• Lange weiße Wolke - Aotearoa

    January 28 in New Zealand ⋅ 🌙 20 °C

    Nachdem am Morgen eine Flasche frische Milch vor meiner Tür stand, habe ich mir selbst einen Cafe aufgegossen. Alle Taschen waren wieder gepackt und ich habe den Café auf der Terrasse im Sonnenschein genossen. Die Schafe schauten mir zu
    Dann machte ich mich auf den Weg nach Auckland.
    Es war richtig schön, wieder zu kommen. Ich mag die Stadt!
    Vor allem war es ein Traum, bei dem tollen Wetter mit dem Fahrrad durch die Stadt zu fahren!
    Eigentlich wollte ich nur kurz bleiben, um ein paar Dinge zu erledigen. Beispielsweise wünschte ich mir eine Isomatte, die nicht nach 10 Minuten all ihre Luft verlor! Auch die Trinkflaschen aus Plastik mussten ersetzt werden- wie kann man bloß aus Plastikflaschen trinken!
    Als die Fähre wenige Menschen vor mir voll war und wir eine Stunde auf die Folgende warten sollten, war ich nicht sonderlich enttäuscht. Ich radelte nochmal am Hafen entlang, die Queensroad hinauf und in alle möglichen kleinen Ecken, die ich ohne Rad nie entdeckt hätte.
    Als ich dann auf der Fähre nach Pine Harbour stand, war es beeindruckend, mit welcher Power das Boot durch das Wasser pflügte. Ich stand hinten, bestimmt über den Turbinen, es war wahnsinnig laut und wir fuhren ziemlich schnell über das Wasser.
    Romantisch war die Schifffahrt nicht.
    Aber meeega cool!
    Über der Skyline zog sich die lange weiße Wolke - Aotearoa - wunderschön dahin, die Stadt wurde immer kleiner und versank irgendwann in der peitschenden Gischt der Propeller.
    Ab Pine Harbour ging es dann an der Küste entlang. Endlich war ich meinem Te Araroa - dem "langen Weg " wieder treu!
    Ich fuhr in dem goldenen Abendlicht über die kleine Küstenstraße. Es roch nach gemähtem Gras, der halbe Mond über mir.
    Obwohl ich noch nicht wusste, wo ich schlafen sollte, schaute ich mir noch die am Wegesrand als historisch ausgewiesene Kirche an. Klar, wie alt konnte diese historische Kirche wohl sein?!
    Für unsere Verhältnisse ist sie sehr jungen Baujahres. Anfang des 20. Jhd.
    Was ich aber interessant fand, war der Maori-Einfluss. Die anglikanische Kirche aus der britischen Kolonialzeit ist zwar im Kolonialstil gebaut, aber bspw. die Türe ist mit Maori - Kunst verziert und wird von Maori -Statuen bewacht. Auch innen am sehr schlichten Holz-Altar wachen geschnitzte Maori-Gestalten. Ein Kruzifix gibt es nicht. Nur ein einfaches Kreuz. War das bereits damals ein Versuch, die Kulturen irgendwie zu integrieren?
    Einen Schlafplatz fand ich dann schließlich im wunderschönen Naturpark.
    Pssst.... Bitte nicht verraten!
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