• Huayhuash Tag 7

    September 20, 2024 in Peru ⋅ ☁️ 20 °C

    Für den nächsten Tag sind zwei Pässe geplant. Den ersten überstehen wir merklich geschwächt. Den zweiten wollen wir uns heute nicht antun. So bleibt uns einerseits die Option nicht weiter zu laufen und hier zu übernachten. Was jedoch bedeuten würde, dass uns noch zwei weitere Wandertage bevorstehen. Auf unserer Karte entdecken wir eine andere Option: eine Art Abkürzung. Damit verpassen wir aber wohl eines der schönsten Camps, könnten aber am nächsten Tag unseren Endpunkt erreichen. Wir entscheiden uns für diese Variante und steuern ein Camp an, das auf unserer Karte direkt an einem Bach verzeichnet ist.

    Müde erreichen wir das Camp. Der Bach liegt zwar nahe, aber etwa 100 Meter tiefer in der Schlucht. Wir kommen nicht ran und würden die Nacht ohne Wasser nicht gut überstehen. Uns bleibt nur die Option weiterziehen und einen anderen Ort zu finden. Und wir finden keinen. Irgendwann stehen wir todmüde vor einem tosenden Fluss. Um an unseren Endpunkt zu gelangen müssen wir den fast hüfttiefen Fluss durchqueren. Mithilfe der Schnüre die wir dabei haben wäre das zwar wahrscheinlich möglich, jedoch kompliziert und riskant. Scheisse.

    Irgendwann läuft ein Mann mit Pferd vorbei. Wir fragen verzweifelt wie wir am besten hier raus kommen. Das Pferd antwortet nicht. Der Mann aber meint es gäbe noch ein anderes Dorf von wo aus wir am nächsten Tag um 5 Uhr morgens einen Bus hätten, der uns hier raus fährt. Um den zu erwischen müssten wir heute noch dort hin. Noch einmal 11 km. Es ist schon 15 Uhr und um 18 Uhr geht die Sonne unter. 3h später und um eine Odyssee und einige Nervenzusammenbrüche reicher, treffen wir mit den letzten Sonnenstrahlen in Pacllón ein. Wir haben es geschafft. Was für ein Erlebnis <3
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