Regen, Mücken und kein Ende
February 2 in New Zealand ⋅ 🌧 22 °C
Heute morgen hat mich unter meinem Kauri-Baum ein sanftes Regenprasseln auf mein Zelt geweckt. Als ich realisiert hatte, wo ich war, sprang ich auf und packte alles in Windeseile zusammen, solange das Blätterdach über mir noch etwas dicht hielt. Es hat funktioniert: alles war ziemlich trocken eingepackt und ich fuhr meinen Pfad weiter. Eigentlich fuhr ich immer am Grad des Höhenzuges westlich über dem Taupo Lake entlang. Es führten einige Hängebrücken über die Täler. Langsam gewöhnte ich mich an sie und ihr Schwanken. Die Brücke, die ich fotografiert hatte, ist bspw. 60 mtr. hoch und 142 mtr. lang. Ich finde, das kann beeindrucken!
Den zweiten Tag ohne Handyempfang, ohne Menschen und Motorengeräusch. Eigentlich traumhaft, wenn da nicht stattdessen diese merkwürdigen Mücken wären! Sie beißen nur an den Beinen, durch die Schuhe auch an den Füßen. Es sieht sehr komisch aus und juckt, wie ich es noch nie erlebt habe. Brauch man wirklich nicht als Erlebnis!
Nun, und irgendwann kam dann der Regen auch durch das Blätterdach. Der Weg wurde rutschig, dreckig, mit tiefen Pfützen. Wie mein Fahrrad, die Satteltaschen und ich mittags aussahen, kann man sich sicherlich denken!
Gegen 14:00 stand da doch netterweise eine Schutzhütte, die ich gerne aufsuchte und sofort die nassen Sachen wechselte. Zwei Tage keine Menschenseele gesehen! Aber jetzt, in Unterhose meinen Schlafsack ausrollend, um mich aufzuwärmen, stehen zwei Typen da! Auch klatsch-nass. Wollen aber weiter fahren. Der Untersteller ist zu klein für drei mit Fahrrad.
Die Armen!
35 km hatte ich noch bis zu einem ausgewiesenen Campground.
Hoffentlich gibt es auch ein Dach dort zum unterstellen!
Aufgewärmt packte ich alles wieder ein. Als der Regen etwas nachzulassen schien, ging es weiter.
Ich erreichte mein Ziel am frühen Abend. Nass, kalt, hungrig .
Ist das so ein Moment, wo man sich fragt: WOFÜR all das!?
Nein, so weit war ich noch nicht! Noch gehört es dazu und kann bewältigt werden.
Es kamen noch drei andere zum Campground dazu und es wurde noch ein recht netter Abend unter einem Schutz-Dach. Bald krabbelte jeder in sein Zelt und versuchte irgendwie auf seine Weise, nicht die Beine blutig zu kratzen.
Es waren die berühmten Sandfliegen: kleine schwarze Käfer, die in die Socken krabbeln und fliegen können: wer in Neuseeland war, kennt sie wohl. Ich jetzt auch!Read more






TravelerJo. Die Sandfliegen haben wir auch kennengelernt. Aber es gibt dort unten in den Apotheken eine sehr wirksame Creme gegen das Jucken. Ist natürlich im Busch schwer aufzutreiben.... 😞