• Bozen und die Erdpyramieden am Ritten

    April 18 in Italy ⋅ ☁️ 14 °C

    Der Camping Moosbauer ist unseres Erachtens schon überteuert (6 Nächte auf einem Standardplatz inkl. Ortstaxe EUR 353,40), wie eigentlich alle Plätze in Südtirol, allerdings beinhaltet der Aufenthalt die Bozen Card, sprich der ÖPNV ist kostenfrei. Also schonen wir heute den Allerwertesten und nehmen den Bus nach Bozen. An dessen Endstation fährt die Gondel (kostenlos) hinauf auf den Ritten, Bozens „Sonnenplateau“. In Oberbozen ankommen nehmen wir das Bähnchen nach Kolbenstein und wandern anschließend weiter zu den höchsten Erdpyramieden Europas.

    Erdpyramiden entstehen unter ganz besonderen Bedingungen. Es braucht einen lehmigen, feinkörnigen Untergrund, in den auch größere Steine eingebettet sind. Besonders gute Bedingungen bieten Moränenablagerungen, die bereits zu einem bestimmten Grad verfestigt sind und sich in einer windgeschützten Lage und im steilen Gelände befinden. Die klimatischen Voraussetzungen sind starke Regenfälle, die sich mit längeren Trockenphasen abwechseln. Das Regenwasser schneidet immer tiefer werdende Rillen in den Hang. Während der Trockenphasen härtet das Material aus und bildet widerstandsfähige Flanken. Ein größerer Stein, der durch dieses Auswaschen frei gelegt wird, bildet ein Dach für das darunter liegende Material. Im Laufe von mehreren tausend Jahren wird ein Erdkegel geformt und die Erdpyramide entsteht. Irgendwann verliert der Deckstein das Gleichgewicht und stürzt herab. Damit beginnt das langsame Ende der Erdpyramide. Hilflos dem Regen ausgeliefert, wird sie immer dünner und kleiner, bis sie schließlich ganz verschwunden ist - während im dahinter liegenden Gelände neue Pyramiden entstehen.

    Sehr beeindruckend, aber leider kommt man nicht allzu nah an diese Attraktion heran und muss sich zur Verdeutlichung eines starken Zooms bedienen. Auch auf dem Rückweg genießen wir das Bergpanorama, bevor es für uns wieder hinab nach Bozen geht.
    Erste Anlaufstelle ist selbstverständlich der Waltherplatz, hier genießen wir ein Eis im Schatten des Brunnens, mittlerweile sind es schließlich 26°. Die Innenstadt ist gut gefüllt, es wird flaniert, die Terrassen der Cafés und Bars sind besetzt, wir lassen uns durch die Gassen treiben und werden ein Teil dieses Lebensgefühls. Gegen Abend bringt uns der Bus zurück zum Camping, denn wir lassen uns heute Abend in der Gastronomie auf dem Platz verwöhnen.
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