• Hunde soweit das Auge reicht

    9–19 dic. 2024, Chile ⋅ ☀️ 22 °C

    Während unser Camper unters Messer kommt, finden wir armseligen Streuner als billige, unterqualifizierte Arbeitskräfte Zuschlupf in einer Hundeuffangstation. Als wir ankommen stehen die 25 Bewohner bereits kläffend und schwanzwedelnd Spalier. Für die nächsten 10 Tage teilen wir uns ein Haus mit diesen Rackern.

    Bald lernen wir, dass jeder Hund einzigartig ist. Zeus hatte einen Virus, velor dabei alle Zähne und ist jetzt geistig etwas zurückgeblieben. Isabelita ist dement und weiss nicht mehr wo und wer sie ist, wenn sie sich zu weit vom Haus entfernt. Naomie hat eine kaputte Hüfte und kann nur noch schlecht laufen, freut sich aber am meisten über Streicheleinheiten. Die Welpen Beto und Chochi stürmen den ganzen Tag kämpfend durchs Grundstück und bringen dabei die älteren Hunde auf die Palme. Pedro wird wütend und schnappt wenn er angebellt wird. Oso ist senil, scheint Dinge zu sehen, die wir nicht sehen und bellt Pedro ständig an. Bellota möchte apportieren, hasst es aber uns den Ball zu überlassen und und und.

    Die Vierbeinder wachsen uns schnell ans Herz. Doch in unser Zimmer lassen wir sie nicht, da ziehen wir eine knallharte Grenze. Ganze anderthalb Tage lang. Danach schlafen wir regelmässig zu Dritt im gleichen Bett.

    Bald werden wir den restlichen 18 Hunden und vier Pferden vorgestellt und werden auch mit denen sofort Freunde. Ausser mit den Pferden. Der Mehrwert deren Domestizierung erschliesst sich mir bis heute nicht.

    Schliesslich wird es Zeit aufzubrechen (ohne Hund). Wir sagen allen Tschüss, doch keiner versteht es. Also gehen wir einfach.
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