• Manches stimmt soooo traurig

    June 2 in France ⋅ 🌧 19 °C

    Wir sind zurück in Deutschland. Das Wetter ist durchwachsen und ‚Schiffe gucken‘ war der Plan. Mit einem Glas Cremant in der Hand, auf das Leben anstoßen und die Reise Revue passieren zu lassen. Mit uns stehen dort einige Angler und wenige andere Camper. Außerdem wohnt dort eine Schwanfamilie. Die Mutter ist ganz rührig und bringt den Kleinen das Tauchen bei. Abends kommt der Vater mit stolzem Gefieder, guckt rechts und links. So als wolle er sagen, na was habt ihr den ganzen Tag so erlebt. Sie beachtet ihn erst einmal nicht. 😉
    Dann passiert das Unfassbare: eine Wagenburg aus verschiedenen Pkw‘s vor uns beobachte ich schon eine Weile. Verschiedene Personen wuseln um die Autos herum, trocknen Bettdecken und Matratzen auf dem Dach. Fahrendes Volk… ? frage ich mich. Dann kommt eine Frau mit großen Plastiktaschen holt aus und wirft sie in den Rhein, danach die 2. ich bin fassungslos. Was machen? Die Taschen herausholen ist nicht möglich. Zu tief und glitschig ist der Abgrund. Also stürme ich hin, entreiße ihr eine weitere Tasche schmeiße sie wieder in ihren Kofferraum und erkläre der Gruppe ziemlich lautstark und deutlich dass man so etwas auf gar keinen Fall tut und ich die Polizei rufe, sofern da noch irgendetwas im Fluss landet. Auf Englisch. Sie scheinen mich zu verstehen. Die jungen Männer betonen, sie hätten nichts gemacht, die Frau versichert mir, die Taschen wären ihr aus der Hand gerutscht. Ein junges Mädchen schaut mich an, als wolle sie sagen, wo ist das Problem.
    Danach verschwinden die Männer mit ihren Fahrzeugen und kommen erst nach 2 Stunden wieder. Wohl aus Angst vor der Polizei.
    Was macht man in einer solchen Situation… Michael meint, die Polizei darf man nur im Notfall rufen…? Ich werde mich mal schlau machen.

    Und am nächsten Morgen noch ein Beispiel, wie man sich als Camper nicht benimmt auf einem solchen Platz.
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