in Portugal ⋅ ☀️ 22 °C

    Heute heißt es Abschied nehmen von den Azoren. ✈️ Der Flug nach Porto mit Zwischenstopp auf Terceira läuft wie am Schnürchen, sogar die Koffer drehen brav ihre Runden auf dem Band und kommen unversehrt an – Jackpot!
    Mit dem Mietwagen geht’s direkt zur neuen Unterkunft, danach steht der klassische „Ankommens-Einkauf“ an: Wasser, Bier und ein paar Snacks fürs Überleben.
    Frisch gestärkt starten wir zu Fuß Richtung Ribeira, dem historischen Stadtteil von Porto. Laut Karte ein Spaziergang von rund 45 Minuten – easy, dachten wir. Auf dem Weg gibt’s jede Menge zu sehen: schöne Plätze, alte Gebäude… und noch mehr Baustellen. Irgendwie erinnert uns das schon wieder verdächtig an Buddel… äh, Bielefeld. 😜
    Als wir dann so gegen 19 Uhr ankommen, zeigt das Thermometer immer noch 31 Grad. Sightseeing macht bei solchen Temperaturen nur bedingt Spaß, also wechseln wir den Modus von „Kulturprogramm“ zu „Durstlöschen“. Ein, zwei, drei Panaché später genießen wir den lauen Abend am Fluss – und bevor die Sache hier eskaliert, mache ich lieber Schluss für heute. 🍻😉
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  • Costa Nova

    June 17, 2025 in Portugal ⋅ ☀️ 25 °C

    Porto liegt zwar nicht direkt am Meer, aber Atlantik, Strand und Küste sind nicht weit. Statt an die nächstbeste Uferpromenade zu latschen, packt uns heute die Neugier: wir fahren nach Costa Nova, das ehemalige Fischerdorf mit den berühmten bunten Häusern.
    Kleine Geschichtsstunde:
    Schon im 8. Jahrhundert ließen sich hier Fischer nieder – sie hofften, der Zugang zum Meer sei weniger gefährlich als anderswo. Ihre ersten Hütten waren nichts anderes als Strohscheunen, die allerdings im Sand wegsackten. Also rammten sie Stege in den Boden und zimmerten darauf Holzhäuser, die „Palheiros“ genannt wurden. Dass sie die Holzlatten außen in bunten Streifen anmalten, hatte übrigens nichts mit Deko-Laune zu tun – es ging schlicht darum, die Häuser vom Wasser aus besser erkennen zu können.
    Im 19. Jahrhundert kam dann der Tourismus ins Spiel: Ärzte lobten den hohen Jodgehalt des Atlantiks, also reisten die ersten Kurgäste an. Immer mehr Fischer gaben dem Trubel nach, bauten ihre Schuppen zu Ferienhäusern um – und schwupps: Costa Nova wurde vom Fischerdorf zum Badeort und Insta-Hotspot.
    Und wie ist’s heute?
    Der Strand ist ein Traum! Ein breiter, heller Streifen Sand, gesäumt von Dünen und gekrönt von einer Brandung, die ordentlich Wumms hat. Rechts und links zieht sich ein 6 km langer Holzsteg bis zum Nachbarstrand Praia da Barra.
    Nach einem kleinen Spaziergang gönnen wir uns eine Chill-Pause direkt am Wasser. Und siehe da: Auch wir können mal einfach nur daliegen, Sonne tanken und aufs Meer schauen. Chillaxen auf Portugiesisch. 😎
    P.S.: Ja, das Wasser ist kalt. Zumindest laut Andreas. Ich fand’s einfach nur herrlich! ❤️
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  • Coimbra + Aveiro

    June 18, 2025 in Portugal ⋅ ☁️ 22 °C

    Wer von uns beiden hat eigentlich beschlossen, bei glühender Hitze Sightseeing zu machen? Angeblich ich. 🤔
    Aber ich bin mir sicher, ich war's nicht!!!!
    Es sei denn er hat mir das im Halbschlaf untergejubelt. 😜

    Coimbra – 35 °C im Schatten
    Wie viel Körperflüssigkeit kann man eigentlich verlieren, bevor es kritisch wird? Ich komme der Antwort jedenfalls gefährlich nah. Coimbra, die ehemalige Hauptstadt Portugals, ist wunderschön – mittelalterliche Altstadt, Kopfsteinpflaster, steile Gassen. Und dann noch die ehrwürdige Universität aus dem Jahr 1290, die älteste des Landes. Ihre legendäre Bibliothek hätten wir nur zu gern gesehen, aber: Karten für unseren Zeitpunkt? Fehlanzeige. Dafür haben wir immerhin den Schweißausstoß eines ganzen Fitnessstudios hinter uns.

    Aveiro – endlich Abkühlung
    Hier an der Westküste weht ein frischer Wind und mein Kreislauf stellt den Notfallmodus wieder ab. Aveiro, oft das „Venedig Portugals“ genannt, liegt an der Lagune Ria de Aveiro. Typisch sind die Kanäle mit den bunt bemalten Moliceiro-Booten, die früher Seetang transportierten. Heute kutschieren sie Touristen durchs Wasser – und ja, wir lassen uns natürlich auch für 40 Minuten treiben. Ganz ehrlich: nach dem Hitzemarathon von Coimbra fühlt sich das wie Wellness an. 🚤
    Fazit: Ich habe überlebt – aber beim nächsten Mal lese ich das Kleingedruckte im Tagesplan genauer.“ 😅
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  • Braga und Guimarães

    June 19, 2025 in Portugal ⋅ ⛅ 22 °C

    Vorweg: Heute war Fronleichnam – und das merkt man in Portugal! In Braga hallte der Gottesdienst aus der Kathedrale so laut durchs Städtchen, dass man fast das Gefühl hatte, es gäbe eine himmlische Surround-Anlage. Später in Guimarães stolperten wir dann mitten hinein in eine Prozession – also Kultur pur, gleich doppelt.

    Braga gehört zu den ältesten Städten Portugals und punktet mit Geschichte, Kultur und Architektur zum Staunen. Das Highlight liegt allerdings etwas außerhalb: Bom Jesus do Monte, ein Heiligtum auf einem Hügel, berühmt für seine barocken Treppen, Gärten und den grandiosen Ausblick. Die ganze Anlage wirkt wie ein überdimensionales Kunstwerk, und man kommt aus dem Staunen kaum raus.
    Besonderheit: eine wasserbetriebene Standseilbahn – quasi „Öko-Fahrstuhl“. Zeitlich hat’s bei uns aber nicht mehr gepasst, schade eigentlich.

    Guimarães trägt den stolzen Titel „Wiege Portugals“. Hier steht das Castelo de Guimarães, eine Burg mit großer Bedeutung für die Entstehung des Landes. Leider kamen wir zu spät – die Tore waren schon zu. (Timing ist halt alles.) Die Altstadt dagegen versprüht trotzdem jede Menge Charme, lebendig, geschichtsträchtig und voller Atmosphäre. Bonus-Highlight wäre das „Burgfest“ gewesen, aber auch da waren wir einen Tag zu spät dran… immerhin haben wir den Abbau miterlebt. 😅
    Unterm Strich: viel Kultur, viel Kirche, ein bisschen Pech beim Timing – aber hey, besser zu spät als gar nicht da gewesen.
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  • Andreas "großer" Tag

    June 20, 2025 in Portugal ⋅ ⛅ 30 °C

    #516 Arouca Bridge – heute ohne mich
    Da ich wegen meiner Höhenangst lieber sicheren Boden unter den Füßen behalten habe, durfte Andreas die Ehre übernehmen.

    Die Mission: gut gelaunt, Sonne im Gepäck, ab nach Areinho. Erste kleine Dämpfung: der Parkplatz direkt am Einstieg war natürlich voll. Also noch ein Stück weiterfahren und weiterlaufen – Motivation auf Halbmast. Und das, obwohl das Ticket für 17 Uhr fix gebucht war. Also hieß es: Gas geben bis zu den berühmten 300 Stufen hinauf zum Startpunkt.
    Oben angekommen, herrschte angenehme Ruhe – kaum Leute. Trotzdem durfte erst gesammelt gestartet werden. Hinweis für alle, die es nachmachen wollen: Tickets müssen vorher online gebucht werden. Spontan vor Ort? Keine Chance.

    Die Fakten vom Guide:
    516 Meter lang, 175 Meter hoch über dem Fluss Paiva, und ja – der Blick durch das Gitter nach unten ist nichts für schwache Nerven.
    Dann der Start: Zwei Gruppen von beiden Enden gleichzeitig, und los geht’s über die Stahlkonstruktion. Adrenalin inklusive.
    Auf der anderen Seite angekommen, gibt es die Option: 8 km Rundweg zurück ins Tal oder… einfach wieder über die Brücke zurück.
    Die Entscheidung ist einfach... Brückenvariante für den doppelten Nervenkitzel, außerdem wartet auf der anderen Seite das Auto.
    Fazit:
    Beeindruckende Landschaft, gigantische Brücke, absolut einen Besuch wert.
    P.S.: Ja, auch hier gab’s einen Wasserfall – und ihr kennt mich: Ich mag doch die Wasserfälle. 😉
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  • Porto

    June 21, 2025 in Portugal ⋅ ☁️ 23 °C

    Unser letzter Tag gehört ganz Porto. Die Stadt ist berühmt für ihre Brücken – wobei, ob „prächtig“ wirklich auf alle zutrifft, sei mal dahingestellt 😉 – und natürlich für Portwein und Sardinen, die hier zur Kultur gehören wie Kaffee zum Frühstück.
    Porto selbst ist eine Mischung aus Geschichte und Charme: prachtvolle Gebäude, Kirchen, enge Gassen, endlose Treppen und kopfsteingepflasterte Straßen voller Cafés und kleiner Geschäfte. Dazwischen schlängelt sich der Douro, der das Stadtbild perfekt abrundet. Herzstück ist der Praça da Liberdade, direkt beim Rathaus – leider gerade eine halbe Baustelle, aber immerhin: authentisches Porto.
    Nach all dem Sightseeing, Treppensteigen und Kopfsteinpflaster-Hüpfen gönnen wir uns ein entspannteres Programm: Seilbahn fahren (schweben statt laufen 🚡), eine Bootstour auf dem Douro, Portwein-Tasting und zwischendurch Kleinigkeiten essen und Kaffee schlürfen. So gestärkt sind wir bereit für den Heimflug am späten Nachmittag.
    Fazit:
    Ein Urlaub voller Abwechslung, Sonne, Wolken, Regen, Wale, Vulkane, Brücken und – ganz wichtig – Panaché. Die Mischung hat perfekt gepasst, wir haben viel erlebt, viel gelacht und uns trotzdem gut erholt. Genau so muss Reisen sein. ❤️
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    Trip end
    June 21, 2025