Lioba Werner

Joined May 2019
  • Day192

    Die ersten Tage in Tokio

    November 1 in Japan ⋅ ☀️ 20 °C

    Die ersten Tage in Tokio sind um und es ist immer noch sehr merkwürdig. So viele neue Eindrücke, so viele neue Menschen,...
    Um ein paar Leute aus dem Share House kennenzulernen gehts für uns schon direkt am ersten Abend (Halloween) mit einer kleinen Gruppe nach Shibuya. Shibuya ist ein Stadtteil Tokios und berühmt für seine große Kreuzung. Hier stehen jeden Tag viele Leute und warten auf das grüne Licht der Ampel um die Kreuzung zu überqueren. Aber Halloween toppt alles. Riesige Menschenmasssen die sich an der Kreuzung, auf der Kreuzung und in allen anderen angrenzenden Straßen tümmeln. Man kann sich nicht um die eigene Achse drehen- da schubst dich einer, da tritt dir jemand auf den Fuß...
    Die einzige Möglichkeit unverletzt durchzukommen ist dem Strom zu folgen. Ich frage mich schnell was der Sinn des Ganzen ist?
    Es gibt nicht mal eine Parade oder so... man läuft einfach nur mit den Massen an Leuten mit und macht Fotos mit kostümierten Japanern. Ich glaube intern gibt es einen Wettbewerb wer die meisten Fotos bekommt. Wirklich einen Reiz daran erkennen kann ich nicht... es sind einfach nur unglaublich viele Menschen die sich an einem Ort tummeln und durch die Gegend laufen. Nun ja gut, man muss ja auch nicht alles verstehen. So viel Spaß wie die anderen Deutschen aus dem Share House hatte ich daher nicht... sich über Japaner lustig zu machen beschreibt jetzt nichr gerade meine Definition von Spaß. Aber hey ich war dabei!
    Am Freitag lassen Basti und ich es ruhiger angehen und erkunden Tokio ein wenig zu Fuß. Dabei passieren wir viele Parks, dir sehr schön sind und manche Bäume sogar auch etwas herbstlich aussehen. Ansonsten wirkt alles sehr trist und grau- die Hausfassenden sehen tagsüber total hässlich aus und allgemein ist es nicht besonders schön.
    Wir laufen bis zum Park vor dem Palast ( den Leuten nach zu urteilen eine wichtige Sehenswürdigkeit in Tokio) und schießen Fotos von der “berühmten“ Brücke. In den Palast hinein können wir nicht mehr, da er schon geschlossen war.
    Zufällig laufen wir dann am Sports Square vorbei, wo riesige Leinwände für Public Viewing aufgebaut sind. Die Rugby-Weltmeisterschaft, die in Japan stattfindet, kann man darauf verfolgen.
    Ein schöner Anblick Tokios bietet sich uns dann auf dem Rückweg. Mit dem,durch die untergehende Sonne, rotgefärbtem Himmel im Hintergrund und den Lichtern in den Gebäuden hat die Stadt plötzlich einen ganz anderen Flair. Sehr schön anzuschauen!

    Am Samstag gehen wir mit ein paar Leuten aus dem Share House zum Deutschfest. Das Fest wurde von der deutschen Botschaft in Japan organisiert. Es ist ganz nett- viele Firmen aus Deutschland (Vorwerk, Schleich, die Sendung mit der Maus, Haribo) haben eigene Zelte und machen Werbung. Natürlich gibt es auch deutsches Essen und deutsches Bier. Auch deutsches Brot gibt es im Angebot.
    Es ist alles sehr verlockend aber viieel zu teuer. Das können wir uns nicht leisten.
    Nach dem kleinen gemeinsamen Ausflug teilt sich die Gruppe, da einige zum Rugby-Finale wollen und andere nicht.
    Wenn schon mal eine Weltmeisterschaft in Japan ist und man zufällig da ist, ist es ja fast ein Muss sich das Finale anzuschauen. Leider war beim Public Viewing schon alles voll- wir haben nur Rücken und etwas grün gesehen. Eigentlich wollten wir dann in eine Bar und da weiterschauen aber bis wir im Kneipenviertel ankamen war das Spiel schon vorbei (Südafrika hat gewonnen).
    So haben wir also nur noch eine Kleinigkeit gegessen und sind noch etwas durch Shibuya gelaufen, bevor es wieder zurück ins Share House ging!
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day191

    Tokio

    October 31 in Japan ⋅ ☁️ 20 °C

    Goodbye Indonesia-hello Japan!
    Das nächste große Abenteuer unserer Reise startet also heute. Irgendwie noch so surreal aber doch auch sehr real. Wir fliegen jetzt in ein Land in dem wir nun nicht einfach nur durchreisen sondern wo wir arbeiten und Land und Leute etwas näher kennenlernen wollen (gut im Grunde genommen hauptsächlich Basti, da ich (bisher?) nicht der größte Japan-Fan bin).
    Ein Alltagsleben werden wir haben und eine Unterkunft/ ein Bett das wir für 2 Monate unser “Eigentum“ nennen können. Es gibt Schränke, in die man seine Klamotten einräumen und den Rucksack daher einfach mal zur Seite legen kann.
    Schöne Vorstellung!

    Ganz so schön ist die Realität dann doch nichg. Im Share-House angekommen bekommen wir unsere Zimmer zugewiesen (dass wir in unterschiedlichen Zimmern schlafen war uns bewusst, dass sie 2 Stockwerke voneinander getrennt sind nicht). Ich bin in einem 8er Schlafsaal und Basti in einem 6er.
    Die Betten haben keine Abdeckung, sind alle offen und für jeden einsichtig. Privatsphäre im Zimmer ist also schon mal gleich null.
    Im Share House wohnen so um die 60 Leute davon sind bestimmt 50 aus Deutschland.
    Bist du in Japan und das einzigste was du die ganze Zeit hörst ist Deutsch- ganz schön verrückt! International ist es hier also nicht besonders.
    Da wir in unterschiedlichen Stockwerken wohnen müssten wir auch theoretisch in zwei unterschiedlichen Küchen kochen- jeder einzeln und alleine... (das machen wir natürlich nicht, trotzdem ist es ganz schön blöd,mein Geschirr immer hochzuschleppen um oben zu essen und es dann wieder unten in meinem Schrank zu verstauen). Bei 60 Leuten ist natürlich auch immer etwas los und so hast du im ganzen Haus eigentlich keine Privatsphäre- außer vielleicht im Telefonzimmer. Daran muss ich mich erstmal gewöhnen ( ich meine 2-3 Nächte geht das ja schon mal aber 2 Monate?)

    Alles ist noch super neu und ungewohnt. Das Gefühl für eine bestimmte Zeit nicht mehr auf Reisen zu sein ist irgendwie auch noch ganz merkwürdig. Das Wissen hier jetzt 2 Monate zu wohnen wirkt für mich eher noch sehr beklemmend und macht mir auch etwas Angst!
    Wird es mir in Japan troztdem gefallen?
    Kann ich mich auf Kultur und Sprache einlassen?
    Komme ich auf Arbeit gut zurecht? Genüge ich?

    Immerhin gibt es jetzt eine feste Postanschrift :) also falls mir jemand etwas schicken möchte... :)
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  • Day188

    Seminyak

    October 28 in Indonesia ⋅ 🌙 27 °C

    Mit den wundervollen Eindrücken im Gepäck geht es am nächsten Tag den laangen Weg zurück nach Bali. Witzigerweise sitzt das französische Geschwisterpärchen mit uns im Mini-Van nach Bali. Ein belgisches Pärchen ist ebenfalls noch an Bord.
    Heute dauert die Fahrt noch länger als am Samstag- wir kommen erst kurz vor Sonnenuntergang am Fährhafen an, wo wir dann ohne Auto nach Bali rüberschiffen. In Bali erwartet uns ein neuer Fahrer, der uns während der Fahrt sehr erheitert!
    Die Fahrt nach Seminyak dauert noch 4h, weshalb wir erst super spät in unserem Hotel ankommen. Was für Reisestrapazen.
    Gut, dass wir hier ein wenig am Strand entspannen können, bevor am Donnerstag der Südostasien-Abschnitt endet.
    Schwimmen ist am Strand in Seminyak nicht erlaubt, da die Strömung und die Wellen so stark sind. Vom Wellenreiten werden wir aber nicht abgehalten. Zwischen Surfanfängern versuchen wir also ebenso die Wellen möglichst gut zu “nehmen“ und standhaft zu bleiben.
    Mit einem sonnigen und heißen Tag sowie mit einem wunderschönen und endlich mal so gut wie wolkenlosem Sonnenuntergang verabschiedet sich Indonesien von uns.
    Der Südoastasien-Abschnitt ist nun also vorbei.
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  • Day187

    Vulkan Bromo

    October 27 in Indonesia ⋅ ⛅ 14 °C

    Nach einem nächtlichen Zwischenstopp in Kuta, Bali geht es am Samstagmorgen los nach Java, eine weitere indonesische Insel. Unser Ziel auf dieser Insel ist der aktive Vulkan Bromo.
    Nach einer laaangen Reise kommen wir im Dunkeln im Dorf Chewang Lawag, das direkt am Fuße des Vulkans liegt, an. Die Indonesier wissen genau, wie sie Touristen das Geld aus der Tasche ziehen können- um im Dorf übernachten zu können muss man Eintritt bezahlen. Ganz schön bescheuert... aber was soll man machen?
    In der Unterkunft angekommen gehts direkt schlafen, da es am nächsten Morgen früh los geht.
    Der Wecker klingelt um kurz vor 3.
    Dick eingepackt machen wir uns auf den Weg zum King Kong View Point um den Sonnenaufgang zu bewundern. Wir schließen uns für die Wanderung bei einer 3er Gruppe aus unserem Hostel an: zwei Schwestern aus Frankreich und ein Engländer. Gemeinsam gehts 2500m hoch. Schon während des Aufstiegs kann man das Morgenrot am Himmel sehen. Wirklich traumhaft schön. Nach 1 1/2h erreichen wir das Ziel und können in Ruhe durchatmen und die Morgenröte genießen bevor sich die Sonne zeigt. Ein wunderschöner und klarer Sonnenaufgang. Auf unserer rechten Seite kommt dann auch der Vulkan zum Vorschein- einfach unglaublich. Die Bilder können das alles gar nicht so einfangen, aber einen Eindruck geben sie auf jeden Fall.
    Das war mal ein perfekter und wunderschöner Start in den Tag.
    Wir verweilen noch ein bisschen am Aussichtspunkt und genießen den Panoramablick. Nach einem Heißgetränk, auf dem Berg ohne Sonne wars sehr kalt, begehen wir den Abstieg. Wir legen einige Pausen ein, da der Ausblick einfach toll ist.
    Nach einer Stärkung machen wir uns dann direkt auf zum Krater. Da wir aber keine 330000 Rupien Eintritt bezahlen wollen (das sind umgerechnet 40€) versuchen wir über einen Schleichweg auf eigene Faust und unentdeckt den Krater zu besteigen. Anfangs dachten wir, das ist nicht möglich, da wir einen Zaun entdeckten. Auch in den Reiseblogs klang unser Vorhaben illegal. Aber wie wir von Nahem und zu unser allem Erstaunen feststellten, waren der “Zaun“ nur ein paar Holzblöcke zwischen denen man ohne Probleme durchlaufen konnte. Wow das war ja einfach! Die Wanderung durch den “sea of sand“ (den schwarzen Sand des Vulkans) war beschwerlich aber gut machbar. Der Aufstieg auf den Krater war nochmals sehr kräftezehrend und die Beine taten nach der langen Fahrt, wo man sich ja nicht bewegt hat, sehr weh. Aber alle Strapazen haben sich gelohnt. Plötzlich stand man nämlich auf dem Krater des Vulkans und konnte in den “See“ schauen. Der Bromo hat keine Lava sondern Wasser aus dem Schwefel in Rauchschwaben aufsteigt. Es war super beeindruckend zu sehen, wie der Rauch aufstieg, das Wasser blubberte und es immer mal wieder große Rauchstöße gab. Auf dem Krater konnte man auch noch etwas herumlaufen, was ebenfalls super cool war.
    Ein einzigartiges und unvergessliches Erlebnis!
    Das erste Mal auf einem aktiven Vulkan- schon cool
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  • Day181

    Gili T(rawangan)

    October 21 in Indonesia ⋅ ☀️ 29 °C

    Wie im letzten Blogeintrag bereits erwähnt geht es heute auf eine der Gili-Insel. Wir entscheiden uns für die größte der drei Inseln: Gili Trawangan oder auch Gili T. Gili bedeutet klein, weshalb auch Gili T mit einem Durchmesser von 2km super gut und einfach zu Fuß zu erkunden ist.
    Auf der Insel ist es sehr ruhig- keine Motorroller, die über die Straße brettern. Ebenfalls auch keine Autos- nichts mit Motor fährt hier. Lediglich Pferdekutschen und Fahrräder. Alles an der Insel lädt zum Entspannen ein: auf der Strandpromenande reihen sich Bar und Cafe aneinander, das türkisblaue Wasser und der weiße Strand machen es perfekt. Und entspannen das tun wir hier auch. Die meiste Zeit verbringen wir im und am Wasser. Schwimmbar ist es allerdings nicht, da es überall spitze Korallen und Steine gibt und auch tagsüber Ebbe herrscht. Man braucht dann schonmal fast ne halbe Stunde bis man überhaupt mal das Wasser erreicht.
    Die Gili-Inseln sind perfekt zum Schnorcheln und tauchen, weshalb auch wir an einem Tag schnorcheln gehen. Am ersten Spot tummeln sich Fische mit den unterschiedlichsten Farben und Größen inmitten von Unterwasserstatuen. Es war mein erstes Mal richtig schnorcheln und wow war das beeindruckend. Ich hätte den Fischschwärmen noch den ganzen Tag zuschauen und hintherschwimmen können. Der zweite Spot toppt das Erlebnis noch, denn mitten im Wasser direkt vor mir/uns schwimmen Meeresschildkröten. Von nahem sind die echt groß und es war ein unfassbar tolles Gefühl neben der Schildkröte her zu schnorcheln. Auch auf dem Boden lagen ein paar wenige, die man aber natürlich nur schwerlich gesehen hat. Meereschildkröten, Fische und Korallen- ein toller Ausflug und ein unvergessliches Erlebnis.
    Außer schwimmen, sonnen/bräunen und schnorcheln erkunden wir die Insel noch zu Fuß. Innerhalb von 2h bist du einmal komplett um die Insel gelaufen- schon krass irgendwie. Das wahre Inselfeeling auf dem Fahrrad haben wir allerdings nicht, zu Fuß ist es aber genauso cool und mit den Badestopps zwischendurch auch temperaturmäßig auszuhalten.
    Abgerundet werden die schönen Inseltage mit einem Sonnenuntergang (wobei die Sonne wieder von Wolken verschluckt wird) und einem Open Air Kino am Strand.
    Der letzte Morgen beginnt dann für mich noch mit dem schönen Sonnenaufgang bevor es dann wieder für einen Tag nach Senggigi, Zwischenstopp auf der Rückreise nach Bali, geht.
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  • Day178

    Senggigi

    October 18 in Indonesia ⋅ ⛅ 30 °C

    Wir reisen weiter und kehren Bali fürs Erste den Rücken. Unsere Reise führt heute auf die indonesische Insel Lombok auf der es ruhiger und günstiger sein soll. Letzteres stimmt nicht, ruhiger ist es hier aber tatsächlich. Wenn du den richtigen Strandabschnitt findest bist du sogar fast alleine. Nervig sind allerdings die Einheimischen, die versuchen, dir was zu verkaufen. Entspannen kannst du also auch nicht, wenn du alle 5min angequatscht wirst.
    Außer einem kleinen Hafen mit Badestrand drumherum hat Senggigi nicht viel zu bieten- die meisten Touristen kommen hier auch nur her, da man von Senggigi aus viele gute Tagesausflüge rund um die Insel oder auch zu den Gili-Insel machen kann. Surfer gibt es hier keine. Der Muslimanteil ist auf Lombok sehr hoch, was auf Bali nicht der Fall war. Eine Moschee auf Bali zu finden gestaltet sich bestimmt schwierig, hier auf Lombok gibt es gefühlt an jeder Straßenecke eine (ok das stimmt jetzt auch nicht, aber jede Stadt hat auf jeden Fall eine, wenn nicht sogar zwei).
    Da wie gesagt Senggigi kaum was sehenswertes zu bieten hat verbringen wir die Tage am Strand. Tagestouren sind uns dann doch zu teuer und die Gili-Inseln sind unser nächster Stopp.
    Tut uns wahrscheinlich auch mal ganz gut so ein paar Strandtage. Das Wetter spielt zumindest mit, auch wenn es tagsüber sehr zuzieht und die Sonne beim Sonnenuntergang von den Wolken verschluckt wird.
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  • Day177

    Bali Swing

    October 17 in Indonesia ⋅ ⛅ 32 °C

    Teil unserer Tagestour ist auch der “Aktivitätenpark“ Bali Swing. Hier gibt es viele verschiedene Schaukeln und Fotospots. Die Schaukeln schaukeln unterschiedlich hoch und es gibt sowohl Einzel- als auch Tandemschaukeln.
    Leider ist es tatsächlich nur ein reines Fotomaking. Die Touristen kommen hierher um das perfekte Foto zu schießen bzw. vom Fotografen schießen zu lassen. Frauen können sich sogar Kleider ausleihen, damit es beim Schaukeln schön im Wind weht. Alles ist in Szene gesetzt um auf Instagram damit prahlen zu können. Klar wollte ich auch ein paar Fotos machen aber am liebsten wollte ich mich mit den Schaukeln über den Dschungel und die Reisterrassen schwingen. Allerdings kannst du nicht aussuchen, wie lange du schaukeln willst und selbst schaukeln darfst du auch nicht- man wird von den Mitarbeitern angeschuckt.
    Auch kann man sich nicht wirklich auf das Schaukeln konzentrieren weil von hinten immer kommt: schau nach rechts, jetzt nach links...
    Trotzdem gab es auch ein paar Schaukeln, wo es recht ruhig war und man für eine Weile die Freiheit genießen konnte.
    Auf der einen Seite war es also schon sehr cool über den Dschungel zu schaukeln- die ganze Fotoinziniererei macht das Flair aber ganz schön kaputt.
    War vielleicht nicht die beste Wahl, vor allem weil es auch sehr teuer war...
    Trotzdem finde ich die entstanden Fotos toll und auch das Erlebnis war trotz allem super schön!
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  • Day175

    Ubud

    October 15 in Indonesia ⋅ ⛅ 29 °C

    Am nächsten Tag gehts-trotz Reisemüdigkeit- schon wieder weiter. Wir fahren mit dem Bus ins Inselinnere, in die Touristenstadt Ubud. Hier schlafen wir in einem Home Stay.
    Ubud ist bei Touristen beliebt, da von dort viele Attraktionen schnell und einfach erreicht werden können.
    Da unser Home Stay etwas außerhalb von der Stadt Ubud liegt, kommen wir erstmal in Ruhe an und suchen uns abends nur was zu essen.
    Der erste richtige Tag in Ubud ist bei uns eher ein Entspannungstag. Wäsche waschen und Reiseplanung stehen allerdings trotzdem auf dem Programm. Und da es mir ja immer noch soehr schwer fällt, den ganzen Tag (untätig) im Hotelzimmer zu sitzen machen wir uns nachmittags nach Ubud auf und erkunden den Markt sowie den Palast. Der Markt ist wirklich schön, hat viele Holzarbeiten und Tücher zu bieten. Auch runde Korbtaschen sind hier sehr beliebt.
    Der Palast ist eher ein Tempel als ein Palast. Interessanterweise sind 90% der Indonesier Hindus, obwohl Indonesien ja auch ein Land mit sehr vielen Muslimen sein soll. Die Tempel in Bali sind nicht so bunt und hoch gestaltet, wie die Hindutempel in Indien. Hier wird eher mit Stein und Holz gearbeitet, diese Arbeiten/Skulpturen aber eher schlicht gehalten. Nie hätte ich gedacht, dass das Hindutempel sind.
    Alle 6 Monate gibt es für den Dorftempel eine große Zeremonie. Die Festlichkeiten beginnen an Vollmond und enden 3 Tage später. Die große Abschlusszeremonie konnten wir live miterleben. Frauen tragen kleine Türme mit Opfergaben auf dem Kopf und bringen sie in den Tempel. Bevor dies geschieht treffen sie aufeinander um dann von einer Band begleitend gemeinsam zum Tempel zu prozessieren. Leider werden die Straßen nicht gesperrt, weshalb immer Motorräder und Autos vorbeifahren.
    Ein berühmter öffentlicher Tempel, der Batuan-Tempel, ist Teil der Tagestour, die wir am nächsten Tag machen. Durch unseren Guide bekommen wir eine kleine “Tempelführung“ bei der wir nochmals sehr viel neues und interessantes über die Religion erfahren.
    Die Tegallang-Reisterrassen sind der erste Stop der Tour. Reisfelder sind hier, wie der Name schon sagt, terrassenförmig angeordnet. Da wir recht früh morgens ankommen ist es in den Terassen noch sehr leer, sodass wir ganz in Ruhe und in unserem Tempo durch die Reisterrassen schlendern können. Es ist wirklich eine tolle Kulisse und ein toller Anblick, den Reis so angeordnet zu sehen. Ist nochmal etwas Besonders im Gegensatz zu den “normalen“ Reisfeldern.
    Als Zwischenstopp halten wir an einer Kaffeeplantage, bei der wir verschieden Kaffee- und Teesorten probieren dürfen. Avocado- und Kokosnuss-Kaffee sind meine Favoriten, aber auch die Teesorten sind echt lecker gewesen.
    Auch wird uns die Zubereitung des teuersten Kaffee der Welt erklärt- dem Luwak-Kaffee. Er ist deshalb so gut und teuer, weil die Luwak-Tiere die Früchte der Kaffeeplanze essen und dann die eigentlichen Kaffeebohnen ausscheiden. Jeden Morgen wird die Luwak-Kacke dann aufgehoben und die Kaffeebohnen aussortiert.
    Probieren durften wir diesen Kaffee allerdings nicht (zumindest nicht kostenlos).
    Weiter ging es dann zu einem von vielen Wasserfällen. Der Kanto- Lambo Wasserfall ist schön aber leider zu einem heißen Instagram-Motiv geworden, weshalb sich im Pool vor dem Wasserfall eine Schlange gebildet hat, nur um den perfekten Shot vor dem Wasserfall zu bekommen. Ganz schön übertrieben!
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  • Day174

    Kuta

    October 14 in Indonesia ⋅ ⛅ 26 °C

    Goodbye Malaysia-hello Indonesia/Bali!
    Nach einem entspannten Flug (der allerdings eine halbe Stunde Verspätung hatte) kommen wir kurz vor Mitternacht in Bali an. Da natürlich nicht nur ein Flugzeug ankommt, ist die Schlange bei der Immigration sehr lang und es dauert bestimmt eine halbe Stunde bis wir endlich unseren Visa-Stempel haben. Während wir in der Schlange warten spricht uns eine Deutsche an, mit der wir uns unterhalten und die uns hilfreiche Tipps gibt. Auch versucht sie uns zu helfen, um günstig vom Flughafen wegzukommen. Sehr nett von ihr, da das Pärchen das sie anspricht allerdings in die komplett andere Richtung muss, befreien wir sie aus der “Pflicht“ und suchen mithilfe der App GoJek eigentsändig ein Taxi, mit dem wir sogar sehr günstig wegkommen.
    Im Hostel ist zum Glück noch jemand an der Rezeption und so können wir gegen 2Uhr nachts ins Bett fallen. Trotz Müdigkeit kann ich allerdings fast die ganze Nacht nicht schlafen. Der ganze Stress macht mir wohl sehr zu schaffen- das kam nicht nur einmal vor bisher. In den Schlafsälen herrscht natürlich auch nicht besonders ruhige Stimmung oder eine Schlafatmosphäre, was es dann für mich natürlich noch schwerer macht. Daher versuchen wir auf Bali jetzt Hostels mit Schlafsälen zu vermeiden, damit ich auch mal genügend und erholsamen Schlaf bekommen kann.
    Wir sind natürlich immer noch sehr “gezeichnet“ von der Reise am Freitag. Vor allem emotional geht es uns nicht besonders gut, trotzdem versuchen wir unser Bestes uns auf Bali einzulassen und es zu genießen.
    Und es gelingt am ersten Tag schon echt gut: wir gehen an den Strand und reiten die Wellen im Meer. Der Kuta Beach ist sehr beliebt bei Surfern, vor allem für Anfänger sind die Wellen perfekt geeignet daher ist es kein Wunder, dass das Wasser voll mit Surfern ist. Wir gehen aber so schwimmen und surfen vielleicht mal noch wann anders.
    Nachmittags gehen wir dann zum baby sea turtle release. Wir setzen also Babyschildkröten ins Meer aus. Zuerst bekommen wir, gegen Spende, ein “Token“ das wir dann gegen eine Babyschildkröte austauschen können. Die Babyschildkröte tragen wir in einer Plastikbox zum Wasser. Dabei muss man sehr gut aufpassen, denn die Schildkröte versucht gerne aus der Box zu klettern. Am Meer angekommen warten wir auf ein Signal und setzen die Schildkröten auf dem Sand aus. Jetzt ist es ihre Aufgabe zum Meer zu laufen- das Rennen beginnt. Es dauert erstaunlich lange, bis die ersten Schildkröten das Wasser erreichen. Oft kommt es auch vor, dass sie mit der nächsten Welle wieder zurückgespült werden. Wir können bestimmt eine halbe Stunde Babyschildkröten im Meer beobachten.
    Es war ein tolles Erlebnis und gut fühlt man sich auch dabei- war mal kurz die Welt retten (zumindest eine Babayschildkröte). Von den 300 die heute ins Meer gesetzt wurden, schafft es allerdings wohl kaum eine die ersten 3 Tage im Wasser zu überleben. Der Leiter der Rettungsaktion erzählte uns nämlich, dass nur 1 von 1000 das überlebt. Schon echt krass...
    Trotzdem tat es gut, den Schildkröten zu helfen und es war ein schönes Erlebnis!
    Bali fängt gut an!
    Eigentlich wollte ich dann noch den Sonnenuntergang anschauen, doch der war schon um kurz nach 6- so frühe Untergangszeiten sind wir nicht mehr gewöhnt, weshalb wir ihn leider verpasst haben....
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  • Day171

    Kuala Lumpur (again)

    October 11 in Malaysia ⋅ ⛅ 25 °C

    Goodbye Singapur-hello Indonesia/Bali ( so sollte es eigentlich heute in meinem Blogeintrag heißen)
    Aber: das Busunternehmen mit denen wir von Singapur nach Kuala Lumpur fahren macht uns mit einem Auffahrunfall einen Strich durch diese Rechnung...
    So heißt es also wieder: hello Malaysia!
    Die Busreise in Singapur fängt schon nicht gut an, da wir mit einer Stunde Verspätung erst in Richtung Grenze aufbrechen.
    An beiden Grenzübergängen gehts dann aber zeitlich recht schnell, sodass wir um kurz nach 11 von der malaysischen Grenze losfahren und so gegen 14/15 Uhr in Kuala Lumpur ankommen- sollte also kein Problem sein, unseren Flug zu bekommen. Ein Flug von Singapur wäre viel teurer gewesen, weshalb wir entscheiden von KL zu fliegen.
    Es vergeht keine halbe Stunde als es laut kracht! Unser Busfahrer ist auf einen Kleintransporter aufgefahren. Uns ist zum Glück nichts passiert aber der Bus sieht sehr lädiert aus.
    So müssen wir auf der Autobahn erstmal warten bis die Poliziei kommt und dann auch noch aufs Polizeirevier um die Daten aufzunehmen (warum das nicht auch auf der Straße ging ist mir etwas rätselhaft). So war es schon halb 3 als wir von der Polizeistation losfuhren und nach KL waren es noch 4h. Unseren Flug um 18Uhr können wir knicken... 160€ einfach mal so weg- geil!
    Richtung Kuala Lumpur geht es dann aber auch erst 2h später da erst noch die Bremsen gecheckt werden müssen, Fahrerwechsel etc..
    Statt 13 Uhr kommen wir erst um halb 9 abends an!
    Nach schönen und recht entspannten Tagen in Singapur sind wir wieder alleine unterwegs und dann sowas... das zieht einen echt ganz schön runter. Wieso klappt bei uns eigentlich nie was auf Anhieb? Wieso muss es immer kompliziert und mit mehr Stress verbunden sein?
    Lange kann ich das nicht mehr aushalten... mittlerweile bin ich schon ganz schön reisemüde und habe keine Lust mehr. Trotzdem fällt es mir natürlich schwer im Hostel rumzusitzen und nichts zu machen. Keine Ahnung wie ich die richtige Balance dafür finden kann...

    Wir kommen also 8 Stunden später als geplant in Kuala Lumpur an (12h hat die eigentlich 5stündige Fahrt gedauert) und fahren dann nochmal schön in der Gegend rum, weil der Busfahrer uns anbietet zum Office des Busunternehmens zu fahren um uns dort direkt beschweren zu können. Letztendlich fahren wir nur im Kreis und kommen wieder am Busterminal an, wo wir vor ner halben Stunde schon aussteigen wollten.... was für ein Tag!
    Da wir ja eigentlich schon längst auf Bali sein sollten, hatten wir auch keine Unterkunft für die Nacht. Wir versuchen es daher erstmal bei Bahaa, der uns vor einer Woche ja schon gehost hat. Bahaa hat allerdings für die heutige Nacht schon 3 Gäste weshalb wir uns eine Unterkunft suchen müssen. Das Hostel das wir über Booking.com finden nimmt uns so spät noch auf, sodass wir wenigstens ein Dach zum Schlafen haben.
    Am nächsten Tag können wir dann zu Bahaa bei dem wir dann noch eine Nacht bleiben, da unser neuer Flug erst am Sonntagabend ist.
    Da wir ganz schön fertig sind von den Strapazen der gestrigen Reise unternehmen wir mit Bahaa nicht viel. Nachmittags bestellen wir Pizza und abends gehts dann ins Kino: der Joker.
    Nach dem Film und den ganzen nächsten Tag war die Stimmung irgendwie sehr angespannt. Bahaa war sehr zurückhaltend, nachdem Basti ihn freundlich darauf hingewiesen hat, ihn nicht ständig in seiner Aussprache zu verbessern. So war er sehr froh, als wir dann am nachmittag gen Flughafen aufbrachen.
    Das war kein schöner Abschluss von Malaysia!
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