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  • Day180

    Volunteering in Nicaragua

    July 6, 2019 in Nicaragua ⋅ ⛅ 27 °C

    Nachdem unsere Kontostände in den letzten 7 Monaten kontinuierlich abnahmen, beschlossen wir diesen Prozess ein wenig zu verlangsamen, um dafür unsere Reisedauer ein bisschen zu verlängern. Das Angebot: 5 Tage die Woche je 5 Stunden Arbeiten und dafür ein Bett sowie Frühstück und Abendessen bekommen. Damit würden wir zwischen 10-20 Franken pro Tag einsparen + die Ausgaben welche wir ansonsten fürs umherreisen und andere Aktivitäten ausgegeben hätten. Ausserdem wollten wir herausfinden, ob wir überhaupt noch wissen wie "Arbeiten" geht;) - ziemlich schnell haben wir dann feststellen müssen, dass wir dies durchaus noch können und unsere schweizer Arbeitsmoral der nicaraguanischen nicht unterschiedlicher sein könnte. Aufgrund unserer in den letzten Monaten gemachten Erfahrungen in Hostels, der (bei uns beiden möglicherweise auf einer gewissen Faulheit begründeten) Motivation zur Effizienzsteigerung und der objektiven Beurteilung des erst 6 Monate alten Hostels, sprudelten bei uns die Ideen mit Verbesserungsvorschlägen. Diese wurden bei unserer Einstellung auch explizit erwünscht. Leider mussten wir dann jedoch bald fetstellen, dass der Weg von der Idee bis zur Umsetzung in Nicaragua ein sehr langsamer sein kann. Flurina stellte beispielsweise fest, dass an der Rezeption wie auch an der Bar eine Liste mit den zu erledigenden Aufgaben sehr hilfreich wäre, da immerwieder neue Volunteers kamen und teilweise nicht klar war, wer wann welche Aufgaben zu erledigen hatte. Dadurch kam es unter anderem vor, dass von Gästen bezogene Leistungen nicht verrechnet wurden. Die Listen waren dann von uns auch bald erstellt worden, wurden aber bis zum Tag unserer Abreise nicht ausgedruckt...
    Da es im Hostel ausserdem fast keine Gäste hatte (dieser Umstand wurde zwar gegen Ende besser, da wir ihnen klarmachten, sie müssten die Zimmerpreise umgehend anpassen um beispielsweise für ein Bett im 4er Zimmer nicht gleich viel zuverlangen wie für eines im 8er Zimmer) hatten wir oft schon nach 30 Minuten alle Arbeiten erledigt und die Langweilie setzte ein.
    Ausserdem wurden wir immerwieder für Kleinigkeiten wie das versäumte Leeren eines Abfalleimers ausführlich kritisiert und hatten durch die unterschiedlichen Arbeitszeiten kaum Zeit etwas zusammen ausserhalb des Hostels zu unternehmen. Das lokere nicaraguanische Temprament mag zwar in der Freizeit durchaus unterhaltend sein, ist für uns im Arbeitsumfeld jedoch eher unpassend. Da auch nach 1.5 Wochen keine Besserung eintrat, entschieden wir uns das Arbeitsverhältnis zu beenden und wieder weiter zu ziehen -Arbeiten können wir ja dann auch zuhause wieder.
    Sehr weit weg zog es uns jedoch nicht, da wir von San Juan del Sur noch nicht allzu viel gesehen haben. Deshalb quartierten wir uns in einem anderen Hostel (wieder in unserer gewohnten Rolle als Gäste) ein und verbrachten noch eine Woche mit Ausflügen zum Strand, ins Nachtleben und zur grössten Jesus Statue in Zentralamerika bevor wir unsere beschwerliche Reise nach Panama antraten. Doch dazu mehr im nächsten Beitrag.
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