Namur
Jun 17–18 in Belgium ⋅ ⛅ 26 °C
Die 780 km von Amboise bis nach Hause waren uns -bei Temperaturen von bis zu 30°- zu weit, insofern haben wir uns für einen Zwischenstopp in Belgien entschieden. Wir wollten schon immer mal Namur kennenlernen und Barbara hat einen Campingplatz in der unmittelbaren Umgebung gefunden. Das hört sich nach einem Plan an. Die letzten Kilometer der Anfahrt sind genauso speziell, wie der Camping Les Trieux in Malonne, allerdings können wir in nur 10 km auf einem Radweg, der dem Fluss Sambre folgt, Namur erreichen. Die ersten 500 Meter stürzen wir bergab, dann noch ein paar Kurven und wir genießen am Fluss den etwas kühleren Fahrtwind.
Namur hat rd. 115.000 Einwohner und ist die Hauptstadt der Region Wallonie. Direkt im historischen Stadtzentrum fließen die Sambre und die Maas zusammen.
Das Stadtbild erschließt sich uns nicht direkt, insofern sammeln wir erste Eindrücke indem wir ein paar Runden mit den Rädern drehen. Die Kathedrale fällt -ob ihrer Größe- direkt auf, sie ist allerdings von Parkplätzen umgeben und bedürfte dringend einer Sanierung. Nächster Anlaufpunkt ist das Kongresszentrum „La Bourse“ am Place d'Armes, danach verlieren wir uns in den Gassen der Altstadt. Plötzlich lauter Jubel, in einem Hinterhof hat sich die farbige Community zum Public Viewing versammelt und drückt dem Kongo im Spiel gegen Portugal die Daumen. An der Téléphérique de la Citadelle de Namur haben die Gondeln bereits den Dienst eingestellt, unser knappes Zeitpolster hätte sowieso keinen Besuch der Zitadelle zugelassen. Am besten gefällt es uns am Zusammenfluss von Sambre und Maas, hier entstehen tolle Spiegelbilder. Bevor wir über die Fußgängerbrücke „Passerelle l'Enjambée“ die Flussseite wechseln, lassen wir uns noch am Point of Namur vor dem Parlament der Wallonie fotografieren. In Namur kommen wir selbstverständlich nicht umhin belgische Fritten, begleitet von einer Frikandel, zu verzehren. Dann läutet das Abendrot auch schon unsere Rückfahrt ein.
Es bedurfte dreier Anläufe diesen Urlaub wahr werden zu lassen. Unseren Plan mussten wir stellenweise anpassen, aber erwartungsgemäß waren die baskische Atlantikküste und der Norden Spaniens sowie Porto gespickt mit wunderbaren Erlebnissen. Die absoluten Highlights dieser 5.000 km umfassenden Tour waren bestimmt das Guggenheim Museum in Bilbao, Porto und die Playa de Las Catedrales, aber auch alle anderen Spots werden uns in guter Erinnerung bleiben. Nordspanien mögen wir nicht mit Südspanien vergleichen, wir wissen nur, wir werden in beide Regionen zurückkehren, um uns weiterhin überraschen und begeistern zu lassen.
Für uns wird morgen, nach drei weiteren Stunden Fahrt, diese Reise zu Ende gehen. Die Reisegruppe freut sich jetzt auf Freunde, Familie und insbesondere unsere Enkelin Karlotta. Verbleibt nur noch, uns für deine Begleitung zu bedanken und vielleicht schaust du ja Ende August wieder einmal vorbei, dann lassen wir uns gemeinsam überraschen wohin die nächste Reise geht; momentan wissen wir es selber noch nicht.
Alles kann, nichts muss 😉Read more






















