• Volle Belohnung

    2. marts, New Zealand ⋅ ⛅ 11 °C

    Der Tag begann ziemlich spät am Fluss. Es war zu schön warm im Schlafsack, um aufzustehen. Draußen waberten die Nebelschwaden zwischen Bergkuppen und Fluss und ich war gespannt, was mich heute erwarten würde. Ich war gewappnet, den Sandfliegen entgegenzutreten!
    Ein kurzes Bad im eiskalten Gebirgsfluss und ich war wach!
    Ich holte noch die zwei Deutschen ein, die gestern noch bis zum Zielpunkt durchgehalten hatten.
    Gemeinsam zogen wir den Haast-Pass hinauf, um auf der anderen Seite wie in eine neue Welt hinunter zu kommen!
    Es war einfach nur: Wow!!
    Das neue Tal öffnete sich wieder. Diesmal aber nicht mehr so dicht bewaldet, sondern viel weiter, offener und heller.
    Die Straße zog schnurgerade auf den Wanaka-See zu. Der Wind aus Süden blies frontal entgegen. Er sollte die nächsten acht Stunden zur Herausforderung werden. Aber die Kulisse ließ alle Anstrengung vergessen. Das Farbspiel der Wolken, des Sees, der Berge war grandios.
    Es machte wieder Spaß, einfach zu radeln!
    Lange Mittagspause bei Müsli, Browni und Coke; also pure Energie-Aufnahme.
    Und dann wurde es richtig besonders!
    Entlang des Wanaka-Sees schlängelte sich die Straße bei schönstem Nachmittagslicht hoch bis an den Isthmus zwischen Wanaka- und Hawea-See.
    Beide ziehen von Nord nach Süd.
    Ich stand zwischen beiden Seen oben am Berg. Um mich und die Seen herum die noch höheren Berge, zum Teil mit schneebedeckten Gipfeln und darüber riesige wattige Kumuluswolken. Ich radelte weiter entlang des letzteren bis nach Hawea.
    Es war mega anstrengend. Kalt durch den Süd-Wind und gleichzeitig durch die Anstrengung heiß, aber wunderschön!
    Ich kam total platt in Hawea Township an, war aber so begeistert, dass ich beschloss, zwei Nächte hier in der Region zu bleiben. Wohl in Wanea.
    Der Südwind bringt eisige Kälte. Laut Marcel ist es zu Hause schon wärmer als hier, wo der Herbst zu beginnen scheint.
    Læs mere