• Savoir-vivre auf der Île de Ré

    May 15 in France ⋅ ☁️ 14 °C

    Wenn man morgens die Jalousie von der Dachluke öffnet und einem die Sonne und blauer Himmel entgegen lacht weiß man, es wird ein guter Tag.
    Mit 8° ist der Morgen allerdings noch sehr frisch, wir frühstücken ganz in Ruhe im Wohnmobil. Anschließend geht es -in wenigen Minuten- mit den Rädern zum Plage de Montamer. Bei Ebbe zeigt sich das Meer nunmehr von seiner ruhigen Seite. Auf einem wunderbaren Radweg folgen wir der Küstenlinie bis nach Rivedoux-Plage, von dort hat man einen guten Ausblick auf die Pont de l'île de Ré, die mit einer Spannweite von knapp 3 km die Insel mit dem Festland verbindet. Uns treibt es noch einmal nach La Flotte, es ist Volksfest- Stimmung, entsprechend lang sind die Warteschlangen vor den Lokalen an der Promenade. Wir genießen in der Sonne einen Café au lait begleitet von einem köstlichen Aprikosen-Tartelette.
    Die Île de Ré ist anscheinend ein Mekka für Radfahrer, hinzu kommt, dass bedingt durch den Feiertag viele Franzosen das verlängerte Wochenende für einen Kurzurlaub nutzen. Wer schon einmal am Wochenende mit dem Rad durch die Innenstadt von Münster pedaliert ist, hat eine ungefähre Ahnung was hier und heute auf den Radwegen der Insel los ist.
    Als Nächstes führt die Radrunde uns nach Saint-Martin-de-Ré. Die Festungsanlage und der Hafen sind auch hier von einer Menschenmenge geflutet. Wir finden ein sonniges Plätzchen beim Le Bordin Zinc, direkt neben der Terrasse steht ein alter ausgebauter VW-Bus, das hat Flair.
    Gegen deutlich auffrischenden Wind radeln wir -zwischen Salinen- weiter entlang der Küste. Die Austern- und Miesmuschelzucht ist -neben dem sehr guten Radwegenetz- ein weiteres Steckenpferd dieser Insel. Wir gelangen zum Restaurant Ré Ostréa, noch frischer als hier kann man die Muscheln nicht auf den Teller bringen. Am Plage de la mer du Nord machen wir kehrt und rollen mit Rückenwind zurück zum Campingplatz. Die Dachluke behielt recht, was für ein schöner Tag. 38 km, 2:21 h.
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