• Potosí

    11 Kasım 2024, Bolivya ⋅ ⛅ 14 °C

    Fabienne zuckt es im Schulterblatt: sie fühlt den Drang ihre Wurmkräfte wieder unter Beweis zu stellen. Also begeben wir uns in Potosí tief in einen Berg hinein wo wir eine aktive Mine besichtigen. Während wir uns in Wurmmanier immer tiefer in die Dunkelheit tasten, rasen an uns Minenarbeiter mit ihren kleinen Zugwägelchen vorbei. Jedes an die zwei Tonnen schwer. Mit jedem Schritt wird es dunkler und wahrscheinlich gefährlicher. Unsere Plastikhelme schützen uns aber vor der latenten Gefahr eines Mineneinsturzes. Gestern war hier in Potosí ein Feiertag. Die meisten Minenarbeiter stehen oder liegen noch auf den Strassen der Stadt rum. Für uns bedeutet das, dass wir umso tiefer rein müssen, um ein paar Leute zu finden, die tatsächlich ihrer Arbeit nachgehen. Sehr tief im Berg (Cerro Rico) drin werden wir fündig. Im aufgewirbelten Staub und Dreck stehen ein paar Männer und konzentrieren sich darauf Schutt in einen Wagen zu fördern, ohne dass ihnen die mundvoll Kokablätter aus dem Mund fallen. Inmitten eines Berges erhaschen wir für ein paar Minuten einen seltsam aussergewöhnlichen Einblick in den Alltag dieser Menschen. Danach statten wir dem Gott des Berges noch einen Besuch ab, hinterlassen dort ein paar Opfergaben, trinken einen Schluck 96%igen Alkohol und begeben uns wieder ans Tageslicht, wo wir schliesslich erblinden.Okumaya devam et