Wir besuchen das ESO (European Southern Observatory) in la Silla. Üblicherweise haben dort nur Astronomen und Leute die sich mega gut als Astronomen ausgeben Zugang. Samstags werden die Türen aber auch für uns normalen und mehrheitlich dummen Leuten geöffnet. Und dann kriegt man eine Tour, in der Hoffnung, dass wir Leute am Ende etwas mehr wissen als vorher. Und diese Tour ist gratis. Und deshalb gehen wir hin. Am Treffpunkt werden wir in einen Car verladen und dann eine halbe Stunde später, auf dem Gipfel eines Berges wieder aus dem Car entfernt.
Es folgt eine fesselnde dreistündige Führung. Wir dürfen uns Teleskope und Radioteleskope anschauen. Eines der Teleskope sei ein weltweit führender Exoplanetenjäger. Wir hängen nur so an den Jorge's Lippen. Jorge ist unser Guide und er hat auf jede unserer Fragen eine Antwort.
Nach der Führung lädt Jorge uns zwei dann noch ein, am Abend durch sein privates Teleskop zu schauen. Es gäbe heute Nacht nämlich ein Blackout und die Bedingungen dazu seien daher perfekt. Deal.
Ein paar Stunden später entdecken wir Jorge ausserhalb des Geländes des ESO wieder auf einer Autobahnraststätte. Neben ihm steht sein Teleskop und ein paar gut gekleidete Personen. Jorge stellt uns vor. Bei den Leuten handelt es sich um Regierungsvertreter/innen diverser Departemente. Sie haben den Blackout organisiert. Wir vertreten derweil die Interessen der Schweiz. Kurz nach 22:00 Uhr gehen alle Autobahnlichter aus. Die Polizei hat den Strassenabschnitt gesperrt. Über uns eröffnet sich ein sternenklarer Himmel und Jorge richtet sein Teleskop ein und aus. Die Leute stellen sich in eine Reihe und wagen alle einen Blick in die Vergangenheit. Wir sind der Meinung, dass der Event eigentlich nicht an uns gerichtet ist und lassen den örtlichen Behörden den Vortritt. Jorge zwingt uns aber immer wieder nach vorne zu kommen und das angepeilte Himmelsobjekt noch ein zweites Mal zu betrachten.Leer más