Joined May 2019
  • Day320

    Belo Horizonte

    March 8 in Brazil ⋅ ⛅ 18 °C

    Die letzte große Reise, die letzte Busfahrt, die letzte Nachtfahrt, der letzte Stopp- es fühlt sich alles immer noch so surreal an, dass es morgen einfach zurück nach Deutschland geht. 10 1/2 Monate waren wir unterwegs, sind an unsere Grenzen gegangen, haben und Höhen und Tiefen gemeinsam überwunden und doch weiß niemand von uns wie es in Deutschland mit uns weiter geht.
    Die Reise nach Belo Horizonte, der Hauptsadt vom Bundesstaat Minas Gerais, beginnt auf Ilha Grande. Von dort geht es mit einem privaten Boot (wir waren die einzigsten Passagiere) zum Festland und dort mit dem Bus erstmal zurück nach Rio.
    In Rio angekommen kaufen wir ein Ticket für einen Nachtbus nach Belo. Dieser fährt aber erst in 6h- das Warten beginnt. Und es zieht sich unfassbar in die Länge... aber irgendwann ist es vorbei und wir sitzen im Bus.
    Schon nach 7h erreichen wir den Busbahnhof von Belo Horizonte und haben Glück, dass wir schon morgens in unser AirBnB einchecken dürfen.
    Basti hat nicht besonders Lust an unserem letzten Tag viel zu unternehmen, er ist vom Reisetag ganz schön k.o.
    Trotzdem laufen wir zu Fuß durch die Stadt, erkunden den Mercado Central (eine riesige aber sehr geordnete Markthalle), machen eine Pause auf dem Praca da Liberdade und spazieren dann durch den Parque de Muncipal. Der Park ist riesig, es gibt viele Seen und einen kleinen Freizeitpark mit Auto-Scooter, Achterbahnen, Riesenrad,... und das einfach mitten im Grünen und täglich- nicht nur für eine bestimmte Zeit, wie das z.B. auf einee Kirmes der Fall wäre. Auf dem Weg zur Unterkunft und direkt beim Eingang des Parkes befindet sich ein riesiger Flohmarkt. Er erstreckt sicht bestimmt über 500m. Es gibt alles zu kaufen, von Babywindeln, über Schmuck und Taschen zu Eierwärmern und Blumengestecke. Echt verrückt.
    Nach dem Mittagessen und einem kurzen Schläfchen leuten wir den letzten Abend auf Weltreise ein: mit einem Caipirinha und einer kleinen Nascherei blicken wir zurück auf unsere Highlights, wagen aber auch schon einen kleinen Blick in dir Zukunft. Gemütlich im Restaurant sitzen und es sich gut gehen lassen ist hier leider aber nicht so möglich, da wir alle 5min von Obdachlosen angequatscht werden, die sich im Stadtzentrum von Belo Horizonte tümmeln. Einfach lächeln und abwinken und den Caipirinha genießen.

    Die Weltreise steht vor dem Ende und doch beginnt eine neue Reise zurück in Deutschland. Ich werde mit dem Master anfangen, ein neues Studienkapitel aufschlagen und Basti muss sich wohl erstmal arbeitslos melden, um wieder krankenversichert zu sein. Es bleibt also weiterhin spannend wie es bei ihm und uns weitergeht.
    Auch wenn es viele Phasen gab, in denen ich am liebsten das Handtuch geschmissen hätte oder richtig zickig und unerträglich war, bin ich trotzdem stolz die Reise gemacht zu haben und dankbar die Erlebnisse mit jemanden teilen zu können. Wir sind gemeinsam in das Abenteuer gestartet und beenden es auch gemeinsam! Dafür und für die letzten Monate bin ich unendlich dankbar!
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day311

    Ilha Grande (Vila do Abraão)

    February 28 in Brazil ⋅ 🌧 23 °C

    Der letzte große Stopp und der vorletzte der gesamten Reise ist Ilha Grande, eine Insel in der Nähe von Rio de Janeiro. Wie auf den Gili-Inseln in Indonesien gibt es hier keinen Autoverkehr, lediglich Taxiboote verkehren von einem Ort/Strand zum anderen.
    Begrüßt werden wir von der Insel mit leichtem Regenschauer, da ist es natürlich gleich doppelt uncool sein AirBnB nicht zu finden. Ein netter Hostelmitarbeiter schickt uns zu einer Unterkunft bei der wir auch erstmal aufgenommen werden, doch lange währt unser Aufenthalt dort nicht. Wir sind nämlich die falschen Leute, haben das Zimmer nicht gebucht. Zum Glück kann die Koordinatorin unserem AirBnB auf portugiesisch Bescheid geben und nach 2h haben wirs dann auch mal in die richtige Locatiob geschafft! Dass das alles si verzweigt und schlecht ausgeschildert ist kann ja niemand wissen...
    Wettertechnisch versprechen die weiteren Tage leider nichts Gutes- am Samstag regnet es immerhin erst am späten Nachmittag, sodass wir noch für ein paar Stunden an den Strand konnten, Sonntag und Montag allerdings regnet es ununterbrochen. Keine Chance auf Sonnenschein. So sind wir im Zimmer “gefesselt“ und langweilen uns ganz schön... es fühlt sich ein bisschen so an als wäre man krank und muss den ganzen Tag im Bett bleiben. Eine Küche gibt es in der Unterkunft nach langer Zeit mal wieder nicht, so kann man sich auch nicht die Zeit mit kochen vertreiben. Immerhin gibt es einen Fernseher mit Netflix, also betreiben wir die nächsten Tage etwas Binge-Watching.
    Am Dienstag meint es der Wettergott allerdings wieder gut mit uns und die Sonne zeigt sich endlich mal wieder :). Wir nutzen den regenfreien Tag um etwas die Insel zu erkunden. Wir kommen an einem Äquadukt und einem Wasserfall vorbei. Der Trail führt durch den Dschungel und über Stock und Stein. Aufgrund des Regens ist der Boden noch ganz schön nass und klitschig.
    Die Wanderung lassen wir an einem schönen Strand ausklingen.
    Der Mittwoch ist leider wieder nicht so schön, dafür werden der Donnerstag und Freitag sonnige und heiße Tage.
    Unser Plan für den Donnerstag ist auf die andere Seite der Insel zu laufen und am berühmtesten Strand von Ilha Grande zu baden. Leider finden wir den richtigen Trail nicht bzw. verpassen die richtige Abzweigung und landen so an einem ganz anderen Strand. Da die Zeit schon sehr fortgeschritten war und wir es nicht mehr zum Lopes Mendes Strand schaffen würden bleiben wir den Tag über hier und genießen die Sonne und das Meerwasser!
    An unserem letzten Tag auf der Insel gelingt es uns dann den Trail zur anderen Seite zu finden. Die letzte große Wanderung, das letzte Abenteuer beginnt.
    Schon der erste Strand, den wir passieren, kann mit türkisfarbenem Wasser punkten. Auf unserer Seite der Insel ist das Wasser nicht so schön blau...
    Wir brauchen gute 2h bis wir das Ziel, den Lopes Mendes Beach, erreichen. Der Strand ist natürlich sehr voll aber aufgrund seiner 3km-Länge findet man auch gut ein recht leeres Plätzchen.
    Das Wasser hier ist einfach nur herrlich: Wellen schlagen ans Ufer und wir genießen die letzten Stunden am und im Wasser! Ein Traum!
    Viel schöner kann man seinen Inselaufenthalt nicht beenden.
    Auch wenn anfänglich das Wetter nicht mitspielte und ich schon Angst hatte in Langeweile zu ersticken, wurde der Aufenthalt auf Ilha Grande doch noch zu einem tollen Erlebnis.
    Zwar hat mir ein bisschen das Gili-Flair gefehlt, aber wir sind hier ja immer noch in Südamerika :).
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  • Day308

    Rio de Janeiro Teil 2- Touriprogramm

    February 25 in Brazil ⋅ ☀️ 29 °C

    Karneval ist für uns am Montag vorbei. Da Basti wieder etwas mit Durchfall zu kämpfen hatte und wir doch ganz schön k.o. waren von den Karnevalstagen legen wir am Montag einen Ruhetag ein. Das Wetter ist eh nicht so besonders um jetzt großes Touristenprogramm durchziehen zu können.
    Am nächsten Tag jedoch begrüßen uns blauer Himmel und Sonnenschein- natürlich ist es dann auch gleich wieder super heiß.
    Ein perfekter Tag um zum Christo hochzulaufen. Die zwei deutschen Jungs, die wir gestern in unserem Hostel getroffen haben und mit denen wir gemeinsam zur Christusstatue laufen wollten, haben heute allerdings keine Lust, da sie zum Karneval nochmal wollten.
    So disponieren wir unsere Pläne um und beschließen stattdessen zum Zuckerhut zu fahren.
    Der Zuckerhut ist eine der drei Hauptattraktionen von Rio.
    Der Zuckerhut,oder auch Pao de Azucar genannt, ist ein 400m hoher im Meer liegender Granitfelsen, der die Form eines Zuckerhutes hat (daher der Name).
    Die erste Etappe,zur Aussichtsplattform des Morro da Ucra, legen wir zu Fuß zurück. Es ist ein netter Pfad durch den Wald, wir sehen sogar einen kleinen Affen!
    Schon vom Morro da Ucra hat man eine tolle Aussicht auf Rio. Durch das herrliche Wetter sieht man sogar den Christo, sehr cool!
    Die zweite Etappe müssen wir dann mit der Seilbahn zurücklegen.
    Die Aussicht vom Zuckerhut ist sogar noch ein wenig spektakulärer. Man hat gute Sicht auf die beiden Strände Copacabana und Ipanema, man sieht den Flughafen mit seiner Landebahn am Wasser und auch hier natürlich den Christo, wie er hoch oben über die Stadt ragt und sie beschützt.
    Wir bleiben eine ganze Weile um den Sonnenuntergang zu sehen. Doch die Wolken, die sich mittlerweile am Himmel gebildet haben lassen dies nicht zu. Schnell ist die Sonne hinter den Wolken verschwunden und ward nicht mehr gesehen. Trotzdem ist es ein herrliches Bild, wie vereinzelte Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke stoßen und sie anstrahlen.
    Wir machen uns recht zügig auf den Rückweg um noch im Hellen nach unten zu kommen. Für den Nachhauseweg bestellen wir dann ein Taxi.
    Am Mittwoch ist das Wetter ebenfalls noch sehr schön. Heute müssen wir in der Stadt ein paar Erledigungen machen (Busticket kaufen) und nehmen daran anschließend bei einer Free Walking Tour teil. Die Tour führt durch Downtown und das Lapa-Viertel. Wir erfahren viel über die Geschichte der Stadt, sehen historische Gebäude, die berühmten Bögen von Lapa (die früher mal ein Äquadukt waren und Wasser vom Santa Theresa Viertel ins Zentrum gebracht haben, heute allerding eine Zugstrecke sind) und enden an den berühmten Treppe vom Künstler Jorge Selaron (Escadaria Selaron). Die Treppe ist 125 Meter lang und hat 250 Stufen. Voll ist es hier leider zu jeder Tageszeit!
    An unserem letzten Tag in Rio geht es zum Christo. Das Wetter ist leider nicht schön- es ist super bewölkt und regnet...na toll!
    Die Jungs kommen auch nicht mit (hat sich voll gelohnt zu warten-nicht). Da ich in vielen Blogs gelesen habe, dass es super gefährlich ist im Regen zur Christusstatue hochzulaufen und auch dass dort oft Räuber auf Touristen lauern, nehmen wir ein Uber von unserem Hostel, das uns bis zum Visitorcenter bringt. Von dort geht es dann mit dem Zug oder dem Van zur Statue. Da Van die günstigere Option von beiden ist entscheiden wir uns für diese. Oben angekommen müssen wir noch ein paar Stufen laufen und dann steht er vor uns in voller Pracht: Jesus. Die Arme ausgebreitet in 33m Höhe. Wenn man davor steht, wirkt die Statue allerdings ziemlich klein. Enttäuschend finde ich auch, dass die Statue grau ist und nicht weiß,wie ich immer annahm. Aufgrund des Wetters ist die Aussicht leider auch nicht besonders. Als wir oben ankommen,sieht man gar nichts, nur Nebel. Doch zum Glück klart es kurz darauf etwas auf und man bekommt Blick auf die Copacabana und den Zuckerhut. Schnell hat sich das mit der Aussicht allerdings auch schon wieder erledigt...
    Ein etwas enttäuschender Ausflug und Abschluss von Rio!
    Zum Schluss machen wir noch einen kurzen Abstecher zur Kathedrale von Rio. Schon die Form ist sehr interessant, sie ist aufgebaut wie ein Kegel. Innendrin ist sie sehr schlicht, lediglich vier bunte Fenster gibt es zu bestaunen. Unter dem Kreuz von Jesus stehen Johannes und Maria- auch sehr selten. Alles in allem aber eine sehr schöne und schlichte Kirche.
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  • Day303

    Rio de Janerio Teil 1-Karneval

    February 20 in Brazil ⋅ 🌙 27 °C

    Unser nächster Stopp in Brasilien ist die weltberühmte Großstadt Rio de Janeiro. Besonderes Augenmerk hat die Stadt in den letzten Jahren vor allem durch die Fußball-WM 2014 (bei der Deutschland im Maracana-Stadion Weltmeister wurde) und die olypmischen Sommerspielen 2016. Da bisher fast alle Leute nur von Rio geschwärmt hatten war ich voller Vorfreude auf das was uns alles erwartet. Denn wir sind in Rio nicht nur “klassische“ Touristen auf der Jagd nach den Hauptattraktionen sondern auch Besucher des diesjährigen Karnevals. Der brasilianische Karneval und vor allem der in Rio de Janeiro sollen einzigartig sein!
    Die Fahrt nach Rio war allerdings alles andere als schön. Schon bevor wir überhaupt mit dem Fernbus losgefahren sind standen wir mit dem Linienbus in Florianopolis im Stau. Und es ging nur sehr schleppend voran. Die Zeit lief und lief- es sah nicht so gut aus, dass wir unseren Bus noch pünktlich erreichen. Doch wir haben es tatsächlich just in time geschafft- allerdings nur mit einem Sprint vom nationalen Terminal. Zum Glück lagen die beiden Terminals diesmal nicht weit voneinader entfernt!
    Die Nachtfahrt verlief dann ohne weitere Zwischenfälle und wir erreichten Sao Paulo pünktlich. Nach einem 2h Aufenthalt ging es dann mit einem neuen Bus nach Rio. Nach der Mittagspause begann dann das Chaos. Zuerst gab es einen ewig langen Stau wegen eines Unfalls und dann, kurz vor Rio, begann der Vorkarnevalsverkehr. Für 11km haben wir 1 1/2-2h gebraucht-soo crazy. Eigentlich sollten wir nachmittags um 3 ankommen, letztendlich erreichten wir das Busterminal um 8. Die Fahrt hatte also mehr als 24h gedauert...
    Natürlich war es auch schon dunkel, als wir ankamen- der erste Tag in einer der gefährlichsten Städte und es ist Nacht. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren hatte sich schnell erledigt, wir nahmen ein Taxi und waren sehr froh als wir endlich in der Unterkunft waren!
    Am nächsten Tag war dann erstmal die Besorgung unserer Tickets für den Sambadrome angesagt. Da wir uns sonst nichts vorgenommen haben für den Tag liefen wir etwas ziel-und planlos an der Copacabana entlang. Das Wetter war leider nicht besonders schön um sich gemütlich an den Strand zu setzen. Ziellos in Rio herumzuirren ist leider aber auch keine besonders gute Wahl, da man jeder Zeit in ein Fawela (Armenviertel) laufen und ausgeraubt werden kann. Das war also auch keine Wahl. So fuhren wir nach Downtown auf der Suche nach Straßenparaden, denn heute war offiziell Karnevalsbeginn. Da wir aber nicht genau wussten was wir suchen und uns die Stadt noch nicht so geheuer war beschlossen wir dann doch recht früh wieder ins Hostel zu fahren. Die Entscheidung war auch goldrichtig, da sich das Wetter änderte und es aus Kübeln geschüttet hat als wir aus dem Zug stiegen.
    Die nächsten Tage wollten wir aber mehr mit einem Plan angehen. So recherchierten wir im Internet nach guten Blocos (wie die Paraden hier genannt werden) und fanden eine für den nächsten Morgen. Jamie und Alex, unsere Zimmerpartnerinnen aus Australien kamen mit uns mit, was sehr cool war.
    Karneval in Rio/Brasilien hat leider nicht viel mit Paraden etc. zu tun sondern es geht einfach nur ums eskalieren und saufen. Da die Südamerikaner ja aber sowieso eher ein extrovertiertes Volk ist sind sie von Grund aus lockerer und können ohne viel Alkohol direkt eskalieren. Bei uns Deutschen gestaltet sich das leider etwas schwierig- wir brauchen schon einiges intus um auf das brasilianische Level zu kommen. Wenn du es dann aber geschafft hast ist es ganz cool und du kannst Spaß haben, aber in der Zeit davor ist es ganz schön anstrengend und auch etwas verstörend. So bekommt Basti direkt am Anfang einen Lapdance angeboten und wird schön von zwei Brasilianerinnen im Gesicht abgeschleckt...
    Die australischen Mädels können sich viel schneller fallen lassen als wir und knutschen auch schon rum was das Zeug hält... mamma mia wo bin ich denn da reingeraten?
    Bei einer Bloco gibt es einen Wagen auf dem eine Band steht und Musik spielt (allerdings immer nur ein Lied und das fast pausenlos) und die Leute entweder tanzend hinter dem Wagen herlaufen oder am Straßenrand stehen und dann anfangen zu tanzen. Wir waren meist immer in der Gruppe dabei, die der Musik hinterhergelaufen ist. Oft wurde man selbst angesprochen (Gringo, Gringo) oder wir haben andere Gringos (Weiße) angesprochen. So richtig kommt man aber nicht ins Gespräch wenn man der Musik folgen will.
    Das machen wir also zwei Tage lang mit (Samstag und Sonntag), der zweite Tag war besser als der erste, weil man sich etwas dran gewöhnt hatte-trotzdem ist es so ganz anders wie in Deutschland. Überhaupt nicht organisiert, alles irgendwie chaotisch und naja es geht hauptsächlich eben ums Betrinken. Das Motto bei den Kostümen lautet: je freizügiger desto besser- fast jedes Mädel läuft im Bikinoberteil und Tütürock herum, auf dem Kopf meist noch ein paar Öhrchen oder Blümchen. Auch viele Männer sieht man im Bikini, was allerdings sehr verstörend ist...nunja so ist das wohl, wenn Karneval im Sommer ist!
    Das Wetter spielt zum Glück mit, denn es ist meist bewölkt und dadurch nicht so heiß!
    Am Sonntagabend geht es für uns zum Abschluss dann in den Sambadrome, zur Parade der besten Sambaschulen des vorherigen Jahres. Jedes Jahr gibt es hier einen Wettkampf- Freitag und Samstag treten die Sambaschulen der 2.Liga auf (das sind glaub ich ebenfall 14, 7 an Tag 1 und 7 an Tag 2) von denen die zwei besten in die erste Liga aufsteigen, die eben ihre Paraden am Sonntag und Montag haben. Die Schule die dort am meisten Punkte von der Jury erhält gewinnt, die zwei schlechtesten steigen ab.
    Eine Sambaschule hat 80min Zeit den Sambadromo zu durchqueren. Der Sambadromo ist ein 700m langes Stadion, besser gesagt eine Tribünenstraße.
    In diesen 80min präsentieren die Schulen die Kostüme und riesigen Wägen, die einzig und allein für den diesjährigen Karneval angefertigt wurden. Jede Schule hat ein bestimmtes Thema zu welchem sie ihre Kostüme und Wägen schmücken. Es ist sehr eindrucksvoll, wie tausende von Sambatänzern den Sambadromo entlanglaufen, auch die Wägen, bei denen einer größer ist als der andere lassen einem oft den Mund offen stehen. Was man mit einem Wagen alles machen kann- einmal zum Bespiel öffnet sich die “schale“ und der Mond bzw. die erste Mondlandung wird dargstellt, oder ein Becken kommt zum Vorschein, in dem eine Meerjungfrau schwimmt usw. Da lassen sich die Wagenbauer ordentlich was einfallen! Besonders politisch wirkt das alles aber nicht. Nervig ist leider, dass während des gesamten Auftritts nur ein Lied gespielt wird- man hört also eine Stunde ununterbrochen das gleiche Lied...
    Jede Schule hat zwar ihr eigenes, so hat man immerhin stündlich eine Abwechslung aber ist doch irgendwie ganz schön lahm. Und so richtig Samba tanzen die Tänzer auch nicht, sie trippeln nur etwas mit den Füßen herum (kam mir zumindest so vor). So wird die ganze Veranstaltung mit der Zeit doch ganz schön zäh, weshalb wir auch nach der vierten Schule gehen. Am beeindruckensten fand ich die Gruppe, die die Leidensgeschichte Jesu nachgespielt/getanzt/gebaut hat (vielleicht auch weil ich das am besten verstanden habe). Gewonnen hat allerdings eine andere Gruppe (die mit der Meerjungfrau)- war jetzt nicht so mein Fall aber es ist trotzdem cool, die Schule gesehen zu haben die gewonnen hat!
    Alles in allem war der Karneval eine eindrucksvolle Zeit: es war schön das mal erlebt zu haben und ein Teil des Geschehens gewesen zu sein, trotzdem muss ich das jetzt nicht jedes Jahr haben und freue mich schon auf den geregelten Fasching in Deutschland nächstes Jahr :).
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  • Day301

    Florianopolis- Barra da Lagoa

    February 18 in Brazil ⋅ ⛅ 29 °C

    Goodbye Argentinia, hello Brasil!
    Wir passieren die Grenze und reisen in das letzte Land unserer Weltreise ein- Brasilien. Jetzt sind es nur noch 3 Wochen bis wir wieder in Deutschland sind :).
    An der brasilianischen Grenze wartet der Bus leider nicht auf uns und so müssen wir eine Stunde auf den nächsten warten, der uns nach Foz do Iguazu bringt. Leider nicht an das gewünschte Terminal, sondern an das Terminal der Stadtbusse. Von diesem fahren aber keine Fernbusse, wie es sonst in allen anderen bisher bereisten südamerikanischen Ländern der Fall war. So müssen wir in der prallen Sonne und unserem Gepäck den Weg zum Terminal Rodovario antreten. Ein Busticket nach Florianopolis für den gleichen Tag/Abend bekommen wir dort dann ohne Probleme.
    Leider reicht die verbleibende Zeit bis zur Abfahrt nicht aus um die Wasserfälle von der brasilianischen Seite zu besichtigen- sehr schade,aber wäre mit Gepäck doch auch etwas schwierig geworden. So verbringen wir also den Rest des Tages am Busterminal.
    Am nächsten Morgen kommen wir in Florianopolis, dem ersten richtigen Stopp in Brasilien, an. Florianopolis ist ein Küstenort an den sich eine Insel anschließt. Da wir in den nächsten Tagen noch genug Großstadttreiben haben werden, zieht es uns direkt auf die angrenzende Insel, genauer gesagt in den kleinen Fischerort Barra da Lagoa. Dieser ist touristisch noch nicht ganz so erschlossen, was echt angenehm ist. Unser Hostel liegt fast direkt am Strand und natürlich lassen wir es uns nicht nehmen in die kalten Fluten zu tauchen.
    Das Wetter ist ganz schön wechselhaft- tagsüber unglaublich heiß und abends dann tosendes Gewitter. Dieses verursacht heute sogar mal wieder einen Stromausfall!
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  • Day298

    Puerto Iguazu

    February 15 in Argentina ⋅ 🌧 28 °C

    Morgens kommen wir in Puerto Iguazu,unserem letzten Stopp in Argentinien, an. Der Ort ist nicht nur das Tor zu den Iguazu-Wasserfällen,die sich Argentinien mit Brasilien teilt sondern auch ein Ort, in dem man von einem bestimmten Platz auf 3 Länder gleichzeitig blicken kann: Argentinien, Paraguay und Brasilien. Alle Länder nur durch einen dünnen Fluss getrennt. So nah war ich 3 Ländern noch nie- schon cool.
    Am nächsten Tag fahren wir mit einem Shuttle-Bus zu den Iguazu-Wasserfällen. Sie gehören zu den größten und mächtigsten der Welt.
    Leider haben wir heute kein Glück mit dem Wetter, denn als wir uns den Weg zum Garganta del Diabolo (Teufelsschlund) bahnen, beginnt es in Strömen zu regnen und wir sind in wenigen Sekunden nass bis auf die Unterhose. Das Naturspektakel lässt sich im Regen dann natürlich auch nicht so schön bewundern, trotzdem ist es richtig beeindruckend, wie die Wassermassen in den “Schlund“ gezogen werden und dann in die Tiefe stürzen!
    Zum Glück hört es dann auch bald wieder auf mit regnen und wir können dem wilden Treiben noch etwas im Trockenen zuschauen.
    Lange lässt der zweite Regenschauer allerdings nicht auf sich warten- so ein Pech.
    Nach dem Garganta del Diablo geht es auf den ersten von zwei Walking Trails: Circuito Superior. Auf diesem Trail sieht man einige kleinere Wasserfällen, wie der Wasserfall Chico oder Bosetti.
    Der zweite Walking Trail, Circuito Inferior ist von den Ausblicken deutlich beeindruckender. Von einer Stelle kann man sogar die beiden größten Wasserfälle (Diabolo und San Martin) auf einmal sehen. Auch der Panoramablick auf die Wasserfälle ist sehr viel besser.
    Immer wieder kreuzen Nasenbären unsere Wege- super süße Tiere (zumindest von außen, denn eigentlich sind sie echt gefährlich), die ich bisher noch nie in freier Wildbahn gesehen habe.
    Ein zweiter Anlauf, im Trockenen zum Teufelsschlund zu gelangen geht leider schief, trotzdem ist es beim zweiten Mal nicht weniger faszinierend, wie das Wasser in die Tiefe stürzt- es müssten so 82m sein.
    Wirklich toll, was die Natur zaubern kann und ein perfekter Abschluss für Argentinen!
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  • Day296

    Salto

    February 13 in Uruguay ⋅ ☀️ 34 °C

    Wie erwähnt geht der Bus heute sehr früh. Er bringt uns fast bis an die argentinische Grenze-Salto ist unser Ziel. Ein Zwischenstopp auf der Reise nach Puerto Iguazu. Da das Highlight, die heißen Quellen von Salto,alle super weit außerhalb liegen und zu Fuß nicht errichen kann, nutzen wir die gewonnene Zeit und waschen mal wieder. Dringend nötig. Schön ist auch, dass wir nach langer Zeit mal wieder ein Einzelzimmer haben!
    Beim Kochen müssen wir diesmal ein wenig experimentieren, da es das erste Mal in Südamerika ist, wo wir keine Küche haben.

    Am nächsten Tag geht es dann über die Grenze, denn nur von Concordia fährt ein Nachtbus zu den Iguazu-Wasserfällen.
    Wir haben dann sogar noch Glück und bekommen für den gleichen Tag noch ein Busticket. Da der Bus aber erst um halb 10 abends fährt, müssen wir uns noch 5h um die Ohren hauen. So geht es nochmal zum Carrefour und dann gibt es ein ganz romantisches Dinner auf der Schulmauer-passend zum Valentinstag!
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  • Day295

    Colonia del Sacramento

    February 12 in Uruguay ⋅ ☀️ 27 °C

    Ein weiterer Stopp in Uruguay ist die Kleinstadt Colonia del Sacramento. Die Altstadt wurde zum UNESCO-Weltkulturerbe gezählt. Da wir erst spät am Nachmittag ankommen,der nächste Bus allerdings schon wieder morgen früh fährt,haben wir gar nicht so viel Zeit um Colonia zu erkunden.
    Allerdings hat man die Altstadt auch schnell abgelaufen. Es gibt die Santissimo Sacramento Basilica,die älteste Kirche in Uruguay, und einen Leuchtturm, der über den Ruinen vom St. Francis Konvent gebaut wurde. Den kolonialen Charme, den das portugiesisch geprägte Städtchen hat, merkt man sehr schnell. Kleine enge Gässchen,alte Häuser- wirklich sehr gemütlich und abends auch sehr romantisch.
    Den Leuchtturm kann man für wenig Geld besteigen und man bekommt einen kleinen Überblick über die Stadt und den Rio de la Plata.
    An einem kleinen Strand schauen wir uns abends noch den Sonnenuntergang an, der endlich mal wieder ohne Wolken zu genießen ist.
    Ein wunderschöner Tagesabschluss.
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  • Day293

    Punta del Este

    February 10 in Uruguay ⋅ ⛅ 21 °C

    Zum Glück bleibt Montevideo nicht die einzigste Stadt, die wir in Uruguay besuchen.
    Ein Bus bringt uns nach Punta del Este, östlich der Hauptstadt. Schon auf den ersten Blick wirkt es hier schöner und entspannter als in Montevideo. Das Leben spielt sich hier hauptsächlich am Strand ab. Überall sieht man Familien Sandburgen bauen, Beach Ball, Boja oder auch Fußball spielen. Im Wasser sind nicht so viele, da es echt ganz schön frisch ist..
    Viele Hochhäuser und Wolkenkratzer lassen den Wohlstand dieser Stadt erkennen.
    Eine Hand im Sand, eine katholische Kirche und ein alter Leuchtturm sind die Sehenswürdigkeiten von Punta del Este, die wir alle am Anreisetag bereits abklappern. Das Schöne hier ist der Strand der die Stadt umringt. So kann man mit Sand unter den Füßen die ganze Stadt ablaufen- wirklich toll und so anders als Montevideo.
    Leider bewahrheiten sich die Vorhersagen diesmal, denn es ist alles deutlich teurer. Den Ruf der teuersten Stadt in Uruguay kommt eben doch nicht von ungefähr.
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  • Day291

    Montevideo

    February 8 in Uruguay ⋅ ⛅ 23 °C

    Nach einem zweitätigen Zwischenstop bei Ruth in Ushuaia geht es zurück nach Buenos Aires. Die zwei Wochen Patagonien sind irgendwie im Flug vergangen.
    Wir verbringen nur eine Nacht in Argentiniens Haupstadt und setzen dann mit der Fähre rüber nach Uruguay. Unser erstes Ziel dort ist Montevideo, die Hauptstadt des Landes. Sie soll sehr ursprünglich uruguaianisch sein. Nunja davon merken wir nicht wirklich was.
    Die Stadt ist eine ganz schöne Enttäuschung- sehenswürdigkeitentechnisch hat sie nicht besonders viel zu bieten und auch sonst ist es langweilig rumzulaufen. Lediglich der Sonntagsmarkt, der in manchen Seitenstraßen einem deutschen Flohmarkt ähnelt, ist nett anzusehen.
    Die Free Walking Tour hebt unsere Stimmung nicht- der Tourguide zappelt während seiner Monologe nur hin und her, redet in einer monotonen Stimmlage und ist überhaupt nicht witzig-richtig schlecht ist die Tour. Die Landesgründung ist eigentlich ganz spannend ( Uruguay wurde von Brasilien, Argentinien und England entdeckt und erbaut), doch der Guide fand das irgendwie nicht.
    Alles sehr traurig irgendwie...
    Auch erfahren wir im Hostel von einer Deutschen, dass vor ein paar Tage ein junges Pächen in Montevideo ausgeraubt wurde- dabei soll Uruguay das sicherste Land in Südamerika sein.
    Kein so toller Anfang mit Uruguay.
    Erfreulich sind allerdings die Lebensmittelpreise: Obst und Gemüse zum Beispiel ist mega günstig und auch sonst ist es im Supermarkt nicht so teuer wie gedacht.
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